Beiträge von straalster

    wo treibst Du Dich dennrum, oder was arbeitest Du, dass alle Grünflächen um Dich rum mit Scherben verseuchte Drogendealerplätze sind?

    Selbst in den Innenstädten München/Berlin, ja sogar in der Betonwüste Frankfurt findet man Parks, die begehbar sind. Und in Leipzig auch.

    Das habe ich in vorherigen Kommentaren erklärt. Und es sind keineswegs "alle Grünflächen um mich herum"

    Es geht in diesem Thread ja auch weder um mich, noch darum, dass es irgendwo in diesen Städten gangbare Löseplatze gibt. Es ging doch von Seiten der Erstellerin unter anderem darum, wo andere Stadthunde sich lösen (dürfen), wie andere HH damit umgehen.

    Und da kam meiner Meinung nach bisher wenig Lösungsorientiertes.

    Künftige Blindenführhunde lernen als Welpen, in den Rinnstein zu pinkeln (und auch da zu koten). Das einem erwachsenen Hund beizubringen, dürfte allerdings schwierig werden.
    Wüsste ich als HH, dass der nächste Hund sich öfters in grünfreien Zonen lösen muss, würde ich dem Welpen auch den Rinnstein beibringen. Ich habe aber das Problem nur ab und an, wenn wir in der City trailen - und selbst da findet sich meistens ein Plätzchen.

    Wohnen würde ich nirgendwo, wo ich mehr als 10 min zum Löseplatz gehen muss - ich finde das einfach keine hundegerechte Umgebung. Für eine einzelne Übernachtung kann ich mich damit abfinden. Und du wirst IMMER wen finden, der sich über die Hunde ärgert. Für manche dürfen Hunde noch nicht mal atmen, geschweige denn überhaupt irgendwo pinkeln, ohne dass sie sich gestört fühlen. Da muss man als HH auch eine dickere Haut und mehr Selbstbewusstsein zulegen. Das heisst nicht, den Hund überall hinpinkeln zu lassen. Aber man muss nicht versuchen, sich und den Hund in Luft aufzulösen.

    In Genf hat eine HH eine Busse von CHF 350.- erhalten, weil ihr Zwergpudel drei Tropfen Urin aufs Trottoir setzte (das entsprechende Gesetz ist eigentlich gegen öffentliches Urinieren bezechter Männer gedacht). Sie hat sich geweigert, zu bezahlen und dem Rekurs wurde stattgegeben. Hätte sie gekuscht, hätte sie zahlen müssen.

    Da hab ich also schon mal ein Problem mit allen Hunden, die ich nicht als Welpe übernehme (Tierschutz, geerbt, Privatübernahmen). Und mit allen Hunden, mit denen es nicht klappt. Servicehunde schaffen die Prüfungen ja auch nicht alle.

    Für dich wären jetzt Grünstreifen die Lösung zur Lösung ;)

    Ich hab hier jetzt sehr oft gelesen, wo die Hunde keinesfalls sollten aber wirklich viele reelle Lösungen unter den geschilderten Umständen kamen irgendwie nicht.
    Hatte ja auch schon die Gegebenheiten, dass ich zwar hier und da Grün hatte, aber das nicht nutzbar war (Glasscherben, Müll).

    Und dicke Haut ist ja schön und gut aber geht ja auch wieder vom eigenen Ermessen aus. Ich sage mir: Hab dich nicht so, deine Müllbeutel und -tonnen fasst kein Mensch ohne schützende Handschuhe an. Für andere ist das ein No-Go.
    Ich bevorzuge saugfähige Untergründe - in der Stadt heißt das meist eine Fläche, auf der was Grünes wächst - das könnte aber eingehen und sorgt daher für Aufregung bei manchen.

    Es gibt doch schon hier unter uns Hunderhaltern keinen Konsens. Warum sollte es den da "draußen" geben?
    Worauf nehme ich Rücksicht? Wo provoziere ich damit Hundehasser zum Auslegen von Giftködern?

    Weder Parfum noch Feilchen aber es gibt doch Unterschiede in der Intensität.

    Abgesehen von den Haushalten, aus denen die Pflegefelle kamen oder auch die Notfelle selbst hab ich das einfach noch nie gerochen. Katerurin nehme ich draußen sehr deutlich wahr. Menschenhinterlassenschaften auch. Zigarettenqualm, Müll, Schimmel, verwesende Tiere. Aber ich kam im Freien tatsächlich noch nie an einer Stelle vorbei, an der ich dachte - hui, hier stinkt es nach Hundeurin. Noch nie.

    @Leiia: 13 Monate = Welpe???

    @Glasseater: Es kann helfen, einen festen Tagesplan einzuführen. Wie ist Elvis denn so? Eher ruhig oder eher nervös?
    Wie sah das in seinem vorherigen Zuhause aus - weißt du etwas darüber?
    Ist gesundheitlich alles in Ordnung?

    @CH-Troete: Karten verwende ich natürlich auch. Aber darauf ist nicht immer zu erkennen, dass alles "Grün" was theoretisch geeignet wäre, mit Scherben umrandet ist. Oder das der nett aussehende Park ein Drogenumschlagplatz ist und nach Dämmerung nicht mehr betreten werden sollte. Das sehe ich erst vor Ort.

    Dazu kommen dann noch Menschen, die nicht wollen, dass der Hund gegen Bäume, Büsche, Hecken pinkelt. Aber auch nicht auf ein öffentliches Stück Gras, den Bürgersteig, zwischen Autos, in Parks - und alle haben irgendwie einen Punkt. Auf den Wegen müssen Menschen durchlaufen. Auf sämtlichem Grün könnte es ja eventuell, vielleicht, mal sehen, zum Eingehen der Gewächse führen oder zumindest Flecken erzeugen und egal wo - andere Hunde werden drüberpieseln. Und dann bin ich wieder bei dem: Und nun? Wo dürfen sie denn?


    Indoortoiletten sind natürlich eine Möglichkeit. Funktioniert aber nicht bei jedem. Meine demente Hündin hat das umrundet - trotz immensem Training. Auf dem Balkon zuhause ging das Outdoor-Klo als absolute Notfall-Lösestelle. Dann bekam sie Harnruhr.... Highlight waren 27 Mal pinkeln in 30 Minuten. Sie da draußen noch irgendwo hinzulotsen war ein Ding der Unmöglichkeit.
    Rüde geht drinnen partout nicht, ganz egal worauf :ka:
    Die Chefin geht zwar aufs Katzenklo, wenn es denn absolut nötig ist, aber in der Läufigkeit hat sie erhöhten Harndrang - da wird es dann schwierig draußen.

    Zudem möchte ich umweltbedingt mit Kunststoff versehene Pads einfach nicht als Dauerlösung verwenden. Schon gar nicht, um etwas aufzufangen, dass hauptsächlich aus Wasser besteht.

    Die Frage bleibt also nach wie vor: Wohin darf der Hund gehen und wie lässt sich das realisieren? Kurzfristig, langfristig, wenn das Grün durch Baumaßnahmen verschwindet, wenn 10 Minuten zum Löseplatz unrealistisch sind, wenn eben nicht alle aufs Land ziehen können? Wenn ich im Umkreis von zwei Kilometern keinen Platz habe, wo sich keiner aufregt? Wenn ich berufsbedingt den Standort immer mal wechseln muss? Mehr als Nachspülen (was aber auch nicht immer geht - wie viele Liter sollten denn dann bei einem großen Hund mitgenommen werden?) und Erklären fällt mir echt nicht ein. :ka:

    Und für mich gibt es immer noch viele Unterschiede zwischen Mülltonnen und Müllbeuteln (da, wo der Hund hinpinkelt, fasst keiner ohne Handschuh an), einem Autoreifen, einer Hauswand oder der Auslage vor einem Geschäft.

    P.S.: Wenn die Katzen mitfahren, stelle ich vorher die Boxen auf und begrenze am Vorabend das Futter. Das ist ein Signal, das bei den Katzen funktioniert. Einige verschlafen die Autofahrt, andere sind immer mal wach. Aber am Zielort müssen auch sie dann dringend mal aufs Klo. Deswegen habe ich eine frisch vorbereitete Katzentoilette im Kofferraum - damit ich die einfach nur noch reintragen muss und dann alles andere holen kann. die Hunde können nicht so lange einhalten, weil sie auf den Fahrten zwar ruhig aber durchgängig wach sind - die haben ja die Aufsicht über die Katzen. Dadurch drückt die Blase bei denen vielleicht auch einfach schneller mal wieder.

    Mein Schäfi ist auch in der Stadt grossgeworden.
    Bei der Auswahl der Wohnung war ganz klar ein Kriterium, dass eine mögliche Lösefläche in der Nähe sein muss.
    Andere Wohnungen wären schöner und cooler gewesen aber es wurde jene welche mit vorhandenem Grün in der Nähe. Schon im Sinne des Hundes ist dies selbstverständtlich :ka:

    @CH-Troete: Das scheint für dich ein sehr empfindliches Thema zu sein und du weißt ich lese dich soooo gerne.
    Ich hab es nur eben auch schon auf "der anderen Seite erlebt" und würde dazu gerne deine ansonsten immer vorhandene Lösungsorientierung hören - wenn du magst und kannst.

    Bei meinen Geschäftsreisen kenne ich das Gebiet vorher nicht. Die Nasen und ich kommen da also nach meist vielen Stunden Fahrt an - und müssen sich lösen. Da hab ich schon mal relativ wenig Zeit, was Passendes zu finden. Wobei ich natürlich zwischendurch auch Pausen mache und Raststätten ansteuere, wo die Hunde kurz laufen können. Allerdings hab ich dann noch die Katzen im Auto. Also dürfen die Pausen im Sommer/bei warmem Wetter nicht ewig sein und 20 Minuten Pinkelplatz suchen geht eben auch nicht. Während dieser Aufenthalte kann ich mir nicht aussuchen, wo ich wohne. Sämtliches Grün ist gefährlich, weil Scherben, Müll und dergleichen den Boden knapp darumherum nicht betretbar machen. Rinnstein geht nicht, aufgrund des Verkehrs. Und so mitten auf den Fußweg find ich wiederum respektlos - immerhin müssen Menschen da durch laufen.
    Und nu?

    Auch in Leipzig verschwindet Grün immer mehr oder es wird so intensiv als Liegewiese genutzt, dass ich meine Nasen da nicht hinmachen lassen möchte.

    Was würde dir einfallen? Was fändest du besser? Vielleicht nachspülen oder etwas in die Richtung?

    Ich muss jetzt mal so "doof" fragen - wo gibt es denn stinkende Hundeurin-Kloaken?

    @Rübennase - bei dir scheint das ja heftig zu sein aber ich hab sowas noch nie erlebt. Gegenden, die nach menschlichen Hinterlassenschaften oder nach Katzenurin stinken - ja. Aber Hundeurin?

    Und ich wohne ja auch in einer sehr hundereichen Umgebung aber hab das noch nie festgestellt :ka:
    Weder hier noch in Städten, noch in Hundeparks oder dergleichen.


    Wie gesagt, finde ich ein Pinkelkommando einen guten Ansatz. Aber Welpen, demenzkranke Hunde, inkontinente Hunde, kranke Hunde - da wird es dann eben auch wieder schwierig, den Urinabsatz örtlich einigermaßen zu steuern.

    Dazu kommen dann Veränderungen, die sich nicht vorhersehen lassen. Beispielsweise wenn das Grün verschwindet, weil etwas Neues gebaut wird.
    Der Sommer, wenn die Pinkelstelle in 10 bis 20 Minuten Entfernung tagsüber quasi unerreichbar ist usw. usw....

    Hallo @NadineundLeo!

    Ich versteh dein Problem vollkommen und dabei wohne ich sehr ruhig und grün. Es gab und gibt aber durchaus geschäftliche Trips und längere Aufenthalte, da ist es zum Heulen und fast unmöglich, passende Flecken zu finden. Ist zwar immer nur auf absehbare Zeit aber nervig und dennoch nicht zu vermeiden. Die Hunde müssen mit. Ich kann mir nicht aussuchen, wo ich hingehe - weil: keine Arbeit, kein Geld.

    Ich war mal eine Weile beruflich in NRW. Nicht gerade in der schönsten Stadt, nahe dem Bahnhof, ohnehin eine hundeunfreundliche Nachbarschaft und da gab es:

    Bäume - mit vollkommen zugemüllter Baumscheibe, oftmals mit Scherben garniert. Da konnte ich meine Hunde schon mal nicht drauflaufen lassen.

    Hecken / Grün - privat.

    Ein vollkommen überlaufener Park in 20 Minuten Entfernung - nicht machbar bei 30°C im Schatten und auch so kein Ort, an dem man unbedingt (und schon gar nicht nach Einbruch der Dunkelheit) sein wollte oder sollte.

    Straßen - haha, ja, da musste man so schnell wie möglich drüberrennen aber in den Rinnstein pinkeln lassen hätte uns das Leben gekostet.

    Und zwischen all dem gab es eben Unmengen Autos, Hauswände, Mülltonnen, Laternen und meine Hunde, die als Lebewesen ab und an mal volle Blasen hatten - und die ich nicht für jede einzelne Löserunde ins Auto packen und in eine schönere Gegend fahren konnte.

    Wann immer möglich hab ich einigermaßen saubere "Unkrautbereiche" aufgesucht. Aber es ging auch des Öfteren auf/an die Stellen, die du aufgezählt hast. Mir hat geholfen, dass sie ein "Pinkelkommando" haben. Vielleicht wäre das auch was für dich? Damit ließ sich das zumindest ein bisschen zielen.

    Aber ich verstehe ganz offen gesagt die Aufregung darüber nicht so ganz. Ich will gar nicht wissen, wo ich andauernd mit den Autoreifen durchfahre. :ka: Urin am Reifen wäscht sich in Pfützen, beim Regen oder der Autowäsche ab und eine Geruchsbelästigung hab ich dadurch auch nicht. Vermehrte Schäden hab ich ebenfalls noch nie bemerkt.
    Zäune, Wände, Pfähle - müssen durchaus nicht absichtlich als Pinkelstellen gewählt werden und natürlich kann sich dadurch leider eine "Pinkelkette" ergeben. Aber ich gehe mal stark davon aus, dass Kater, Füchse und Menschen, die im Stehen pinkeln können, da ebenfalls häufiger Spuren hinterlassen.

    Das Argument: Kinder könnten das anfassen und deswegen ist es eklig - naja. Kinder berühren auch den Boden. Und es gibt auch in Städten durchaus mehr und bei Kontakt zu ihren Stoffwechselendprodukten gesundheitlich bedenklichere Tiere. Besser ist es daher, den Kindern Hygiene zu vermitteln, als Hunden das Pinkeln zu verbieten und dabei zu vernachlässigen, dass es deutlich mehr Keimquellen gibt, als nur die Vierbeiner an der Leine.


    Ich bin damals in NRW dazu übergegangen zu fragen, wo es geeignete Alternativen gibt und habe mein Problem geschildert. Bei vielen gab es doofe Antworten, bei anderen stieß das auf Verständnis und sie haben erstmal gesehen, wie schwierig das ist - und dann wirklich versucht, mir zu helfen.

    Entschuldigt, dass ich bis jetzt für eine Antwort gebraucht habe - hier kam einfach so schnell, so viel zusammen, dass ich alles in Ruhe lesen wollte. Und erstmal: Danke!

    Was mir nach dem Lesen nach wie vor unter den Nägeln brennt - der "Respekt". Ich hab das Wort hier selbst falsch benutzt bzw. nicht erklärt, wie ich damit konfrontiert werde.

    Der "Respekt" gegenüber großen Hunden ist oftmals keiner. Weder von Fremden noch von den Haltern. Es ist auch nicht direkt Angst. Es ist eine Art Selbsterhaltungstrieb. Und den kann jeder körperlich erfahren.

    Um das Beispiel aus dem Thread aufzugreifen: Maus vs. Elefant. Oder auch Mastiff vs. Chi. Der eine kann mir ordentlich was an Schmerzen und Verletzungen zufügen, wenn ich nicht ausreichend Abstand halte. Bei dem anderen kann ich mich problemlos wehren. Diese unbewusste Überlegung hat nichts aber auch gar nichts mit Respekt zu tun.
    Um es mal von der Ebene der Lebewesen wegzuholen:

    Die meisten springen deutlich schneller und weiter aus dem Weg eines andonnernden LKWs, als aus der Spur eines Dreirads.

    Dabei ist nicht Respekt die Grundlage, sondern Selbsterhaltungstrieb.

    Respekt erfordert bei den meisten einen bewussten Aufwand. Den sie aber nicht bereit sind, zu leisten. Warum auch? Man kann die Kleinen doch wegschupsen, hochnehmen - eben körperlich übertrumpfen. Und das gilt bei Weitem nicht nur für Hunde.

    Auch wenn das alles schon eine ganze Ecke älter ist: Ich finde das Abschweifen hier interessant. OT oder nicht.

    @Patti: Dein Einwurf mit den Flöhen - hui... Das hat mich auch mal beschäftigt. Auf der einen Seite esse ich kein Fleisch, rette Tiere, mag noch nicht einmal auf Schnecken treten und auf der anderen Seite mach ich mit Flöhen, Zecken, Mücken(larven) und dergleichen kurzen Prozess.

    Mir hat es geholfen, zu erkennen, was in meinem Zentrum steht. Familie. Dazu gehören die Hunde und Katzen eben auch. Wird denen jemand gefährlich - sei es ein Floh oder ein Mensch - ergreife ich entsprechende Abwehrmaßnahmen, die so intensiv wie nötig und so schonend wie möglich sind. Dabei muss ich immer abwägen. Das hat weniger mit dem Wesen an sich und meiner Wertigkeitseinordnung zu tun und mehr damit, was ich machen muss und kann, um die Gefahr zu bannen.