Vielleicht noch ein paar Tipps, solltest du die Vermittlung doch nochmal selbst versuchen wollen @lina.dkhf. Die sind nicht allgemeingültig, sondern entstammen meiner Erfahrung:
1. Lass Menschen niemals das Tier am Tag des ersten Besuches mitnehmen. Vor lauter "oh wie, toll, süß, putzig, will ich sofort liebhaben und knuddeln" verlieren manche temporär ihr Gehör. Und denken in diesem Moment auch nicht richtig nach. Manche wollen "haben, haben, haben" und in den nächsten Tagen sickert erst ein, was sie sich da gerade ans Bein gebunden haben. Nämlich ein Tier mit Macken, Ecken und Kanten, individueller Persönlichkeit, Körperfunktionen, eventuellen Baustellen und damit eben auch jede Menge Verantwortung.
Wenigstens 24 Stunden Bedenkzeit zwischen erstem Besuch und Abholen sollten es sein. Das ist bei mir immer ein super Auswahlkriterium. Manche haben schon die Transportbox im Anschlag OBWOHL ich sage, sofortiges Mitgeben wird nicht stattfinden. Das sind dann meistens die, von denen ich nach dem "oh wie toll, können wir ihn/sie nicht doch heute schon mitnehmen???" nie wieder was höre.
Wer wirklich dieses Tier haben will, der kann ein paar Tage warten. Wer einfach nur jetzt sofort ein Tier haben will, der verdient keins.
2. Zeig dein Tier wenn möglich in verschiedenen Situationen, geh zusammen mit den Interessenten spazieren, spiel mit dem Hund usw.
Dann fällt nämlich auch die Atmung nochmal anders auf und es ergeben sich Möglichkeiten, anders miteinander zu reden.
3. Such vielleicht spezifisch nach Menschen mit Mopserfahrung, wenn möglich.
4. Informiere über mögliche Kosten und Probleme dieser Rasse. Druck die Infos aus und drück sie den Leuten vorm oder beim ersten Besuch in die Hand.
5. Lass die ganze Familie antanzen! Du glaubst nicht, wie oft ich schon Anfragen hatte, bei denen "die Familie / der Partner / Vater / Mutter überrascht werden" sollten. Dafür dürfen sie gerne Ü-Eier oder Pizza nutzen aber mit Sicherheit kein Tier. Es gibt zur Genüge Menschen, die wissentlich Tiere anschaffen, obwohl der Partner und oder die Familie dagegen ist. Die denken sich, ""ach, wenn das Tier erstmal da ist, wird das schon."
Zudem sollte auch einfach klar sein - und das stellst du zumindest für den Moment - sowohl mit mehreren Besuchen als auch mit Anwesenheit der ganzen Familie sicher, dass niemand allergisch auf den Hund reagiert. Das kann sich selbstverständlich ändern aber du kannst das Risiko dafür zumindest aktuell reduzieren.
Wenn du das gesundheitlich nicht kannst, solltest du eine der genannten Anlaufstellen nutzen.