Beiträge von straalster

    Warum?
    Ich halte diese Einschätzung der TE gegenüber für sehr unfair. Klar, ein Akita sollte es jetzt besser nicht sein... Aber was spräche denn zum Beispiel gegen einen netten Havaneser, Pudel, etc.?

    Ich finde die TE geht sehr realistisch und überlegt an die Sache ran. Rein vom Sprachgebrauch wirkt sie sehr reif und erwachsen. Nur weil Teenie drauf steht, darf sie keinen Hund haben?

    Ganz ehrlich, da hab ich mir bei manchen Erwachsenen, die mit ähnlichen Anliegen hier ans Forum herantreten schon öfter die Haare gerauft...


    Wieso? Ich find das gar nicht unfair und auch nicht böse. Sondern realistisch.

    Sommerferien sind schon - die weiteren Ferien des Jahres sind alle zu kurz für die Eingewöhnung. Mal eben Unterricht verkürzen oder Urlaub nehmen kann ein Schüler nicht.
    Aufgrund der langen Arbeitszeiten wird der Vater an den Wochentagen nicht helfen können.

    Erfahrung ist noch nicht vorhanden. Was sich ja aber ändern lässt.

    Ich würde jetzt in diesem Moment, mit diesen Umständen niemanden zu einem Hund raten. Unabhängig vom Alter. Einfach nur, weil es aktuell (was Sassydog ja auch so schrieb) gerade für einen ersten Hund ohne vorherige Erfahrung als Halter ungünstig wäre.

    @Nalas-Frauchen: Decke mit euch dreien drauf = Familien-Territorium :ka: :???:
    Darauf, daran und überhaupt hat halt keiner was zu suchen. Auch wenn es nur temporär ist, sind es halt klare Grenzen.
    Außerhalb der Decke ist wiederum "unterwegs". Und wenn ihr nicht auf der Decke seid, ist es kein Familien-Territorium mehr.

    Kann es sein, dass sie das auch Zuhause so macht? Geräusche an der Tür melden, wenn ihr da seid? Aber ansonsten nicht?
    Die Hunde meiner Mutter machen das z.B. so.

    @Spike3107
    Ich würde mir einen ausführlichen Fragenkatalog zusammenstellen. Ob ihr Antworten erhaltet, hängt natürlich auch davon ab, wie gut die Erstbesitzer den Züchter informiert haben und wie ehrlich dieser ist.

    • Wie ist sie charakterlich? Eher schüchtern? Eher Draufgänger?
    • Was wurde mit ihr unternommen? Alleinsein, Stubenreinheit, Sozialisierung, Autofahren, Welpengruppe/Hundeschule? Rannte die den ganzen Tag draußen rum, kennt sie Spaziergänge an der Leine?
    • Wo hat sie gelebt? Stadt, Familie, Single, Land, Berufstätiger, Rentner?
    • War sie Einzelhund?
    • Wie reagiert sie bei Fremdtierbegegnungen?

    Natürlich kann ein so junger Hund noch nicht alles perfekt beherrschen aber genau das wird ein ehrlicher Züchter auch einräumen. Um da keinen Unwillen zu erzeugen, würde ich von vornherein klar machen, dass ich all das wissen will, um dann möglichst gezielt ansetzen und die Maus an der richtigen Stelle abholen zu können - und nicht, weil ich Perfektion erwarte.

    Außerdem Nachweise zeigen lassen (Impfungen, Entwurmungen) und Spazieren gehen /nicht nur im Heim des Züchters beobachten.


    Und wenn ihr da gemeinsam hingeht - wiederholt ruhig mal Fragen so ganz nebenbei und ganz leicht abgewandelt (nicht immer die gleiche Person). Das klingt jetzt arg berechnend aber wer die Wahrheit sagt, muss weder lange nachdenken, noch erzählt er drei stark unterschiedliche Versionen. Wer lügt, verhaspelt sich hingegen oder passt die "Verkaufsargumente" an den Fragensteller an.

    Uff.
    Super, dass du dir so viele Gedanken machst und dich so gründlich informierst.

    Aber die Rassewahl als erster Hund.... hui.

    Erstmal ganz generell:

    Wenn du ins Ausland willst ist ein kleinerer und vor allem insgesamt verträglicher Hund sinnvoller.
    Bekommst du leichter fremdversorgt. Kannst du leichter mitnehmen. Ist überall simpler unterzubringen.

    Wenn du in einer Stadt studierst und dein Hund mag Artgenossen nicht, wird es richtig stressig. Je größer, desto stressiger. Sofern du den Vierbeiner nicht 3-4 mal am Tag ins Auto packen und in die Einöde fahren kannst, wird das Spießrutenlaufen.

    Stell dir vor, der einzige bezahlbare Wohnraum ist in einer WG. Und dann stellst du potentiellen Mitbewohnern deinen Hund vor, der mit ein wenig über 30 bis 50 kg (Akita) schon erstmal imposant ist. Und dann ist der nicht unbedingt ein offenes Sonnenscheinchen. Tun sich vermutlich die wenigstens WGs an.


    Du hast bisher keinen sinnvollen Grund, irgendwo hinzulaufen? Dann schau mal, wie das mit einer festen Verpflichtung mit Hund ist. Biete dich als Gassigeher an oder hilf im Tierheim. Meiner Erfahrung nach (keine Kritik an dir) sind die Aussagen "mit Hund hab ich einen Grund" und "ich geh auch bei Wind und Wetter" super einfach ausgesprochen. BIS es dann wirklich Realität wird. BIS so ein Welpe eben so richtig wirklich aller zwei Stunden muss. BIS es mal aus Eimern schüttet und der Hund trotzdem ne volle Blase hat.
    Dann sieht das bei den meisten ganz schnell wieder so aus wie vorher: Rausgehen zu müssen finden sie unnötig bis folternd.
    Und dazu dann vielleicht noch ein Hund, der an der Leine zieht oder stehen bleibt und überhaupt 50 andere Sachen im Kopf hat, aber dir nicht den Gefallen tut, sich schnell zu lösen und wieder rein zu gehen.


    Du hast keinerlei Hundeerfahrung. Ändere das Schritt für Schritt BEVOR du für einen komplett selbst verantwortlich bist. Wie erwähnt Gassigeher, Tierheim - oder als Zaungast in der Hundeschule, frag deine Tante, ob du auf Spaziergänge mitkommen kannst oder frag bei Hundetreffs.


    Rassewahl:

    Sowohl Shiba als auch Akita erlebten hier mal einen richtigen Boom. Unfassbar viele. Weitere Nachbarschaft, Supermarktparkplatz, Zoofachgeschäfte. Die waren überall. Und dann waren sie genauso schnell alle wieder weg.
    Einige davon sind noch da. Aber nicht mehr sichtbar tagsüber. Die kommen nur nachts raus. An Freilauf ist gar nicht zu denken. Wenn ich einen sehe, schlage ich mit meinen Hunden den nächsten Weg aus ihrem Sichtfeld raus ein. Habe bisher nur eine Ausnahme bei einem Akita und zwei Ausnahmen bei Shibas (kennengelernt. Der Rest wird hat nächtlich mit viel Vorsicht ausgeführt.

    Auch wenn das hier mehrfach gesagt wurde: An deiner Stelle würde ich mich nicht (nur) an Züchter wenden. Dir fehlt die Erfahrung, um den "seriösen"- von dem "Hauptsache wir bekommen die Hunde los"-Schlag zu unterscheiden. Dazu sind Züchter in der Regel ein wenig voreingenommen von ihrer Rasse.

    Ich würde stattdessen so viele praktische Erfahrungen und Erfahrungsberichte wie möglich sammeln. Halter, Abgabegründe, die Beschreibungen von Akitas/Shibas in Not, Ausstellungen, Tierärzte, mal wirklich Zeit mit diesen Hund verbringen...


    Meine Shih Tzus haben den Will-to-please auch nicht erfunden. Aber sie finden andere Lebewesen erstmal grundsätzlich gut. Das macht vieles deutlich einfacher. War bei meinen Großen genauso. Entweder drüber freuen oder links liegen lassen. Meine erste eigene hatte ich während der Schule, durchs Studium und hab alles nach ihr ausgerichtet, weil es da gesundheitliche Baustellen gab. Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte da Akita oder Shiba gehabt :shocked: Das wär nix geworden. So putzig sie auch aussehen.

    @jessica555 - ich würde dir echt dringend zu einem Trainer raten. Einfach, weil das einen Blick von außen bringt.

    Hund und du seid jetzt schon ein Weilchen in dieser ungünstigen Situation. Deine Nerven liegen blank, Hund kommt nicht wirklich runter - das hat sich einfach doof eingespielt. Ein Vermittler würde euch beiden glaube ich gut tun.
    Vielleicht löst sich das Problem dann schneller, als du denkst.

    Beispiel mit meiner Oma: Die Frau hat ihr Leben lang Hunde. Große, kleine, ruhige, aufgedrehte. Sie hat sich in der Theorie nie wirklich damit auseinander gesetzt. Eigentlich gar nicht. Lief einfach. Gab auch nie ein Problem.

    Und dann kam ihr jetziger Rüde. :omg:

    Der Hund knurrt sie an und schnappt nach ihr, kann keine Treppen steigen, hat Angst vorm Staubsauger und vor Ventilatoren, ist nicht zur Ruhe zu bringen, ist leinenaggressiv, zieht wie ein Irrer und beißt in die Leine, kann nicht zusammen mit anderen fressen, ist ein Staubsauger und und und. Diese lebenslange Hundehalterin war zunehmend komplett ratlos und die Liste der Probleme wurde immer länger.

    Bis ich dann von außen draufgeschaut habe und das war in jedem einzelnen Fall ein Teufelskreis und mit einer kleinen Änderung zu lösen. Sie konnte es nicht mehr sehen, sie steckte ja selbst drin. (das geht uns allen ja hin und wieder so)
    Bis die Lösung dann sitzt, dauert es natürlich ein wenig - bei Hund und Halter. Denn das problematische Verhalten ist ja eingeschliffen und eine Gewohnheit, die man erstmal wieder "verlernen" muss.

    P.S.: Lass dich dann auch nicht davon entmutigen, wenn es vielleicht beim Trainer klappt und bei dir nicht sofort. Der Hund meiner Oma ist auch bei mir grundsätzlich eher unsicher und ängstlich - aber er läuft ruhig an der Leine, steigt Treppen, hat keinerlei Probleme mit anderen Tiere, nimmt nix auf, kann entspannt neben anderen fressen und mit ihnen spielen. Aber wir haben eben auch nicht dieses "eingespielte" Verhalten und damit ganz andere Voraussetzungen.

    Hallo @jessica555,

    kannst du dich an die Momente erinnern, in denen sie entspannt ist? Und was dann anders ist?

    Sie wird ja mit Sicherheit nicht seit den zwei bis drei Monaten bei dir 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche auf Hochtouren laufen.

    An deiner Stelle würde ich jetzt wie folgt vorgehen:

    - Tagebuch führen und gegebenenfalls filmen - Wann genau dreht sie hoch? Was geht dem voraus? Wie verhält sie sich, wenn sie allein ist? Kann sie überhaupt allein sein?
    Das ist zum einen für dich wichtig und zum anderen eine gute Grundlage für den Trainer.

    - Trainer einbinden (und dafür die Hundeschule aufgeben) - Das "die funktionieren nicht" finde ich deswegen bedenklich, weil es eher für Unwissenheit und Hilflosigkeit der Hundeschule spricht. "Hund passt nicht in die Form? Na dann funktioniert er eben nicht." Kompetente Trainer finden hingegen individuelle Ansätze, loten Ursachen aus und schreiben nicht mal eben eine komplette Rasse ab.

    - Dich mal entspannen - Auch wenn da was schief gelaufen ist, sie macht das nicht, um dich zu ärgern und du bist dran was zu ändern! Mach dich deswegen nicht auch noch selbst verrückt. Such dir stattdessen Hilfe vor Ort. So gut gemeint alle Ratschläge hier sind, keiner hier kann die Situation bei euch sehen. Zudem wird das dem Klang nach eher ein Marathon als ein Sprint. Dafür brauchst du Nerven und Kraft.

    Hier ist es dieses Jahr insgesamt Ungeziefer-ärmer. Weniger Zecken, Mücken, Fliegen. Und das von Anfang an, nicht erst seit Beginn des Backofen-Klimas. Wurde auch mal wieder Zeit für eine Pause...

    kleiner Mann

    Sag ihm das bloß nicht! Der ist doch groß und dick und überhaupt ausgesprochen imposant ;) Sein Auftritt zumindest.

    Mir ist aufgefallen, dass sich so manch einer eventuell eine Tonne vorstellt, weil ich ihn "Dicker" nenne. Aber der Spitzname rührt gar nicht daher. Tatsächlich ist er sehr schlank - sogar für seine Rassenkombi. Und mit Futter hinterm Ofen vorlocken funktioniert bei ihm auch nicht. Deswegen war ich u.a. auch so geschockt. Fit, sportlich, schlank und trotzdem BSV....