Beiträge von straalster

    @straalster

    Ich empfinde den Titel deines Threads leider als unglücklich gewählt und sehr polarisierend, irgendwie etwas... reißerisch.

    Um was geht es hier eigentlich?

    Habt ihr erstmal einen Vorschlag für einen klareren Titel?
    Das sollte nicht reißerisch sein, sondern wie immer: Es gibt ein Spektrum und irgendwo darauf ordnet man sich ein.
    Wie könnte ich das in Bezug auf Bedürfnisorientierung und kontrollierte Führung besser bzw. klarer formulieren?

    Kommen wir doch einfach mal weg vom Alter - da sich die Geister dabei ja ganz schön zoffen.

    Egal wie alt, egal welches Tier - wenn sich in einer Wohngemeinschaft / Lebensgemeinschaft / Familie einer ein Tier anschafft, ändert sich etwas. Darüber sollten sich alle klar sein.

    Dreck - joah, Fell, Schlamm, Kletten, eventuell Flöhe und Zecken, anfangs Pfützen und Häufchen sollen vorkommen. Erhöht den Putzaufwand, um das gleiche Level an Sauberkeit zu halten. Geruch soll ebenfalls vorkommen können. Sowohl von Hund als auch Hinterlassenschaften und Futter.

    Geräusche - damit müssen alle leben können. Die allermeisten Lebewesen geben sie von sich.

    Kosten - Ausstattung, Versicherung, Steuer, Futter, Tierarzt, Hundeschule, Betreuung müssen abgedeckt werden. Geht ein bisschen besser mit eigenem Einkommen.

    Verantwortung und Verlassen - 12 Stunden und mehr alleine lassen? Wohl eher nicht. Sagen zumindest die einen. Die anderen finden das vollkommen in Ordnung. Wenn ich mich jetzt auf Leute verlassen muss, die das in Ordnung finden, weil sie die Rechnungen zahlen, ich in ihrem Haus wohne und ich genauso auf sie angewiesen bin wie der Hund - mrpf. Da wäre meine Handlungsfreiheit ordentlich beschränkt und Frust vorprogrammiert.


    Mein Punkt: Kinder und Jugendliche sind abhängig. Zumindest finanziell. Es ist schwieriger, sich um ein Lebewesen zu kümmern. Wenn mit den Eltern alles abgesprochen ist und passt - super! Wenn nicht.... Dann kann es richtig fies schwer werden. Die Beziehung zu den Eltern belasten. Einen erstmal rat- und hilflos dastehen lassen.

    Klar, wenn ich mich als Erwachsener so abhängig mache ist es ein ähnliches Spiel. Aber immerhin bin ich dann nicht nur eingeschränkt geschäftsfähig. Habe hoffentlich Rücklagen und mehr Möglichkeiten. Das sollte beachtet werden.


    Meine Frage ist - wie entstand das? Hat das anders nicht funktioniert? Wurde das anders probiert?
    Was war die Motivation hinter: "Die Hunde werden begrenzt"?

    Stuart hat kurz geschnüffelt und dann Angst bekommen, sich hinter uns gestellt und mich wie wild angesprungen (mein Mann hatte die Leine).
    Was sagt mir das Verhalten? Wollte er dass ich ihn beschütze oder wie soll ich das anspringen in der Situation deuten?

    Auch da wieder: Freut euch.


    Er stellt sich automatisch hinter euch und lässt euch das regeln. Mehr oder minder erstmal - aber es ist die richtige Tendenz. Er geht nicht nach vorne und auf den anderen Hund los. Er geht hinter euch! Er sucht Schutz bei euch.

    Und das, obwohl ihr ihn ja überhaupt erst in die Situation gebracht habt.

    Hundebegegnungen würde ich auch erstmal lassen. Euch mag der Labrador freundlich erscheinen. Für Stuart kann das in dem Moment einfach zu viel sein.
    Weicht aus! Erklärt anderen Hundehaltern warum ihr ausweicht (er ist ganz neu und im Training, Kontakt wird gerade noch zuviel für ihn). Manche verstehen das und nehmen Rücksicht.


    Dazu sind Begegnungen an der Leine für viele Hunde eine Herausforderung. Das heißt nicht, dass ihr ihn das nächste Mal ableinen sollt. Aber es vergrößert bei einigen die Unsicherheit. Und davon kann er gerade nicht noch mehr gebrauchen.

    Wieso macht ihr das so?

    Ja, ihr habt damit gute Erfahrungen gemacht. Aber wie ging das los? Wurde es jemals anders versucht?

    Ist das bei deinem Hund (jetzt ja Hunden) noch immer so, wenn du nicht anwesend bist, wird er/werden die begrenzt?


    Ich frag da gerade so detailliert nach, weil ich komplett gegenteilige Erfahrungen habe. (Deswegen hab ich auch erstmal deinen Beitrag genutzt - war so schön gegensätzlich)

    Box und Co. gab es nicht, außer nach OPs. (Im Sinne von, zum Aufwachen oder für ein paar wenige Tage) Und dann bekam die aktuelle Chefin Boxenruhe - bevor sie ein Jahr alt war. Für sechs Wochen.... Chefin anfangs = ADHS-Eichhörnchen. Die drehte schnell hoch. Fliegendes Blatt hier, Vogel da, eigentlich wollte sie gerade noch mit der Katze spielen aber dann hat sie 3 km entfernt einen Spatzen husten hören. Die drehte anfangs richtig schnell hoch, war aber auch ein Multitasking-Wunder.
    Wäre also eine wahre Herausforderung für die Boxenruhe gewesen.

    Aber sie hat Ruhe halt schon ganz am Anfang, peu a peu, überall und ohne Begrenzung gelernt. Klar erfordert das Geduld und Ausdauer. Aber langfristig ist es für alle einfacher und bequemer. Finde ich zumindest. Ich muss nix mitnehmen, ich muss nicht trennen, absperren oder oder oder. (Könnte ich bei so vielen Tieren auch mittlerweile gar nicht mehr realisieren, das jeder einzeln ist)


    Und zu euch allen - entschuldigt erstmal die Verspätung von mir und das ich das gerade so zusammenfasse aber: WOW! So viele Meldungen, so viele Aspekte, Perspektiven und Denkanstöße plus interessanter Faktoren. Da musste ich mich erstmal schichtenweise durchlesen.


    Meine Einstellung zu Kennel / Käfig /Box - wie auch immer man es nennt, ist erstmal negativ. Im Sinne von: Das kann ein notwendiges Übel sein. Damit ich den Hund mitnehmen kann, damit er sich beruhigt, weil er sich anders nicht geborgen fühlt etc. Das ist wie ein Medikament. Das kann notwendig sein. Aber schöner wäre es ohne. Und mein Ziel ist es immer, dass es ohne funktioniert.

    Was mich zunehmend stört ist die Selbstverständlichkeit, mit der Kennels zur Grundausstattung werden. Nicht hier im Forum, sondern als Trend allgemein. Die im US-Fernsehen haben immer alle welche, Cesar Millan hat die auch --> "Oh, muss ich auch direkt von Anfang an haben - egal, ob es anders ginge oder nicht". Da packt man den Welpen / Hund rein und schwupps, da (anfangs) für Erziehung zu Sorgen ist komplett unnötig. Das ist nicht, wie für einige hier, eine anfängliche Hilfe, eine Krücke, die dann irgendwann wegfällt, sondern es ersetzt die Erziehung. Es wird zur dauerhaften Verwahranstalt.
    Diese Funktion kann natürlich auch dadurch erreicht werden, dass die Hunde nur auf den Flur oder nur in einen bestimmten Raum dürfen. Bei Abwesenheit weggesperrt werden / sich nicht frei bewegen dürfen. Und natürlich ist das für den Menschen bequemer. Wozu soll der denn das Haus tiersicher gestalten, wenn man die Tiere einfach wegsperren kann?!

    Und so ticken nun einmal leider sehr sehr viele. Ich finde das Missbrauchspotential dabei einfach sehr hoch. Und den Trend, Käfige zu normalisieren, bedenklich. Wie gesagt, sehe ich hier weniger aber das DF ist da im positivsten Sinne auch nicht sonderlich repräsentativ, wenn es um Negativ-Trends geht.

    muss man jetz an der Stelle unbedingt einen Kastrationsthread draus machen? Reicht es nicht einfach auf einen der par dutzend zu verweisen und gut?
    Ich mein, das ist thematisch doch nun wirklich weit weg von der Frage der HH?

    Es ist nicht unbedingt weit entfernt vom Thema. (Kann es sein aber muss es nicht).
    Wenn sich @Baily2017 davon einen besseren Gehorsam verspricht, das als absolute Notwendigkeit oder Lösung aller Probleme ansieht - sollte erwähnt werden, dass es kein Allheilmittel ist und bestimmte Zustände durch den Wegfall der Hormone noch verschlimmert werden können.

    Genauso kann es aber sein, dass der Hund gerade vor lauter Hormonen gar kein offenes Ohr hat (möglicher Abgabegrund?) und hier angesetzt werden muss. Den Hinweis und das Nachfragen finde ich daher sinnvoll.

    Mich verwirrt schon mal der Titel - "Hört draußen ohne Leine nicht". Habt ihr ihn direkt ohne Leine rumlaufen lassen? Obwohl er schon mit Leine nicht hört?

    Einiges wurde hier ja schon gefragt, @Baily2017.

    Wo kommt der Hund her?
    Was wurde bisher mit ihm gemacht?
    Warum soll er automatisch kastriert werden? / Was versprecht ihr euch von der Kastration?
    Warum ist der an einer Schleppleine?


    Das einzige Problem was ich aus deinem Geschrieben vermuten kann: Ihr habt zu hohe Erwartungen. Der Hund ist noch keine Woche da. Wahrscheinlich mitten in der Pubertät aber er soll bitteschön auf euch hören. (Extreme Herausforderung für jeden Hund - auch wenn der sein ganzes Leben bei den jeweiligen Menschen verbracht hat. Die Hormone werfen da nochmal einiges um). Also auf Menschen, die er nicht kennt, dessen Regeln er nicht kennt und zu denen er noch gar kein Vertrauen haben kann.

    Hast du irgendeine Form von Hundeerfahrung? Kannst du also auf eine Basis aufbauen?
    Wieso ist es dieser Hund geworden?
    Wie läuft es ansonsten - von dem Namen und der Bewegung draußen abgesehen?

    Bekomme gerade andauernd Fehlermeldungen und kann die Hälfte nicht lesen aber gibt es denn jetzt einen Thread für das Thema zur Einstellung bei der Erziehung? Ich hätte daran Interesse, finde den bereits bestehenden Thread aber auch einfach zu lang.

    Noch schnell zur Klarstellung @DerFrechdax: Entschuldige, wenn du das als persönlich gegen dich aufgenommen hast. So war das nicht gedacht. Sondern eben generell rund um die persönliche Einstellung und warum das manche so und andere anders machen. Da haben wir beide glaube ich Gemeinsamkeiten aber auch eine schöne Reibefläche, wenn du so willst - halt eine gute Grundlage für einen interessanten Austausch.