Ich verstehe den ganzen Aufhebens nicht, der heutzutage um dieses Thema gemacht wird. Bei mir zieht morgen der fünfte Welpe ein und alle unsere Welpen wurden räumlich begrenzt. Auch schon, als es noch keine Boxen, etc. gab. Da taugte dann ein Umzugskarton oder ein selbstgebauter Auslauf aus Holz bzw. teilweise auch Kinderschutzgitter, Kaminschutzgitter, etc.
Ganz früher wurden in unserer Familie Hunde auch ausschließlich draußen gehalten und waren nachts im Zwinger. Das habe ich aber nicht mehr bewusst mitbekommen. Da war ich noch zu klein.
Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich kann mich nicht an einen Hund erinnert, der in irgendeiner Weise problematisch war. Alle sind/waren vollkommen unkomplizierte, folgsame, einfach zu führende Hunde, die man überall mit hin nehmen kann bzw. konnte. Alle waren rasch stubenrein (bis auf die Hündin, die bei der Züchterin leider ans Puppy Pad gewöhnt wurde...) und können bzw. konnten ohne Probleme alleine bleiben.
Ich kenne das nur so und durch die durchweg guten Erfahrungen werde ich das auch weiter so handhaben.
Wie die Begrenzung genau aussieht, muss man je nach Wohnsituation dann eben schauen.
Hunter wird in der Hauptwohnung einen Welpenauslauf haben; in der Dienstwohnung kann ich zur räumlichen Begrenzung mit Kindergittern arbeiten. Bei meinen Eltern im Haus gibt es einzelne Zimmer, so dass da dann halt einfach die Wohnzimmertür zu gemacht wird, damit er nicht unbeaufsichtigt raus in die anderen Zimmer kann.
Bei Newton hatte ich noch ein extra Wohnzimmer, wo dann halt auch immer die Tür zu war.
In meiner aktuellen Wohnung habe ich einen komplett offenen Wohnessbereich, der in den Flur übergeht. Ich kann da nirgends ein Kindergitter anbringen. Also ist es dieses Mal ein Welpenauslauf geworden.
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Wieso macht ihr das so?
Ja, ihr habt damit gute Erfahrungen gemacht. Aber wie ging das los? Wurde es jemals anders versucht?
Ist das bei deinem Hund (jetzt ja Hunden) noch immer so, wenn du nicht anwesend bist, wird er/werden die begrenzt?
Ich frag da gerade so detailliert nach, weil ich komplett gegenteilige Erfahrungen habe. (Deswegen hab ich auch erstmal deinen Beitrag genutzt - war so schön gegensätzlich)
Box und Co. gab es nicht, außer nach OPs. (Im Sinne von, zum Aufwachen oder für ein paar wenige Tage) Und dann bekam die aktuelle Chefin Boxenruhe - bevor sie ein Jahr alt war. Für sechs Wochen.... Chefin anfangs = ADHS-Eichhörnchen. Die drehte schnell hoch. Fliegendes Blatt hier, Vogel da, eigentlich wollte sie gerade noch mit der Katze spielen aber dann hat sie 3 km entfernt einen Spatzen husten hören. Die drehte anfangs richtig schnell hoch, war aber auch ein Multitasking-Wunder.
Wäre also eine wahre Herausforderung für die Boxenruhe gewesen.
Aber sie hat Ruhe halt schon ganz am Anfang, peu a peu, überall und ohne Begrenzung gelernt. Klar erfordert das Geduld und Ausdauer. Aber langfristig ist es für alle einfacher und bequemer. Finde ich zumindest. Ich muss nix mitnehmen, ich muss nicht trennen, absperren oder oder oder. (Könnte ich bei so vielen Tieren auch mittlerweile gar nicht mehr realisieren, das jeder einzeln ist)
Und zu euch allen - entschuldigt erstmal die Verspätung von mir und das ich das gerade so zusammenfasse aber: WOW! So viele Meldungen, so viele Aspekte, Perspektiven und Denkanstöße plus interessanter Faktoren. Da musste ich mich erstmal schichtenweise durchlesen.
Meine Einstellung zu Kennel / Käfig /Box - wie auch immer man es nennt, ist erstmal negativ. Im Sinne von: Das kann ein notwendiges Übel sein. Damit ich den Hund mitnehmen kann, damit er sich beruhigt, weil er sich anders nicht geborgen fühlt etc. Das ist wie ein Medikament. Das kann notwendig sein. Aber schöner wäre es ohne. Und mein Ziel ist es immer, dass es ohne funktioniert.
Was mich zunehmend stört ist die Selbstverständlichkeit, mit der Kennels zur Grundausstattung werden. Nicht hier im Forum, sondern als Trend allgemein. Die im US-Fernsehen haben immer alle welche, Cesar Millan hat die auch --> "Oh, muss ich auch direkt von Anfang an haben - egal, ob es anders ginge oder nicht". Da packt man den Welpen / Hund rein und schwupps, da (anfangs) für Erziehung zu Sorgen ist komplett unnötig. Das ist nicht, wie für einige hier, eine anfängliche Hilfe, eine Krücke, die dann irgendwann wegfällt, sondern es ersetzt die Erziehung. Es wird zur dauerhaften Verwahranstalt.
Diese Funktion kann natürlich auch dadurch erreicht werden, dass die Hunde nur auf den Flur oder nur in einen bestimmten Raum dürfen. Bei Abwesenheit weggesperrt werden / sich nicht frei bewegen dürfen. Und natürlich ist das für den Menschen bequemer. Wozu soll der denn das Haus tiersicher gestalten, wenn man die Tiere einfach wegsperren kann?!
Und so ticken nun einmal leider sehr sehr viele. Ich finde das Missbrauchspotential dabei einfach sehr hoch. Und den Trend, Käfige zu normalisieren, bedenklich. Wie gesagt, sehe ich hier weniger aber das DF ist da im positivsten Sinne auch nicht sonderlich repräsentativ, wenn es um Negativ-Trends geht.