Beiträge von straalster

    Was du mal probieren könntest:


    - Schon vor dem ersten Schritt nach draußen - Aufmerksamkeit auf dich und die Leckerlie
    - Draußen DEUTLICH bessere Leckerlie als drinnen. Wurst, Käse, Leberwurst-Tube, gekochtes Fleisch...
    - Dauer der Spaziergänge reduzieren und viel mehr Pausen einbauen. Dafür aber actionreicher und spaßiger. Mal Nasenarbeit einbauen (mit Leckerlie eine Spur ziehen). Mal zusammen ein kleines Stück rennen und über Hindernisse springen (bitte aber nicht bei der aktuellen Wärme) usw. Es kann sein, dass diese zwei bis vier Stunden durch die Gegend laufen in der Länge zu viel für ihn sind. Und sie geben ihm nicht wirklich einen Anreiz, zu euch zu schauen. Er beschäftigt sich ja alleine ganz prima.


    Habt ihr den Namen geändert? Mal andere Lautkombinationen versucht? Verbindet ihr die Kommandos (Sitz, Komm) mit dem Namen?

    @israel - Ich hoffe, ihr konntet besser schlafen und habt jetzt unter der Woche mehr Ruhe.

    Ganz offen gesagt: Meine Geduld, Rücksicht und mein Verständnis wären jetzt schon am Ende.
    Auch wenn er die Hunde nicht hört, er sieht doch, dass sie sich am Zaun aufregen. Sollte er dazu auch noch schlecht sehen... Er hat ein Haus, indem er alleine zurechtkommt. Das er selbst gekauft hat(?). Er wohnt in der Stadt und kommt da ja augenscheinlich zurecht. Er fährt Auto(?)
    Also so schlecht können die Augen doch dann nicht sein und wenn er Verträge unterschrieben hat, ist er offensichtlich des Lesens mächtig.
    Vielleicht führen die Hunde sich im Haus ja auch ähnlich unruhig auf und deswegen lässt er sie alle Nase lang raus - verteilt das also hübsch auf die Nachbarschaft.

    Wenn dem so sein sollte (kann ja auch etwas völlig anderes sein) wirst du dem nicht ohne einschalten des Amtes beikommen. Du hast es anders versucht und viel Bereitschaft gezeigt, das im Guten zu regeln.
    Hoffentlich hast du noch die Briefe und weißt, wann du sie bei ihm eingeworfen hast. Würde ich direkt mit an das Amt schicken, damit sie sehen, dass seine Bereitschaft eher gering ist und du bereits versucht hast, das zu lösen. Und vielleicht kannst du ja noch die Nachbarn mit ins Boot holen, die das zweite Kind erwarten. Wird für die ja auch nicht lustig, wenn zum ohnehin nicht durchschlafenden Säugling dann noch Bellterror von gegenüber kommt.

    Ich drück dir die Daumen, dass der Spuk schnell vorbei ist!

    Wegnehmen dauert in der Regel eine Weile und erfordert mehrere Schritte seitens Amt und Halter. Also hab keine Angst davor. Er wird ermahnt werden, eventuell Auflagen bekommen aber erstmal auf die geltenden Rechte und Pflichte hingewiesen.

    Ob er jetzt schlecht hört oder nicht - das sollte euch egal sein. Hörgeräte oder einfach gesunder Menschenverstand - und nicht zuletzt dein Brief - sollten ihm sagen, dass es so nicht funktioniert. Das OA wird seine Hunde nicht morgen mitnehmen. Aber ein Brief von so einer Stelle hat normalerweise mehr Gewicht.

    Also keine Angst.

    Ach manno, @israel - solche Situationen sind einfach nur nervig. Brief hast du schon versucht, Nachbarn verschiedenes anbieten auch.... da wüsste ich jetzt auch nicht mehr als Protokoll. Leider. Ob Fenster gerade auf oder geschlossen sind, das permanente Rauslassen und Bellen gehen einfach nicht.
    Da muss euer Schutz an erster Stelle stehen.
    Ich würde darüber auch gar keinen mehr informieren. Protokoll führen und abgeben.
    In meinem Fall hab ich ja auch lange erklärend und verstehend versucht. Hab im Endeffekt einfach mal ne Kamera aufgestellt (die Überwachung meiner vier Wände kann mir ja keiner verbieten) und eine Actionkamera mitgenommen.
    Das war sehr hilfreich, um da einige Räder in Bewegung zu setzen. Nur die entsprechende Warnung (Bereich wird videoüberwacht / ich filme gerade) darf halt nicht vergessen werden.

    Damit bist du auf jeden Fall sicherer - musst dann natürlich aufpassen, dass von der Leine keine Gefahr ausgeht und sie an einem Geschirr ist.

    In solchen Panik-Schock-Momenten ist es auch pupsegal, warum wieso weshalb. Hat der Wind gerade ein Schild umgeworfen? Wirkte ein Fremdhund erschreckend oder hat dein Hund 3 km einen Spatz gehört und will da jetzt hin? Dein Hund hat mit ihren 5 Monaten noch nicht einmal annähernd ein verlässliches Abruftraining. Ist einfach so. Da ist Leine ab nochmal ne Runde gefährlicher. Auch wenn sie sonst immer hört. Merkst du ja an dir selbst - du warst geschockt und konntest gar nicht optimal agieren. Kann dein 5 Monate alter Hund der bei weitem noch nicht so viel kennt und richtig einschätzen kann erst recht nicht.

    Zudem gibt es noch Phasen und Einflüsse, die für mehr Empfindlichkeit gegenüber Reizen sorgen.

    Also tue euch beiden den Gefallen und lass die Leine wie von dir geplant einfach dran. Mit Sicherung kannst du auch selbst viel ruhiger bleiben.

    Wenn dein Hund in Panik geraten sollte, ist nix mehr mit zu dir rufen. Panik ist Panik. Da sind sozusagen die "Schotten dicht" und kein Lebewesen ist in Panik noch bewusst aufnahmefähig.

    Dein Hund hatte heute ein sehr unschönes Erlebnis mit möglicher Todesfolge (Straße). Aufgrund fehlender Sicherung. Hätte sie eine Leine gehabt, wäre das nicht passiert. Und ja, du hättest sie in der Situation festhalten und sichern müssen, als sie zu dir kam. Außerdem aus der für sie bedrohlichen Situation sofort entfernen - entweder Fremdhund blocken oder deinen Hund hochnehmen.

    Kannst du nicht mehr rückgängig machen aber dich in der Zukunft entsprechend schützend verhalten. Sichere sie immer und im Vorfeld. Nicht erst, wenn es eskaliert. (Das kann immer passieren)

    Solange es keinen ausbruchsicheren Zaun gibt, würde ich sie gar nicht mehr von der Leine lassen. Denn sie weiß jetzt schon mal: Renne ich eben nach Hause, wenn der Dosenöffner mir keinen ausreichenden Schutz gibt und ich Angst habe. Kann schon morgen nicht mehr so glimpflich ausgehen.

    Weil ich nicht mehr bearbeiten kann @naijra: Erstmal nein zum Schwarz-Weiß. Habe ich direkt anfangs erklärt und um Vorschläge für einen besseren Titel gebeten.
    Für mich schließt sich nichts (Bedürfnisorientierung, Kontrolle, Vertrauen und Zutrauen) gegenseitig aus. Es ist eben ein Spektrum, eine Skala.

    Im Kern ging es mir um die Einstellung zum Umgang mit dem Hund und wie sich diese im Alltag äußert. Und wie man dazu gekommen ist, diese Einstellung zu haben.

    Habt ihr da lange drüber nachgedacht? Vom Umfeld übernommen? Macht ihr das schon immer so? Kam es durch einen Hund, der mit einer bewährten Erziehungsmethode einfach nicht zurechtkam?

    Also im Grundprinzip eine simple Frage: Warum habt ihr die Einstellung, die ihr habt? Warum macht ihr, was ihr macht?

    Setzt natürlich viel Reflexion voraus.


    Was ich mich gerade frage: Es sind so viele reflektierte Antworten gekommen, ausführliche Beschreibungen von Ausnahmen, individuelle Klärungen von Begriffen - und es gibt echt viele Threads hier, die sich vom Ausgangsthema wegentwickeln. Warum ist das in diesem Fall so ein Problem für manche?

    Genau, @Montagsmodell - es muss keiner die Haltung dahinter bekanntgeben, wenn er nicht mag. Aber genau das finde ich unter anderem interessant.

    Und ich finde das überhaupt nicht verkopft, steif oder zu pauschal. Sobald ich bedürfnisorientiert und respektvoll mit einem Lebewesen umgehe (ob Hund, Hase, Maus oder Mensch), sehe ich automatisch das Individuum und gehe ganz individuell darauf ein.

    Schadet glaube ich auch niemandem, ab und an mal in Ruhe darüber nachzudenken: Warum mache ich das eigentlich gerade so, wie ich das mache?

    Weil man das so macht?
    Weil wir das schon immer so machen?
    Oder weil es wirklich die beste Variante für alle Beteiligten ist?
    Kreiert mein Verhalten hausgemachten Stress, mehr Aufwand und immer wieder das gleiche Problem?
    Oder mache ich das Leben dadurch freier, leichter und schöner?

    Meine Oma war ein tolles Beispiel für "Das macht man so, weil man das so macht". Lebewesen haben zu funktionieren, weil die zu funktionieren haben. Essen gibt es zu ganz festen Zeiten und ausschließlich zuhause. Alles muss immer eine ganz strikte Ordnung haben. Weil...... ähm..... das so ist. Das so sein muss.
    Sie konnte mir bis vor wenigen Jahren nie erklären, warum sie macht, was sie macht. Und ihr ging es mit diesen strikten Strukturen eigentlich nicht gut. Das hat auch für sehr viele Konflikte in der Familie gesorgt.

    Dann kam ich mal darauf: Sie ist Kriegskind. Die festen Strukturen haben ihr Sicherheit gegeben. Wenn alles in perfekter Ordnung ist, kann man schneller und organisierter losrennen, wenn der Fliegeralarm beginnt. Alle Bedürfnisse außerhalb von Sicherheit spielten einfach keine Rolle für sie. Deswegen konnte sie weder ihre eigenen Bedürfnisse erkennen, noch die von anderen. Hat halt auch nie darüber nachgedacht.

    Aber seitdem sie darüber nachdenkt - hui. Natürlich ist nicht alles perfekt. Aber sie hat sich deutlich entspannt. Und die Familie mit ihr. Und alles nur, weil sie sich jetzt selbst fragt: Warum mach ich das eigentlich so? Tut mir/ uns das gut? Geht es anders vielleicht auch und vielleicht sogar besser?

    Mein Rüde mag auch keine Welpen. Im Sinne von: Er hat Angst vor ihnen.
    Ein Welpe zog trotzdem ein, weil:

    - sich die Angst bei meinem Rüden mit ein wenig Gewöhnung sehr schnell erledigt. (Nicht bis zur ersten Läufigkeit, sondern innerhalb weniger Wochen). Damit ist der Stress wirklich überschaubar.
    - meine Rüde in keinster Weise aggressiv war. Der hat sich verkrümelt und mir die Erziehung und das Eingreifen überlassen.
    - ich eine langsame Gewöhnung sicherstellen konnte, jederzeit eingreifen konnte. Wenn euer Hund schon soweit geht, dass er die Kleine ins Maul nimmt - Schütteln dauert auch nicht solange und dann hat sie stolze 7 bis 8 Wochen Lebensalter erreicht.
    - ich trennen kann. Eine Ups-Paarung gab es auch schon, als ich jemandem fälschlicherweise vertraut habe, der aufpassen wollte. Kam weder davor noch danach jemals vor. Aber ihr habt schon mal einen Ups-Wurf. Wie wollt ihr das denn managen, wenn sie läufig ist?


    Aber viel wichtiger: Ihr wollt einen Spielgefährten für euren Sohn? Schaut euch erwachsene und immer noch verspielte Hunde an. Oder versucht vielleicht lieber mal verschiedene Sachen mit dem bereits vorhandenen Hund. Muss ja vielleicht auch kein "Spielen" sein. Arbeiten mit Spaßfaktor geht ja ebenfalls.
    Der Welpe kann sich so entwickeln, dass er in ein paar Monaten keine Lust mehr auf "Spielen" was auch immer das heißt, hat. Und dann?