Beiträge von straalster

    Das ist wahr =) Kann aber unter Umständen helfen, dem Körper zu helfen, wieder auf die beine zu kommen, indem die Baustellen reduziert werden.

    Stimmt. Ich hab den Manuka Honig auch schon verwendet. Als sanfte Antibiose sozusagen. Äußerlich und innerlich. Der MGO-Gehalt sollte aber beachtet werden.

    Rein für den Aufbau würde ich trotzdem erstmal was anderes verwenden. Richtung Mikronährstoffe eben.

    Du hattest dich im Thread von FrauBre ziemlich eindeutig positioniert, das hatte von "Leben und Leben lassen" jetzt (nach meinen Empfinden ) nicht so viel... Stichwort 'gebrochene Hunde'...

    Deshalb frage ich mich, ob du dir wirklich hier eine ergebnisoffene freundliche Diskussion wünscht, wo sich jeder frei äußern kann, ohne sich rechtfertigen zu müssen, warum er das so und nicht anders macht. Oder ob du nicht doch in gewisser Hinsicht "voreingenommen" oder festgelegt bist und hier vielleicht gern deine Sichtweise darlegen möchtest...?

    Wie kam das denn bei dir, @straalster, du hattest mal angedeutet, dass deine Einstellung zu Hunden sich sehr gewandelt hätte. Wie kam das? Hattest du da einen Auslöser? Das würde mich ehrlich interessieren!
    Vielleicht hast du ja Lust, dazu etwas zu schreiben...?

    Gebrochene Hunde?
    Ich hatte da den Vergleich zu Grenzen setzen bei Kindern eingebracht (dass die Grenzen nicht per se toll finden und sie in Frage stellen werden - es sei denn, der Wille wurde rechtzeitig gebrochen). Aber gebrochene Hunde glaube ich nicht. Der Thread @network entstand übrigens aus Mein Hund macht mich wahnsinnig :( - falls du nachlesen magst.


    Gebrochene Hunde hatte ich mal als Beispiel in einem anderen Thread angebracht. Dass sich manche Halter damit rühmen, dass der eigene Hund so gut hört und dabei ist der Vierbeiner eigentlich komplett verhuscht und gebrochen. Was ja aber nicht die Regel ist - es ist aber eben auch nicht so selten, wie wir uns das hier wünschen.


    Und ja, ich wünsche mir eine offene, freundliche Austauschmöglichkeit. Es ist sehr schade, dass meine Frage nach dem "Warum?" oft als Kritik verstanden wird. Denn das ist sie nicht. Es ist eine Bitte nach einem tieferen Einblick in die persönlichen Beweggründe. Wie gesagt muss die keiner öffentlich machen. Aber wer möchte, kann das hier eben. Oder einfach schreiben, so und so sieht es bei mir aus. Diese Möglichkeit möchte ich ganz explizit offen lassen.
    Klar stelle ich dabei auch meine Sichtweise dar und werde bei Bedarf nochmal erklären oder richtig stellen.


    Zu meiner Einstellung bezüglich Hunden / dem Wandel: Ich hatte mal sozusagen einen Ausrutscher in die Dominanz-Schiene. Ausgerechnet beim Dicken. Der wird jetzt am 18.08. gerade mal sechs Jahre - ist also noch nicht lange her.

    Davor sah es so aus:

    Wenn Hunde Sitz, Platz, Komm können müssen, müssen Katzen das auch. Gleiche Regeln für alle. Da war ich fürchterlich geduldig. Zwang gab es nicht aber zig tausend Wiederholungen, verschiedene Anreize und ganz individuell.
    Ich war diejenige, die am meisten Zeit mit den Tieren der Familie verbracht hat. Und im Endeffekt sind die auch alle bei mir gelandet (Hunde mit Krebs, Kater mit Diabetes, Hund mit offenliegendem Tumor, Hund mit Verhaltensauffälligkeiten - wann auch immer sich ein menschliches Familienmitglied nicht mehr kümmern konnte oder wollte, kam das Tier zu mir). Und es lief. Leine hatte ich für meine Sicherheit dran. Neben mir gelaufen sind die sowieso.

    Vor allem meine "Herrscherin des Universums". Kampfgewicht 3,65kg. Unheimlich tolle Präsenz. Sie hat jedes Tier in Not adoptiert. (Frosch, Spitzmaus, Hunde, Katzen, Kaninchen, Mauersegler...) Aber "Sitz" kannte sie z.B. nicht.


    Während der Phase:

    Ich kann nicht wirklich gut begründen, wie es dazu kam. Cesar Millan gesehen und dann sollte es beim Dicken alles viel "besser" laufen. Er also ganz viele Kommandos können und sofort befolgen. Warum auch immer. Bloß nicht auf Bedürfnisse hören und achten.
    Er war von Anfang an (als Welpe zur 11 Jahre alten Chefin) eine extreme Hilfe. Er hat ihr Augen und Ohren ersetzt. war gewissermaßen ihr Servicehund.
    Und ich war auf diesem "Ich muss kontrollieren"-Trichter. Ansonsten tanzt der mir auf der Nase rum und überhaupt macht der mir alles zum Trotz. :fear:
    Hat er sich nicht lange gefallen lassen. Zum Glück!!! Er hat mich einmal angeknurrt (nicht gegrummelt, nicht "das finde ich gerade nicht so gut") - also im Sinne von "Lass es oder ich beiße."
    Und da habe ich mich gefragt, was für einen Scheiß mache ich eigentlich gerade?
    Warum? Das tut keinem von uns gut!


    Danach:

    Gab es noch ganz viele Einflüsse, die mich zur jetzigen Einstellung gebracht haben.
    Mein Bruder z.B. Regeln aufgestellt und auf deren Einhaltung gepocht. Ganz egal, wie sinnlos die waren.
    Mein Oma z.B. die mit ihren Strukturen unglücklich war.
    Enge Freundin, die Bedürfnisorientierung praktiziert.
    Partner, der der das nur für sich selbst einfordert aber grenzüberschreitend und respektlos war.

    Um nur ein paar Faktoren zu nennen.


    Seither:

    Im Prinzip, was ich schon beschrieben habe. Ich gehe grundsätzlich nicht davon aus, dass meine Tiere etwas gegen mich machen. Das entspannt mich.
    Wenn was schief läuft, suche ich nach der Ursache und einer Lösung.

    Der Dicke wurde seitdem ich diesen Dominanzblödsinn abgelegt habe, des öfteren als mein Seelenverwandter und Partner bezeichnet. Viele lächeln, wenn ich ihn um etwas bitte oder mich bei ihm bedanke. Und noch mehr sind erstaunt, was er versteht und leistet.
    Dieser Hund ist mein Partner. Wir sind ein Team. Nicht "Ich Kuchen, du Krümel". Der hält mir zusammen mit der "Chefin" den Arbeitsalltag frei. Der rehabilitiert, sozialisiert und erzieht Pflegefelle. Ohne ihn könnte ich so viel nicht leisten. Wir vertrauen uns, wir respektieren uns. Partner halt. Wenn er was nicht will, wäge ich ab, ob es dennoch sein muss (Krallen schneiden, zum Arzt gehen etc.) und wähle dann einen möglichst passenden und schonenden Weg. Wenn ich was nicht will, respektiert er das oder findet ebenfalls einen sanften Weg.

    Als ich einen Blutsturz hatte und meine Tochter im 5. Monat verlor, war er da (nicht einfach anwesend). Ich wurde immer wieder ohnmächtig, er hat mich geweckt. Unsanft teilweise - zugegeben. Aber ich glaube, hätte ich den beiden Rudelführern nicht so viel Selbstständigkeit ermöglicht / ermöglichen können und hätten wir durch das eher Partnerschaftliche nicht so eine enge Bindung - ich wäre gestorben. Das soll kein Dramatisieren sein - ist einfach meine Erfahrung.

    Ist bei mir genau andersrum. Hunde durften natürlich wachen und melden. Dazu waren sie zum Großteil ja überhaupt da. Aber das war halt mal da und mal dort - weit verteilt und vereinzelt.
    Da gab es kein Dauerbellen und keine zigtausend Hunde in direkter Nachbarschaft. Und ich wohnte in einer Straße mit Tierarzt und damit entsprechend vielen Hunden, die ein und ausgingen.

    Noch zu DDR-Zeiten, direkter Nachbar mit Dobermann, unheimlich nervöses Tier. Hat auch fallende Blätter auf dem eigenen Grundstück verbellt. Hat die Hündin nicht lange machen können. Entsprechendes Wachen hat gepasst, aber keine dauerhafte Ruhestörung.

    Wohne immer noch im selben Ort, Hundezahl ist explodiert, wenn ich hier für ne Stunde mal kein Bellen höre, frage ich mich, ob eventuell alle gestorben sind. :ka:

    Du bist mit einem 15 Monate alten Hund 4 Stunden +1 Stunde Mittag, unterwegs? :shocked:Soviel Programm täglich würde selbst meine Erwachsene Hündin nicht mitmachen ohne irgendwann blöd zu tun.


    :dafuer: , aber bitte die Spaziergänge actionreicher, nicht die Pausen ;)Pause bedeutet Ruhe und da sollte der Hund auch lernen "wuuuusa".
    Ein Hund lernt ein leben lang. Aber die Grundlagen zum Runterfahren und Entspannen wird meiner Meinung nach wesentlich im Junghundalter gelegt.

    Ich find die Dauer gar nicht pauschal zu viel. Kommt halt auf Hund und Umstände an.
    Für meinen Dicken (draußen aufgewachsen) war viel Zeit im Freien entspannend. Da gab es mal einen Sprint, mal ein Spiel und ganz viel liegen, sitzen und in der Gegend rumgucken. Drinnen war es für ihn erstmal aufregender. Staubsauger, Kaffeemaschine, Waschmaschine, Ticken einer Uhr - kannte er halt alles nicht.

    Meine Hündin (kannte draußen nur vom Hören-Sagen) war nach fünf Minuten Gehen am Stück erstmal Matsch im Kopf. Aber durch im Garten liegen und gucken, getragen werden - also Ruhe und Pausen reinbringen - war sie genauso wie der Dicke viele Stunden am Tag im Freien und dabei entspannt. Mit zehn Wochen war sie drei Stunden pro Tag "unterwegs" (also nicht drei Stunden laufen aber eben draußen). Pflegi mit drei Jahren bekommen, draußen war das, was sie lebenslang ab und an mal durchs Fenster gesehen hat. Die hätte ich nach zwei Wochen hier komplett alleine losschicken können. Keine Spur von zu vielen Reizen. :ka: (Die verblüfft mich immer noch)


    Ich meinte natürlich, die Spaziergänge spannender und aufregender gestalten aber eben auch Pausen zum Verarbeiten und zum Runterfahren einbauen. (Sorry, wenn das ungünstig ausgedrückt war)
    Und wenn die Spaziergänge spannender werden, muss die Dauer reduziert werden. Da wird der Kopf dann ja auch anders gefördert und gefordert und das Ganze wird auf einem anderen Level anstrengend.