Beiträge von straalster

    Es lässt sich aber auch positiv betrachten:


    Wenn die Sache einen Namen hat, sind entsprechende Gegenmaßnahmen einfacher gefunden.
    Das setzt natürlich voraus, dass eine gewisse Bereitschaft zur Änderung besteht.


    Hund ist hyperaktiv? Dann muss Halter mehr darauf achten, dass er zur Ruhe kommen kann, Reize angemessen dosieren, eventuell mal aufs Futter schauen, den Hund eben besser lesen lernen.

    Wer daran kein Interesse hat - tja, da hat der Hund halt das und das und daran lässt sich vermeintlich nichts machen. Aber gerade bei gesundheitlichen Geschichten lässt sich ja oft was machen!
    Billige Ausreden wird es immer geben, nicht nur in Bezug auf Hunde. Das Medizinische find ich da jetzt nicht besser oder schlechter als andere Ausreden und auch nicht schlimmer als vor 10, 20 oder 30 Jahren.


    Manchmal sogar im Gegenteil. Denn wer sich damit ein bisschen auskennt, kann die Ausreden ganz einfach enttarnen.
    Wenn davon ausgegangen wird oder bekannt ist, dass es sich beim faulen Hund vielleicht um einen Vierbeiner handelt, der Schmerzen hat - dann lässt sich da was machen. Dann ist er eben nicht nur faul.
    Wenn der hyperaktive Hund aufgrund der Umstände gerade nicht anders kann - dann wird damit anders umgegangen als bei der Annahme, der würde einfach nicht anders wollen, usw.

    In jedem Fall kann man aber fragen, wie diese Diagnose zustande kam, was zur Lösung unternommen wurde und und und. Das macht Ausreden schwieriger.

    @Rimarshi - und wieder eine zum Kleinhund bekehrt ;)

    Wegen der Stubenreinheit hier meine Erfahrungen:

    Bei den Kleinen kann es deutlich länger dauern. Wer nun nicht gerade mehrere Monate Zeit hat, um aller Nase lang rauszugehen, ist daher mit Welpenpads (Wegwerf-Wickelunterlagen) in einem Welpenklo (flaches Katzenklo) gut beraten. Die Gewöhnung daran ist auch im Fall von Krankheit oder nach einer OP Gold wert.
    Es sollte aber natürlich dennoch häufige und feste Gassirunden geben. Da der Hund mit der Zeit immer länger aushalten kann und lernt, sich draußen zu lösen, werden die Welpentoiletten in der Regel obsolet.
    Sie können aber im Fall der Fälle noch als Notlösung dienen.

    Wenn meine Hündin läufig ist, hat sie z.B. ordentlich Blasendruck. Da sind drei bis vier Stunden aushalten manchmal schon das allerhöchste der Gefühle und sie markiert dann auch nicht, sondern pinkelt sich richtig leer. Da sie aber gelernt hat, dass Katzenklo im Notfall zu benutzen, artet das dennoch nicht in Stress aus.

    Normalerweise benutzt sie das allerdings gar nicht, hält also problemlos bis zur nächsten Runde aus. Ich kenne einige, bei denen es genauso lief.

    Hallo @me-pe.

    Es gibt - auch wenn es mit der Leine so offensichtlich zu wirken scheint - viele mögliche Ursachen für sein Verhalten.


    Ist er gesundheitlich in Ordnung? Mit 6 Jahren kann schon mal ein Zipperlein auftreten, das eventuell zeitlich mit der Umstellung auf die Leine zusammenfiel oder das bisher überdeckt war. Spielende oder anderweitig beschäftigte Hunde übergehen Schmerzen auch mal - solange sie abgelenkt sind. Dazu passt auch, dass er auf der Arbeit ja eigentlich entspannt ist, abends aber "vollkommen kaputt ist und nur noch zum Essen aufstehen mag". Die Schmerzen kommen oftmals in der Ruhe.

    Das muss natürlich nicht der Fall sein, aber es ist eine Möglichkeit, die bisher außen vorgelassen wurde.


    Es kann auch sein, dass ihm die Hitze gerade mehr zu schaffen macht als bisher. Es gibt Hunde, die schrauben dann von sich aus alles zurück. Andere rennen bis zum Umfallen, wenn sie die Gelegenheit erhalten. Du hast ihm gerade die Gelegenheit genommen, also bleibt nur Ruhen. Und vielleicht findet er das Ruhen gar nicht so schlecht.


    Ist die Leine negativ belegt oder war es bisher eigentlich normal, dass er an der Leine mit zur Arbeit kommt und dann dort erst frei rumlaufen durfte?

    Könntest du vielleicht ein schmales, flaches Gefäß vor die Tür stellen und da was reinfüllen oder reinlegen? Drahtgitter, scharfkantiger Kies, ein nasses Tuch mit Minzöl oder Hundefernhaltespray? Also nix, was verletzt oder deinen Hund, die Nachbarn oder dich beeinträchtigt, aber so, dass der Chi erstmal von der Tür ferngehalten wird oder es zumindest unangenehm wird, bis zur Tür zu kommen?

    An deiner Stelle würde ich auch mal mit den Flurnachbarn reden. Vielleicht haben die ja nichts dagegen, ein Gitter aufzustellen, wenn es dafür im Haus ruhiger wird.

    Ich kann verstehen, dass eine Anzeige unangenehm ist aber doch wohl die bessere Wahl, als umzuziehen - wenn alles andere nicht hilft.

    Eine Zeit lang war es aber tatsächlich so, dass z.B. Ritalin sehr schnell verschrieben wurde. Es gab einen regelrechten Boom. 2010 wurden die Leitlinien aber verändert, sodass zum einen umfassendere Untersuchungen vor der Diagnosestellung notwendig sind und zum anderen Medikamente seltener verschrieben werden.

    Die Veränderungen von 2010 fußen u.a. darauf, dass zu oft und zu schnell zu Medikamenten gegriffen wurde - die ja nun einmal nicht ohne sind.


    Wie das beim Hund ist :ka:

    Meine Hündin hat definitiv Züge davon. Sie wird ja auch liebevoll ADHS-Eichhörnchen genannt.
    Allerdings leidet sie nicht darunter und kommt sehr gut zur Ruhe.

    @Lara&Aik: Mit dem Wachen / Abschalten wie auch immer man es nennen mag - ich versteh den Gedankengang von datKleene.
    Aber ich vergleiche sowas mit mir selbst, mit Ärzten, Erziehern und allen anderen Berufen sowie Einstellungen. Das kann keiner, einfach so ausschalten. Wenn es brennt, wird ein/e Feuerwehrmann/frau das Feuer fachkundig löschen. Wenn sich jemand schneidet, wird ein Arzt das fachkundig versorgen. Egal wo und egal um welche Uhrzeit.
    Da ist es dann vom Hund sehr, sehr viel verlangt, dass er das Zuhause bitteschön abstellen soll, was selbst Menschen nicht mal eben abstellen können. Mal ganz zu schweigen davon, dass das Revier zu verteidigen ja auch seiner Natur entspringt.

    Bei Pfeffer, Chili und dergleichen wäre ich übrigens vorsichtig - das fliegt im trockenen Zustand so hübsch und könnte auch Aik in die Nase geraten.

    Vielleicht könntes du am unteren Türrand ne Plexiglas-Scheibe anbringen und da dann irgendwas Abwehrendes drauftupfen? Schützt Tür und schont hoffentlich die Nerven.

    Ja, du verstehst leider nicht was ich meine.
    Mir ging es um den Satz mit dem Trieb.

    Ich versteh das schon aber ich versteh auch die TE. Er soll ja auch zuhause wachen.

    Und an der Tür kratzen, Pfoten drunter durch schieben, knurren und kläffen sind ja schon sehr grenzüberschreitend von einem potentiellen Eindringling. Würde ich meinem Hund auch nicht (mehr) aberziehen. Und bis die TE zum Abrufen kommt, falls sie gerade schläft z.B., wirkt das zumindest auf menschliche Eindringlinge abschreckend. Im Prinzip macht der Hund da gerade seinen Job. Oder?

    Spalt schließen - es gibt für sowas auch Gummi-Lamellen (die rechnen sich auch im Winter, weil sie die Wärme drinnen halten)

    Alles, was stark riecht - ätherische Öle z.B. kannst du zur Abwehr draußen verwenden. Minze geht ganz gut.

    Nochmal beim Vermieter beschweren - egal ob sie eine Eigentumswohnung haben. Der Hausflur und die Tiefgarage gehören ihnen nicht. Für gewöhnlich gilt da Leinenpflicht. Dazu auch das OA einschalten/ mal nachfragen, was du tun kannst. Hatte ich auch schon. Laut tösendes Umladen mitten in der Nacht. Bellender Hund im Hausflur usw. - alles was andere beeinträchtigt, hat mit Eigentum nix zu tun. Auch die müssen sich an Regeln halten.


    Schäden an der Tür dokumentieren. Nicht, dass du dann der Schuldige bist, wenn draußen Kratzspuren dran sind.

    Ansonsten abschrecken, was das Zeug hält:

    Schütteldosen werfen, Wasser spritzen, Tür aufreißen und den Hund verscheuchen.
    Mir ist wirklich mal aus Versehen ein Eimer mit Wischwasser auf einen Hund gefallen. Ich hab die Tür aufgemacht, er stand davor, ich hab mich erschreckt und schwapp. War für den Hund sehr abschreckend, obwohl von mir nicht beabsichtigt.