Beiträge von straalster

    Rechtsanwälte raten dennoch tierquälerei zu dokumentieren mittels Filme oder Fotos.

    Das hab ich ja auch geschrieben. Selbst wenn es im Zweifelsfall nicht zugelassen sein sollte, die Chance besteht und man hat was in der Hand.

    Dieses "offensichtlich und drumherum filmen" reißt eben erstmal raus und nimmt ja immer noch den Ton auf und wenn jemand was dagegen hat, rutscht der mir unweigerlich ins Bild (kommt auf mich zu oder zieht meine Aufmerksamkeit auf sich). Sämtliche Beschimpfungen, Drohungen und sonstiges gegen meine Person darf ich ja dann wieder filmen. Ich muss in dem Fall ja fürchten, dass der Schimpfende zum Angreifer wird / eine Straftat begeht. Beziehungsweise begeht er eine Straftat (StGB §185) sobald er mich beleidigt.

    also über das Filmen habe ich etwas ganz anderes gehört. Filme als Beweis für eine Straftat werden sehr wohl zugelassen (bei Ordnungswidrigkeit manchmal nicht). Verboten ist das teilen auf sozialen Medien und mit tierschutzgruppen. Das verletzt das Persönlichkeitsrecht aber nicht wenn es mit ein begrenzten Gruppe von Leuten( polizei) geteilt wird.
    Und natürlich darfst du fremde Personen Filmen aber nicht veröffentlichen

    Bei Straftaten, ja. Es ist auch erlaubt Angreifer oder Unfälle zu filmen oder zu fotografieren.
    Leider ist das Schlagen eines Hundes maximal eine Ordnungswidrigkeit und da sieht es dann anders aus. Da wird es dann zur Fallentscheidung, ob es als Beweis dient oder nicht. Und fremde Menschen draußen einfach so filmen oder fotografieren darf ich nicht. Ich muss mir vorher das Einverständnis einholen. Das ändert sich natürlich, wenn ich um das Leben des Tieres oder meins fürchte.

    Selbst Filmen auf meinem Grund und Boden ist nur bedingt zugelassen, wenn andere davon beeinträchtigt werden. Sagen wir mal ich filme meine Auffahrt und die Kamera nimmt zufällig auch ein Stück der Einfahrt des Nachbarns auf - das darf ich nicht machen, egal, ob ich vorhabe es zu veröffentlichen oder nicht. Ich muss dann durch Veränderung des Winkels oder eine seitliche Blende dafür sorgen, dass nur mein Grund und Boden gefilmt wird.

    Da braucht man aber sehr viel Glück.

    Wenn jemand schon in der Öffentlichkeit so austickt, dann meist aus Überzeugung. Klingt komisch, denn eigentlich sind die Leute ja gerade (meistens) überfordert und kennen einfach keinen anderen Weg. Aber wer keine Gewalt anwenden möchte und andere Lösungen sucht bzw. für diese offen ist, dem "rutscht" vielleicht mal die Hand aus oder er meckert und schreit. Der prügelt aber nichts und niemanden mehrere Minuten lang.

    Ruhig bleiben - ja, definitiv. Auch wenn das extrem schwer fällt.
    Fragen um zu irritieren und damit die Misshandlung zu unterbrechen - unbedingt!
    Man sollte sich aber von der Hoffnung verabschieden, mit Freundlichkeit mehr als eine Unterbrechung zu erreichen.

    Ansonsten:

    - offensichtlich Filmen oder Fotografieren - nur eben um den Schläger drumherum! Fremde Personen darf ich ohne deren Zustimmung nicht filmen aber ich kann ansagen, dass ich gerade filme. Ich kann auch ansagen, wenn er sich da nicht wegbewegt, stimmt er damit dem Filmen zu (nicht rechtens aber abschreckend). Auch wenn das nicht immer als Beweis zugelassen wird, das Dokumentieren ist hilfreich. Und wenn dieser Beweis dann eben "nur" mit einem Tierschutzverein geteilt wird, damit sie sich ein Bild machen und gezielt dagegen vorgehen können.
    Wenn Nachfragen oder Drohungen kommen - im öffentliche Raum darf ich nach wie vor filmen und fotografieren, sofern ich seine Persönlichkeitsrechte nicht verletze. Und die Drohungen sind damit auch schon mal aufgenommen. Und wenn Drohungen kommen - ich filme hier gerade um jemanden drumrum die Umgebung. Das darf ich. Wenn er sich da ertappt fühlt, mal unschuldig fragen, warum denn? Wenn er gerade doch nichts falsches macht. (Das ist bei manchen seeeehr riskant - also Vorsicht und im Zweifelsfall bleiben lassen).

    - komplett irritieren - ransprinten "Oh mein Gott, soll ich Hilfe holen? Wo sind sie verletzt???" Das reißt raus. Danach erklären, wenn er so auf den Hund losgehen musste, muss der Hund ihn doch angegriffen haben!

    - Ablenken und doof/ignorant tun: Entschuldigen Sie bitte - ich hab mich verlaufen. Für die Glaubwürdigkeit kann man auch panisch werden (Ich muss ganz schnell da und da hin.)


    Kritisieren, anmeckern oder sonstiges in die Richtung funktioniert nur sehr selten. Und dabei muss man ruhig bleiben. (Das könnte ich schon mal nicht im richtigen Ausmaß, wenn meine Hunde oder Kinder dabei wären).

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    Mal ohne Hund.
    Musste heute noch dringend was besorgen und dazu in die Stadt. Hatte auf dem Rückweg zur Bahn ziemlich Zeitdruck und wurde angesprochen, ob ich Englisch könne.

    Ich: "Ja, aber ich hab gerade leider keine Zeit."
    Er: (joggte quasi neben mir her) "Aber wir sind eine Band und wollen Ihnen dringend was verkaufen. Welche Musik mögen sie denn?"
    Ich: Ich hab wirklich keine Zeit, tut mir leid. Meine Bahn fährt gleich.
    Er: ABER WIR SIND EINE BAND!

    Der hat mich ernsthaft angeschrien, weil ich ihm nicht im Laufen ne CD abkaufen wollte. Super Verkaufsstrategie xD


    Mit Hund:

    Seit dem letzten Beißvorfall hat die Chefin ja leider ein kleines Problem mit anderen Hunden. Zumindest, wenn sie angeleint ist und die anderen nicht. Wir haben daran jetzt lange gearbeitet, dass sie bei Fremdhundsichtung entspannt bleibt und es gibt merkliche Erfolge. Heute morgen hat uns dabei zum ersten Mal ein Nichthundehalter-Nachbar beobachtet und meinte im Vorbeigehen: "Immer so fleißig, immer am Trainieren."
    Ich hab mich bedankt und er sofort: "Ich meinte die Hunde! Nicht Sie!" :| :D
    Und nachdem er mein Gesicht sah, hat er revidiert: "Aber sie machen ja auch n bisschen mit." :lol:

    Ich schließe mich da @KleinGustav an - sowas darf vor allem jetzt gerade einfach nicht passieren. Daher würde ich den Kontakt vor allem zu Hunden aus dieser "Betreuung" komplett unterbinden.
    Du kannst die Leute ja nach ihren Erfahrungen fragen - aber nix da mit Ableinen, spielen oder auch nur beschnüffeln lassen. Dein Hund muss jetzt wieder lernen, dass er sich auf dich als Beschützer verlassen kann.

    Das heißt blocken von anderen Hunden! Gar nicht erst erlauben, dass es zu solchen Situationen kommen kann. Notfalls eben auch dazwischen gehen und nicht erst warten, dass andere den Angreifer abrufen.

    Ja, @Lorbas darauf kann ich bestehen, wenn ich erstmal weiß, dass der Brief "nicht angekommen" ist. Geh ich da aber erstmal so ran:

    Ich schreibe, gehe davon aus damit geht alles in Ordnung, ich höre von denen wieder. - Dann vergeht erstmal schon eine Weile, bis ich weiß, dass es kein Aktenzeichen gibt und der Brief angeblich nicht angekommen ist. Dazu muss ich überhaupt erstmal warten und dann nachfragen. Eventuell rufe ich auch zwischendurch nochmal an und werde vertröstet oder sonstiges. Das zieht sich ewig.

    Und Einsicht in das tatsächliche, praktische Vorgehen im Amt habe ich in dem Moment nicht.
    Natürlich müsste es so und so laufen. In der Theorie. Aber Praxis ist ja doch nochmal was anderes.

    Für Otto-Normal-"Beschwerer" wird es damit zur Tippeltappeltour, bis sich eventuell an eine höhere Stelle gewendet wird. Die meisten wenden sich eben nicht an direkt an die höchste Instanz, sondern vertrauen erstmal auf das System. Wird da aber schon an der ersten Stelle gemauschelt und gedeckt, kommt dann eben sowas wie in dem Thread zustande. Viel passiert, viel Schaden, viele Kosten und viele verunsichert - und der Halter hat leider den Freibrief, um für weitere Beißvorfälle zu sorgen.

    so gut die sz ist- das archiv leider nur gegen bares nutzbar. raffgierige bayern. ich habe nur ein print- abo.ich hab die ausgabe von gestern aber noch und kann die seite in einen umschlag stecken.

    Das ist superlieb von dir aber den Aufwand mag ich dir nicht bereiten. Wenn du mal dazu kommst, die Seite zu fotografieren sag ich aber nicht nein :)

    Sobald etwas schriftlich beim OA eingeht, bekommt man ein Aktenzeichen, hab ich ja schon geschrieben.

    Theoretisch. Praktisch kann alles Schriftliche auch ganz aus Versehen im Schredder oder Müllereimer landen, wenn die Zustellung eben nicht wie von @SophieCat geschrieben als ein Einschreiben gegen Unterschrift erfolgte. Wenn da so viel vertuscht wird, lässt sich mit Sicherheit niemand von einem Briefchen abhalten, um es mal so direkt auszudrücken.

    Ähnlich lief es hier vor einer Weile. Mindestens 7 Hunde. Großteil des Tags allein auf menschenleerem Grundstück. 24 Stunden gebellt - ohne Mist, die haben in Schichten durchgebellt. Durch den maroden Zaun mehrfach abgehauen, ohne Leine unterwegss und und und. Es hat Jahre gedauert, bis da was unternommen wurde, denn die Halterin war Polizisten. Kein Hund hat auch nur auf "Komm" oder "hier" gehört aber die waren ja von einer Polizisten "ausgebildet".... Und es haben sich jede Menge Leute schriftlich beschwert, Protokolle geführt, Unterschriften gesammelt. Davon lag nur seltsamer Weise immer nix vor, wenn mal nachgefragt wurde.

    Entschuldige bitte @RednosePitbullLove aber ich musste bei deiner Beschreibung gerade so lachen - denn hier war es genauso. Draußen konnte der Herr ja wunderbar mit dem Neuzugang spielen aber wenn die dann allen Ernstes wieder mit nach Hause kam :flucht:
    Er hatte regelrecht Angst vor ihr, saß erstmal nur noch auf der Couch (da kam sie zunächst nicht von alleine rauf) und diese vorwurfsvollen Blicke in meine Richtung....

    Heute benötigt man ein Brecheisen, um die beiden auseinander zu bewegen.

    Pass einfach auf, dass der Nachwuchs deinen Herren nicht nerven kann, er seinen eigenen ungestörten Ruheplatz hat und der Große nicht zu kurz kommt. Dann wird das schon alles. Und irgendwann wenn sie gemeinsam durch die Bude fetzen und zu zweit Blödsinn aushecken wirst du dich daran erinnern, wie schön die "Ruhe" am Anfang doch war.