Da braucht man aber sehr viel Glück.
Wenn jemand schon in der Öffentlichkeit so austickt, dann meist aus Überzeugung. Klingt komisch, denn eigentlich sind die Leute ja gerade (meistens) überfordert und kennen einfach keinen anderen Weg. Aber wer keine Gewalt anwenden möchte und andere Lösungen sucht bzw. für diese offen ist, dem "rutscht" vielleicht mal die Hand aus oder er meckert und schreit. Der prügelt aber nichts und niemanden mehrere Minuten lang.
Ruhig bleiben - ja, definitiv. Auch wenn das extrem schwer fällt.
Fragen um zu irritieren und damit die Misshandlung zu unterbrechen - unbedingt!
Man sollte sich aber von der Hoffnung verabschieden, mit Freundlichkeit mehr als eine Unterbrechung zu erreichen.
Ansonsten:
- offensichtlich Filmen oder Fotografieren - nur eben um den Schläger drumherum! Fremde Personen darf ich ohne deren Zustimmung nicht filmen aber ich kann ansagen, dass ich gerade filme. Ich kann auch ansagen, wenn er sich da nicht wegbewegt, stimmt er damit dem Filmen zu (nicht rechtens aber abschreckend). Auch wenn das nicht immer als Beweis zugelassen wird, das Dokumentieren ist hilfreich. Und wenn dieser Beweis dann eben "nur" mit einem Tierschutzverein geteilt wird, damit sie sich ein Bild machen und gezielt dagegen vorgehen können.
Wenn Nachfragen oder Drohungen kommen - im öffentliche Raum darf ich nach wie vor filmen und fotografieren, sofern ich seine Persönlichkeitsrechte nicht verletze. Und die Drohungen sind damit auch schon mal aufgenommen. Und wenn Drohungen kommen - ich filme hier gerade um jemanden drumrum die Umgebung. Das darf ich. Wenn er sich da ertappt fühlt, mal unschuldig fragen, warum denn? Wenn er gerade doch nichts falsches macht. (Das ist bei manchen seeeehr riskant - also Vorsicht und im Zweifelsfall bleiben lassen).
- komplett irritieren - ransprinten "Oh mein Gott, soll ich Hilfe holen? Wo sind sie verletzt???" Das reißt raus. Danach erklären, wenn er so auf den Hund losgehen musste, muss der Hund ihn doch angegriffen haben!
- Ablenken und doof/ignorant tun: Entschuldigen Sie bitte - ich hab mich verlaufen. Für die Glaubwürdigkeit kann man auch panisch werden (Ich muss ganz schnell da und da hin.)
Kritisieren, anmeckern oder sonstiges in die Richtung funktioniert nur sehr selten. Und dabei muss man ruhig bleiben. (Das könnte ich schon mal nicht im richtigen Ausmaß, wenn meine Hunde oder Kinder dabei wären).
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