Beiträge von straalster

    Eines meiner liebsten Magen-Darm-Schonkost-Essen ist Couscous mit (mildem!) Ajvar, gebratener Zucchini und Nordmeergarnelen und Koriander obendrauf. Kann man aber sehr vielfältig abwandeln. Anderes Gemüse nehmen. Mit oder ohne Fleisch oder Fisch und an sich sehr leicht verdaulich, nicht fettig, nicht scharf.
    Vielleicht wäre das was für euch?

    Nur mal zum Vertändnis, weil ich mich nur ungern Pauschal von begriffen wie Krieg, IS usw. beeinflusse lasse , um mir mit begriffen wie kampfhund ,Trauma ect.die welt zu erklären.

    Wie kommst du darauf ,dass der Hund als Kampfhund "dienen" musste?

    Abgeschnittene Ohren und Schwanz sind schon mal typische Maßnahmen bei Kampfhunden. Dazu eine Bisswunde, unsicheres / aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden und die Herkunft - da würde ich auch vermuten, dass eine Vergangenheit als Kampfhund möglich ist.


    @aras kameran: Das Verhalten könnte auch von den Impfungen, der Hitze und dem Durchfall herrühren. Das ist gerade sehr viel auf einmal für den Organismus und den Hund.
    Eventuell könntest du eine Elektrolytlösung selbst herstellen? Fleischbrühe zu trinken geben? Hast du die Möglichkeit, Mittel gegen Durchfall oder zum Darmaufbau zu bekommen?

    Versetz dich mal in ihre Lage, das hilft meistens schon, um eine Perspektive zu bekommen und selbst besser mit der Situation umzugehen:

    1. Fremdes Land, fremde Menschen, fremde Laute, fremde Unterbringung und sie kann sich nicht mal eben ein Wörterbuch nehmen und nachschlagen, um sich verständlich zu machen. Googeln kann sie auch nicht, um sich zu orientieren. Ihre Welt wurde gerade auf den Kopf gestellt. Alles Vertraute ist weg. Und sie weiß nicht einmal, warum das so ist.

    Wie würde es dir dabei gehen? Wärst du tiefenentspannt oder nervös, unsicher und ängstlich?

    2. Bindung - ihr habt keine. Ganz einfach. Ihr kennt euch von einmal in Griechenland sehen und jetzt seit einer Woche. Da ist nix mit Bindung. Sie ist von dir abhängig - das war es erstmal. Chemie kann sofort stimmen aber Bindung muss von beiden Seiten aus wachsen. Also nimm da den Druck raus.
    Frag mal Mütter, wie groß die Bindung zu einem einwöchigen Säugling ist. Sieht genauso aus. Die wirkliche Bindung wächst mit der Zeit und durch miteinander leben, aufeinander vertrauen können, gemeinsame Erlebnisse usw.

    3. Allein lassen... du wirst ohne Erklärung in einen Käfig gesperrt, in ein lautes Ding verfrachtet, wo du stundenlang bleibst, alles ist neu, alles ist fremd. Du kannst mit niemandem reden. Dann hast du jemanden, den du zwar auch nicht verstehst, aber der scheint ganz nett. Er gibt dir Essen und Wasser, eine Unterkunft und geht mit dir zum Lösen raus. Und dann geht der einfach weg!!! Ohne Erklärung. In einem fremden Umfeld! Selbst kommst du aus der Wohnung nicht raus. Du kannst keinen anrufen. Du hast keine Ahnung, ob und wann derjenige wiederkommt.

    Nicht so ein angenehmes Gefühl, oder?

    Gib wenn möglich einkaufen usw. erstmal ab. Lass den Hund ankommen, ganz in Ruhe, ganz kleinschrittig. Übe das Alleinbleiben in Minischritten. Mal den Raum wechseln und sofort wieder zurück. Mal vor die Wohnungstür und sofort wieder zurück. Dann sekundenweise steigern.

    4. Lasst das mit dem Hund deines Freundes erstmal bleiben. Wenn dein Hund angekommen ist, ihr Routine habt und Ruhe aufkommen konnte, trefft euch mal draußen und geht mit beiden Hunden spazieren. Ohne, dass sie aneinander rumschnüffeln können oder gar nacheinander schnappen. Das nimmt den Stress für alle raus. Danach könnt ihr den Kontakt steigern und dann steht auch dem Zusammenziehen nichts im Wege.

    5. Das sagt sich leicht: Aber entspann dich erstmal! Du erwartest gerade viel zu viel. Hund soll allein bleiben, mit anderen sofort super klarkommen, dich als einzige Bezugsperson "teilen". Die Maus ist bestimmt extrem verunsichert, weiß nicht wo hinten und vorne ist und diejenige, auf die sie sich verlassen können sollte (DU) ist auch noch nervös und nervlich am Ende. Das ist kein guter Start.


    Lass die Wäsche Wäsche sein oder nimm den Hund mit, lass dir Einkäufe bringen und lass erstmal Ruhe einkehren. Zum Lösen raus und ansonsten drinnen gammeln und entspannen. Das reicht für die ersten Tage und Wochen. Sekundenweise Alleinsein aufbauen kann dazu kommen und ansonsten komplett alles zurückschrauben.

    Das ist die eine Seite.
    Die andere ist Pathologisierung von völlig normalem Junghundverhalten. Das nicht als solches Annehmen zu können und wohlwollend erzieherisch darauf zu reagieren ist genauso schädlich und unfair.

    Das war mein erster Punkt. Man kann die Richtung erkennen und es beim Namen nennen (Hat Züge von..., geht in die Richtung von....) ohne gleich zu pathologisieren. Und selbst wenn pathologisiert wird - Krankheiten sollte man behandeln, da gibt es viele Möglichkeiten. So richtig als Ausrede für eigene Untätigkeit können Krankheiten und Störungen nicht mehr herhalten, wenn jemand nachfragt, was denn an Behandlung schon erfolgte.

    Dann nimm mal Irischer Wolfshund und Chihuaha, @KleinGustav - unterschiedliche Lebenserwartung ist schon mal gegeben. Dazu halt auch noch die Gefäßgröße. Volumen im Vergleich zur Oberfläche, Obeflächenexposition usw.

    Ich hab das nicht mal zuerst irgendwo gelesen - ich hab mir mal extreme Sorgen gemacht, weil mein erster kleinrassiger Welpe so derartig schnell geatmet hat. Ganz in Ruhe. Beim Schlafen. Gefühlt ein Herzschlag wie ein Kolibri.
    Hat mich wahnsinnig erschreckt. Daraufhin hab ich mal nachgeschaut ist aber auch schon wieder ewig her. Morgen recherchier ich das mal genauer.