Beiträge von straalster

    Hey @Hektorine- also mich nervt das Fragen, ob gestreichelt werden darf, nie. Mich nervt es, wenn jemand einfach zutatscht. So aus Unterhaltungen mit anderen HHs weiß ich, das es vielen ähnlich geht. Fragen sind eben Fragen. Da wird mein Mitspracherecht ganz klar respektiert. Da kann ich sagen, ob das gerade geht oder nicht.

    Vorausgesetzt natürlich, es handelt sich wirklich um eine Frage und nicht "darf ich mal" - während die Hand schon am Hund ist. Aber das ist bei dir ja nicht der Fall.

    Zwei Stunden täglich draußen aufgeteilt auf drei Spaziergänge sind aber weit entfernt von es passiert „immer“ was. Extra-Bespaßung am Wochenende auch. Denn die Extra-Bespaßung findet nur am WE statt und auch dann wohl nicht tagesfüllend mit immer Hundeschule plus Agility plus Ausflüge plus längere Spaziergänge – so rein realistisch betrachtet wird es wohl eher mal das und mal jenes sein.

    Und ja, Dauer und Anspruch sind durchaus individuell und abhängig von Umfeld und Umständen.

    Situation 1: In einer Stunde trifft man vielleicht einen anderen Hund plus Halter. Eventuell auch noch aller zehn Minuten einen Vogel auf dem Boden. Geräuschpegel ist gering. Reize sind gering. Spaziergang inklusive Pausen, in denen der Hund ruhen kann.

    Situation 2: Überall Verkehr, Geräusche, viele fremde Hunde. Pausen zum Abschalten sind gar nicht erst möglich, weil ja auch dann zig Reize auf das Individuum einprasseln.


    Hund 1: Aufgewachsen auf dem Land.
    Hund 2: Aufgewachsen draußen.
    Hund 3: Aufgewachsen drinnen.
    Hund 4. Aufgewachsen in der Stadt.

    Für den einen ist die Straßenbahn komplett vertraut. Für den anderen ist das Geräusch beängstigend. Für den einen sind Geräusche in der Wohnung völlig normal. Für den anderen sind gerade das neue Reize.

    Vergleichbar? Wohl eher nicht. Sondern eben individuell.

    Hallo :winken:
    Ich wollte mal fragen, ob 2 Stunden Auslauf (45 Minuten in der Früh, 15 Minuten zur Mittagszeit und 1 Stunde am Abend/Nachmittag) pro Tag für einen Chihuahua reichen? Dazwischen im Garten austoben und Spielen (Auch Denkspiele, bzw Intelligenzspielzeuge usw...) und am Wochenende längere Ausflüge, bzw Spaziergänge + Hundeschule, Agility, usw...
    Irgendwie mache ich mir Sorgen, dass das zu wenig für den Kleinen ist. :( :ka:

    Ich find das auch für einen Welpen nicht pauschal zu viel.

    Hab zwar keinen Chi aber auch Kleinhunde und ich betrachte gerne das Individuelle und das "Negativ" wenn du so magst. Das heißt, bei zwei bis drei Stunden im Freien verbringt der Hund immer noch 21 bis 23 Stunden mehr oder minder untätig in der Wohnung. Das kann durchaus sinnvoll sein. Aber eben auch zu viel Zeit drinnen.

    Daher die wichtigste Frage: Wie verhält sich dein Hund denn?
    Wirkt er unruhig, entspannt oder regelrecht erschlagen?
    Isst er danach und fällt gewissermaßen um? Oder kann er nicht bzw. nur schlecht einschlafen?


    Ich halte von dem pauschalen "viel zu viel für einen Welpen" exakt gar nichts. Denn wie einige schon erwähnten, hängt das von sehr vielen Faktoren ab. Und nicht allein an der Zeit im Freien oder dem Alter des Hundes.

    Anfangs: Bei allem.

    Mit wachsender Erfahrung: Abgestimmt nach Krankheitsbild plus Check-ups, zur Gewöhnung und Kontrolle.
    Einen Stachel oder Dorn kann ich selbst ziehen, die Wunde desinfizieren oder Zugsalbe auftragen.
    Durchfall nach Stress behandeln kann ich auch.
    Urinkontrollen auf Zucker gehen problemlos. Subkutane Spritzen auch.
    Hotspots, kein Ding.
    Erkenne die typischen Schilddrüsen-Augen.

    Ich halte dennoch Rücksprachen mit dem TA, um nichts zu übersehen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Tiere - ob Hund oder Katze - mich vergessen würden. Körperlich würde es ihnen bestimmt woanders auch gut gehen können. Aber der Rest... Wir sind eine Familie, ein Rudel (jaja, ich weiß, aber ich nenn es nun einmal liebevoll so), zusammengewachsen, zusammengerauft, zusammengepuzzelt - da ist keiner mal eben so ersetzbar. Da kann keiner mal eben so wegfallen und das Leben geht einfach weiter wie bisher. Die Umstellung ist selbst für Pflegetiere, die hier nur kurze Zeit waren, schwer genug. Für den "harten" Kern...

    Wenn meine Tiere "fremdbetreut" werden zeigt sich das bereits. Und sie werden von Leuten betreut, die sie kennen, die sie sehr mögen. Sie sind umgeben von anderen Tieren, die sie kennen und mögen. Sie werden da behütet, betüdelt. Ihnen fehlt es so gesehen an nichts. Sind die Hunde bei meiner Oma, haben sie es da sogar bequemer/besser. Terrasse vor der Tür. Oma hat den ganzen Tag Zeit zum Kraulen und Kuscheln. Sie müssen dort keine Katzen hüten und nicht acht bis 12 Stunden Ruhe halten, weil ich arbeiten muss.

    Aber ich hab da bei noch keinem Tier gemerkt, auch wenn die Betreuung mal länger dauerte, dass sie mich vergessen oder nicht sofort nach Hause wollen. Und ich glaube nicht, dass das an unserer ungewöhnlichen Bindung liegt. Es ist eben eine Bindung. Wenn es die gibt, schütteln die weder Hund noch Katze mal eben so einfach ab.

    Wenn das ein Lebewesen so einfach kann, gab es vielleicht keine wirkliche Bindung. Keine Liebe.

    Mal ganz allgemein bemerke ich zur Zeit eine verstärkte Abneigung gegen übermässige Political Correctness, besonders wenn sie im vorauseilenden Gehorsam ausgeübt wird. Ohne erst zu gucken ob es da wirklich Bedarf gibt, althergebrachte Dinge zu ändern.


    Wie meinst du das mit übermäßiger political correctness?

    Ich kann mir vorstellen, dass das auch auf Hunde- oder Tierhaltung zutrifft.

    Konkrete Beispiele für die Hundehaltung kann ich nicht bringen, merke aber immer wieder wie Menschen ohne engere Beziehungen zu Haustieren vieles kritisch hinterfragen was für viele von uns hier selbstverständlich ist.
    Wie den Hund vor Kälte und Unwetter mit Kleidung zu schützen. Oder sich selbst zu hinterfragen wenn es in der Beziehung Mensch-Hund nicht stimmt. Weil der Hund ist ein Hund, der hat zu funktionieren.


    Das verstehe ich immer noch nicht so recht. Wobei diese Einstellung ja nun bei Weitem nicht nur auf Hunde zutrifft. Vielleicht kapier ich es ja irgendwann noch.

    In meiner Nachbarschaft war ich gerade positiv überrascht. Der Dicke ist ja einer, der immer "funktioniert" hat. So gut erzogen. So ein tolles Benehmen. Hört man nicht, sieht man nur. (gab natürlich auch Kritik aber der hat schon echt viel Lob eingeheimst). Trägt auch nie "alberne" Kleidung (er friert halt in Bewegung nicht so schnell)
    Und dann der Bandscheibenvorfall. Mit getragen werden und Hundebuggy, Kühlweste weil er draußen länger brauchte, zig Mal stehen bleiben weil er scheinbar nicht weiterlaufen wollte... Und die Kommentare, die ich mitbekommen - sind verständnisvoll und herzlich.

    Klar ein Hundebuggy - bei Menschen gäbe es eben einen Rollstuhl.
    Ach, ne Kühlweste - so was will ich auch. Das ist ja toll.
    usw.

    Klar, auch wieder Kritik und Negatives. Aber für meine Nachbarschaft ist das ein Quantensprung in die positive Richtung.

    Was ich aber eigentlich damit sagen will; für HH, die ihre Hund 24 Stunden am Tag um sich haben und die es normal finden, daß die Hunde mit im Bett schlafen, für solche HH ist es unvorstellbar, daß Hunde auch nur draussen gehalten werden können.

    Es gibt eben unterschiedliche Aufffassungen zur Hundehaltung. :ka:
    Von mir aus dürfen eure Hunde schlafen wo sie wollen. Es ist aber ein Unding jemanden runterzuputzen, der seinen Hund nur draussen halten will.

    Ich hab meine ganze Bande 24/7 um mich sozusagen. Hunde in freiwilliger Außenhaltung gab es aber ebenso wie Freigänger-Katzen, Kaninchen im Freilauf und in einem mehr-Etagen-Stall im isolierten Schuppen. Die hatten aber alle immer Gesellschaft und die Wahl. Und ich hatte die Möglichkeit der Versorgung - draußen und drinnen.
    Wenn sie wollten oder es sein musste, dann kamen die eben mit rein.

    Gesellschaft, Anschluss, Versorgung - ob die draußen oder drinnen realisiert werden können ist doch egal - aber sie müssen realisiert werden können!

    Es wurde hier meiner Meinung nach auch nicht runtergeputzt, sondern einfach aufgezählt, was zu beachten ist, damit das funktionieren kann.

    Und genau diese Frage muss sich doch jeder stellen. Kann das funktionieren? Kann ich das leisten? Was ist, wenn dies und jenes passiert? Geht es dabei allen gut?

    In diesem Fall heißt das zum Beispiel auch: Behinderter Hund, Hund, der gar nicht rein will oder nicht so viel Wert auf menschlichen Kontakt legt ist willkommen - wie sieht das aber mit den anderen Nachbarn aus?
    Wie sieht das mit dem morgendlichen Spaziergang aus, wenn der Hund nicht mit die Kinder wegbringen kann, weil das zu stressig für ihn ist. Kann dann zeitiger aufgestanden und ne Runde gedreht werden? Mittags genau das gleiche. Hund einpacken und Kinder abholen - lässt sich das zeitlich vereinbaren? Kann mit so einem Hund an seinem Problem gearbeitet werden? Während Kinder, Arbeit, Haushalt und sämtliche andere Aufgaben auch noch bewältigt werden müssen?

    Wie gesagt, es geht alles - aber geht es auch im individuellen Fall? Die Frage muss sich jeder stellen. Und würde sie sich jeder stellen, wären nicht so viele Hunde ohne Halter.

    Am Wochenende war die Hund-Katze-Messe in Leipzig. Gefühlt kleiner als sonst, was Aussteller, Händler und Züchter anging (lag vielleicht auch daran, dass ich zuletzt bei der World Dog Show war).

    Mir kam da ein Gedanke. Kann es sein, dass die Einstellung zum Hund immer weiter auseinanderklafft? Immer mehr in die Extreme geht? Oder war das schon immer so und ich sehe es jetzt einfach anders?

    Was ich begrüßenswert fand, waren die häufig anzutreffenden Buggys mit älteren Hunden, Kleinsthunden und Welpen. Das teils extrem dichte Gewusel find ich persönlich schon anstrengend. Wie sich ein zwei Kilo Hund fühlt, wenn er permanent Füßen ausweichen muss, will ich mir gar nicht so genau vorstellen.

    Aber dann gab es eben auch die, die ihre Hunde halb durch die Gegend schleudern, permanent an der Leine rucken wie blöd und nicht realisieren, wenn der eigene Vierbeiner überhaupt nicht mehr weiß, wo er hin soll. Sie von allen antatschen lassen und auch dabei nicht merken, dass der Hund überhaupt nicht mehr verarbeiten kann, was da gerade auf ihn einprasselt.

    Und, für mich die Krönung: Die ständigen Durchsagen, dass Hunde weder von Ausstellern noch von Besuchern im Auto gelassen werden sollen. :fear:


    Welchen Eindruck habt ihr? War das schon immer so oder werden die Einstellungen zum Hund extremer?