Beiträge von straalster

    Irgendwann fiel hier im Forum mal der Satz "Lasst ihr euch etwa von euren Hunden vorschreiben, wann ihr mit ihnen rausgeht?" - und mir kamen dabei ein paar Gedanken.

    1. Als allererstes: Hä, ja klar. Von wem oder was denn sonst? Von der Uhr? Die Uhr hat aber keinen Druck auf Blase oder auf dem Darm.

    2. Genau deswegen hab ich doch die Weichen gestellt, dass sie stubenrein werden! Damit sie sich melden anstatt in der Wohnung gehen zu müssen.

    3. Warum erwarten manche Menschen eigentlich immer so viel von Hunden? Wer sich Katzen anschafft, stellt ganz automatisch n Katzenklo hin. Aber bei Hunden müssen sich sogar die Körperfunktionen nach dem Menschen richten.
    Hund hat früher Hunger? Um Gotteswillen bloß nicht früher füttern! Das verzieht, dann will der Hund das immer so. Der fordert doch nur früher ein, um Kontrolle zu üben und wahrscheinlich die Weltherrschaft an sich zu reißen.
    Ich kann nicht für alle sprechen aber ich hab manchmal so ganz unabhängig von der Uhrzeit Hunger. Mal, weil ich aktiver war und mehr verbrannt habe. Mal, weil ich zu wenig geschlafen habe. Würde mir dann jemand sagen "Nö, Essen gibt es erst wenn ich das bestimme" - dann hätte der ein enormes Problem mit mir. Genauso hätte jeder ein enormes Problem mit mir, der zwischen mir und Toilette steht, wenn ich mal richtig dringend muss. Aber Hunde möchten bitteschön freundlich und geduldig bleiben - komplett unabhängig von ihrer Tagesform.

    Ich bleibe dabei, neun Stunden finde ich pauschal nicht zu lang. Wenn das für den Hund in Ordnung ist und Plan B bis F da sind, sollte es für den Hund nicht mehr in Ordnung sein. Ich hab hier ganz viele Tage, an denen ich die Hunde erinnern muss, dass wir rausgehen müssten. Die können sich aber jederzeit melden, wenn sie mal "außer der Reihe" müssen. Bin ich selbst länger nicht da, kommt jemand für die Löserunden. Meine Hündin benutzt notfalls die Katzentoiletten.

    Mit meinen jetzigen Hunden geht das auf diese Weise. Mit meiner Seniorin wäre das nicht mehr gegangen, da musste ich das vollkommen anders handhaben. Und so ist das bei jedem Lebewesen. Ich kann bei Kindern so oft sagen "Na aber beim ersten lief das so und so" bis ich blau im Gesicht werde - wenn es für das zweite Kind nicht passt, passt es nicht.
    Und das Argument: Hab ich aber gerettet, sollte doch besser leben: Das zählt nicht, wenn das neue und oder "bessere" Leben vollkommen vorbei an den Bedürfnissen des "Geretteten" ist.

    Also zu deiner Ungeduld @casey-kass: Mach's wie bei dem Hund. Sag dir selbst "nein", wenn du zu schnell zu viel machen willst, und wenn du dich dran hältst bekommst du ein Leckerli ;)

    Ich finde, das liest sich alles gut.

    Zum Kehren/Wischen - wenn du mit dem Abbruchkommando "nein" arbeitest und sie das nach und nach lernt, löst sich das Problem von allein. Vielleicht könntest du es bis dahin auch so lösen, dass dein Partner die Maus ablenkt oder einfach mit ihr in einem anderen Raum ist, während du das Kehren/Wischen erledigst?

    Aus unserer Familie kommt leider gar keiner in Frage. Wir haben auch keine Freunde die tagsüber zuhause sind.

    Also bleibt entweder Ich hole mir jemanden fremdes ins Haus oder ich muss mich von ihr trennen.

    Versteh das nicht falsch: Aber atme erstmal durch und geh der Reihe nach. Stell dir vor, du gibst den Hund ab und dann kommt raus "Ach huch, war doch ne Blasenentzündung oder Blasensteine". Schau also wirklich erstmal auf der medizinischen Seite.

    Und danach lassen sich immer noch andere Optionen finden, auch wenn Familie, Freunde und Nachbarn flachfallen.

    Hallo @Tanja+Luna.

    An deiner Stelle würde ich direkt zum Tierarzt gehen. Eine Blasenentzündung kann sich auch einschleichen - längst nicht jeder Hund quiekt, wimmert, schreit oder zeigt Schmerzen auf eine andere Art deutlich - aber der erhöhte Blasendruck ist da. Auch Blasensteine sind eine Möglichkeit. Das würde ich auch jeden Fall ausschließen lassen. Wenigstens Abtasten, Urinprobe und Fiebermessen sollten gemacht werden, um auf Nummer sicher zu gehen.

    Ist sie kastriert? Auch eine Kastration kann für "undichte" Hunde sorgen.


    Sollte sich da nichts ergeben, würde ich dir folgende Tipps ans Herz legen:

    - Du kannst den Hund noch gar nicht richtig lesen können: Das ist kein Vorwurf an dich! Es ist einfach eine Frage der Zeit, des genauen Hinschauens und des gegenseitigen Kennenlernens. Dir kommt dein Hund vielleicht entspannt vor, vielleicht auch fröhlich und schon komplett "angekommen". Nach drei Wochen - meiner Erfahrung nach - ist aber noch kein Hund wirklich angekommen und wirklich entspannt. Schon gar nicht, wenn er zuvor bereits durch ein paar Hände und Stellen und Länder gewandert ist. Aufregung und Nervosität lassen sich bei Hunden sehr schnell mit "Freude" verwechseln. Eine ruhige Körperhaltung oder gar Erschöpfung können schnell mit "Entspanntsein" verwechselt werden.
    -Die Gewöhnung und Anleitung: Stell dir vor, du kennst es von Geburt an, dass du im Prinzip überall deine Blase leeren kannst. Die sagt auch keiner, dass das nicht in Ordnung ist. Keiner sagt was oder die anderen wischen das einfach kommentarlos weg. Das hat dein Hund sehr wahrscheinlich so gelernt. Erst auf der Straße, dann eventuell in einem Zwinger. Und nun bei euch. Wenn ihr sie ertappt BEVOR sie hockt, konsequent "Nein" sagen und sofort raus, draußen bleiben, bis sie sich da löst. Dafür müsst ihr sie erstmal sehr genau beobachten, damit ihr die Pfützen nicht erst durch Reintreten bemerkt. Draußen über alle Beete loben, drinnen "Nein". Das ist eine deutlich klarere Anleitung für sie als "Draußen gibt's Lob fürs Pinkeln und drinnen scheint es auch okay zu sein."
    - Die Teppiche: Ich würde sie erstmals sehr gründlich mit einem guten Enzymreiniger putzen und dann wegräumen, bis ihr "pfützenfrei" seid. Auch wenn der Geruch für die menschliche Nase nicht mehr wahrnehmbar ist, für die Hundenase ist er eventuell noch da und verleitet zum erneuten Wässern.
    - Die Dauer des Alleinseins: Ich finde neun Stunden - sofern sie in der restlichen Zeit ausreichend Anspruch, Auslastung und Anhang hat - nicht per se problematisch. ABER: Gehen wir mal davon aus, dass sie während eurer Abwesenheit bzw. allgemein noch nicht tiefenentspannt ist. Die Nervosität drückt bei vielen, vielen Lebewesen auf die Blase. Gehen wir mal davon aus, dass sie tagsüber einfach keine langen Abstände zwischen dem Lösen kennt. Allein diese Gewöhnung kann dafür sorgen, dass sie öfter muss und dadurch neun Stunden zu lang sind. Vielleicht auch schon drei Stunden zu lang sind. Also würde ich entweder die Mittagspause nutzen, um noch einen Gassigang einzubauen oder sie an einen Gassigänger gewöhnen, der mittags (oder wann auch immer) zusätzlich mit ihr rausgeht.
    - Geduld: Das Problem wird sich auch dann nicht mal eben so lösen, wenn ihr da jetzt Schritt für Schritt dran arbeitet. Mit mehreren Wochen oder Monaten müsst ihr rechnen. Könnt ihr die Geduld aufbringen?

    Es gab in meinem Leben schon ab und an mal Situationen, in denen ich vor der Wahl stand: "Geht der Mensch oder das Tier?" bzw. "Gehe ich mit meinen Tieren anders um, weil das ein nahestehender Mensch so will?" oder auch "Gehe ich, weil der Mensch mit Tieren schlecht umgeht?"
    Die Entscheidung war bisher immer klar. Manchmal schwerer, manchmal einfacher.

    So zum Beispiel:
    Einmal war es eine Freundin, die... sagen wir mal grenzüberschreitend und lernresistent war. Sie störte trotz zig Erklärungen, Ermahnungen und Verboten meine Hündin beim Schlafen, betatschte sie gegen ihren Willen usw. und regte sich dann darüber auf, dass Madame Hund die Frechheit hatte, kein interaktives Stofftier zu sein. Da war die Entscheidung sehr, sehr einfach, ihr die Tür für immer von außen zu zeigen.


    Hattet ihr solche Fälle auch schon? Worauf fiel eure Wahl und warum?

    @LiMaAn - als unbeschriebene Blätter, die "ab und an mal zu sehr mit der Couch verschmolzen sind" habt ihr gerade wirklich gute Voraussetzungen, eine umfassende Vorbereitung zu betreiben.

    Nutzt die Zeit auf der Couch doch mal für eure ganz persönliche Wunsch-, Regel- und Bedenkenliste. Du hast zwar schon einige Fragen gestellt aber ich würde für eure Listen noch die folgenden Punkte vorschlagen:

    - Warum ein Hund? Nur zur Aktivierung von euch? Ist das Lümmeln auf der Couch so schlimm? Könntet ihr euch anders aktivieren? Wollt ihr euch überhaupt aktivieren? Ist euch das "aktiver zu sein" wirklich wert, täglich Kot aufzuheben, zu füttern, Tierarztbesuche zu organisieren und zu bezahlen? Bürsten, Krallenschneiden und ein pupsender Hund, der eure Zweisamkeit stört, sollten ebenfalls bedacht werden.
    - Welche Größe, welches Fell, welcher Pflegeaufwand soll/darf es sein?
    - Könnte sich jeder von euch beiden allein um den Hund kümmern, wenn der andere (mal) ausfällt?
    - Wer behält den Hund im Fall einer Trennung? (Darüber will natürlich keiner nachdenken aber vollkommen unmöglich ist es leider nicht)
    - Welche Vorstellungen habt ihr von der Erziehung? Was geht für dich gar nicht? Was möchte deine Partnerin unbedingt? Und vice versa. Das kann sich natürlich alles noch ändern aber der Austausch beugt halt zumindest am Anfang ein paar typischen Konflikten vor.


    Und dann: Sammelt praktische Erfahrungen! Werdet Spaziergänger im Tierheim, meldet euch als Zaungäste in der Hundeschule an, leiht euch entweder den Hund von Familie oder Freunden aus oder geht auf Gassirunden mit. Da bekommt ihr am besten einen Eindruck davon, worauf es euch ankommt.

    Stanken deine Hunde für dich schon immer oder zumindest schon länger? Oder ist das neu aufgetreten?

    Aus deiner Beschreibung geht das für mich nicht klar hervor. Du schreibst zwar "nur der Stärke geruch macht mich schon stutzig zumal vor allem samira sonnst sehr wenig gerochen hat." - also vermute ich da eine Änderung aber das könnte auch daran liegen, dass du Gerüche intensiver wahrnimmst und nicht, weil die Hund wirklich stärker riechen.

    Könntest du noch ein paar Infos dazu geben, ab wann dir der Geruch vermehrt aufgefallen ist? Hat sich entweder bei dir oder bei den Hunden etwas geändert? (Umzug, Futterwechsel, Schwangerschaft, Abwesenheit von zuhause, mit dem Rauchen aufgehört, Pille abgesetzt, krank gewesen, Medikament eingenommen?) Es gibt einfach so viele Gründe auf beiden Seiten (also Veränderung des Körpergeruchs bei den Hunden oder Veränderung der Geruchsempfindlichkeit bei dir) dass ein sinnvoller und zielführender Rat ohne weitere Anhaltspunkte kaum möglich ist.

    Dachte, die gehört den Katzen :ka:

    Genau da liegt ja der Vorteil meiner Hunde. Die sind die Chefs einer Katzenarmee. Und die Katzenarmee ist verdammt loyal und mag ihre Chefs.
    Wenn die Katzen also die Weltherrschaft an sich reißen, sind die Hunde automatisch sowas wie die Herren des Universums oder so.
    Dagegen kommt einfach keiner an. :ka: