Beiträge von straalster

    2017 nahm der Plan Gestalt an, dass wieder ein größerer Hund Einzug hält. In dem für uns turbulenten Jahr 2018 gab es ein paar Veränderungen und so könnte es Ende des Jahres soweit sein, dass das Rudel größeren Zuwachs erhält. Ich bin aufgeregt, obwohl noch vier Wochen bis zum ersten Besuch Zeit sind und wenigstens sechs Wochen bis zum eventuellen Abholen.

    Kann mir mal jemand auf die Finger hauen, damit ich nicht jetzt schon alles shoppe? |) :pfeif:

    :herzen1:
    Ein guter Kumpel hat sich vor vielen vielen Jahren in mein Seelenkatzi verschossen, er war Allergiker.
    Sie ist einfach in seine Plastiktüte geschlüpft, hat ihn angeguckt und das wars dann mit seinem katzenverschlossenen Herz :applaus:
    Nur wegen ihr hat er angefangen, etwas zu machen wegen seiner Allergie und es wurde besser, es ging ihm allgemein besser.

    Er hat mich sehr oft besucht - und ganz unter uns: ich habe ihn nicht wirklich interessiert :lol: :herzen1:

    Ich mag solche Menschen :herzen1:
    Ist mir auch oft passiert dass ich Kontakt zu Leuten hatte wegen deren Tieren.

    Jaja, so sind manche Menschen :roll:

    Dieser Freund mag ja überhaupt gar keine Tiere. So gar nicht. Wirklich! Also außer.... Und schon gar keine kleinen Hunde! Schrecklich sind die. Also außer... :roll:

    Es ist auch jedes Mal das gleiche Schauspiel: Sobald er sitzt, hängen wenigstens vier Tiere auf ihm drauf. Biete ich dann an, sie abzurufen: "Nee, nee, das passt schon." Und er streichelt, krault und kuschelt und alle Menschen könnten eigentlich gehen. xD
    Er mag auch gar nicht, wenn die Tiere mit ihm im Bett schlafen - aber lässt immer die Tür zum Gästezimmer offen... :headbash:

    @Teetrinkerin: Mein Leben ist ja voller "die will keiner haben"-Tiere und ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen, als diese Nasen und die Wege, die wir zusammen zurückgelegt haben. Aber ich bin auch nicht davor gefeit, mal auf dem Zahnfleisch zu gehen oder mir zu denken "Warum funktioniert das denn nicht???"

    Neben mir liegt gerade einer der ersten Beweise dafür, dass ich ein Pflegefellversager bin. Circa 9,5 Jahre alt, seit 8,5 Jahren bei mir. Hochschwanger, halbverhungert, Brandwunden, Schnittwunden, halbkahl, panische Angst vor Menschen, panische Angst vor Hunden, Katzen und jedwedem anderen Tier, panische Angst vor allem, das wie ein Stock aussieht (Küchenpapier-Papprollen, Lineale, Pfannenwender, Besen) - so kam sie an. Keine Ahnung, was genau mit ihr passiert ist. Aber sie beschloss, bei uns einzuziehen - und sie war und ist ein toller Lehrmeister.

    Es kamen viele Fragen von außen.

    "Warum tust du dir das an?"
    "Die sieht schrecklich aus, wer weiß, was die hat!"
    "Die wird nie wieder normal."

    Anfangs ging sie auch eher nach vorn auf Angriff. Heute führe ich Taschenkontrollen durch, wenn Menschen die Wohnung verlassen - dieses schrecklich aussehende Tier, das nie wieder normal wird - will nämlich jeder am liebsten Mitnehmen. Schließlich ist die so hübsch, so lieb, verträgt sich mit allen, macht nie was kaputt und ist so pflegeleicht....

    So kann es gehen. Und das wünsche ich jedem. Tier und Mensch zugleich.

    Die Arbeit und Geduld die da drin steckt, sollten aber nicht vernachlässigt werden.Vieles im Leben geht einfach nicht von Heute auf Morgen. Geht uns Menschen doch auch so.

    Ach @Rimarshi - wie war das noch gleich mit dem Universum, das meint, du solltest keinen Hund haben? ;)
    Wie schön sich das doch alles liest - abgesehen von deiner Migräne.

    :applaus:

    Bei dem Stänkern während sie in deinem Schutz ist: Meine Methode ist da ähnlich der von @02wotan. Ich gehe. Bei Bekannten mit gesicherten Hunden und in sicherem Gebiet lasse ich nach Absprache sogar die Leine fallen und gehe. Hat bisher immer funktioniert. Wenn es sich um Fremdhunde handelt, die anfangen zu bellen, gehe ich in größerem Kreis drumherum oder blocke diese direkt. Meine Maus hat da sehr schnell verstanden, dass sie in diesen Situationen hinter mich geht und sich nicht mehr kümmern muss bzw. auch nicht kümmern soll. Perfekt läuft es noch nicht aber wir machen Fortschritte, seitdem sie aus dem Hinterhalt gebissen wurde.

    Hui, ich bin erstmal geplättet von so vielen Antworten und Geschichten. Vielen, vielen Dank!


    Ich habe seit fast 20 Jahren einen sehr guten Freund. Er ist Familie, auch ohne Blutsverwandtschaft. Er hat eine schwere Katzenhaarallergie, ich habe 7 Katzen. Bevor er hier ankommt werden alle Katzen gebürstet, ich sauge, wische, wische die Katzen ab, jage alles textile durch den Wäschetrockner, Gästezimmer bleibt ohnehin fellfrei.
    Er nimmt entsprechende Mittel (Mastzellenstabilisatoren und Antiallergika) um möglichst lange mit den Tieren kuscheln zu können. Diese Bereitschaftheit auf beiden Seiten, die beste Lösung zu finden, finde ich sehr schön und wirklich besonders. Falls das einmal nicht mehr so geht, wird er bei Besuchen eben woanders übernachten.

    Genauso hatte ich von anderen aber schon:

    - du redest zu nett mit deinen Tieren
    - meine Familie und ich sind total tierlieb (Übersetzung: wir haben viele Tiere, aber schon sauberes Wasser für sie hinzustellen ist zu viel verlangt)
    - Wie, du willst deine Tiere nicht zwei bis vier Tage alleine einsperren? Sei doch mal spontan!
    - Wie, du lässt deine kranken Tiere nicht alleine zuhause?
    - Einer war zum allerersten Mal zu Besuch in meiner Wohnung. Vorher kein Hinweis auf abweichende Meinungen. Er meinte dann, er erzieht jetzt erstmal meine Tiere, die kennen ihren Platz nicht. Er meinte es ja nur gut und wollte mir helfen - offensichtlich tanzten die mir auf der Nase rum, weil sie ja sogar auf die Couch kommen... :ugly:
    etc.

    Ich hab kein Problem damit, mich woanders zu treffen, meine Fellnasen nicht zu Treffen mitzunehmen usw. Ich nehme gerne Rücksicht.
    Ansonsten gilt: Meine Wohnung, meine Tiere, meine Regeln.

    Grund für diesen Thread war bei mir, dass mir schon oft viele versicherten, ja ach so tierlieb zu sein - und dann... muss das Tier eigentlich an hinterletzter Stelle kommen, sonst fühlen sich die Menschen vernachlässigt. Nur zeigt sich das eben nicht gerade bei losen Bekanntschaften oder den ersten drei Treffen mit diesen Menschen. Dadurch kann es dann schon schwieriger werden, den Betreffenden die Tür zu zeigen, weil es ja auch zu ihnen durchaus eine gewachsene Verbindung gibt.

    Ich hoffe, dass ist jetzt nicht zu OT - ich denke, dass es insgesamt helfen könnte, deswegen schreibe ich nochmal.

    @Teetrinkerin: Nix gegen Retten, wenn man die Einstellung von dir hat!

    Hilfreich, entspannend und erleichternd fand ich auch zu Beginn als Pflegestelle, einfach mal die Perspektive zu wechseln. Das hatte ich der TE ja auch empfohlen.
    Wo steht das Tier gerade? Sofern es bekannt ist:

    - wo kommt es her?
    - was kennt es und was nicht?
    - welche Erfahrungen hat es eventuell gemacht?

    Das macht es dem Halter sehr viel einfacher, an der richtigen Stelle anzusetzen und individuell darauf einzugehen. Und eben die passenden Lösungen für den jeweiligen Fall zu finden.

    Man selbst kommt nicht in die Lage, so frustriert zu sein - weil man die Latte einfach nicht so hoch legt. Das bedeutet weniger Stress und mehr Lösungsorientierung. Und das tut beiden Seiten gut. Frust und Selbstmitleid sind natürlich erlaubt.

    z.B. mit meinem Kater (nach zwei gescheiterten Vermittlungsversuchen bin ich mal wieder Pflegestellenversager):
    Der war nicht stubenrein - hat Katzentoiletten regelrecht gemieden.
    Der war furchtbar schreckhaft, obwohl es ihm doch so gut hier ging und er so viel Ruhe hatte.
    Der hatte Dauer-Durchfall, obwohl er doch endlich gutes Futter bekam.

    Aus seiner Perspektive und mit Erfahrung und Wissen war das alles verständlich. Er hatte zumindest die letzten Tage bis Wochen vor seiner Ankunft keine Katzentoilette mehr. Die lag umgekippt auf dem Boden. Eventuell wurde sie umgekippt, als er gerade drin war. Damit war das kein sicherer Ort mehr.
    Er hat erlebt, wie jemand die Wohnung um ihn herum kurz und klein gehauen gehauen hat. Natürlich versteckt der sich, sobald er einen Menschen sichtet. Das sitzt tief und ich kann ihm nicht erklären, dass ihm das nie wieder passieren wird. Ich kann es ihm nur Tag für Tag beweisen, bis er wieder Vertrauen fassen kann.

    Mittlerweile ist er ein Schmusekater - und es war ein langer Weg dahin. Aber der war es wert.


    Es baut sich deutlich weniger Druck auf, wenn man versucht, die Welt aus der Warte der Tiere/des Individuums zu betrachten. Und man macht sich selbst nicht so fertig, hat dafür aber fast schon automatisch mehr Geduld.

    Die Sorge um das eigene Tier kann einen in den Wahnsinn treiben. Das verstehe ich sehr gut. Ich absolviere keinen Spaziergang mehr ohne Pfefferspray - nicht aus Sorge um mich, sondern, weil ich Angreifer von meinen Fellnasen vertreiben will. Ich gehöre auch zu denen, die selbst Bisse und Kratzer einsteckt, Infektionen und Narben hinnimmt, weil sie Kämpfe abbricht.

    Aber als jemand, der die Wandlung von: Katze als Freigänger zu Katze darf nur Freigang in gesichertem Gebiet haben" - vollzogen hat...

    Ja mei, die Verantwortung muss ich immer selbst tragen. Da haben Katzen eine Sonderstellung. Keine Frage.

    Aber: Füchse, Raubvögel, Giftköder, Straßen mit Autos, Kämpfe und Wunden, Beschwerden von Nachbarn... Es ist und bleibt meine Verantwortung (sofern mir wirklich was an dem Tier liegt und es eindeutig zugeordnet werden kann). Ich hab das Tier angeschafft. Ich hab es rausgelassen und nicht kontrolliert.

    Mein Tier wird dreimal täglich vermöbelt? Das ist weder der Fehler des Tiers noch des Angreifers! Ich war ja noch nicht einmal dabei und kann mir demzufolge auch keine Meinung erlauben. Also kann ich auch niemanden anders dafür verantwortlich machen als mich selbst. Schließlich hab ich mein Tier überhaupt erst in die Lage gebracht, vermöbelt zu werden.

    Ein wenig absurd wird es bei "Die Katze der Nachbarn ist ja so böse und deswegen muss ich jetzt hohe Tierarztkosten zahlen.".

    Nö, das muss keiner. Die hohen Tierarztkosten entstehen, weil die eigene Katze unbeobachtet und unkontrolliert rausgelassen wurde. Punkt.

    Die fremde Katze wurde ebenso unbeobachtet rausgelassen, ist ebenso unkontrolliert, die Halter sind bestimmt genauso überzeugt, dass ihr Vierbeiner kein Wässerchen trüben kann. Wenn es denn Halter gibt.

    Und dieses: Die Katze braucht Sozialkontakte... Ja, manche brauchen und wollen das. Andere können damit nichts anfangen. Müssen deswegen jetzt alle anderen ihre Vierbeiner einsperren, weil meine unkontrolliert rumlaufende Fellnase keine Kontakte mag? Ich hoffe nicht.

    Ich mag Rücksichtnahme. Die fehlt häufig. Aber um die selbst einzufordern, muss ich mir erstmal selbst meiner Verantwortung bewusst sein und als Beispiel vorangehen.

    Ich auch nicht ... unter bestimmten Voraussetzungen: Der Hund ist Alleinesein gewöhnt, wird vor und nach der Arbeit beschäftigt und bewegt.(Ich hatte auch mal einen Job, wo ich an manchen Tagen 9 Stunden weg war, und das klappte.)

    Bei einem TS-Hund, der nix kennt, vor allem Angst hat und die Sicherherit durch seine Besitzer braucht, ist so lange Abwesenheit der Horror für den Hund.
    Aber Hauptsache gerettet! :dagegen:

    Siehe ganz oben auf Seite 6 - da hab ich das "pauschal nicht zu lang" bereits erklärt, weil ich es eben so sehe. Entweder Lösungen finden oder Finger davon lassen.

    @Teetrinkerin - Naja, das "Retten" tut halt dem Ego gut. Und das Tier hat gefälligst ein bisschen dankbar zu sein und zu funktionieren. Das ist jetzt nicht auf die TE bezogen. Das sehen viele so: Ich habe das Tier gerettet, deswegen ist absolut alles gut, was ich mache. Oder zumindest besser als vorher.

    Mein letzter Pflegekater hat es hier definitiv besser, als bei dem Meth-Süchtigen mit Schizophrenie (sein letzter wirklicher Halter). Aus meiner Perspektive zumindest. Er bekommt täglich Futter und Wasser, hat eine saubere Katzentoilette. Hat sogar Spielzeug. Keiner schreit hier rum, also hat er auch noch seine Ruhe. Reicht, oder?

    Trotzdem hat er wochenlang vor seine Katzentoilette gemacht. Dabei war die doch sauber und ich hab ihn doch gerettet.
    Trotzdem hat er sich vor allem und jedem erschreckt. Dabei sind wir doch so ruhig und vorsichtig.
    Trotzdem hat er von dem "guten" Futter Durchfall bekommen.

    In all diesen Fällen kann ich noch so oft auf "gerettet" rumreiten. Bringt nix. Entweder ich suche Lösungen, die passen, oder ich lass es bleiben. Solange ich die individuellen Bedürfnisse außen vor lasse, komm ich nicht weiter.

    Um auf diesen Stand zu kommen, muss es aber wirklich um das Individuum gehen. Nicht um seine Funktion und das eigene Ego.

    ot: bevor es banjo gab war es bei samira manchmal so das sie dann lange eingehalten hat wenn ich da war. Bevor ich das Haus verlasse gehe ich natürlich mit den Hunden, aber da hat es Tage gegeben, nach dem Motto sie kann ja bescheid sagen wenn sie muss, hab ich den Tag vertrödelt und irgendwann am Nachmittag ist mir dann mal aufgefallen das ich mit dem hund ja noch gar nicht draußen war |) Mit banjo kann mir das nicht passieren :D wobei neun Stunden hällt er für gewöhnlich auch ohne Probleme ein...

    Bei uns gibt es ein zeitliches Grundgerüst: Direkt nach dem Aufstehen, direkt vor dem Zubettgehen und ein- bis zweimal dazwischen. Dass wir erst mittags oder nachmittags rausgehen, würde also nie passieren.
    Aber es gibt ganz oft den Fall, da frag ich die Hunde (ja, ich frage die und die kennen auch "Möchtest du raus?") und dann bekomme ich einen genervten Blick und sie schlafen weiter. Manchmal rennen sie nach der Frage direkt zur Tür. Manchmal zwinge ich sie auch raus, weil ich mir Sorgen um Blase und Nieren mache. Da kommt dann aber eher auch so ein "Ja, pinkel ich halt a bissl wenn du drauf bestehst...."

    Pauschal finde ich das auch nicht extrem. Ich hab Hunde schon unglaublicheres ohne Mühe meistern sehen.Aber nicht sowas nach zwei Wochen im neuen Zuhause. Und schon gar nicht wenn dann auch noch erwartet wird, dass die Stubenreinheit bei neun Stunden Einsamkeit ja wohl nebenbei klappen müsste, sonst Abgabe. Ich hab meinen Post vorhin da bewusst defensiv formuliert. Mein erster Gedanke war "Moin, geht's noch?".

    Deswegen hab ich ja auch in meinem früheren Post darauf hingewiesen, dass in dem Fall schon drei Stunden zu lang sein können (weil Nervosität, andere Gewöhnung, noch gar nicht richtig angekommen, gesundheitlich wurde auch nix abgeklärt...).

    Ich hab mich in meinem letzten Beitrag auch nicht auf dich bezogen. Ich wollte nur nochmal klarstellen, dass ich das zum einen sehr viel verlangt finde in diesem Fall - dass es zum anderen aber nicht in jedem Fall zu lange sein muss.

    Ich arbeite von zuhause aus. Wenn meine Nasen sich eine halbe Stunde nach dem letzten Spaziergang melden, dann gehen wir wieder raus. Den "Luxus" haben sie. Wenn ich länger weg muss, dann gibt es vertraute Gassigänger. Aber dennoch halten sie sehr oft neun Stunden ein - gerade im Sommer. Nicht, weil ich das so will oder reguliere/verbiete, sondern weil sie einfach nicht müssen oder raus wollen. Deswegen mein "pauschal nicht zu lange". Das kann passen. Aber eben nicht in jedem Fall und meist auch nicht ein Hundeleben lang.
    Und im Fall der TE passt es mehr als offensichtlich eben nicht.