Beiträge von straalster

    Und die Kosten dafür trägt echt die Kommune?Ich kenne das nur so, dass das ehrenamtlich gemacht wird bzw. aus Spenden finanziert wird.

    Im Nachbarort wird das so gemacht aber es gibt natürlich immer wieder Konflikte - was ich auch verständlich finde.

    So ne Runde Gift oder ein Schuss ist halt günstiger... Leider. (Hier auch keine Seltenheit)

    Und genau da sehe ich eben auch ein Problem. Freilaufkatzen sind für viele immer noch Wegwerf-Artikel. Die neuen putzigen Jungtiere bekommt man doch an zig Ecken hinterhergeworfen. Da sind Hunde teurer.

    Ohrenmarken können aber gerade bei freilaufenden Katzen durch Kämpfe wieder verloren gehen.
    Wenn dann, ist tätowieren besser.

    Nur: Was würde das konkret ändern an der aktuellen Situation?
    Es würde nur was ändern, wenn diese Einfang-, Kontroll- und Kastra-Aktionen vom Staat bzw. von der Kommune finanziert werden würden.

    Wird es teilweise schon. Zumindest hier in der Gegend gibt es das. Verein fängt, TA kastriert, Verein bringt dann nach der Heilung an den Fundort zurück.

    Ich glaube, das würde gar nicht so oft passieren, dass die gleichen Katzen immer wieder kontrolliert werden - auch ohne Ohrmarke. Außerdem fände ich farbige Kennzeichen im Fell besser als Ohrmarken oder Cuts, da auffälliger und somit besser auch aus größerer Entfernung zu erkennen. Plus: geringere Verwechslungs- und Verletzungsgefahr.

    Sagen wir mal ein Team betreut drei Gebiete: Irgendwann kennen die doch ihre Pappenheimer und die Katzen kennen das Team. Katzen latschen meiner Erfahrung nach auch selten 100 mal in dieselbe Falle.

    Vielleicht werden ja die TÄ mit ins Boot genommen. Wenn jemand mit einer nicht gechipten und nicht kastrierten Katze/Kater in die Praxis kommt und der TA ihn darauf aufmerksam macht, dass Chipen und kastrieren nun verpflichtend ist, der Besitzer das aber nicht möchte, wird der Name ans OA gemeldet, und die kommen dann gucken.

    Sowas hatte ich auch schon mal als Idee aber dann gehen vielleicht noch weniger zum TA?!

    Aber irgendwo müsste eben angesetzt werden und ich glaube, perfekt kann das nicht werden. Nur eben ein Anfang.

    Eine perfekte Lösung gibt es dafür nicht. Und ja natürlich werden ganz viele sagen: "Waasss? Die Katze hab ich hier noch nie gesehen, keine Ahnung, wo die hingehört."

    Hinzu kommt noch: Viele Katzen würden sich von Fremden auch nicht erwischen lassen.

    Dennoch wären Chip, Steuer und Registrieren ein Ansatz. Wer bessere Ideen hat - immer her damit.

    Dadurch wird einfach eine Art Hürde aufgebaut, die so manch einen vielleicht nochmal vor der Anschaffung ins Grübeln bringt und die Verantwortung für dieses Leben deutlicher macht.

    Wird die jeweilige Katze dann nämlich ohne Chip, ohne Registrierung und gegebenenfalls unkastriert draußen erwischt - dann ist die weg.

    @02wotan: Ich glaub dir direkt, dass das bei dir so ist. Es gibt einige besorgte Katzenhalter. Und die bekommt man auch mit. Denn: Die fragen ja rum. Die machen gegebenenfalls auch Aushänge, wenn die Katze nicht mehr nach Hause kommt. Die machen sich also bemerkbar.

    Die Leute, denen die Katze eher nicht so wichtig ist - von denen bekommt man einfach weniger mit. Die kratzt es ja nicht so sehr, wenn der Sofalöwe verschwindet.

    Und natürlich wird sich das durch Steuer, Chippen und Registrierung nicht von heute auf morgen und auch nicht von 0 auf 100 verändern. Aber es gab auch mal eine Zeit, da gab es das bei Hunden nicht. Bei denen ist es bis heute auch nicht perfekt aber meiner Meinung nach besser.

    Hunde werden ebenso unüberlegt angeschafft, nicht angemeldet und bei Bedarf ausgesetzt oder schlimmeres.

    Ich denke, die anständigen KH lassen Freigänger kastrieren, chippen und würden auch Steuern zahlen.

    Ich finde dieses Neidgehabe mancher HH den KH gegenüber zum :flucht: und das nennt man dann Tierliebe.

    Das glaube ich in Betracht der Anzahl nicht so ganz. Wie oft werden Katzen einfach rausgelassen? Wohingegen Hunde durchaus öfter an einer Leiner anzutreffen und damit auch zuzuordnen sind?

    Es hat für mich auch weniger mit dem Neid (ich hab mehr Katzen als Hunde) als mit der Überlegung vor der Anschaffung zu tun - und damit ganz eindeutig mit der Tierliebe und der Verantwortung.

    Es gibt meiner Erfahrung nach sehr viele Menschen, die schaffen sich eher ne Katze als einen Hund an. Weil:

    - Hund - ach, mit dem muss man bei jedem Wetter raus. Bei der Katze machste die Tür auf (und dann ist sie das Problem eines anderen).

    - Hund musst du immer versorgen lassen. Katze kannst du auch im Urlaub mal eben alleine lassen.

    - Katzen stellen das geringere Problem beim Umzug dar. Die werden entweder zurückgelassen oder rausgelassen.

    - Katzen sind halbwild und suchen sich auch mal selbst ein neues Zuhause (- Warum zur Hölle hab ich dann eigentlich so viele hier sitzen, die zu doof dazu waren sich selbst eine neue Unterkunft zu suchen?)

    -Hund musst du halt irgendwie erziehen. Katzen - pff, die lernen doch keine Grenzen.

    Dieses verbreitete Laissez-fair führt bei vielen zu weniger Bindung zur Katze. Damit ist die halt weniger wert und ein Stück weit egal (wird gerne als eigensinnig und selbstständig verkauft). Katzen sind für viele die bequemen Haustiere. Nervt der Vierbeiner? Wird die Tür aufgemacht! Dann kann er draußen weiternerven.

    Natürlich betrifft das nicht jeden Katzenhalter. Es gibt einige, die reißen sich den Poppes für die Samtpfote auf. Aber eine Tendenz gibt es da durchaus.


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    Katzensteuer,warum?

    Kastrapflicht gibts hier teilweise schon, leider nicht flächendeckend.

    Damit sich Leute die Anschaffung besser überlegen, u. a.
    Ebenso wäre ich für ein verpflichtendes Chippen und Registrieren.

    In meiner Gegend werden Katzen sehr schnell angeschafft.
    Kostet der Vierbeiner dann was - weg damit.
    Umzug= Katze wird zurückgelassen.
    Katze richtet Schaden an, jeder kennt den Halter = Halter streitet ab diese Katze jemals gesehen zu haben.

    Seit einer Weile vermute ich, dass Katzen früher oder später juristisch genauso behandelt werden wie Hunde. Eventuell strenger.
    Eben, weil der aktuelle Status so gerne und so weiträumig ausgenutzt wird.

    So als Beispiele:

    Unkastrierte Tiere werden unkontrolliert rausgelassen.
    Besitzer: Mein Tier wollte raus - was sollte ich denn machen?!

    --> Keine Frage, Katzen können dabei nervtötend sein ohne Ende. Aber ohne Kastration (und ja, das kommt deutlich öfter vor als manche das wahrhaben wollen) rauslassen? Muss das sein? Hab ich die Verantwortung für dieses Tier übernommen oder der Halter?


    Besitzer: Eine Katze nur in der Wohnung zu halten ist nicht artgerecht.

    Ich fand es bei meinen Kaninchen, Mäusen und finde es bei meinen Hunden auch nicht artgerecht. Deswegen haben die Freilauf in gesicherten Gebieten. Wechselnde Ausstattung auf dem Balkon. Klettermöglichkeiten, Bäume, Spaziergänge an der Leine, eingezäunte Gebiete, wechselnde Spielzeuge, abgesicherter Garten, Training als Beschäftigung.

    Ja, das geht nicht mit jeder Katze. Das geht auch nicht in jeder Nachbarschaft. Ich hab nicht umsonst mehr als 100 Tiere an passende Stellen vermittelt, weil das eben hier nicht passt. Und wenn es partout nicht passt, dann muss ich von meinem Tierwunsch absehen oder aber einen Kompromiss finden. Dann kann ich nicht alle anderen und ihre Tiere dazu erziehen, dass sie meinen Vierbeiner in Ruhe und gewähren lassen.


    Und dann die Beschwerden...

    Ich hatte Mäuse und Kaninchen, die haben aufs Wort gehört. Die haben teilweise mit im Bett geschlafen, haben zwischen Katzen und Hunden gepennt und sich an ihren Bäuchen eingekuschelt. Hätte ich die mal eben laufen lassen - die wären definitiv zurückgekommen. Kann ich deswegen erwarten, dass alle anderen Rücksicht auf die nehmen? Nope. Wären die von Hund, Katze, Fuchs, Raubvogel gerissen worden, einem Auto zum Opfer gefallen, hätten Gift aufgenommen - keiner hätte dafür gerade stehen müssen. Und auch dann hätte es mir nichts gebracht. Denn sie waren ungesichert und möglicherweise auf Grundstücken von anderen unterwegs.


    Ich möchte meine Tiere nicht in diesen riskanten Situationen wissen. Deswegen sichere ich sie. Meine Kinder lasse ich auch nicht mal eben über die Straße rennen oder auf der Straße spielen, weil sie das gerade so mögen. Ich biete Alternativen.

    @Dackelbenny
    @flying-paws

    Deshalb hatte ich auch geschrieben: "so liest sich das" - in deinem Beitrag ist nichts von zusätzlicher Lösemöglichkeit im Garten, die dann gegeben sein muss, zu lesen.
    Es gibt ja auch Hundehalter, die keinen Garten haben oder diesen nicht als Lösemöglichkeit anbieten.

    Anmerkung: Ich KENNE Menschen, die keinen Garten haben und nur zwei Mal am Tag mit ihrem Hund gehen ... vielleicht bin ich deshalb ein wenig überempfindlich.

    Auf die Füße treten wollte ich dir damit nicht, sorry.
    Ich fand es nur wichtig, auf weitere Lösungsmöglichkeiten hinzuweisen, die dem Hund angeboten werden müssen.

    Bei mir ist Gassigehen = Löserunde. Bei mir kann "Hunderunde" genauso bedeuten, dass ich nur mal so 5 bis 20 Minuten rausgehe, die die Nasen brauchen um Nase und Darm zu leeren oder das wir ne Stunde und länger unterwegs sind.

    Also wenn sich manche hier schon an der Semantik aufhängen wollen: @Joke50 schrieb von bis zu drei kurzen Runden und einer längeren am Nachmittag. Klingt für mich nach dreimal Lösen und einem Spaziergang. Davon würde ich definitiv nicht darauf schließen, dass das Programm zu straff ist. Da würde ich erstmal nachfragen, in welcher Umgebung das Programm passiert, welche Reize und Herausforderungen auf den jeweiligen Strecken zustande kommen usw.
    Anderenfalls finde ich die Beurteilung "zu straffes Programm" sehr uninformiert und voreilig.