Ja, direkt von Anfang an. Sowohl die Besitzer als auch ich wurden gefragt, ob wir das wollen. Keiner hatte was gegen meine Anwesenheit. Ich war immer mit dabei, kannte die Tiere teilweise schon lange (Dorf halt) und wenn der Besitzer dabei blieb, hab ich unter anderem auch einfach Taschentücher parat gehalten.
Wenn sich jemand dann noch in Ruhe und allein verabschieden wollte, wurde das Behandlungszimmer von allen verlassen und war so lange für andere geschlossen, bis der Halter so weit war.
Es gab auch einige Tiere, da haben die TÄ und ich mitgeweint.
Teilweise wurde die Euthanasie im Garten/Haus/Wohnung vorgenommen, damit das Tier keinen Stress und keine Angst mehr hat.
Es gab aber eben auch einige, die wollten gar nicht dabei sein. Das Tier dann allein zu lassen hätte ich schlimm gefunden.
Oder ein Fall ist mir immer noch sehr präsent: Grundschulkind mit geliebtem Hamster. Der musste immer alleine zum Tierarzt gehen mit dem Hamster, weil das kleine Vieh nicht zählte (in den Augen der Eltern). Auch zum Einschläfern kam der Junge alleine... Das tote Tier sollte er bloß nicht wieder mit nach Hause bringen, dass soll gleich beim TA weggeworfen werden. Das tränenüberströmte kleine Kind alleine in dieser Situation... Super. Nicht.
Der Knirps wurde getröstet, der Hamster sehr behutsam begleitet und alles erklärt (das er erstmal schläft und ihm jetzt nichts mehr wehtut) und im Anschluss wurde von mir eine Box ausgekleidet, Blumen geholt und er konnte sich verabschieden. Ich hab den Knirps nach Hause gebracht - wie viel Prass ich auf die Eltern hatte, brauche ich nicht zu erwähnen, oder?