@katoba - Hui, ihr wisst nicht, wie ihr weitermachen sollt - frag mal euren Hund, wie er das so findet. Das klingt nach Vorwurf, soll aber einfach zum Denken anregen und es euch ermöglichen, die Perspektive zu wechseln.
Im letzten Jahr hatte dieser Hund sehr wenig Zeit an frischer Luft. Ich vermute jetzt mal, die Zeit draußen sind reine "Löserunden". Sie dienen also nur dazu, Blase und Darm möglichst schnell zu leeren. Der Hund ist aber sehr jung und sollte eigentlich auch mal etwas kennenlernen dürfen. Schnüffeln, toben, rennen, mal den Kopf anstrengen. Sofern ihr dem Vierbeiner nicht in der Wohnung Auslastung bietet, ist das dem Hund gegenüber sehr unfair.
Vermutlich habt ihr da auch nach Größe entschieden. Der Kleine braucht ja nicht so viel Bewegung. Kann das sein?
Ich sehe in dieser Situation nicht nur das Pippi-Problem, sondern ein allgemeines Problem der Hundehaltung und der Kommunikation zwischen Mensch und Hund.
Euer Hund muss mal. Punkt. Ihr könnt nicht mehr, weil er immer reinmacht - euer Hund kann nicht mehr einhalten. Beides nicht schön. Ich für mich weiß aber schon mal, was ich schlimmer finde und in welcher Lage ich definitiv weniger sein möchte.
Ihr habt einen jungen Hund geholt. Lastet den aus, fordert den. Bitte! Tricks beibringen geht auch im Sitzen. Spielrunden, Gassigeher oder Einzelstunden bei einem Trainer organisieren geht auch im Sitzen.
"In der Box hält der Vierbeiner länger aus" - eventuell will der Hund nicht in seinem Urin liegen. Eventuell ist er nachts auch ruhiger und die Blase drückt dadurch weniger.
Wenn du schwerbehindert bist, kennst du Einschränkungen doch nur zu gut. Dadurch solltest gerade du dich sehr gut in die Lage deines Hundes versetzen können. Nutze die Perspektive, die du haben kannst.