Beiträge von straalster

    Mich fasziniert dieser Wunsch nach (staatlicher?) Regulierung und Zwängen immer wieder.
    Es gibt doch schon Vorgaben und Regelungen, woher kommt dieser Wunsch nach noch mehr, noch strenger, noch enger?

    Der entsteht aus dem Wunsch nach Sicherheit, glaube ich. Sicherheit vor Qualzuchten und sinnloser Vermehrung zum Beispiel.

    Das Blöde daran ist: Wer Schindluder treiben will, wird Schindluder treiben. Der wird auch bei noch mehr Regeln einen Weg finden, das zu tun.

    Aufgrund der Anzahl an Tieren stehen hier diverse Wasserschüsseln in diversen Räumen. Morgens und abends tausche ich sie gegen saubere, frischgefüllte Schüsseln. Zwischendurch fülle ich manchmal noch auf, wenn eine leer ist und ich das gerade sehe oder mir Bescheid gesagt wird.

    Der Dicke läuft gerad zur nächstgelegenen Schüssel. Kommt zurück. Schaut mich pikiert an. Grummelt (=sagt Bescheid, dass die Schüssel leer ist). Ich hab mich gewundert, weil ich die gerade erst alle frisch gefüllt habe.

    Da liegen in der Schüssel drei Brotscheiben zum Einweichen. Herr Kater hat also mal wieder Brot geklaut und bereitet es für das Mittagessen vor.
    Herr Hund konnte daraus natürlich nun unmöglich trinken und bis zur nächstgelegenen Wasserschüssel laufen ging auch nicht, die ist immerhin fast sechs Meter entfernt...

    @Aoleon: Das war von mir auch nur gesponnen und zwar, weil ich sehr viele kenne,

    da, muss der Hund das und das, weil ist doch die und die Rasse.
    da ist der Hund ein Kampfhund, weil ist doch so ne Kampfhundrasse.
    da muss es ein Rassehund sein, weil der gerade im Trend ist - da wird auf deutsch gesagt auf die Gesundheit und Eigenschaften geschissen.

    Wie gesagt bin ich aber nicht gegen Rassen und mein Einwurf war eben nur Wunschvorstellung. Nix anderes.

    @katoba - Hui, ihr wisst nicht, wie ihr weitermachen sollt - frag mal euren Hund, wie er das so findet. Das klingt nach Vorwurf, soll aber einfach zum Denken anregen und es euch ermöglichen, die Perspektive zu wechseln.

    Im letzten Jahr hatte dieser Hund sehr wenig Zeit an frischer Luft. Ich vermute jetzt mal, die Zeit draußen sind reine "Löserunden". Sie dienen also nur dazu, Blase und Darm möglichst schnell zu leeren. Der Hund ist aber sehr jung und sollte eigentlich auch mal etwas kennenlernen dürfen. Schnüffeln, toben, rennen, mal den Kopf anstrengen. Sofern ihr dem Vierbeiner nicht in der Wohnung Auslastung bietet, ist das dem Hund gegenüber sehr unfair.

    Vermutlich habt ihr da auch nach Größe entschieden. Der Kleine braucht ja nicht so viel Bewegung. Kann das sein?

    Ich sehe in dieser Situation nicht nur das Pippi-Problem, sondern ein allgemeines Problem der Hundehaltung und der Kommunikation zwischen Mensch und Hund.

    Euer Hund muss mal. Punkt. Ihr könnt nicht mehr, weil er immer reinmacht - euer Hund kann nicht mehr einhalten. Beides nicht schön. Ich für mich weiß aber schon mal, was ich schlimmer finde und in welcher Lage ich definitiv weniger sein möchte.

    Ihr habt einen jungen Hund geholt. Lastet den aus, fordert den. Bitte! Tricks beibringen geht auch im Sitzen. Spielrunden, Gassigeher oder Einzelstunden bei einem Trainer organisieren geht auch im Sitzen.

    "In der Box hält der Vierbeiner länger aus" - eventuell will der Hund nicht in seinem Urin liegen. Eventuell ist er nachts auch ruhiger und die Blase drückt dadurch weniger.

    Wenn du schwerbehindert bist, kennst du Einschränkungen doch nur zu gut. Dadurch solltest gerade du dich sehr gut in die Lage deines Hundes versetzen können. Nutze die Perspektive, die du haben kannst.

    Eine Welt ohne Rassehunde.... hm. Stell ich mir gar nicht soo schlecht vor in meinem Kopf und als "Ideal".
    Erwartungen an Hunde wären vielleicht eben so gering wie an Katzen. Man weiß ja nicht, was drin steckt und was man erwarten darf. Bzw. wären Halter vielleicht offener und würden individueller auf die Tiere eingehen. Bei einem Kind weiß ich ja auch nie, was ich bekomme. Kann mir noch nicht einmal das Geschlecht aussuchen. Da nehme ich, was ich bekomme. Was da jetzt an Veranlagung durchschlägt :ka:

    Ich hab durchaus meine bevorzugte Rasse aber hier auch sehr unterschiedliche Vertreter davon sitzen.

    Vielleicht gäbe es mal ein Ende der hohen Erwartungen an Hunde.

    Was nicht heißt, dass ich gegen Rassen bin. Aber ich sehe auch die Nachteile davon.

    Hallo @esena: Versetz dich erstmal in JJs Lage, damit das Verhalten vielleicht nicht mehr ganz so frustriert - vielleicht fallen dir dann selbst noch Maßnahmen ein, die helfen könnten.


    Neue Umgebung - draußen und drinnen. Und der Hund hat keine Ahnung warum. Eventuell reicht es ihm jetzt langsam im Urlaub und er würde gerne wieder nach Hause, weil er nicht versteht, dass ihr jetzt da wohnt.
    Hat er eine Ruhe-Ecke mit vertrauten Sachen? Sein Bett, sein Ball, sein Lieblingskissen?

    Nach einem Umzug steht die Welt ja erstmal für eine Weile Kopf. 3 Wochen ist da noch keine Zeit, in der jemand so richtig wirklich ankommt. Seid ihr vermutlich auch noch nicht. Man sucht noch nach dem Lichtschalter, während man im alten Zuhause im Stockdunkeln und im Halbschlaf ohne nachzudenken jeden Raum in und auswendig kannte.
    Manche Kiste ist noch nicht ausgepackt. Man sucht noch häufig dieses oder jenes oder macht die falsche Schublade auf, weil das bis vor drei Wochen eben jahrelang anders war.
    Das kann sich auch auf euch auswirken. Vielleicht findet ihr die Spaziergänge gerade schön und entspannend (Auszeit vom Umzugstress und selbst die neue Umgebung erkunden) und Zuhause warten dann zig Aufgaben und Kartons und Termine mit Handwerkern und Vorbereitungen für den Winter und alles, was ein Haus eben mit sich bringt. Und genau die potentiell damit verbundene Anspannung kann sich auch auf JJ übertragen. Kann, muss nicht so sein.


    Ich würde erstmal vermuten (ohne eure Situation zu kennen): Es ist alles neu, die Spaziergänge sind länger = mehr und vor allem neue Eindrücke = euer Hund ist eventuell durch, kann im neuen Zuhause noch nicht entspannen und möchte nach Hause. Vielleicht hilft es, wenn ihr ihm Sicherheit gebt. Mehr kuscheln. Eigener Ruhebereich (kann auch auf der Couch sein, wenn da seine Lieblingsdecke hingelegt wird). Routine im Tagesablauf einführen und vielleicht zunächst die Spaziergänge auch routinieren. Also nicht jeden Tag eine neue Strecke, sondern erstmal ein bis zwei Runden, bis er die gut geht, dann mal etwas ausdehnen, dann mal wechseln.
    Möglicherweise ist es gerade einfach zu viel des Neuen. :ka:

    Wir haben solche:

    und nehmen entweder Slipeinlagen oder Tena Lady. Trägt sich bequem, lässt sich einfach anziehen und wird auch gut angenommen. Geruch kommt eigentlich nur zustande, wenn die Einlagen nicht oft genug gewechselt werden, das Fell besudelt ist und nicht gewaschen wird oder die Schutzhose mal eine Wäsche benötigt.


    Meine braucht das nicht, die putzt sich sehr zuverlässig und blutet wenig. Aber in der Familie gab/gibt es einige, die das gar nicht machen oder sich putzen können, wie sie wollen und trotzdem ziehen sie eine Spur hinter sich her oder laufen in der Nacht aus.