Beiträge von straalster

    Huch, zu zeitig geschickt.

    Um auf den Punkt zu kommen: Es ist völlig egal, ob Katzenkrallen Kratzer auf dem Autolack hinterlassen oder nicht. Wenn ein Autobesitzer meint, das waren Katzen und dann Gegenmaßnahmen ergreift - dann ist unter Umständen auch eine unschuldige Freigängerkatze dran. Die muss noch nie auf ein Auto gesprungen sein und würde trotzdem verletzt/vergiftet was auch immer. Das kann ich als liebender Halter nur verhindern, wenn ich meine Katze sichere.

    Mir sind Kratzer wirklich fürchterlich egal. Auch, wer an meine Reifen pinkelt interessiert mich nicht :ka:
    Solange ich es nicht merke sowieso und wenn ich es merke: ob das jetzt Katze, Marder, Waschbär war oder ein Hund oder oder oder. Es interessiert mich nicht. Beweisen und nachweisen kann ich es höchstens, wenn ich mein Auto / Grundstück die ganze Zeit filme. War es dann ein Waschbär, hab ich keinen verantwortlichen Halter. War es eine streunende Katze, hab ich auch keinen verantwortlichen Halter.

    Das tut aber gar nix zur Sache. Solange ich mir ein Tier anschaffe und mir an diesem Tier wirklich etwas liegt, muss ich es kontrollieren, um es vor anderen und andere vor ihm zu schützen. Klingt doof. Ist aber so.

    Ob das Tier tatsächlich Schaden anrichtet oder nicht, ist oftmals vollkommen nebensächlich. Wenn es jemanden ankotzt, dass er Schaden am Auto, Pfotenabdrücke auf dem Balkon oder Kot im Garten hat, dann wird derjenige vermutlich entsprechende Maßnahmen ergreifen. Könnte für mein Tier richtig übel ausgehen.
    Bei meinem Hund mach ich ne Leine dran, um sowas zu verhindern.
    Bei Kühen, Ziegen, Schafen, Kaninchen und Meerschweinen mach ich einen Zaun um den Auslauf.
    Ein Kind nehm ich an die Hand, bis es gelernt hat, sich sicher in der Umgebung zu bewegen und weder sich selbst noch andere in Gefahr zu bringen und Eigentum anderer nicht zu beschädigen.

    Das kann ich bei meinen Haustieren nicht sicherstellen, wenn ich sie im Freien ungesichert aus den Augen lasse. Ich kann einer Katze nicht erklären, dass sie gerade Sachbeschädigung betreibt. Ich kann aber verhindern, dass sie das überhaupt kann. Damit nehme ich einerseits Rücksicht auf andere - so wie ich das mir gegenüber auch gerne hätte. Und andererseits schütze ich mein Tier.

    Ich verstehe alle, die sich aufregen - würde es mir passieren (egal ob mir, Kindern oder Tieren) wäre ich angesichts der bereits vorhandenen Auflagen stinkwütend. In meiner Nachbarschaft gab es ja bereits drei ähnlich gelagerte Fälle. Zwei in der gleichen Familie. Einer, der seinen 70 kg Hund in keinster Weise kontrollieren konnte. Auflagen vorhanden. Daran gehalten wurde sich allerdings schon aus Prinzip nicht.
    Die Hunde sind alle drei ganz plötzlich an mysteriösen Krankheiten gestorben, als die Post vom Amt zunahm... :hust:

    So leid es mir um die Hunde tut, ich bin froh, wieder aus dem Haus zu können, ohne ständige Angst im Nacken.


    Ich verstehe aber auch das "Schönreden", das zu der Situation geführt hat.
    Der Hund der TE hat im ersten Fall keinen Menschen angefallen, sondern während eines Kampfes einen Menschen "erwischt". Das wirkt deutlich weniger bedrohlich und führt dazu, Situationen zu unterschätzen bzw. Gefahren falsch einzuschätzen.
    Der Hund sollte Gras fressen können und dann kam eins zum anderen. Mit falschen Entscheidungen.
    Hätte auch passieren können, wenn sich der Hund erbrechen muss, der Maulkorb deswegen abgenommen wird und die Leine nicht mehr sicher in der Hand ist - so zum Beispiel.


    Für die Zukunft gibt es eigentlich ganz einfache Lösungen:

    Gras gibt es drinnen. Ist sowieso sicherer - auch für den Hund.
    In beengten Bereichen, wenn ein Ausweichen nicht möglich ist --> Rückzug antreten oder gegebenenfalls den anderen Hundehalter bitte, nochmal zurückzugehen, damit man passieren kann, ohne Begrüßung an oder ohne Leine.
    Maulkorb immer drauf lassen. Auch nicht "nur mal kurz" abnehmen.

    Ich heiße es nicht gut, was da passiert ist. Aber von außen und im Nachhinein ist man immer schlauer. Und diese Erkentnisse sollte man nutzen, um es nicht wieder passieren zu lassen.

    3. Ich glaube den Anwalt spare ich mir - zumindest vorerst. Die Sachlage ist nun mal wie sie ist. Und da kann ein Anwalt auch nichts dran ändern, oder?

    An der Sachlage kann er natürlich nichts ändern aber auf alles, was jetzt kommen könnte einwirken. Daher würde ich daran auch definitiv nicht sparen. Manchmal reicht schon eine Beratung, ein Schreiben, um Schlimmeres abzuwenden - weiß man als Laie jedoch eventuell nicht.

    @ma.thilda: Nur kurz zur Versicherung - selbst wenn du eine hast, musst du erstmal beim TA zahlen und kannst es dann bei der Versicherung einfordern. Bezahlt wird da aber auch schon längst nicht mehr alles und manchmal muss man sich ganz schön streiten.

    Eigentlich fand ich die Versicherung auch mal sinnvoll, habe dann aber davon abgesehen. Ich nehme stattdessen das Geld, das ich monatlich für die Versicherung bezahlen würde und lege einen Teil davon bar ins Tierarzt-Portemonnaie und der Rest kommt auf ein Sparkonto. Ist ein fester Dauerauftrag, sodass ich es nicht vergessen kann.

    Vielleicht wäre das auch was für dich?

    Bei mir ist es durchaus sinnvoll, denn wenn ich monatlich für neun Tiere eine Rundum-Versicherung bezahlen würde und spätestens beim Tod eines Tieres ist das Geld weg.... Wäre nicht so clever.

    @ma.thilda: Die Anfälle würde ich dringend abklären lassen. Dringend!
    Wer weiß, was dahinter steckt. Normal ist das auch bei Hunger und bloßer Aufregung definitiv nicht.
    Ein Filmen des Anfalls könnte wie erwähnt hilfreich sein.


    Wenn das abgeklärt wurde: Überfütter den Hund - aber gesund. Du weichst das Futter ja schon ein und gibst Nassfutter. Das ist ein wunderbarer Anfang.
    Wasserreich, viele Ballaststoffe - TroFu würde ich lassen (bzw. langsam davon weg kommen). Er sollte direkt beim Fressen satt werden und nicht zeitversetzt, wenn das TroFu aufquillt. Es kann und wird sehr wahrscheinlich passieren, dass er in der ersten Zeit erbricht / sich überfrisst. Wer das aushält, hat dann meistens weniger verfressene Hunde.

    Aber in erster Linie würde ich das medizinisch abklären lassen. Nicht, dass da eine Krankheit dahinter steckt.