Beiträge von straalster

    Es ist zwar schon ein paar Seiten her, aber das Böller-Thema wird für mich wieder aktueller und ich finde diese "bleib doch selbst mal ruhig, dann klappt es auch bei den Tieren"-Haltung wirklich witzig.

    Bis vor kurzem neun Tiere - Hunde und Katzen - im Haushalt.

    Von diesen neun im Rudel interessiert es 6 überhaupt nicht die Bohne, ob gerade was knallt. Nummer 7 möchte am Fenster sitzen und zuschauen, wenn Raketen explodieren.
    All diese sind mit einer Hündin aufgewachsen bzw. hatten sie als Hauptbezugstier, die ab dem 7./8. Lebensjahr panische Angst vor Feuerwerk, Gewitter, Bohren, Hämmern und dann auch vor den Geräuschen der Küchenmaschine hatte. Zuvor hat sie das null interessiert. Es gab keinen blöden Vorfall. Ich war zu Silvester nicht plötzlich angespannter als sonst. Für mich war das sehr überraschend. Zumal es sich auch noch zugespitzt hat und plötzlich sehr viele Geräusche problematisch waren.

    Bei ihr war die Panik so schlimm, dass sie aus dem Zittern nicht rauskam, erhöhte Temperatur bekam, die Zunge bedenklich anschwoll und teils sogar gegen Türen und Wände rannte, unter sich machte. Ansprechbar? Fehlanzeige. Futter geben? Keine Chance.

    Ein Tier hat es manchmal und manchmal auch nicht, dass sie ängstlich genug wird, um unter sich zu machen. Manchmal interessiert sie das Geböllere aber auch gar nicht.

    Ein Tier, dass diese Panik nie vorgelebt bekam, reagiert ähnlich schlimm wie die Hündin und ist gerade mal 2,5 Jahre alt. Anfangs alles gut. Kein schlimmes Erlebnis mit Böllern. Und dennoch ist die Panik da.

    Wie jetzt 8,5 Tiere im selben Haushalt die Ruhe selbst sein können und eins schiebt Panik, wenn ich doch nur mal selbst ruhig bleiben müsste :ka:

    Hinzu kommt noch: Feuerwerk an Silvester ne halbe Stunde? :lachtot: Schön wäre es. Und ich wohne nicht mitten in der Großstadt, sondern ländlich ganz am Rande von Leipzig.


    Morgens bis frühen Abend gehen die kleinen Kinder böllern. Teils werden Feuerwerkskörper direkt vom Balkon geworfen - ob darunter jemand langläuft oder nicht - oder knallen gegen meine Fenster. Die einzige relativ sichere Ruhezeit an diesem Tag bekommt man kurz vor Mitternacht, weil dann die meisten das neue Jahr einzählen.
    Übel ist es bis vier. Danach wird das Knallen weniger ist aber nicht weg.
    Eine Woche davor und eine Woche danach muss immer noch mit häufigem Knallen gerechnet werden.
    Mein Nachbar zündet zudem gerne mal noch in den folgenden Monaten so zwischen zwei und vier Uhr morgens Böller. Dazu gibt es Feuerwerk auf Partys, nach dem Gewinn von Wettkämpfen, Nachstellung der Völkerschlacht, Pyro Games.... Das Ganze ist also "ein bisschen" mehr und öfter als eine halbe Stunde an Silvester.

    meine psyche ist erst seit februar fragil weil mein hund, mein leben gestorben ist. ohne hund ist bei mir alles weg ich kann nicht mal alleine aus dem haus. ein hund ist therapiehund für mich.

    meine gesundheit ist vom hund abhänhig. ich bin zusätzlich depressiv veranlagt, war suizidal wo mein erster hund mich von geheilt hat, ich habe keinerlei kontakte mit anderen menschen außer internet familie und meinem freund da ich auch da psychich erkrankt bin. und seit februar bis jetzt ist es einfach wieder so schlimm dass ich sage hund oder ich kann auch gleich vorn zug

    Du warst suizidal aber dein erster Hund hat dich geheilt. <-> Deine Psyche ist erst seit dem Tod des Hundes fragil.

    Magst du dich kurz entscheiden, ob dein Hund dich geheilt hat oder sein Tod überhaupt erst Auslöser für die fragile Psyche war?

    Du widersprichst dir da stark.

    Jedoch ist die Beurteilung meines gestundheitszustandes meine eigene sache.


    Ich hab für diese Beurteilung Mediziner, die Testergebnisse lesen und bewerten können, über Ausbildung und entsprechendes Wissen verfügen.

    Und das Rumpochen auf dem ersten Hund... Hm. Wie es dem ging kann doch auch keiner beurteilen. Du hast kritisiert, was mit diesem Hund alles nicht ging. Sagt nix über seine Zufriedenheit aus.

    Ich beschreibe mal kurz eine Situation, die ich mehrfach so oder ähnlich erlebt habe.

    Eines meiner Pflegetiere, wurde von einem Halter mit psychischer Erkrankung angeschafft. Sogar seine Ärzte rieten dazu, dass er sich wieder ein Tier zulegt. Es wäre gut für ihn, wieder Verantwortung zu übernehmen.

    Die Betreuerin bat mich um Gespräch und Einschätzung der Situation.

    Nach dem Gespräch habe ich strikt davon abgeraten, ein Tier in diese Situation einzubringen. Die Basis war einfach nicht vorhanden. Finanziell hätte keine Möglichkeit bestanden, dass Tier medizinisch auch nur einigermaßen abzusichern. Laufende Kosten (Futter z.B.) waren schon schwierig. Betreuung im Falle von Krankheit, Krankenhausaufenthalten oder sonstigen Problemen nicht vorhanden.
    Dazu kam noch, dass der Halter eben diese Wunschvorstellung hatte - ich hole mir ein Tier und das rettet mich und dann wird alles besser. Ich bin wieder motiviert und habe Gesellschaft, bin gezwungen, raus zu gehen.

    Ich schlug vor, zunächst vermehrt Kontakt zu Tieren zu haben und sozusagen in Teilzeit Verantwortung zu übernehmen. Also Gassigänger für das Tierheim, als ehrenamtlicher Helfer im Katzenschutz - aber nein, nein, es musste ein eigenes Tier sein. Ansonsten wird das verzogen, man kann nicht die gewünschten Pläne damit umsetzen, es liegt nicht zuhause im eigenen Bett.

    Dieser und alle anderen ähnlichen Fälle endeten darin, dass Hals über Kopf ein Tier angeschafft wurde - und keinen Monat bei dem jeweiligen Halter blieb. Dafür aber im Anschluss einen ordentlichen Schaden hatte und kaum noch zu vermitteln war.

    Die Verantwortung für ein Tier kann maßlos überfordernd sein, wenn bereits psychische Probleme bestehen. Gibt es dazu noch nicht einmal ein rudimentäres Netzwerk, das Halter und Tier abfängt, dann wird damit weder Mensch noch Tier ein Gefallen getan. Und es ist dem Tier gegenüber einfach nicht fair.

    Es gibt so viele Möglichkeiten, für Tiere da zu sein, ihre Gegenwart zu genießen und davon zu profitieren. Es muss und kann nicht immer das eigene sein.

    Ich habe es so empfunden, dass die Empfehlungen Richtung erwachsenem Hund gingen, obwohl auch da die Startvoraussetzungen eher mäßig sind. Damit wollte ich nicht die kritischen Beiträge unter den Teppich kehren.

    Gibt schon einige konstruktive Hinweise. Nicht nur in die Richtung, dass ein erwachsener Hund besser wäre. Auch bei diesem fände ich eine Eingewöhnungszeit von max. Freitag nach der Dialyse bis Montag vor der Dialyse übrigens zu kurz, um ihn mal eben 4-5 Stunden allein zu lassen.
    Auch die finanzielle Seite wurde mehrfach angesprochen. Ebenso wie die psychischen Probleme.

    Das kann funktionieren, wenn die Rahmenbedingungen im Vorfeld geändert werden. Da muss ein verlässliches, soziales Netzwerk geschaffen werden - das derzeit nicht existiert.

    Interessant, dass hier die Mistgabeln bis jetzt in der Scheune geblieben sind :pfeif:
    Ich finde, wenn man sich keinen Sitter/ Gassigänger leisten kann und die Familie weit weg wohnt, dann ist das mehr als suboptimal, noch dazu mit Welpen. Einerseits möchte viel mit dem Hund gearbeitet werden, andererseits sind die meisten erwachsenen Tiere, die ein Zuhause suchen "verzogen" und problematisch.
    4 bis 5 Stunden alleine von hier auf jetzt in ein paar Tagen, nach Umzug und neuem Besitzer? Keine Eingewöhnungszeit? Klingt für mich nicht sehr durchdacht in Bezug auf das Tierwohl ( ich gehe übrigens auch mehrere Stunden am Tag aus dem Haus, darum geht es nicht).

    Das wurde doch schon angemerkt. Zum Beispiel von mir, vor ein paar Seiten.

    @Azurblue: Genauso wie du suchen auch andere Leute immer mal nach Betreuungsmöglichkeiten bzw. Gassigeher. Meld dich doch einfach mal als Gassigeher an - vielleicht sogar im Tierheim. Vielleicht lernst du dabei noch ganz andere Rassen kennen, an die du bisher noch gar nicht gedacht hast - aber auf jeden Fall kommst du erstmal raus und wieder in Kontakt zu Hunden und Menschen.
    Auch wenn du selbst erziehen willst, das wäre doch erstmal wieder ein guter Anfang und eine Grundlage, um dir ein soziales Netz aufzubauen. Wenn dann dein Hund einzieht, hast du die Betreuung so sehr viel einfacher geregelt und bis dahin bist du nicht hundelos.

    Weil Kleinsthunde sind ja in der Regel unproblematisch

    Die TE hat 1 - in Worten EINEN - Kleinsthund seit einem Jahr. Der Hund ist jetzt neun, war also wohl auch schon etwas ruhiger. Sie ist zuvor mit Hunden aufgewachsen. Das heißt, sie musste für diese Familienhunde nicht selbst die Verantwortung tragen und da sie 37 ist, dürfte das letzte Zusammenwohnen mit Hunden schon ne Weile her sein. Wirkliche Erfahrung vor allem mit schwierigen Hunden, sehe ich da in keinster Weise.

    Und es ist ein Unterschied, ob ich einen schwierigen Chi-Zwergpinscher-Mix an der Leine habe, den ich notfalls auch mal auf den Arm nehmen kann. Oder ob ich einen 15, 20, 25 Kilo Hund zusätzlich zu meinem Kleinsthund an der Leine habe, der starken Jagdtrieb hat, Angst hat und beißt etc.

    Und da sich die TE ja auch schwierige größere Hunde ausgesucht hat, wirkt das Ganze eben unüberlegt und selbst überschätzend.

    Das TH bietet übrigens auch einen Suchfilter an, wo man schauen kann, welche Hunde mit anderen Hunden verträglich sind und in der Stadt wohnen können. Den Filter scheint die TE aber nicht angeworfen zu haben.

    Einmal ist es vielleicht das Verantwortungsbewusstsein und einmal, ob derjenige zwar angibt ein Auto zu haben (beispielsweise um zum Tierarzt zu kommen, wenn das mit den Öffentlichen in der Gegend eher schlecht geht), aber er den in absehbarer Zeit erstmal für ne Weile abgeben kann. :ka:

    Ich würde einfach mal fragen, was der Sinn hinter dieser Frage sein soll. Das würde mich schon interessieren.

    Die Liste finde ich aus mehreren Gründen problematisch. Sie lässt auf eine gewisse Wahllosigkeit schließen - wenn ALLE 23 Favoriten sind. Man kann natürlich sagen "optisch finde ich diese 23 am schönsten". Okay. Aber "Jeden dieser 23 würde ich direkt mit nach Hause nehmen". Ähm... Da springt einem die Unerfahrenheit und Selbstüberschätzung doch direkt ins Gesicht.

    Diese Liste kostet die Pfleger Zeit, die sie vermutlich nicht im Übermaß haben. Anstatt zu sagen "ich suche einen Zweithund, das und das kann ich bieten - welcher Hund würde eventuell passen?" - soll die Pflegerin zu jedem der insgesamt 24 Hunde erklären, warum der nicht passt. Obwohl einige Punkte ja auch schon in den Texten erwähnt werden.
    Das deutet auch darauf hin, dass sich die Interessentin entweder nicht wirklich gut informiert zu haben scheint oder die Probleme grandios unterschätzt. Beides nicht die besten Voraussetzungen, finde ich.

    Bisher hatte sie einen Kleinsthund. Da kann noch gar nicht so viel Erfahrung vorhanden sein, dass man sich einen schwierigen Hund so "nach dem Bauchgefühl" zutrauen sollte. Und dann auch noch "ganz egal welches Problem - ich stelle mich der Herausforderung". Wohlgemerkt mit Vollzeitjob (?) und älterem Kleinsthund, der gerade mal ein Jahr bei ihr ist.

    Da deutet einfach ganz viel auf unüberlegtes Handeln hin.

    Und es wäre nochmal was ganz anderes, wäre die Liste als Erleichterung für die Pfleger gemeint gewesen. "Ich hab hier die Liste mit den Suchergebnissen von Stadthunden, die andere Hunde mögen mal mitgebracht. Von denen würden mich X, Y und Z interessieren. Könnte ich die vielleicht kennenlernen /könnten die passen?"

    Ich drücke euch allen die Daumen, dass es nicht so übel wird.

    Herr Hund ist bei Feuerwerk die Ruhe selbst, die Chefin hat also Ruhe vorgelebt bekommen - hat aber selbst starke Angst. Wenn es los geht verkriecht sie sich aber nicht, sondern muss auf mir drauf sein. Dabei ist sie sonst kein Kuschelhund.

    Das war im Oktober echt ein Spaß. Aus mir unerfindlichen Gründen wurde das Schlachtfeld von der Nachstellung der Völkerschlacht noch näher an unser Haus verlegt. Über Stunden hinweg im Sekundentakt mit Kanonen geschossen. Die Fenster haben geklirrt und das Wasser hat im Glas Wellen geschlagen.

    Dazu haben wir auch so ständig Feuerwerk. Privatparties, Fußball, Feiern im Gartenverein und nicht zu vergessen die Pyro Games...