Beiträge von straalster

    Wird sie eventuell ruhiger, wenn sie Körperkontakt haben / kontaktliegen kann?

    Wie ist denn der Lauftstall aufgebaut? Hat sie da eine Höhle, Kuschelecke? Ist sie vor fremden Blicken und Reizen geschützt? Kann sie sich in dem Bereich gut zurückziehen? Oder ist sie zwar weggesperrt aber der Laufstall "reizoffen"?


    Und hast du eventuell die Möglichkeit, dich selbst zu filmen? Klingt komisch aber manchmal ist man ja selbst der Überzeugung, man schaut da nicht oder nur ganz selten hin und wenn dann nur aus den Augenwinkeln - dabei schaut man halt unbewusst aller 30 Sekunden.

    Wer das entscheidet, ist natürlich eine wichtige Frage.

    Allerdings würde ich von so einem Kurs auch nicht die Lösung aller Probleme erwarten - sondern es als ersten Schritt und als Hilfe begreifen. Das nicht alle als die rücksichtsvollsten Hundehalter aller Zeiten daraus hervorgehen, ist schon klar. Aber eben vielleicht eine Ecke informierter.
    Dann weiß man vielleicht schon mal, dass Anleinen und Absprechen zur Hundehalteretikette gehören und hat eine Art Basis.

    Genau so meinte ich das auch, @Grinsekatze1. Typische und häufige Problemchen gibt es ja immer und da wäre eine Beratung / Hilfestellung doch wirklich nicht verkehrt.

    Wenn es eben ein paar Stündchen Theorie und Gespräch sind und dann werden typische Alltagssituationen durchgespielt.

    Was mache ich, wenn mir ein fremder Hund entgegenspringt?
    Wie kann ich mich verhalten, wenn mein Hund nach vorne geht / Angst hat / schlecht zur Ruhe kommt / an der Leine zieht? Muss und kann ja gar nicht in die Tiefe gehen aber halt so als Startpunkt und um aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es gibt und womit ich rechnen muss.

    Woran muss ich denken (Wohnung gegebenenfalls absichern, Betreuung, Rücksichtnahme auf andere)?

    Ich find Führerschein - im Sinne von Autofahren mussten wir auch alle erstmal lernen - da gar nicht verkehrt. Richtig autofahren und Sicherheit lernt man auch erst mit der Übung. Aber so hat man wenigstens ein Grundgerüst und kennt die "Regeln". Das gibt ja schon mal Orientierung und Sicherheit.

    Meistens sind die Reaktionen auch positiv, weil ich den Weg ja offensichtlich freimache und vermeiden möchte, dass sich jemand eingeschränkt oder belästigt fühlt. Manchmal kommt auch der Kommentar, dass sie für kleine Hunde ungewöhnlich gut hören (so im Sinne von: ach, die kann man auch erziehen?).


    Einen (verpflichtenden) Grundkurs fänd ich generell für Halter nicht verkehrt. Fänd ich auch für Eltern nicht verkehrt. Einfach mal so umfassende Infos und Hinweise, vielleicht ein paar Übungen und Rollenspiele, mögliche Hilfen und Anlaufstellen nennen, auf mögliche Stolpersteine und Probleme hinweisen. Einfach, um zu informieren und zu sensibilisieren.

    Ich hatte jetzt ein zunächst merkwürdiges aber dann sehr angenehmes Gespräch mit einem älteren Paar. Beide beim Laufen gesundheitlich etwas eingeschränkt und eher unsicher. Ich hab die Hunde auf dem Weg ran gerufen, angeleint und absitzen lassen - damit die beiden Herrschaften nicht doch mal noch von einem Vierbeiner angesprungen werden oder plötzlich einfach vor den Füßen haben.

    Der Mann meinte erst spöttisch, er beiße nicht. Dann wurde er direkt laut und ungehalten, dass mein Verhalten ja wohl völlig unnötig sei. :???: Schließlich sind meine Hunde ja lieb und klein und tun nix und er tut auch nix...

    Hab dann ganz in Ruhe erklärt, dass meine Hunde schon mal überschwänglich sein können und gerade Schlammpfoten haben, ich ja nicht weiß, ob jemand Angst vor Hunden hat oder einfach keine mag und mir der Weg eben nicht gehört - also lasse ich lieber Vorsicht walten und nehme Rücksicht, da bricht weder mir noch den Hunden was ab. Außerdem müssen die Hunde ja auch gar nichts Böses wollen, um einen Sturz oder Unfall zu fabrizieren.

    Er meinte, er hat das eben noch nie erlebt und dachte, ich will ihn "ausgrenzen". Musste ihm erstmal erklären, dass ich das ganz automatisch bei jedem mache - Bekannte ausgenommen.

    Wurde dann noch ein schönes Gespräch aber angemeckert werden für Rücksichtnahme war erstmal merkwürdig.

    @JaneDoe1984 - alles nicht als Kritik auffassen. Sondern als Anstoß!

    Vielleicht passt die Perspektive nicht. Vielleicht habt ihr ein zu unterschiedliches Energielevel. Vielleicht hast du zu hohe Erwartungen. Vielleicht passt es einfach nicht.

    Ist alles keine Schande.

    Vielleicht hilft dir das Folgende:


    Meine Hündin, Seniorin, Herrscherin des Universums, Superhund - absolut verträglich. Immer. Mit jedem. Die hat mich verwöhnt und verzogen. Super Autofahrerhund. Urlaub, Ausflüge, abends weggehen - Madame kam mit. In einigen Einrichtungen hatte sie IHRE Schüsseln und wurde verwöhnt. Kam uns ein anderer Hund entgegen - sie war meine Orientierung. Sollten wir ausweichen oder ist alles gut? Sie lieferte die Antwort.

    Das passte einfach.

    Könnten meine Hunde aktuell so nicht leisten. Ist für mich aber absolut in Ordnung - die haben andere Qualitäten. Manch einer findet das anstrengend - und dann würde es nicht laufen.

    Es hängt aber eben zu einem großen Teil von dir ab. Kannst du auf Null schalten und nochmal von Vorne anfangen? Vielleicht mit dem dritten, vierten oder fünften Trainer?

    @straalster du vergleichst behinderte Menschen mit nachweislich gefährlich gewordenen Hunden :??

    Bei Tieren heißt es ganz oft und ganz schnell: gefährlich.

    Bei Menschen ist es eben krank, behindert, eingeschränkt.

    Ich weiß, das klingt für sehr viele fies und herzlos. Ich sehe es wie gesagt nicht so, sondern möchte für alle Seiten das Beste.


    Nehmen wir den Fall autistisches oder ADHS Kind - "Ausbrüche" müssen einkalkuliert werden. Da braucht es ein schussfestes Tier. Anderenfalls kann es nämlich mal fix zu nem Beißvorfall kommen.
    Und dann? Mensch ist krank - Tier ist nachweislich gefährlich.

    Depressiver Mensch geht nicht mit dem Hund raus, reinigt die Katzentoilette nicht. Tiere sind "unsauber"und damit schwerer vermittelbar. Der Mensch ist eben krank.

    Suchtkranker, manischer Mensch oder auch Borderliner: Tier wird gereizt, geht irgendwann zur Abwehr über oder ist sehr nervös und ängstlich - Tier ist gefährlich, unvermittelbar... Mensch ist eben krank.

    Die Arschkarte (mal so direkt) zieht immer das Tier.

    @JaneDoe1984: Uff. Ihr habt es aber nicht leicht miteinander.


    Liegt für mich auch nicht an der Kommunikation oder an deinem Hund. Sondern an deiner Erwartungshaltung und was du dadurch verlangst.

    Du wirst ja scheinbar schon sauer, wenn dem Hund im Auto übel wird und er sich übergeben muss. Dass du keine Lust hast, immer zu wischen - klar. Aber es klingt so, als wärst du deswegen sauer auf den Hund. Kann das sein?

    Für mich klingt alles so, als würdest du zu sehr vergleichen und zu viel erwarten und selbst wenn der Hund nicht aus dem TS käme, wäre diese Haltung da. Dein Hund davor war halt sehr viel pflegeleichter. Deine Erwartungen sind dadurch hoch.
    In diese Pfotenabdrücke zu steigen wäre auch bei perfekter Sozialisierung schon schwierig. Aber für die TS-Maus. hui.

    Du musst dich glaube ich in allererster Linie fragen, ob du deine Haltung, deine Perspektive ändern willst und kannst und noch bereit bist, etwas zu unternehmen. Denn gemacht hast du ja schon viel.
    Erst wenn du diese Frage für dich ehrlich beantworten kannst, lassen sich passende Lösungen finden.

    Meiner Ansicht nach, hat so ein Fall absolut nichts in einer normalen Vermittlung zu suchen und sollte Otto Normal gar nicht erst zugänglich gemacht werden - ob nun Rollstuhl oder nicht, tut da gar nichts zur Sache. Das ist ein gefährliches Tier, das in sachkundige Hände gehört (wenn überhaupt.)

    Und da ist sie, die Doppelmoral. Meine ich jetzt nicht allein auf deinen Kommentar bezogen aber das erlebe ich ganz oft und auch hier.

    Ein Mensch mit (gesundheitlichen) Problemen und Einschränkungen soll aber bitteschön jedes Tier bekommen, das er will. Ist sonst diskriminierend.
    Aber ein Tier mit Problemen... uiuiui. Das möge bitte extra vermittelt und speziell verwahrt werden, wenn es nicht direkt eingeschläfert wird. Es sei denn natürlich, ein Interessent traut sich das zu. Das weiß der dann schon selbst am besten.