Steht doch eh da, es muss ein Mitarbeiter gefunden werden, der auf den Hund aufpasst.
Oder meint ihr einfach nur, warum?
Vielleicht Hygiene?
Und wenn ich keinen finde? Darf ich dann nicht aufs Klo?
Und ja, auch das warum interessiert mich.
Steht doch eh da, es muss ein Mitarbeiter gefunden werden, der auf den Hund aufpasst.
Oder meint ihr einfach nur, warum?
Vielleicht Hygiene?
Und wenn ich keinen finde? Darf ich dann nicht aufs Klo?
Und ja, auch das warum interessiert mich.
Die Regel mit der Toilette verstehe ich immer noch nicht. Hund darf nicht mit, Hund darf aber auch nicht alleine bleiben.
Kann mir das mal jemand erklären? Was ist denn gegen den Hund auf der Toilette einzuwenden?
Vor ein paar Jahren gab es bei mir auch Extreme.
Mich ohne die Chefin (Seniorin, Herrscherin des Universums) gab es eben sehr lange nicht. Im Nachhinein haben sowohl Familienmitglieder als auch Freunde zugegeben, dass sie schon für mich gesucht haben und teils kurz davor waren, mir einen Hund vor die Tür zu setzen.
Andere meinten: Dann kannst du ja endlich mal reduzieren.
Wieder andere meinten: Na so sehr kann das ja gar nicht auffallen, hast ja genug andere zum trösten.
Fand ich alles nicht schön. ![]()
Ganz klar menschliches Versagen.... ![]()
Ich hab hier irgendwo noch Vergleichsvideos rumliegen, mit denen ich mein Versagen dokumentiert habe.
Berner, Schäfer, Golden, Pudel, Shih Tzus, Terrier - sogar im direkten Vergleich.
Da lassen sich die Reaktionsgeschwindigkeit und der WTP bzw. sein Fehlen sehr schön erkennen. ![]()
Ohne dabei aber die möglichen Konsequenzen zu bedenken, die das für das Tier haben könnte, wenn es dann doch nicht klappt.
Genau das.
Das kann auch richtig Schaden anrichten, weil der Betroffene noch eine weitere Erfahrung sammelt "Das kann ich nicht / das schaff ich nicht / ich war so überzeugt und ich hab es wieder nicht gebacken bekommen".
Aus der Perspektive von Pflegestelle und Vermittler würde ich mir Folgendes wünschen:
1. Offener Umgang mit allem: Ob sich jemand für das Tier interessiert und es sich finanziell nicht leisten kann, irgendeine Besonderheit vorliegt, gerade noch Probleme bei der Betreuung bestehen oder der Fall der Fälle nicht abgesichert ist - danach darf ich gerne gefragt werden.
Das zeigt mir nämlich, dass sich da wirklich Gedanken gemacht wurden und nach realistischen Lösungen gesucht wird.
2. Nach Problemstellen gefragt wird: Wenn jemand ganz klar sagt: "Das und jenes könnte ich nicht leisten oder für dieses und jenes hab ich noch keine Lösung. Wie kann ich das ändern?" In der Regel lässt sich da was finden. Und auch das zeigt wieder Verantwortungsbewusstsein. Die Fragen dürfen da auch gerne so vage oder so explizit wie nur möglich sein. Manche haben keinerlei Erfahrung mit Jagdtrieb. Andere würden den Hund nie von der Leine lassen - machen sich aber Gedanken.
Das ist etwas ganz anderes als "Ich weiß aber selbst am besten, was ich mir zutraue"
3. Dass ein "Nein" akzeptiert wird und Vorschläge angenommen werden. Wenn eine Familie, Single was auch immer sofort ein Tier übernehmen wollen und ein "Nein" nicht akzeptiert wird, Vorschläge (z.B. Erfahrungen sammeln, Netzwerk ausbauen usw.) nicht ernst genommen werden.
Manchmal verraten sich Interessenten dabei auch so richtig schön. Zum Tierheim fahren, eine zweistündige Schulung machen - das ist dann doch ein bisschen viel Aufwand für ein "Secondhand-Tier".
Hm. Na dann kann ich ja voll und ganz auf die Verlässlichkeit der Interessenten bauen.
Vielleicht hilft dir das noch:
Eine Partnerschaft zwischen zwei Menschen - wo beide die gleiche Sprache sprechen - kann auch nach Jahrzehnten noch holpern. Wichtig ist, dass beide versuchen in Kommunikation zu bleiben.
Der Weg ist das Ziel, Zusammenleben ist immer ein Prozess - du versteht schon ![]()
Wahrscheinlich wirst du irgendwann mal zurückschauen und grinsen, weil es genau diese Probleme waren, die euch zum unschlagbaren Team gemacht haben. Manchmal sind die schwierigsten Hunde durchaus die, die einem am nächsten sind.
Und wegen der Gesundheit: Selbst wenn es der schlimmste Befund ist - geh Schritt für Schritt. Die Sorgen kann dir leider keiner nehmen aber es gibt oft Wege, alles so angenehm wie möglich zu machen.
Gott, klinge ich heute wieder New-Age-esoterisch.... entschuldige
Kann es bei Hunden die wie Pattex an einem unberechenbaren Halter kleben auch sein, dass sie sich unsicher gegenüber einer weiteren Person in dem Haushalt verhalten obwohl diese Person berechenbar in ihrem Verhalten ist? Was denkt ihr? Dass sie also quasi allgemein unsicherer werden?
Japp. Leider. Die vertrauen der Berechenbarkeit dann nicht mehr.
Interessant ich hätte halt eher gedacht das die überhaupt nichts mehr wollen von ihm..Im nachhinein war das schon paradox.
Besonders die Hündin tat mir leid.... Auf dem Platz konnte man ihre Hilflosigkeit und Unsicherheit fast körperlich spüren.... Sie hat permanent versucht zu erraten was er will und hat sich gleichzeitig fast nichts mehr getraut. Seitdem halte ich Abstand zu sowas.... :/
Ich kenn das leider auch, deswegen hatte ich da mal nachgeforscht.
Derlei bindungsgestörte Lebewesen (sowohl Mensch als auch Tier) weisen wohl auch oft eine anerzogene Hilflosigkeit auf. Oder anders ausgedrückt: die wurden so kaputt- und kleingemacht, dass sie alles recht machen wollen und gewissermaßen hörig sind. Selbstwert und Selbstwirksamkeit konnten sich nie entwickeln oder wurden aberzogen.
Oh, und um das nochmal ganz klarzustellen:
Bedürfnisse erkennen ist sauschwer. Wirklich. Sogar bei sich selbst.
Und ich wollte dir in keinster Weise unterstellen, dass du Cookies Bedürfnisse nicht befriedigst bzw. befriedigen möchtest.
Es ist nur eben schwer. Und es kann unter Umständen lange dauern, bis man ein Individuum versteht und dann wirklich bedürfnisorientiert agieren kann. Das Ganze wird noch schwieriger, wenn man nicht die gleiche Sprache spricht.
2. ich mir sicher bin sie hat in den letzten 30 Min. alles bekommen um eig. glücklich und zufrieden sein zu müssen.
Da ist der "Fehler" - sie müsste doch jetzt zufrieden sein. Bei dir ist deswegen Frust vorhanden. Absolut verständlicher Frust wohlgemerkt! Denn du versuchst und machst und tust aber der Erfolg bleibt aus. Das ist einfach kein schönes Gefühl.
Ich verfasse unter anderem deswegen Romane bei dir, weil ich mich selbst wiedererkenne und hoffe, dir helfen zu können.
"Maaan, ich hab doch schon alles gemacht, was denn nun noch?" <- das war ich.
An deiner Stelle und mit meiner Erfahrung (die ich gerne schon früher gehabt hätte) würde ich jetzt mal folgende Schritte gehen:
1. gesundheitliche Abklärung
2. wie kannst du ihre Bedürfnisse besser erkennen, in deinen Alltag einbauen und befriedigen? Das ist für euch beide ein Prozess. Das geht nicht von heute auf morgen. Das geht auch nicht mit der Liste (Raus, fressen, beschäftigen, kurz kuscheln) und dann sollte sie doch zufrieden sein. Da wird die Basis aller Lebewesen bedient aber du gehst an der Individualität vorbei.
Eventuell doch mal am Schreibtisch anleinen, damit sie mit deinen Füßen kontaktliegen kann. Eventuell (wenigstens) Zuhause rumtragen usw.
3. eventuell passt sie nicht als Bürohund oder ist damit aktuell einfach noch überfordert - welche Alternativen gibt es dazu?
Auch wenn das gerade eine Wahnsinnsherausforderung ist- gib euch beiden/dreien Zeit bei jedem neuen Versuch. Gewöhnung dauert. Nimm dir bei Bedarf Auszeiten, um deine Batterien aufzuladen. Das ist wirklich wichtig, denn du brauchst deine Nerven und deine Stärke noch.
Die letzte unruhige Nacht war schrecklich. Das ist belastend aber heißt noch gar nichts. Für Cookie ist das eine neue Situation. Für euch auch. Für einen Menschen dauert es wenigstens 21 Tage bis ein neues Verhalten zur Gewohnheit wird. Also 3 Wochen täglicher Wiederholung sind wenigstens notwendig, bis ein Mensch etwas als normal und gewohnt empfindet. Kann auch locker dreimal so lange dauern. Geduld ist da wirklich der Schlüssel.
Wie es bei Hunden aussieht ![]()
Und nur mal so: Ja, so "nebenbei" muss ich auch mal schaffen. Als Alleinverdiener. Solange hier alle zufrieden sind, geht das aber eben deutlich ungestörter. Das war mein Punkt. Ich kann halt viel Zeit täglich damit verbringen, andere zu ignorieren und mich dabei eigentlich nicht gut zu fühlen.
Oder ich wende halt hier und da mal ein paar Minuten auf und hab dafür mehrere ungestörte Stunden.
Geht dir doch auch so - du schaust zu ihr, du wunderst dich, so richtig gut geht es dir damit nicht, wie es gerade ist. Dich stört ja bereits, angeschaut zu werden - weil eben etwas nicht passt.