Beiträge von straalster

    Bei der Vorgeschichte könnte ich mir eine Verhaltensstörung schon vorstellen. Das ist der Hund rein physisch ja auch völlig gesund, aber psychisch ist halt was "kaputt" und das ist meistens viel schwerer zu reparieren.

    Natürlich aber bis zu 30mal am Tag ist schon richtig richtig heftig (für alle Beteiligten). Obwohl es ja seit der Kastration besser/weniger geworden ist.


    @Paradiesvogel564 an deiner Stelle würde ich mal die folgenden Versuche noch in Betracht ziehen:

    - Tierarzt: Was wurde schon gemacht, was könnte noch verantwortlich sein/untersucht werden?
    - eventuell alternative Mittel: Bachblüten z.B.
    - Tagebuch führen/filmen: An welchen Tagen und in welchen Situationen ist es schlimmer oder besser?
    - Indoorklo anbieten

    Ich seh mich da als Vermittler durchaus in der Verantwortung, die Leute dann nicht mit dem Problem sitzen zu lassen, vor allem, weil ich ja eben nicht will, daß das Tier dann im TH oder sonstwo landet

    Das ist ein ganz wichtiger Punkt! Ist bei mir ja auch so. Dazu gibt es Anleitungen für die Vergesellschaftung.

    Plan B des Vereins sollten entsprechende Pflegestellen sein. Beziehungsweise Plätze auf Pflegestellen, die für eine gewisse Zeit freigehalten und nicht direkt wieder belegt werden. Natürlich kann es dann mal sein, dass eine Wartezeit entsteht (wurde hier im Thread ja auch schon erwähnt) - Krankheit, ein besonderer Notfall - aber diese Plätze muss es einfach geben! Ansonsten endet der Import nur darin, dass die Tierheime hier voller werden. Und das sollte ja nun nicht Sinn der Sache sein. Es sollte auch nicht Sinn der Sache sein, dass Leute ernsthaft in Erwägung ziehen müssen, den Hund ins Tierheim zu geben, weil es einfach nicht geht.

    Ich würde mir auch von jedem Verein wünschen, langsame Gewöhnungen stattfinden zu lassen. Tipps zum Zusammenführen zu geben, Trainer zu empfehlen.

    Aber der Halter ist da für mich ebenso in der Verantwortung.
    Wo geht das Tier hin, wenn es anfangs oder auch partout nicht klappt? Besteht die Möglichkeit, dass der Verein das Tier zurücknimmt?
    Kann ich die Tiere zunächst trennen? Hab ich die räumlichen Möglichkeiten dazu? Hab ich mich informiert, worauf ich achten muss? Kann ich die Zeit zwischen den Tieren aufteilen? Kann ich getrennt mit denen rausgehen?

    Was, wenn ich krank werde? Wer nimmt die Tiere/das Tier? Oder geht einfach mal mit ihm raus?


    Ich wünsche es absolut niemandem, in so einer Situation wie Hund und Halterin aus diesem Thread zu stecken. Der eine verweigert Wasser und Futter. Der andere weiß überhaupt nicht, was los ist. Und die Halterin geht auf dem Zahnfleisch. Das hätte verhindert werden können, hätte es einen Plan B gegeben. Ob das anfänglich rigoroses Trennen ist oder Hilfe oder eine Zwischenstation - da muss halt geschaut werden, was passt.

    Es würde sich alles aufklären, wenn du mal alle Beiträge von mir in diesem Thread liest.

    Weder Depression noch ADHS sind für mich Ausschlussgründe. Auch nicht Alter oder Rollstuhl oder oder oder. Aber Tier und Halter müssen zueinander passen. So einfach.
    Und es muss eine Absicherung geben. Ebenfalls: So einfach.
    Das ist absolut immer der Fall! Immer. Aber es kann sich je nach Tier und potentiellem Halter unterscheiden, wie die Absicherung aussehen sollte.

    Ich hatte hier auch das Beispiel gebracht, dass ein Zwischenschritt zwischen Interesse und Adoption für Mensch und Tier das Beste sein kann, was passiert. Mann (isoliert, kein soziales Netz), psychisch mit sich zu kämpfen, wurde zunächst ehrenamtlicher Helfer - bekam darüber ein soziales Netz und hat jetzt selbst Tiere. Jetzt hat er also nicht nur Tiere, um die er sich kümmert - sondern auch Menschen, die sich um ihn kümmern. Und die sich bei Bedarf um seine Tiere kümmern. Wo das jetzt schlecht sein sollte, dass er eben nicht direkt ein Tier in die Hand gedrückt bekam und seine Erkrankung berücksichtigt wurde :ka:

    Und ich hab da keine schrägen Ansichten. Sondern viele Erfahrungen und möchte - wie mehrfach erwähnt - einfach das Beste für beide Seiten. Tier und Mensch. Ich kann dir auch gerne mal Fotos schicken, wo und wie ich Tiere schon aus solchen Situationen rausholen durfte, weil diverse Einschränkungen nicht berücksichtigt wurden.

    Mein Oma hat jetzt zufällig DIE Lösung für das Problem Staubsauger gefunden - ihr Alter ist kaputtgegangen.
    Der löste Angst und Angstaggression aus.

    Der neue Staubsauger? Pff, interessiert den Hund doch nicht.

    Was ich auch hier im Forum immer wieder gelesen habe in letzter Zeit und sogar in diesem Thread:

    "Wenn ich den Vertrag unterschrieben und die Gebühr bezahlt hab, kann ich mit dem Hund machen, was ich will! Ha!"

    Aber wenn es dann doch nicht klappt, ähm, also dann soll doch bitte der Verein sofort handeln, helfen und den Hund wegholen sowie mir das Geld zurückgeben. Dann ist das mit dem "es ist aber MEIN HUND" irgendwie immer ganz schnell weg.

    Wenn ich mich für ein Tier entscheide, ganz egal aus welcher "Quelle" - dann übernehme ich Verantwortung. Dann muss schon im Vorfeld klar sein, dass es einen Plan B gibt. Nicht erst, wenn das Tier schon da ist anfangen zu planen. Und sowas sollte auch im Vorfeld mit dem Verein abgesprochen werden.

    Macht ein Verein das nicht, ist er unseriös. Macht ein Halter das nicht, ist er unbedacht an die Sache ran gegangen. Beides keine guten Voraussetzungen.

    Hole ich mir ein weiteres Tier zum bereits vorhandenen Vierbeiner dazu, muss ich sogar noch mehr beachten und eventuell sogar damit leben, dass ich erstmal wochen- oder monatelang trennen muss. Wenn ich mir dessen bewusst bin, geh ich an Planung und Umsetzung ganz anders ran.

    Für mich haben in diesem Fall beide Seiten einfach vieles nicht bedacht, nicht geplant und den Schlamassel baden die Hunde aus.