Beiträge von straalster

    "Darauf läuft es wohl hinaus: ich werde die begleiten. Habe ich bei seinem Dobermann auch gemacht. Hatte dann meine Hunde dabei, dadurch ist er dann noch mehr ausgeflippt. " das hatte ich so verstanden, @Tatuzita, dass sie ihre Tochter begleitet hat - wegen des Dobermanns. Wie gut der Hund festgebunden war und wie weit die Leine reichte, ist ja unklar. Anscheinend wurde er häufiger dort festgebunden oder zumindest mehr als einmal. Anderenfalls wäre ein Begleiten wegen des Dobermanns ja nicht entstanden.

    Das heißt für mich: Der Halter hat wissentlich einen Hund dort mehrfach angebunden, der das Wohngebiet zusammenbellt.

    Ob die Hunde der TE jetzt aus Versehen oder beim ersten Mal oder warum auch immer mitgenommen wurden, weiß ich nicht. Es liest sich für mich aber nicht nach Provokation, im Sinne von: Ich hab dann immer meine Hunde mitgenommen, damit der Dobi noch ne Runde mehr austickt. Den anscheinend bestand ja Angst vor dem Hund, da wäre weitere Provokation nun nicht gerade logisch.

    Das kann ja auch gut und gerne mal aus Versehen entstanden sein, weil Zeitdruck: Hunde müssen raus, Tochter muss zur Schule, Ausweichen ist nur begrenzt möglich. :ka:

    Prinzessin Kiki auf dem Sofa. Vater wirft ihr den Ball zu. Sie schussert ihn bissle rum, dann schmeisst sie ihn runter. Wenn mein Vater nicht sofort reagiert, bellt sie ihn an. Dann hebt er ihn auf, wirft ihr den Ball zu... usw

    Prinzessin? Wie vermessen von dir.... Und warum um alles in der Welt muss die arme Herrscherin denn erst bellen, bevor man ihr den Ball wieder reicht? Mit dem Hofstaat hapert es bei euch ganz schön, wie mir deucht. :roll:

    weil die Hunde völlig anders sind als sie gedacht haben

    Da liegt ja oft der Hase im Pfeffer, bei dem "anders als gedacht".
    "Anders als gedacht" entsteht häufig aus halbherzig informiert. Auch wieder auf beiden Seiten.

    Ach, der Straßenhund / Zwingerhund ist nicht direkt stubenrein??? Waaaaaas?
    Der gerettete Hund ist nicht auf der Stelle supermegadankbar und verkuschelt?

    Manche Vereine geben so Beschreibungen raus wie "sitzt auf seinen gepackten Koffern", "wartet sehnsüchtig auf seine Familie" - und eigentlich stimmt das, denn die gepackten Koffer (kann ausreisen) und das Warten auf die Familie (braucht endlich ein endgültiges Zuhause oder wäre da zumindest besser aufgehoben). Aber es ruft bei manchen halt eine Erwartungshaltung hervor, die so nicht erfüllt werden kann. Manche Adoptierenden gehen dann von Tieren aus, die halt dankbar sind und dies und das und jenes können. Aber eben keine Baustellen-Tiere, bei denen dies und das und jenes vielleicht ewig dauert oder nie ganz gelöst werden kann.

    Der Verein geht vielleicht davon aus, dass sich die Adoptierenden dieser Faktoren bewusst sind. Immerhin wollen die ganz bewusst und höchst freiwillig Verantwortung übernehmen. Ohne das Tier zuvor gesehen zu haben.

    Gilt auch für alle anderen Adoptierenden - als Adoptierender will ICH die lebenslange Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen! Da informier ich mich doch, so gut es geht! Und bereite mich vor, so gut es geht.
    Damit will ich nicht sagen, dass es nicht auch Täuschungen gibt, verheimlichte oder sogar übersehene Probleme - falsche Werbung, sozusagen.

    Aber ich kauf mir halt keine Waschmaschine, sondern übernehme Verantwortung für ein Tier. Da muss ich mit ganz vielen Situationen rechnen und hab keine Garantie.

    "Entschuldigen Sie, ich bin ein bisschen ängstlich, könnten Sie vielleicht ..." sieht die Sache ganz anders aus. Da würde sicher keiner ablehnen.

    Hast du den Thread überhaupt gelesen?

    Der Halter hat auch bereits den vorherigen Hund am Rande des Grundstücks angeleint, der dann dort lustig vor sich hin wütete. Angst erzeugen ist doch genau das, was er anscheinend den Schilderungen nach möchte.

    Und deinen vorherigen Aussagen nach darf ja auch keiner auf die Ängstlichkeit von anderen Rücksicht nehmen. Nachher wollen das dann alle und Hunde laufen nur noch mit Maulkorb 54-fach gesichert unsichtbar rum.

    Tja...hätten mal nicht so viele Rücksicht genommen - dann könnten wir das immer noch haben, @Das Rosilein. :fear:
    (FB gab es doch damals aber noch gar nicht ;) )

    Wenn ich jetzt mal ein paar Jahrzehnte zurückdenke... Ich hab in einem Wohngebiet glaub ich nie einen ungesicherten Hund erlebt - im Sinne, von "ohne Zaun". Ohne Leine (neben dem Halter / auf Spaziergängen), ja. Aber auf einem offenen Grundstück wirklich nur auf Bauernhöfen oder im sehr ländlichen Raum, wo weit und breit sonst nix war. Vielen war es auch da zu heikel, dass der unkastrierte Rüde mal ne läufige Hündin riecht oder die ganze Arbeit mit dem Hund umsonst war, wenn er ein paar Wildschweinen oder dem Jäger übern Weg läuft :ka:

    Ich musste gerade herzlich lachen, dass Rücksichtnahme und Sicherung - die ganz normal sein sollte - zu mehr Forderungen führt.

    Nur mal so als meine persönliche Anekdote: Gab "früher" (noch nicht lange her) neun Hunde hier im Wohngebiet. Kot wegräumen war vollkommen normal. Schließlich ist hier Spielstraße und Wohngebiet.
    Mittlerweile sind es über 40 Hunde und deutlich mehr Menschen, weil Wohnungen rarer und teurer sind. Da quetscht sich ne vierköpfige Familie eben in die kleine Zweiraumwohnung. Kot liegt überall rum. Menschen beschweren sich. Halter meinen "die anderen räumen es doch auch nicht weg - warum sollte ich also?". Oder auch: "Da liegen doch schon 20 Haufen, auf den 21. kommt es jetzt auch nicht mehr an!"

    Jetzt wird das Ordnungsamt bestellt, zu Kontrollen - leider zurecht, weil Rücksichtnahme in diesem Bereich nicht mehr so vorhanden ist, dass andere sich nicht eingeschränkt fühlen müssen.

    Hat aber mit dem Thema: ungesicherter Hund droht Fußgänger auf öffentlicher Straße - überhaupt nichts zu tun.
    Früher hätte der Hund von den Eltern des bedrohten Kindes vielleicht direkt eine gewaffelt bekommen und keiner hätte was gesagt. :ka: