Beiträge von straalster

    Ein Problem ist allerdings, wenn der Hund trotz (täglicher) Abwechslung mäkelt


    Jupp. Und solange da (gesundheitliche) Ursachenforschung betrieben und der Hund nicht direkt als "einfach nur mäkelig" abgeschrieben wird, ist ja auch alles gut. Aber irgendwie scheint ja bei einigen immer noch der Anspruch zu gelten, dass der Hund dann und das zu fressen hat, wie es der Halter sagt. Frisst er das nicht, hungert er eben. Mit Kindern wird ja gerne genau das Gleiche betrieben. "Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt :klugscheisser: " Lustiger Weise kenne ich Menschen, die so erzogen wurden, als die allergrößten Mäkler, die sich dann nach der Mahlzeit noch selbst am Kühlschrank bedienen. Und dennoch wollen gerade diese großen Mäkler häufig andere dazu zwingen, nicht zu mäkeln (nur meine Erfahrung - kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit). Es würde auch keiner einen erwachsenen selbstständigen Menschen so behandeln - der kann sich ja dann eh selbst bedienen. Aber bei Kindern und Tieren ist das Gang und Gebe.

    Aber: warum machen Hunde sowas? Die sehen doch auch, dass sich da ein Objekt quer zu ihrem Laufweg bewegt?
    Ich meine, der Wolf latscht doch auch nicht ohne rechts und links zu gucken durch den Wald und lässt sich von einer Horde Rehe über den Haufen rennen, oder etwa doch?

    Andere Voraussetzungen: Im Lebensraum von Wölfen ist selten so viel los, wie in einer Stadt. Wölfe sind auch selten an der Leine unterwegs, wo der Halter steuert und lenkt und Gefahren vermeidet. Abstände sind größer. Reize und Begegnungen seltener.

    Das war in einem Restaurant beim kaffeetrinken auf ihrem Smartphone

    Irgendwie auch nicht anders als öffentlich geteilt.... Deswegen find ich das so schwierig. Der eine will teilen, der andere mag es vielleicht nicht sehen. Blöder Konflikt für beide Seiten.

    Was mich mehr auf die Seite des Teilenden schiebt - hab ich hier ja ebenfalls gemacht, wenn auch ohne Bild und Details: sobald ich den Fernseher anschalte, die Zeitung öffne, mich mit jemandem unterhalte etc. muss ich damit rechnen, dass ich etwas sehe oder höre oder lese, das ich nicht sehen/hören/lesen will. Als Vegetarier oder Veganer muss ich es ertragen, dass im Supermarkt Tierleichen liegen und diese auch beworben werden. Als jemand der Angst vor Hunden hat, muss ich dennoch damit leben, dass die draußen rumlaufen. Als Atheist muss ich dennoch mit Kirchenglocken und religiösen Menschen leben.
    Ich kann nicht im Vorfeld alles filtern, was mir nicht passt. Ich kann nur daran arbeiten, dass sich was ändert.

    Wisst ihr, wie ich das meine?


    Dennoch finde ich in der von dir beschriebenen Situationen (beim Kaffeetrinken) hätte auch einfach mal gefragt werden können. "Du, darf ich dir das Bild zeigen - das ist mir wichtig, weil.... - aber es ist auch okay, wenn du das nicht sehen magst." Ebenso hättest du sagen können (auch wenn es dir aufgedrängt wurde) "Du, ich mag das nicht sehen (weil,...). Aber ich hör dir gerne zu." (sofern du zuhören magst)

    Ich selber will es einfach nicht sehen

    Vielleicht wäre dann die Lösung, das in diese Art von Spoiler zu packen, die es bei FB gibt? Aber wie weist man den Trauernden darauf hin?...

    Ich finde das ein ganz schwieriges Thema, weil da ja durchaus Bedürfnisse kollidieren können. Der eine mag es teilen, der andere mag es nicht sehen. Eine wirklich befriedigende Lösung findet sich dabei wahrscheinlich nur im persönlichen und intimen Rahmen/Gespräch zwischen zwei Personen.

    Danke, @Vinimaus. Ich weiß, es war OT - aber der individuelle Trauerprozess ist für mich ein wichtiges Thema, eben weil ich da schon oft Kritik bekam. (Ich kann z.B. nicht direkt alles wegräumen, was mich erinnert. "Aus den Augen aus dem Sinn" funktioniert für mich überhaupt gar nicht.)
    Ich lass mir da mittlerweile auch nicht mehr reinreden. Deswegen möchte ich einfach jedem mit auf dem Weg geben, dass die persönliche Trauer in Ordnung ist. Und das jedes noch so gut gemeinte Kritisieren (weil MAN ja so und so trauern soll/muss), wirklichen Schaden anrichten kann.

    Wer also beispielsweise das Bild eines verstorbenen Wesens teilt, weil er gerade mit der Trauer alleine und einsam ist und auf Gesprächseinladungen und Beileidsbekundungen hofft - stattdessen aber ein "du willst doch nur Aufmerksamkeit" oder ein "wie kannst du nur" bekommt.... uff. Ja natürlich will derjenige Aufmerksamkeit! Und? Das ist doch nichts Schlechtes. Vielleicht hat derjenige einfach niemanden, mit dem er reden kann oder er weiß nicht, wie er darum bitten kann. Da kann ich entweder ein Gesprächsangebot machen oder es lassen. Natürlich wäre es besser, wenn er einen Vertrauten direkt darum bitten könnte, da zu sein. Aber das hat nicht jeder.

    Sie frisst auch wie gesagt freiwillig die grossen Kibble, statt die kleinen.

    Es könnte auch sein, dass sie das besser aufnehmen und kauen kann als kleines Kibble. Nimm zum Vergleich mal selbst ein Ministück TroFu (kibble) und einen größeren Brocken zwischen die Finger (oder wenn du schmerzfrei bist, zwischen die Zähne) und versuch es durchzubrechen. Manche größeren Sorten sind deutlich einfacher zu kauen, wohingegen manche kleine Sorten so geschluckt werden müssen, wie sie sind.

    Falls dir das noch hilft, @Yuki*:

    Eine kurze Zeit lang hatte ich bei einem Welpen die Angst (schon eine Weile her): Wenn ich eine Alternative zum Verbotenen (Sofa, Couch, Schuh) biete, dann kommt das vielleicht als Belohnung an.

    "Oh, du kaust die Couch an?! Hier hast du ein Kaninchenohr dafür!"

    Ich fand es daher für mich und den Hund wichtig, das klar voneinander zu trennen. Klares "Nein!/Aus/Pfui" - sodass die Maus erstmal innehält (Bruchteil einer Sekunde reicht), dann Hund wegführen/weglocken und gemeinsam die Alternative holen. Sei die Alternative jetzt Kaninchenohr, ein Kauknochen oder eine Karotte. So war dann auch das "Nein" positiv belegt / es lohnt sich, das Abbruchsignal zu befolgen.