Boah, was habe ich beim Krallenschneiden meiner Seniorin uns beiden für Stress bereitet. Jahrelang! Es war ein Kampf für uns beide. Ich hab ihr nie ins Leben geschnitten, hab keine Ahnung, ob das vorher mal passiert ist oder warum sie da so eine Angst hatte.
Aber ich bestand darauf, dass sie/wir da eben durch müssen. Dabei lag die einfache Lösung wirklich klar auf der Hand. Denn die erste Kralle ging immer gut. Danach brach Panik aus. Als mir dann endlich mal ein Licht aufging, wurde halt nur eine Kralle pro Tag geschnitten. Stressfaktor: Null. In der Folge konnte ich dann auch mal zwei pro Tag schneiden. Dann mal drei. Und am Ende war die Krallenpflege überhaupt kein Thema mehr.
Der Dicke muss erstmal den Frust rauslassen. Er brummt, oder grummelt, versteckt sich, knurrt und kommt dann doch zu mir - er weiß, er entkommt dem einfach nicht. So lange warte ich ganz ruhig und mache gar nichts außer ihm zu sagen "Alter, ich weiß wo du wohnst". Und dann schläft er beim Krallen- und Pfotenfellschneiden ein und genießt die anschließende Pfotenmassage. Aber die Angst und Nervosität muss bei ihm erstmal raus.
Die Chefin mag es auch nicht aber möchte es möglichst schnell hinter sich bringen. Also hält sie still.
Die Zwerge sind auch schon dran und ich bin froh, dass ich das ganz entspannt belegen kann.
Hund meiner Mutter möchte dabei seinen Maulkorb tragen, der beruhigt ihn irgendwie. Hündin meiner Mutter wurde schon zigfach auch vom TA ins Leben geschnitten - die hält trotz allem ziemlich entspannt still - solange ich schneide. Ich hab das Leben noch nie erwischt.
Also ja, ein Hoch auf die Bögen und die individuellen Lösungen!