Beiträge von straalster

    Für mich ist es überhaupt nicht mäkelig, wenn Tiere nicht jeden Tag das Gleiche mögen. Ich find eher die Halter verwöhnt, die jeden Tag und am besten auf immer und ewig das Gleiche füttern wollen - weil das so hübsch bequem ist.

    Damit meine ich jetzt niemanden, wo die Tiere gesundheitsbedingt nur sehr wenig vertragen und jeder Wechsel zu Problemen führt!

    Aber ich könnte mich (sofern es gesundheitlich nicht absolut erforderlich ist) weder für mich selbst noch für meine Tiere mit dem Immergleichen anfreunden. Für mich macht es auch Sinn, dass Ernährung abwechslungsreich sein sollte, um ausgewogener zu sein. Keiner nimmt mit jeder Mahlzeit alle Mikronährstoffe auf, die benötigt werden. Dazu kommen dann noch individuelle und aktuelle Faktoren - weswegen auch das allerbeste Superfutter als durchgängige Monogabe schlicht und einfach nicht alles abdecken kann.

    Ich hab mich mal unzulänglich gefühlt, weil meine Tiere nicht immer alles fressen, was ich ihnen vorsetze. Aber warum eigentlich? Wer das erreicht hat, indem die Tiere gelernt haben "Es wird gegessen, was in den Napf kommt oder du hungerst!" Anstatt halt immer mal zu wechseln oder zu variieren.... Herzlichen Glückwunsch.

    Woher kommt das eigentlich, dass Tiere immer das Gleiche futtern sollen?

    Nach drei Hunden der Rasse Staffordshire Terrier seit 1998 möchte ich meiner Liebe zu der Hundenrasse den Rücken kehren und mich einer neuen Herausforderung stellen.

    Warum? Was gefiel dir an den Staffis? Was nicht?
    Und drei in 20 Jahren - waren die zeitlich auch überschneidend oder immer einzeln? Hattest du schon mal einen Welpen oder kamen die schon etwas älter an?

    Diese Antworten fänd ich bei der Rassewahl auch wichtig.

    Das hab ich auch so verstanden, @Gersi. Wäre jemand nicht zu der Beerdigung gekommen, wäre das auch in Ordnung gewesen. Aber so war halt sehr viel Unterstützung da - und die bekommt nun einmal nicht jeder. Gerade beim Verlust eines Tieres.

    Vielleicht noch zu Verdeutlichung, dass auch ich das sehr persönlich und unterschiedlich sehe:

    Ich hab schon eine Familie erlebt da war der Hund zeitlebens pupsegal. Kam nicht raus, kam nicht zum Tierarzt. Der Vierbeiner interessierte keinen. Es wurde sich sogar noch darüber aufgeregt, wie unpraktisch der "plötzliche" Tod auf einem Spaziergang war. Der "Kadaver" musste ja zurückgeschleppt werden.
    Aber dann auf FB wurde ganz bedröppelt und betrübt um Mitleid geheischt. Das weiß ich aber auch nur, weil ich die Situation dahinter miterlebt habe.

    Obwohl ich diesen Fall kenne... Ich mag niemanden beim Thema Trauer verurteilen. Mir wurde schon vorgeworfen, dass ich falsch um meine tote Tochter trauere. Und nein, ich habe nirgendwo etwas geteilt im Sinne von Fotos oder öffentlichen Posts. Was derlei Kritik beim Betroffenen anrichten kann... das ist sehr verletzend und potentiell zerstörend.

    Ich teile jetzt eine Geschichte, die wirklich unschön ist. Daher im:

    Spoiler anzeigen

    Einer der Familienhunde (eigentlich Hund meiner Oma), Pudel, hatte gesundheitlich nie Probleme. Mal eine Ohrenentzündung. Neigte zur Scheinträchtigkeit. Das war's. Fit bis ins hohe Alter. Und dann kam der Knubbel. Winzige Schwellung an der Schulter, nicht schmerzhaft, nicht entzündet aber sehr hart. Sie ist normal gelaufen, noch rumgerannt, hat gespielt. Dennoch wollten wir das tierärztlich abklären lassen. Zwischen dem ersten TA-Termin und der Biopsie zur Abklärung lag nicht einmal eine Woche.

    Bei der Biopsie stellte sich heraus, dass es sich um sehr aggressiven Krebs handelt. Knochen und Muskel befallen. TA rief an und gab uns seine Optionen: Bein amputieren oder Hund direkt einschläfern, während sie noch in Narkose liegt. Und sie war am Morgen vor der OP noch froh ihres Lebens durch die Gegend gerannt.

    Entscheidung fiel auf die Amputation. Wir brachten sie nach Hause. Ich musste sie tragen, weil sie aufgrund des fehlenden Beines sonst keiner anfassen wollte. Sie wurde bequem eingekuschelt, schien munter und schmerzfrei. Nacheinander tröpfelten alle Familienmitglieder von Schule und Arbeit ein. Damit es der Maus nicht zu viel wird und weil ich gezeigt hatte, wie sie gehalten und stabilisiert werden kann ohne an die Wunde zu kommen und eine Halte-Schlinge gebaut hatte, ging ich nach Hause. Während ich auf dem Weg nach Hause war, kam das letzte Familienmitglied zum Krankenbesuch. Und die Maus tat fünf Minuten später ihren letzten Atemzug. Sie hat auf jeden von uns gewartet und sich verabschiedet.

    Wir konnten uns verabschieden. Wir können in der Familie darüber reden. Bei ihrer Beerdigung war jeder anwesend. Auf ihrem Grab steht eine Engelfigur und es wird gepflegt. Sie liegt bei ihren besten Freundinnen.

    Wir hatten all das. Wer das aber nicht hat und deswegen Fotos machen oder einen Post veröffentlichen mag - um sich vielleicht auch Unterstützung zu holen - kann ich verstehen. Ob mit oder ohne Foto :ka:

    Sorry, aber wenn ich mir das Foto rechts im Hintergrund anschaue, dann weiß ich, bei was für einer hohlen Nuss die armen Welpen wahrscheinlich gelandet sind. Ja, die bösen Vorurteile, aber irgendwo kommen die ja schließlich auch her... :headbash:

    Das Foto steht da bestimmt nur ironisch. :pfeif:

    Aber wie kann es denn nach einer Woche schon so derbe Beschwerden geben, dass die abgegeben werden müssen? Also, falls die Welpen überhaupt mit 8 Wochen einzogen. :???:

    Anabolika bekam er, Physio mit Unterwasserlaufband machen wir auch. Dazu Cavaletti Übungen.

    Es geht jetzt gerade erstmal nur darum, mehr Kalorien in ihn zu bekommen. Da er aber kein großer Esser ist, muss ich möglichst viele Kalorien auf eine möglichst kleine Menge bekommen. Da bietet sich Fett an.
    Er ist auch nicht mäkelig - aber er geht eben, wenn er satt ist. Wenn er satt ist, kann ich ihm auch ein Steak garniert mit Käse und Leberwurst vor die Nase stellen. Satt ist satt.

    Und wenn Du es mit "Astronautennahrung" für Hunde probierst?
    Gibt es ja von Royal z.B. oder Nutri-Cal oder Calo Pet.

    Hatte ich schon (Nutri-Cal). Findet er zum: :kotz:

    Mit dem Pferdefett hätte ich ihn auch jagen können.


    Wir haben aber zwei Alternativen gefunden: Das Welpen- und Mutterfutter (Starter Mousse) von Royal scheint seinen Appetit anzuregen. Danach passt dann ein bisschen mehr des eigentlichen Futters rein. Und ich mach uns jetzt abends immer eine Platte zum Knabbern auf der Couch fertig. Gemüse und Kräuterquark zum Dippen, Käse, Fleischstückchen und selbstgemachtes Trockenfleisch, gekochtes Ei - wenn ich dann die "ein Stück für mich, ein Stück für dich"- Schiene fahre, merkt er scheinbar gar nicht, welche Mengen ich in ihn reinstopfe.

    Heute muss ich mal wiegen aber mir kommt es schon so vor, als könnten wir einen kleinen Erfolg verbuchen. Draußen rennt und tollt er und will von sich aus längere Runden machen - ist auch gerade genau sein Wohlfühlwetter. Er ist nicht mehr klapperdürr aber ein bisschen Muskelmasse könnte er trotzdem mal wieder draufpacken.