Beiträge von straalster

    Solange Hunde das Wort im Kalender nicht lesen können und vor direkt die ergreifen, sehe ich hier weiterhin keinen Grund, meine Hunde monatelang anzuleinen ... Du kannst mich gerne risikobereit nennen, unbelehrbar... oder naiv oder verantwortungslos ...

    Darum geht es mir überhaupt nicht. Es geht mir schlicht um die Frage, mit die der Thread begann "Warum macht ihr es so (ob jetzt ableinen oder anleinen)?"
    Wenn die Antwort ist: "Weil das bei uns alles so weit weg und überschaubar ist, dass beim Ableinen keine Gefahr besteht." Dann ist das doch toll! Und das war ja auch meine Voraussetzung: Wenn ich das Gebiet sehr weit überschauen kann und da sonst keiner ist, wäre es für mich okay. (also für mich und meine Hunde, anderen kann ich doch eh keine Vorschriften machen)

    Wie gesagt, das ist von mir kein Angriff. Ich interessiere mich nur für die verschiedenen Gründe. Meine hab ich ja schon genannt.

    Ich war auch schon richtig auf dem Dorf (300 Seelen und weit weg von allem Größerem - auf dem Bauernhof, auf dem ich zum Teil aufgewachsen bin) und genau da sind dann extra Menschen aus der weiteren Umgebung hingekommen und Böller-schmeißend durchgefahren, weil sie das anscheinend witzig fanden mal woanders zu böllern, wo sie keiner kennt und wo es ruhig ist - sie also mal "aufmischen" können. Das gibt es halt leider auch und hat meinen "ich mach Silvester-Urlaub wo es nicht kracht" ordentlich versaut.

    Das krasseste Beispiel hab ich von Bekannten. Mit ihren Angsthunden schon ewig lange vorher Urlaub gebucht - extra für die Hunde in einem "Knall-freien" Gebiet. Denen wurden Böller auf die eingezäunte, hundesichere Terrasse geschmissen... :fear:


    Und eben weil ich diese Erfahrungen habe, bin ich lieber übervorsichtig und dann gibt es eben in dieser Zeit nur den Garten oder Leine. :ka:

    Ich hab dann sogar noch solche Gedanken im Kopf wie: Um diese Zeit entlaufen viele Tiere (nicht nur Hunde), also durchsuche ich den Garten noch ne Ecke genauer, bevor die Hunde raus dürfen und ich mache mich bereit, dass ich öfter leinenlose Hunde blocken muss und ich hab um diese Zeit des Jahres auch schon ein paar eingesammelt und erstmal zuhause aufgetaut.

    Das muss ja nicht für alle und für alle Gebiete gelten.

    Wenn du das nächste Auto oder Lebewesen schon drei Kilometer entfernt erkennst oder hörst, gibt es das Problem ja so nicht.

    Dass ich auch mit meiner Vorsicht nicht das ganze Jahr 100% Sicherheit erreiche, weiß ich. Ich werde auch im Straßenverkehr niemals 100% Sicherheit haben. Deswegen reduziere ich das Risiko dennoch, indem ich rechts-links-rechts schaue, alle Insassen sichere, mich anschnalle, vorausschauend fahre etc.

    Ich wollte mit meiner Frage keine ärgerliche Diskussion lostreten - ich verstehe es halt nur wirklich nicht, warum in dieser Zeit Ableinen über der Sicherheit steht.

    Meine Gründe dafür:

    1. In der Böllerzeit verschwinden unfassbar viele Tiere oder geraten unter die Räder. Die Tiere können jahrelang "schussfest" gewesen sein. Irgendwann ist immer das erste Mal.
    Und mit dem Argument "Ich kenne mein Tier am besten" kann ich mein Tier dann auch nicht mehr retten oder zurückholen. Außerdem verwendet das Argument doch jeder - und trotzdem scheinen hunderte von Haltern ihr Tier dann doch nicht so gut gekannt zu haben. Denn aus irgendeinem Grund verschwinden ja so viele Tiere zu Silvester. Oder hat schon mal jemand gesagt "Ja, wir wussten bereits, dass das Tier abhauen wird"?

    Also gibt es Freilauf im gesamten Dezember und die ersten Wochen im Februar nur im eigenen Garten und ansonsten sind sie absolut überall an der Leine.


    2. Die Knallerei ändert sich recht oft und Menschen sind manchmal unberechenbar.
    Mal ist da der Hotspot - mal ein paar Kilometer weiter. Es kommen auch Leute auf die Idee, so zum richtigen Feiern und Böllern in die Pampa zu fahren. Ich wohne dörflich und an einem Feld - das ist mal ruhig und dann wird es mal hochfrequentiert zum Ballern benutzt. Genauso wie angrenzende Wäldchen, Gartenverein und das Gebiet am See. Solange ich also nicht 360° Rundum-Sicht auf mehrere Kilometer habe und da absolut niemanden entdecken kann, lieber Leine als leidensvolle Erfahrung und/oder Tod.


    3. Tiere ändern sich.
    Das Argument, das ich am allermeisten bei "Tier zu Silvester entlaufen" höre ist: "das hat er vorher noch nie gemacht / immer verlässlich / immer schussfest".
    Und dann eben plötzlich nicht mehr. Vielleicht hat sich das Gehör verändert. Vielleicht gab es mal eine Schreck-Erfahrung, die der Halter gar nicht mitbekam... Ich erwarte von meinen Tieren nicht, dass sie immer 100% so funktionieren, wie ich das von ihnen gewöhnt bin. Ich gehe aber davon aus, dass sie sich verändern oder mal "Ausreißer" haben. Das ist normal und auch bei Menschen so. Also schaffe ich in potentiellen Stresssituationen Sicherheit. Genauso wie Hunden, die noch nie gebissen haben, ein Maulkorb aufgesetzt wird - BEVOR etwas passiert. Oder wie ich den Kopf jedes Tieres beim TA fixiere, BEVOR es dann doch mal zu einem Biss kommt.


    4. Risikoabwägung.
    Tiere können sich ebenso wie Menschen immer und überall erschrecken. Ja. Aber zu Silvester ist doch das Reizaufkommen viel höher. Das finde ich zu vergleichen mit einem Hund vom Land, der dort tiefenentspannt ohne Leine neben dem Besitzer unterwegs ist und dann kann der das ja auch sofort sicher, wenn er in die Großstadt verpflanzt wird.... Oder?
    Für mich liegen zwischen Silvester und Rest des Jahres Welten. Genauso wie zwischen Dorf und Großstadt. Oder Freilauf direkt neben einer Straße - ist es eine Dorfstraße, wo zweimal am Tag jemand lang fährt, den ich schon auf 1 km Entfernung höre oder eine stark befahrene Schnellstraße?

    Und dabei gibt es hier über das Jahr verteilt viel Feuerwerk. Aber auch dann eben immer nur aus einer Richtung und nicht bei Stunden und Tage hinweg. Das ist zu Silvester anders.

    Sag ihnen einfach mal sehr ruhig, dass du dich umfassend informiert hast und daher nicht auf Gewalt gegen den Hund zurückgreifen musst. Dass du mit ihm und nicht gegen ihn arbeitest. Dass Gewalt keine "Erziehung" ist, sondern eben genau das: Gewalt.

    Du wirst sehr wahrscheinlich ihre Meinung nicht ändern aber machst so zumindest deinen Standpunkt klar.

    Bei Kindern ist das übrigens sehr oft sehr ähnlich. Da kommen oft Tipps wie: Die brauchen Disziplin (Schläge), wehe ihnen wird ein Wunsch erfüllt, wehe sie sind mal ningelig und den eigenen Kindern hat es ja auch nicht geschadet, dass sie "verdient" geschlagen wurden...blablabla

    Da schaltet man am Besten auf Durchzug.

    @straalster du meinst, weil sie z.b. Bauchweh hat?

    Genau. Es kann auch schlicht und einfach sein, dass sie sich was eingefangen hat, der Bauch dadurch etwas krampft und grummelt und das Hecheln daher kommt. Manchmal gibt es (genau wie bei Menschen) auch Magen-Darm-Grippe-Wellen. Hatten wir z.B. in den letzten Wochen hier in der Hundepopulation.

    Warte erstmal ab, ob die Schonkost hilft und was das Kotprofil sagt. Ein gezielter Darmaufbau (dafür gibt es spezielle Mittel) ist erst dann sinnvoll, wenn das abgeklärt ist und auch dann eigentlich nur notwendig, wenn es sich nicht von alleine legt. Darum musst du dir noch keinen Kopf machen.

    Also erstmal gute Besserung an das Fellbömbchen und euch einen guten Rutsch!

    Sie war dort auch drinnen untergebracht - ich würde mal sagen, ein ganz normal integrierter Familienhund.Ich hatte da schon nachgefragt, als die Fellnase zu ihr neu kam, hat sie auch 3-4 Tage um die Wette gehechelt. Klar, das ist alles Stress für sie - aber bei uns macht sie das nun seit 3 Wochen. Ich traue mich mal zu behaupten, dass es ihr hier gut geht - sie ist anhänglich, verschmust, wedelt immer mit dem Schwanz, spielt und frisst ganz normal.
    Sollten es Lungenwürmer gewesen sein, müssten diese ja jetzt beseitigt sein. Wie lange dauert es, bis der Körper die vorhandenen Würmer nach der Wurmkur ausscheidet?
    Und das Herz klingt ganz normal. Vielleicht liegt es wirklich einfach nur an ihrer dichten Unterwolle, dass sie so schnell schwitzt :ka: :|

    Bei den Lungenwürmern hab ich keine Ahnung :ka:
    Bei allen anderen gilt glaub ich, dass die innerhalb 24 Stunden rauskommen und die Kur so um die 4 Wochen vorhält.

    Sammel vielleicht einfach von 4.-6. Januar Kot, um den untersuchen zu lassen. Kämm die Unterwolle soweit möglich raus und hör mal, ob bei euch vielleicht schon geböllert wird. Dezember ist ja mancherorts Dauerknallen angesagt. Vielleicht ist es - wie ja auch schon einige meinten - einfach die Gesamtsumme. Impfung, Entwurmung, Wechsel und Jahreszeit (plus Geballer).