Beiträge von straalster

    Meine Hunde haben absolut nie Regelmäßigkeit. Mal bin ich sechs Stunden weg. Meistens aber nur mal zwei Minuten zur Mülltonne.

    Aber ich steigere in jedem Fall allmählich. Kein neues Tier muss sofort ne Stunde aushalten. Hier gibt es individuell angepasste Schrittchen. Erst zusammen mit den anderen und dann auch mal allein.

    Das klingt einfach so, als hätte Newton nie gelernt wirklich entspannt allein zu bleiben. Und jetzt lässt er sich eben mitreißen - Terz machen ist ja nun mal ein Ventil. Und wenn Hunter das "anstiftet" hat er es anscheinend auch noch nicht richtig verinnerlicht. Das hat weniger mit der Zeit und mehr mit dem Individuum und dem angepassten Training zu tun.

    Anstelle des Separierens würde ich das - sofern möglich - einfach mal neu aufbauen. Damit die Hunde halt nicht nur still, sondern tatsächlich entspannt sind.

    Mein Weg ist nun, dass ich die Interaktion zwischen Hund und diesen Familienmitgliedern verbieten werde.

    Außerdem werde ich ein paar Kommandos üben, auch wenn ich sie im Alltag nie brauche.
    Die Verwandtschaft wird meinen Hund also nur noch so zu Gesicht bekommen, dass er ein paar (leise gesprochene) Kommandos befolgt und ansonsten auf seiner Decke liegt.

    Das klingt, als könnte es anstrengend werden... Und wahrscheinlich wird auch dann Kritik kommen. :verzweifelt:
    Zumindest kenne ich das leider so (bei einigen Verwandten).

    @kleev - ich glaube, du hast dir die falsche Rasse ausgesucht... ;)

    Oder anders ausgedrückt: Herzlichen Glückwunsch zum cleveren Hund! Von denen kann man ne ganze Menge lernen.

    Deine Madame ist ja relativ hoch und somit ist die Schnute relativ weit vom Boden entfernt, das heißt, du hast wahrscheinlich um die 0,3 Sekunden Zeit zwischen "Hund sieht - Hund frisst". In diesen 0,3 oder besser schon vorher ist es an dir, die Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen. "Pfui" oder was auch immer, Hund guckt zu dir, Leckerli rein und DABEI weitergehen.

    Du musst dafür sorgen, dass die Versuchung direkt schon hinter euch bleibt - dann kann sie die nämlich nicht mehr nach dem Leckerli-Abschnappen inhalieren. Und du musst dich auf grobe 1.000 Wiederholungen und "Rückschläge" gefasst machen.

    Generell würde ich dir aber dazu raten, einfach mal einen Trainer mitlaufen zu lassen. Ein zweites Paar Augen und vor allem die Perspektive von außen ist oft sehr wertvoll. Wenn man selbst nicht drinsteckt ist manches extrem offensichtlich (während man selbst den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht)

    Mir geht es darum, dass sie zu verstehen lernt, dass sie manches besser lässt... Sie kann sich ja auch mal verletzen.

    Das ist schon klar aber es ist eben sehr viel erwartet von einem so jungen Hund.

    Meine dürfen draußen zum Beispiel absolut gar nichts (auf)nehmen, was nicht direkt aus meiner Hand kommt. Sie dürfen keine Teile aus Kunststoff haben. Nie. Sie dürfen nicht auf den Tisch. Sie dürfen nicht an den Müll. Und und und...

    Aber ich weiß, dass das nicht von heute auf morgen oder innerhalb weniger Monate geht. Und ich weiß auch, dass Bedürfnisbefriedigung eine sehr wichtige Rolle spielt. Wenn meine Hunde zufrieden sind, haben andere Reize ne deutlich geringere Chance bei ihnen.
    Wenn mein Hund kurz einer Spur folgt und dadurch an der Leine zieht, weil die eben gerade interessanter ist als das ordentliche Laufen an der Leine - dann ist das für mich kein Zeichen für schlechte Erziehung oder fehlende Bindung. Das heißt schlicht und einfach, die Spur ist gerade interessant. Das kann ich ändern, in dem ich Aufmerksamkeit auf mich belohne.

    Und warum auch nicht?

    Dadurch mache ich mich nicht zum "Futterautomaten" (obwohl ich das ohnehin für meine Tiere sein muss, denn ich muss sie nun einmal versorgen) - sondern ich würdige und belohne eine Leistung, die sie gerade für mich erbracht haben. Und auch das tut der Bindung gut.

    Nur um wie viel sollte ich das kürzen? Ich habe das Gefühl, dass die Maus schnell unterfordert ist und war eher die Annahme, ich müsste sie mehr auslasten.

    Da kann dir keiner eine Minutenzahl nennen, zumal sich das ja auch von Tag zu Tag unterscheidet. Es geht einzig um deinen Leistungs- und ja fast schon Perfektionsanspruch - bei einem Hund, der gerade mal 7 Monate alt ist.

    Der wird auch nicht plötzlich perfekt werden, weil du die "Auslastung" verringerst oder erhöhst.

    Streicheln beim Training finden übrigens fast alle Hunde, die ich kenne, doof. Die Besitzer merken es nur selbst nicht. Belohnung ist, was der Hund als Belohnung empfindet...

    Wir haben das in einer Hundeschule mal gefilmt, da ist es den Besitzern wie Schuppen von den Augen gefallen.
    Die haben immer gedacht dass ihre Hunde das toll finden.

    :gott:

    Aber so eine grundlegende von Vertrauen durchzogene Bindung wäre schon schön.

    Die Bindung braucht halt einfach Zeit zum Wachsen - bei einem 7-monatigen Hund darfst du dich noch nicht soooo sehr darauf verlassen. Und Bindung heißt auch nie, dass das andere Lebewesen nicht mal Knete im Kopf hat. ;)

    Wenn dir das wichtig ist, dass sie hinter dir läuft: Probier vielleicht mal "Zurück/Stopp/Hinter" und reich ihr dabei hinter dem Rücken ein Leckerli.
    Mir ist es seit längerem wichtig, dass die Hunde (mit lockerere Leine) vor mir oder maximal neben mir laufen. Denn Gefahren von vorne sehe ich und kann sie blockieren. Gefahren, die von hinten kommen, sehe ich nicht. Kommt was von vorne gibt es hier ein "ZURÜCK" (natürlich schrittweise aufgebaut) und die Fellnasen laufen hinter mich, während ich einen Schritt nach vorne mache. Eventuell wäre das auch was für euch?