Beiträge von straalster

    Wenn sich nun ein anderer Hund losreisst und auf meinen gesicherten Hund losrennt, sehe ich es nicht als MEIN Problem an, wenn der andere Hund sich in "Gefahr" bringt. Dann ist es das Problem des anderen HH, und ich werde Tyson definitiv nicht deswegen einen Maulkorb verpassen.
    Wäre Tyson von einem der Hunde, die er "attackiert" hat, oder deren Hundehalter durch Bisse oder gar Tritte verletzt worden, wäre das ganz sicher nicht die Schuld der anderen HH gewesen, sondern meine

    Den Gedanken verstehe ich nur so halb. Kein Hund sollte ungehindert anderen Lebewesen drohen oder in sie reinrennen. Aber dein Hund hat genau das lange Zeit gemacht und du hattest Glück, dass die anderen Halter so verständnisvoll waren.

    Gerade bei dem Erlebnis mit der JRT Hündin, das ja nochmal wachrüttelte. Da war dein Hund körperlich definitiv überlegen und war ungesichert - also durch Bisse ernsthaft verletzt entfällt schon mal für deinen Hund. Dafür hätte es für jeden kleineren oder schwächeren Hund tödlich enden können, wenn dein leinenloser Hund doch mal einen Schritt weitergeht.

    Zugleich ist es aber nicht DEIN Problem, wenn andere mal ähnlich handeln wie du mit deinem Hund?!

    Hab ich was überlesen?
    Mein letzter Stand war, dass @Caro1993 ihren Hund jetzt sichert?
    Unangeleinte "Tutnixe", die in meinen Hund reinkrachen wollen sind für mich auch der Horror!
    Aber das verhindert Caro1993 ja nun, oder?
    Ich meine mich so zu erinnern.
    LG! :winken:

    Du hast dich auf meinen Kommentar bezogen, vermute ich?

    Ja "nun" wird der Hund "gesichert". Das begrüße ich ebenso wie den Willen, an dem Problem (erneut) zu arbeiten.
    Dennoch sehe ich die Einstellung problematisch, weil es in den Aussagen der TE viele Widersprüche gibt und mir das Problem verharmlost und weichgespült erscheint. So zum Beispiel:


    Ich lasse ihn schon seit letztem Sommer nur noch dort ohne Leine laufen, wo weit und breit keine anderen Hunde zu sehen sind.

    Lobenswert, oder?


    Aber dann:

    Ich bin mittlerweile so trainiert, dass ich die anderen Hund zu 95% früher sehe als er und ihn anleinen kann, aber leider auch nicht immer.

    Plötzlich sieht Tyson einen anderen Hund, der um eine Hausecke biegt, und weg ist er.


    Na was denn nun? Entweder weit und breit keine anderen Hunde oder nur zu 95 Prozent früher gesehen oder plötzlich biegt ein Hund um die Hausecke und weg ist der eigene Hund. :???:

    Bei so einer (mehrfach bekannten) Reaktion gehört der Hund für mich nicht in den ungesicherten Freilauf. Nie. Bis das Problem behoben ist.

    Hundeplatz, sicher umzäunte Hundewiese, Garten - klar. Aber in Gebieten wo "plötzlich jemand um eine Hausecke biegen kann" gehört zumindest die Leine dran. Zumal bekannt war, dass der Hund dann nicht mehr abrufbar ist.

    Stellt euch das mal aus der Perspektive des anderen Hund-Halter-Gespanns vor. Ihr biegt um eine Ecke und ein Hund in der Größenordnung kommt ohne jedwede Vorwarnung oder Provokation auf euch zu geschossen, umkreist euch, während der eigene Hund Angst aussteht ohne Ende.
    Im Nachgang erfahrt ihr dann auch noch, dass bekannt ist, dass der Hund so auf andere Vierbeiner reagiert. Dass er nicht abrufbar ist. Aber trotzdem Freilauf in Gebieten hat, wo er euch ohne Vorwarnung "erwischen" kann.

    Ganz offen: Mein Verständnis für Hund und Halter hört da auf.

    Ja, das soll jetzt geändert werden und das ist super! Dennoch finde ich nach wie vor, dass rund um den Hund ein Umdenken stattfinden muss.

    Trainer, konsequent sichern und neu aufbauen ist ein wichtiger erster Schritt. Samt wirklichem Umdenken.

    Aber auch wenn mich gleich ein paar hassen werden: Du wärst mein absoluter Hundehalter-Alptraum.

    Der hört ja SONST...
    Der tut nix AUßER...
    Der ist so toll, WENN er nicht gerade anderen Hunden und Haltern Todesangst einjagt...

    Dir ist nicht erst seit gestern bewusst, wie er agiert und du hast ihn dennoch mehrfach ungesichert laufen und andere mal so richtig schon zum Zittern bringen lassen.

    Ich finde es toll, dass du an den Problemen arbeiten willst und dir Rat suchst. Denk aber bei jedem Schritt auch an die Sicherheit deines Umfelds. Es geht mir hier nicht um deinen Ruf, sondern dass du ganz gezielt anderen vermittelst: Ihr seid nicht in Gefahr, ich sichere meinen Hund.

    Das ist auch für dich und deinen Hund wichtig, damit es nicht zu einem weiteren "Das hat er ja noch nie gemacht" kommt.

    @Lala147: Gute Besserung auf allen Ebenen!


    Könntest du dir vorstellen, dich selbst eingehender mit der Körpersprache von Hunden zu beschäftigen? Gut erklärte Videos schauen, darüber lesen etc.? Vielleicht würde dir das Sicherheit für die Zukunft geben, wenn du Hunde lesen und damit besser einschätzen kannst. Vielleicht kannst du das, was dir passiert ist damit auch besser verarbeiten und erlangst wieder Kontrolle zurück? Und vielleicht hilft es dir auch dabei, diesen schrecklichen Vorfall zu verstehen?

    @Bellas Frauchen :): Ich schließe mich der "Druck"-Seite an. Das klingt alles so, als hättest du in der Beziehung wahnsinnig hohe Anforderungen an dich selbst und setzt dich damit unter Druck.

    Aber warum abgeben? Euer Hund wird dem Klang nach gut behandelt. Ihr mangelt es scheinbar an nichts. Es gibt so viele Menschen, die ihre Tiere "abgöttisch lieben" und sie dennoch nicht gut behandeln oder auch nur annähernd ihre Bedürfnisse verstehen. Da nützt die vermeintliche "Liebe" nix.

    Vielleicht kannst du erstmal wirklich von dem "ich muss sie lieben" wegkommen und einfach ne gute Zeit mit ihr haben, wenn es gerade passt. Du wirst jetzt noch genug Stress haben in den nächsten Monaten, mach dir nicht noch zusätzlich welchen.

    Ich erlebe bei vielen Tierärzten, dass sehr sehr schnell zur frühen Kastration geraten wird. Ebenso wie viele Gynäkologen zur frühzeitigen Einnahme der Pille raten. Da wird oft nicht gewartet, bis sich Hormone einpegeln können - was ja ganz normale Entwicklung ist. Da wird auch oft nicht auf die geistige Entwicklung geschaut, die durch Hormone bedingt ist.

    Wenn der Leidensdruck so groß ist, dass nichts anderes hilft bin ich die Letzte die sagt "Erzieh doch mal! Nur das hilft."

    Das sollte immer eine Fall zu Fall Entscheidung sein. Aber bei der Entscheidung sollten alle Faktoren betrachtet und berücksichtigt werden.

    Ja, das Risiko für diese und jene Krebsarten wird reduziert - andere gesundheitliche Gefahren werden dafür gesteigert.

    Ich würde dir empfehlen, dich wirklich mal selbst in die Thematik einzulesen und dir eine Liste zu erstellen. Vorteile, Nachteile, mögliche Risiken usw. Das ist eine endgültige Entscheidung und da solltest du so gut wie möglich Bescheid wissen - für das Wohl deines Hundes und für dein eigenes Gewissen.

    Und noch als Nachtrag: Mir wurde jetzt schon bei 11 Wochen alten Welpen dazu geraten, sie spätestens mit einem Jahr kastrieren zu lassen. Fällt flach, solange es nicht absolut aus gesundheitlichen Gründen sein muss.
    Ich kenne so früh kastrierte Hunde - die stecken alle in dieser Entwicklungsstufe fest.