Beiträge von straalster

    Ein erheiterndes Ritual:

    Wenn ich Krallen schneiden muss und der Dicke gaaaanz unauffällig die Flucht ergreift oder innerhalb von 1,3 Sekunden vollkommen übertrieben schnarchend in "Tiefschlaf" fällt - bis ich dann sage, "Ich weiß, wo du wohnst" oder "Ich weiß, dass du nicht schläfst" und er sich dann theatralisch seinem Schicksal ergibt....

    Dabei könnte ich mich jedes Mal kaputtlachen.

    @straalster

    In einer der Berichterstattungen stand sie wollte dort für den an dem Tag stattfindenden wesenstest üben
    Vermutlich ist rumprollen am Zaun da nicht hilfreich
    Statt den freien Bürger vorbei zu winken hätte sie doch auch mit dem Hund agieren können

    Und eine andere Aussage war ich habe ihn angefleht mir zu helfen und dann war da das Messer
    und er soll gesagt haben Das er ihr jetzt damit hilft

    Also viel Zeit für alles mögliche, nur nicht zum Handeln?

    Chaotische Handlung, chaotische Berichterstattung
    Also nur spekulatius

    Hab ich auch gelesen. Dann sollte der Hund vor dem Test angeblich nochmal dort toben können, anstatt zu trainieren :ka:


    Spekulation war es von Anfang an, ich versuche aber, mir das vorzustellen. Drei Hunde bellen am Zaun. Offensichtlich kann sie die nicht abrufen und alle auf einmal halten geht auch nicht.
    Rausrennen ist auch schwierig.
    Eigentlich ist es schon echt Glück, dass die anderen beiden nicht auch noch das Loch gefunden haben...

    Sie ruft hinterm Zaun, vielleicht damit beschäftigt die anderen zu halten. Vielleicht auf dem Weg zum Tor.
    Sollte es so gewesen sein, hätte sie halt nicht mehr als rufen können.

    Vielleicht kam das bei dem Mann auch gar nicht mehr an - denn sie voller Adrenalin, da kann sich ne Stimme schon mal überschlagen. Er voller Adrenalin, weil ein Hund auf ihn und seinen Vierbeiner zustürmt - da hört man ja nun nicht mehr alles...

    Was mir auch noch wahrscheinlich erscheint: Das "Ich helf dir" des Mannes, könnte ja auch seinem Hund gegolten haben.

    Der Frau war es schlicht allein nicht möglich die beiden zu trennen

    Ich frage mich schon seit dem "Boxer entwischt durch Loch im Gartenzaun" wie die Frau noch irgendwas hätte machen können.
    Drei Hunde toben am Zaun, einer rennt raus. Bis die Frau am Gartentor ist, verging vermutlich bis wahrscheinlich mehr als ne Sekunde. In der Zeit hatte ihr Hund den anderen vielleicht schon im Maul.
    Jetzt kann sie ja auch nicht einfach das Tor aufreißen und raus rennen, denn da sind ja noch ihre anderen zwei Hunde, die relativ wahrscheinlich mit durch das Tor wollen und ebenfalls toben.

    Bis sie endlich aus dem Garten raus ist ohne dabei ihre anderen zwei Hunde rauszulassen waren es vielleicht nur wenige Sekunden. Aber eben ausreichend Zeit, damit der Boxermix den Chi schon zu fassen bekam und der Mann schon beim Hund war bzw. vielleicht stand der Mann auch direkt daneben, weil sein Hund an der Leine war und vielleicht hatte er auch keine Zeit mehr, seinen Hund hochzunehmen.

    Ich hatte die Situation auch schon, dass ein Hund auf uns zurannte - der war so schnell, so schnell hätte ich meine nicht mehr sicher auf den Arm nehmen können. Ich hab dann meine Körperteile hingehalten.

    Und es ist einfacher zu schreien "Nehmen sie ihren Hund hoch" als in der Situation zu sein, dass der fremde aggressive Hund auf einen zu rennt...

    Noch so als Nachtrag: Es gab hier in der Vergangenheit viele Interessenten, die hätten aus leider Mitleid am liebsten gleich alle Pflegetiere mitgenommen. Oder eben das "Geschädigtste". Nicht, weil es denen bei mir schlecht ging. Sondern weil die halt ne suboptimale bis beschissene Vergangenheit haben. Geschlagen, getreten bis Knochen brachen, Brandwunden, Schnittwunden, unterernährt, als Beute benutzt, als Wurfmaschine benutzt, noch nie Tageslicht gesehen, wurde angezündet und aus dem Fenster geworfen, chronisch krank etc.


    Wäre das gut gegangen?

    Definitiv nicht.

    Ich hab das den Interessenten auch nicht erzählt, damit sie Mitleid haben. Sondern damit sie wissen, mit welchen Baustellen sie rechnen müssen. Was die Tiere leisten können und was sie noch nicht oder auch nie leisten können.

    Und das Ziel für mich war und ist nicht: Na Hauptsache, das Tier ist vermittelt.
    Das Ziel ist für mich Zufriedenheit und vielleicht sogar Glück und vielleicht sogar enge Bindung und ganz vielleicht sogar Liebe auf beiden Seiten.

    Das kann aber nicht allein auf "das Tier hat es am nötigsten" basieren.

    Ja dann soll man sich aber nicht den Tierschutz auf den Rücken schreiben.
    Sondern ganz klar sagen ich will ein Hund kaufen für meine Bedürfnisse.
    Ich hab damit auch keine Probleme mit, mach ich beim nächsten Hund auch.
    Aber dann soll man nicht sagen das man ihn aus "Tierschutz" Gründen gerettet hat sondern ganz klar nach sein Geschmack entscheiden lässt ...

    Ich mag den Doppelmoral bei solchen. Sachen nicht

    Ich find das ist nicht in jedem Fall Doppelmoral.

    Auch beim Tierschutz muss jeder schauen, ob das Tier ins eigene Leben passt. Ob geleistet werden kann, was das Tier braucht und ob es die Umstände erlauben.

    Die eigenen Bedürfnisse spielen dabei immer eine Rolle und sollten auch nicht vernachlässigt werden, denn über kurz oder lang melden die sich wieder und dann gibt es einen Konflikt und Unzufriedenheit.

    Wenn ich einen Hund will, mit dem ich auch im Sommer ein paar Stunden unterwegs sein und aktiv sein kann, werde ich mit einem älteren Mops vermutlich nicht glücklich - und er mit mir auch nicht. Wenn ich mit meinem Hund am liebsten gemütlich auf der Couch hängen, ruhige Spaziergänge machen und auch ansonsten möglichst entspannen will, sollte ich mir keinen Welpen oder ne aktive Rasse zulegen.
    So als Beispiele.
    Einige Faktoren müssen einfach passen.

    Natürlich wird oft nach Niedlichkeit entschieden. Natürlich wird oft nicht wirklich nachgedacht oder (sich) richtig informiert - bei der Rassehundewahl ebenso wie im TS.

    Aber das bedürftigste aller bedürftigen Tiere zu nehmen, obwohl das nicht ins eigene Leben passt, kann es eben auch nicht sein.