Beiträge von straalster

    Für mich gibt es ein paar Widersprüche - vielleicht kannst du dir aufklären.


    1. Du warst vier Wochen lang zuhause, bist maximal kurz zu Einkauf oder Arzt weg. Danach warst du dann abrupt für neun Stunden am Stück weg?

    Da sehe ich keinen Aufbau vom Alleinebleiben.


    2. Sie hat offensichtlich Probleme beim Einhalten von Urin (macht manchmal schon 30 Minuten nach dem Lösen draußen wieder rein) - und du packst sie ohne Pause neun Stunden in eine Box?

    Da würde ich mich nicht wundern, wenn sie dann auch in die Box macht (machen muss).

    3. Du kommst her, um Rat zu suchen, sagst dann aber ein Trainer wäre sinnlos - weil, was sollst du denn noch machen. Genau das kann dir ein Trainer vielleicht beantworten.


    Tami kennt bisher Pinkeln wann und wo sie will. Bei dir muss sie sage und schreibe neun Stunden am Stück aushalten. Das ist eine wahnsinnige Veränderung. Zudem hat sie offensichtlich bisher keine Stubenreinheit kennengelernt und ist gestresst.

    Ich kann verstehen, dass deine Nerven blank liegen aber du mutest dem Hund auch wahnsinnig viel zu.

    Und an deiner Stelle würde ich mal einen Bereich oder am besten ein ganzes Zimmer hundesicher machen. Muss ja nicht für immer sein. Aber erstmal alles aus diesem Bereich weg. Nicht nur in Schrank oder Regal weiter oben hinlegen, sondern komplett weg.

    Dafür reicht im Prinzip eine größere Zimmerecke mit einem stabilen Auslauf abgegrenzt.

    Für euer beider Sicherheit, wenn sie mal kurz alleine bleiben muss.

    ich hab sie da nur normal Durchchecken gelassen. Wie gesagt am Anfang dachte ich das sich das gibt.
    Und ja sie macht auch in die Box.

    Das würde ich zuallererst abklären lassen. Sollte hier gesundheitlich etwas im Argen liegen, was den Harndrang erhöht oder ihr Stress bereitet, kannst du nämlich versuchen, was du möchtest - es wird trotzdem immer wieder was reingehen.
    Da die Hunde bei dem "Züchter" ja größtenteils draußen waren und du auch selbst sagst, ihr seid teils so lange draußen, dass sie friert, würde ich wenigstens mal den Urin und das Blut kontrollieren lassen.

    Ich glaube nicht, dass der gesundheitliche Aspekt das einzige Problem ist - aber wenigstens Abklärung ist wichtig.

    Das steht vorher nicht auf dem Hund drauf, ob er sich auch an seine für ihn spezifischen Eigenschaften hält!

    Genau das betrachte ich hier auch als schwierig. Der TE hat ganz (verständliche) genaue Vorstellungen. Bei einigen Rassen hat er eine bessere Chance, dass die gewünschten Eigenschaften vorhanden sind - aber eben nie eine Garantie.

    Im Zweifelsfall wird der Hund zur Lösung eines Problems angeschafft, erzeugt aber selbst noch mehr Probleme.

    Es gibt auch reichlich Hunde, die problemlos alle auf das Grundstück rauflassen - aber nicht wieder runter. Ob sie dabei wie gewünscht bellen oder leise stellen...
    Es gibt reichlich Jagdhunde, die aussortiert werden - weil sie sich für den angezüchteten Einsatz gar nicht eignen usw. usf.

    Mittlerweile verstorbener DSH hier aus der Umgebung wurde auch als "Alarmanlage" angeschafft. Der hat auch jedes vorbeilaufende Kind, jede Katze und jeden anderen Hund gemeldet und wollte sich drauf stürzen. Erwachsene hat er aber problemlos reingelassen. Abschreckende Wirkung und Anschaffungsziel war also ein ganz klein wenig verfehlt.

    Und wenn der Besitzer schon jetzt keine Lust hat den eigenen Hund auszubilden, warum ihn dann ausbilden lassen?

    Unter anderem wahrscheinlich, weil es cool aussieht und Eindruck schindet.

    Es ist ja nicht so das der Hund dann fertig ist und keine Ansprache/Training mehr braucht. Er muss ja trotzdem auf dem Platz trainiert werden.... Also so richtig Sinn macht das imo nicht.

    Ich vermute mal ins Blaue, dass hier ganz falsche Vorstellungen vorherrschten.
    "Nette" Welpen in der Umgebung. Videos geschaut. Rasse außer beim Abholen noch nie live gesehen.
    Anstatt den Welpen aus dem VDH halt einen vom "Hobbyzüchter" - und weil bei der ersten Wahl die Warteliste zu lang war, gab es dann eben den Hund vom anderen Vermehrer.

    Und so ein im "Internat" ausgebildeter Hund, hat doch was. Wenn dir danach ist, holst du den raus und schindest damit Eindruck. Damit ist selbst Aufwand betreiben unnötig.

    Offen gesagt erkenne ich weder bei (Rasse-)Auswahl noch in die Box packen noch dem gesamten Tagesplan irgendwas an echter Vorbereitung :ka: Ich erkenne nur den Wunsch, dass der Hund "funktioniert".

    Ich bin gerade wirklich überrascht, da man ja immer hört dass man hunden gerade als Welpe viel beibringen soll damit er als Erwachsener gut hört und gehorsam ist.

    Als Welpe und Junghund können die auch super viel lernen. Aber eben in Mini-Schritten und mit ausreichend Pausen, um die Reize zu verarbeiten. Und ausreichend Schlaf, um überhaupt die Kapazitäten zum Lernen zu haben.

    Abgesehen von dem Programm, dass gehörig reduziert werden sollte:

    Hast du schon mal versucht, dich mit Körperkontakt hinzulegen? Kommt euer Hund dann vielleicht etwas besser zur Ruhe? Also nicht in einer Box wegsperren, sondern dich erstmal mit dazulegen.


    Wenn du das Programm jetzt runterfährst, wird Galaxy vermutlich erstmal noch verwirrter und unruhiger. So als Vorwarnung. Ihr habt einen Hund, der nach wochenlangem Schlafentzug und Überlastung zu müde ist, um wirklich zu schlafen. Da wird es dann erstmal noch eine Übergangsphase geben, bis es besser wird.