Hallo @LathyrusVernus - ich finde, ihr sattelt das Pferd von der falschen Seite auf sozusagen.
Habt ihr denn schon mehrere Rassen live erlebt? Vielleicht mal Züchter besucht, wart auf Ausstellungen, Zaungast in Hundeschulen, habt euch mit Haltern unterhalten?
Ich erzähl mal kurz von mir: Ich fand Border supertoll. Also Züchter kontaktiert, Besuch angemeldet, mir die angeschaut - auch bei der Arbeit an Schafen. Das war extrem beeindruckend.
Immer noch vor Augen: Ich klingel an dem Gartentor bei einer Züchterin. Fünf Hunde rennen auf mich zu. Halterin sagt leise "Stopp" Hunde halten in der Bewegung inne. Das war, als hätte sie die Stopptaste gedrückt. Extrem beeindruckend. Auch die Arbeit an den Schafen - wahnsinnig beeindruckend. Aber beim näheren Kennenlernen hab ich gemerkt, dass so ein Hund supertoll ist - nur eben damals nicht in mein Leben passte.
Rhodesian Ridgeback sehr ähnlich. Damals waren die hierzulande noch nicht wirklich "Mode". Halter aufgespürt, Züchter aufgespürt, auf Runden mitgegangen, viele Fragen gestellt, Hunde länger live erlebt. Und wieder festgestellt - passt gerade nicht wirklich.
Die Züchter hätten mir bedenkenlos einen Hund mitgegeben, da Erfahrung vorhanden und ich hätte alles so leisten können, dass der Hund zufrieden ist. Aber wirklich gut zu mir gepasst hätten die eben nicht.
Würde ich auch immer wieder so machen, wenn ich eine Rasse noch nicht kenne. Mich umschauen - wirklich in verschiedenen Situationen erleben. Viele Vertreter der Rasse in unterschiedlichen Situationen erleben, Halter und Züchter befragen.