Beiträge von straalster

    Solange sie Reserven hat und auch noch unterwegs Leckerli nimmt würde ich schlicht und einfach mal die Leckerli gegen das normale Futter tauschen und schauen, ob sie das auch annimmt.
    Vielleicht ist Barf das Falsche für sie. Vielleicht gab es wie erwähnt einen Schreckmoment mit dem Napf.
    Vielleicht hat sie rund um die Läufigkeit keinen großen Appetit. Vielleicht nimmt sie Futter allgemein besser während der "Arbeit" auf.

    Aber du meintest ja, sie hat eventuell sogar ein klein wenig zu viel drauf und nimmt unterwegs noch Leckerli. Da würde ich nicht direkt in Panik verfallen. Eine tierärztliche Abklärung würde ich aber dennoch machen lassen.

    Bei meiner Hündin ist es übrigens ähnlich: Läufig und der Appetit ist quasi nicht mehr vorhanden. Es wird wärmer? Fressmenge wird von ihr selbst reduziert. Wobei sie da aber nie abmagert. Sie reguliert das einfach angepasst an ihren Verbrauch.

    Wieso denkt ma die te hätte den Hund vermurkst. Dass die Hunderassen nun mal stark zur Unverträglichkeit neigt sollte ja bekannt sein. Ansonsten hatte sie ja keine Probleme mit ihm.

    Weniger vermurkst, mehr falsche Wahl von Anfang an. Sich nicht informiert, das falsche vom Hund erwartet.

    Du schreibst es doch selbst:

    Dass die Hunderassen nun mal stark zur Unverträglichkeit neigt sollte ja bekannt sein.


    Eben das war der TE nicht bekannt, weil das Informieren vor dem Kauf nicht stattgefunden hat. Nicht wirklich. Deswegen hielt sie ihren Hund ja für "nicht normal" und war so verwundert darüber, dass er "plötzlich" auf andere Hunde losgeht. Und eigentlich brauchte der ja nur Training :hust:

    Und vermurkst... nunja. Ich finde die Tatsache, dass Boomer nicht nur ein oder zwei Hunde in seinem jungen Leben erwischt hat, spricht für sich. Dass es ein Hund ist, denn die TE nicht halten kann, sondern, der sich immer wieder losreißen konnte spricht auch für sich. Dass die nächste Rassewahl auf Husky fiel, weil die ja ach so verträglich sind... Soll ich weitermachen?

    Ich sehe hier einfach sehr viel Verantwortungslosigkeit, wenig Empathie, wenig Planung und jetzt sind die Eltern als Notlösung ja auch weggefallen - zumindest, bis Boomer vermittelt ist.

    Den bisherigen Kommentaren der TE entnehme ich, dass es zu einem großen Teil darum geht, das Tier überallhin mitnehmen zu können. Und zum anderen um die Optik - sei es durch eigene Vorliebe oder durch Außenwirkung.

    Da werden weder Ratte, Hamster, Katze noch Fische oder Reptilien infrage kommen.

    Das finde ich auch verständlich. Wenn ich ein Tier haben möchte, das ich in einer kleinen Wohnung halten kann, das ich überallhin mitnehmen kann - dann schaffe ich mir halt kein Pferd an. Wenn ich sehr sportlich unterwegs bin, fallen vermutlich Mops und Frenchie raus.

    Aber die Einsicht, dass eben nicht jeder Hund/nicht jedes Tier in jede Situation passt - die fehlt eben vielen. Dazu soll der Hund in diesem Fall ja auch noch was hermachen bzw in ein bestimmtes Bild passen, so rein optisch. Auch nicht gerade selten.
    Aber es ist eben die Einstellung interaktives Spielzeug/Kuscheltier. Das ist weder wirklich Partner noch Familienmitglied und es ist auch keine Liebe. Es ist Accessoire.

    Aber das gilt in diesem Fall generell - finde ich.
    Egal welches Tier, ich hab bei der TE noch nicht ein einziges Mal wirkliche Einsicht, wirkliches Verantwortungsgefühl gesehen.

    Es ist Verstecken hinter "die Freunde haben aber gesagt", die Trainerin hat aber gesagt", "die Sozialisierung muss ja nur stimmen".

    Wenn ich mir jetzt einen Malteser, Havaneser oder was auch immer da vorstelle (was ja gar nicht in die Vorstellung passt) - dann bestehen die gleichen Probleme nach wie vor. Plan B? Gibt es nicht. Hundesprache lesen können? Nicht vorhanden. (ansonsten wäre es eben auch sehr wahrscheinlich nicht so gewesen, dass sich "ein Schalter umlegt", sondern es wäre offensichtlich der Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen bringt.)

    Wie wäre es denn mit Ratten oder sowas statt Hund? Dass Katzen nicht in Frage kommen, verstehe ich gut, ich habe das gleiche Problem in unserer Stadtwohnung. Und ich hatte die gleiche Überlegung, mir deshalb einen Hund zu holen. Aber an den muss man sich eben auch anpassen wollen und man muss verantwortungsvoll genug sein, damit er keine Gefahr für andere darstellt. Da das für dich beides nicht in Frage kommt, aber Leben in die Wohnung soll, würde ich was wählen, was in der Wohnung bleibt und nicht mit raus oder zur Arbeit muss.

    Es scheint ja hauptsächlich darum zu gehen, dass Hundewiese und Spaziergänge mit Freunden drin sind. Da wird es wohl vom Hund nicht weggehen...

    Offen gesagt bin ich ein bisschen schockiert über so manchen Rat hier.

    Käme jemand mit diesen Voraussetzungen und Hundewunsch hier im Forum an, wäre der Ton vermutlich anders.


    Hund muss mit ins Büro oder muss sehr schnell alleine bleiben - denn einen Plan B gibt es nicht. Geld für Betreuung ist nicht vorhanden laut TE. Hund muss artgenossenverträglich sein, denn Hundewiese, Gruppenspaziergänge und sehr hohe Hundedichte erlauben nichts anderes. Auto ist nicht vorhanden, um vielleicht mal weiter rauszufahren oder ohne Öffentliche bzw. Taxi zum Tierarzt zu kommen.

    Anpassen des eigenen Lebens wird nicht passieren.

    Dafür beschränkt sich die Erfahrung mit Hunden aber auf eine kurze Zeit mit nem jungen Akita, der es geschafft hat diverse Hunde zu verletzen. Selbst als klar war, dass er auf andere Hunde sehr stark reagiert wurde er alleine im Treppenhaus geparkt (obwohl bekannt war, dass es da andere Hunde gibt).

    Also ich würde in diese Situation kein Tier vermitteln.
    Selbst ein sehr pflegeleichtes, das gut allein bleibt und verträglich ist.
    Die erforderliche Kompetenz für Tierhaltung sehe ich hier einfach nicht.

    Priorität, nicht nur bei der Hundehaltung, ist: Es soll uns miteinander gut gehen und sich jeder respektieren.

    Dafür gehört für mich zum einen Sicherheit und zum anderen, dass jeder entsprechend seiner Vorlieben und seines Charakters das bestmögliche Leben haben kann.

    Dafür versuche ich, das MUSS auf ein Minimum zu begrenzen und möglichst positiv zu gestalten. Ja, Autofahren muss manchmal ebenso sein wie Alleinbleiben, Pflege und Tierarztbesuch. Also wird das geübt und schön gefüttert.
    Immer das Gleiche essen muss hingegen nicht sein. Durch Menschenmassen laufen auch nicht.
    Sie müssen sich auch nichts gefallen lassen, was nicht sein muss. Wenn einer gerade keine Lust oder generell keine Lust auf Kuscheln hat, wird eben nicht gekuschelt. Wenn die Konzentration heute nicht zum Üben reicht, wird eben nicht geübt - so z.B.

    Die Mäusekinder müssen nicht funktionieren, sie sollen es gut haben und gerne im Team arbeiten, gerne zusammensein. Sowohl untereinander als auch mit den Menschen. Dafür braucht der eine mehr Abstand und Ruhe als der andere und das wird respektiert.
    Sie sollen sich in ihrer Umwelt wohl- und sicher fühlen.

    Manche Hunde übergehen den Hunger und sind dann regelrecht angewidert vom Futter (egal, worum es sich dabei handelt). Anfüttern - also erstmal aus der Hand ein paar Stückchen geben und sei es unter "Zwang" - würde ich also an eurer Stelle nochmal versuchen.
    Manchmal stellen sich Appetit und Hunger erst dann wieder ein und erst dann kann der Hund tatsächlich wieder fressen.

    Wie sieht es denn mit dem Gewicht aus? Zu niedrig, noch gut oder vielleicht sogar zu hoch?

    Trinkt sie ausreichend? Könntet ihr vielleicht was ins Wasser mischen oder ihr Brühe/Suppe anbieten?

    Steht die nächste Läufigkeit an?