Genau bei sowas zieht sich bei mir alles zusammen: Hunde, die gelernt haben, ihren Stress so richtig gut zu verbergen, bis gar nichts mehr geht und sie solche Reaktionen haben und dann kommen Menschen und sagen "Joah, der sah halt nicht gestresst aus
"
Ich finde das ziemlich viel interpretiert. Ich hab den Lauf sogar aufgenommen, man sieht da fast gar nichts, um darauf so spezifisch hinzudeuten. Man sieht von der oberen Kamera den Hund erst kaum und dann switcht die für 2 Sekunden auf die am Ringrand, sodass man den Hund besser sieht. Und da will man reininterpretieren, dass der arme gequälte Hund so krass gestresst ist, dass er alles verbergen kann, aber an einem Pipi merkt man das und kann das in den 2 Sek erkennen?
Als in einem der letzten Jahre der Dackel in den Ring gepinkelt hat und dann BIS machte, gab es zumindest keinen solchen Ansatz, das als mega Stress zu bewerten. Ein Rauhaardackel hat ja auch nicht die Frisur und ist auch wohl nicht so gequält (trotz dass der Hund sehr regelmäßig getrimmt werden muss und trotz der Chondrodystrophie).
Ich beziehe mich dabei weder auf Rasse noch Frisur. Ein Hund, der unter sich macht (ob der jetzt einfach ne extrem volle Blase hatte oder Angst sei dahin gestellt), ist ein Hund, der Stress hat. Für gewöhnlich passiert das nicht bei Tieren, die tiefenentspannt sind und sich denken "hach, ich bin gerade die Ruhe selbst, ich lass mal laufen". Oder?
Und noch so als Hinweis: Ich bin mit Pudeln aufgewachsen und hab ne Züchterin als Mutter. Aber wenn sie sowas bei ihren Tieren als "normal" einstufen würde, würde ich dafür sorgen, dass sie auch unter sich macht. Da kenn ich nix.
Mir ist auch wumpe, wie die Kameraführung davor war. Es geht um die Personen, die den Hund in dem Moment live erleben und die, die sehen, der Hund pinkelt sich selbst voll und das als "passiert" abtun, oder, "der war gar nicht gestresst".