Auch wenn der Frust jetzt groß ist, Quito , versuche, die positiven Seiten ebenfalls zu sehen.
Ich bin mit Tieren aufgewachsen, Immer von ihnen umgeben und sehr sehr früh selbst verantwortlich für sie gewesen.
Andere sind kurz vor der Schule/Uni aufgestanden, ging bei mir nicht. Am Wochenende ausschlafen? Nee, im nächsten Leben vielleicht. Denn den Hunden ist es egal, ob Samstag oder Sonntag ist.
Mal eben spontan wegfahren, wie alle anderen auch? Geht nicht, ich brauche davor Zeit, um die Tierbetreuung zu organisieren. Finde ich keine, hab ich Pech gehabt.
Spontan mit Freunden treffen, fiel sehr oft aus, weil Hund krank.
Party bis sonstwann? Geht nicht, muss immer die Tiere im Hinterkopf haben.
Hätte ich das Geld, das ich allein für meinen ersten offiziell eigenen Hund beim Tierarzt gelassen habe, für mich ausgegeben - ich hätte schon im Studium ein richtig hübsches Auto gehabt, eine größere Wohnung und hätte locker zwei-, dreimal im Jahr Urlaub machen können.
Und ich war daran gewöhnt, solange ich denken kann. Du weißt noch gar nicht, wie Alltag mit Hund überhaupt ist und wie anstrengend du das empfindest. Geschweige denn, was es für dich für eine Umstellung wird, wenn das Studium losgeht.
Also genieß erstmal deine Freiheit und, dass du spontan sein kannst - zu einer Zeit in deinem Leben, wo du haufenweise neue Menschen kennenlernst, eine Feier die nächste jagt und sich vielleicht auch noch das eine oder andere Hobby findet, das nicht ganz so hundekompatibel ist.
Zu den "ich hab viele Freunde, die den Hund auf jeden Fall nehmen" - hmhm. Die hat jeder, bevor er einen Hund hat. Die hat auch noch jeder, wenn es ein kleiner putziger Welpe ist. Seltsamer Weise hat man die ganz oft nicht mehr, wenn man wirklich mal jemanden zum Aufpassen bräuchte - da haben die immer alle schon was vor.
Aber vielleicht kannst du dieser Freund sein, bis zu einen eigenen Hund hast. Hundesitter, auch, wenn es dir vielleicht gerade nicht so richtig in den Zeitplan passt. Dabei könntest du praktische Erfahrungen sammeln.