Beiträge von straalster

    Von Wurfgeschwistern würde ich nicht grundsätzlich abraten - wie viele andere auch: in diesem Fall aber schon. Vielleicht hilft dir ja das Folgende noch a bissl weiter - egal, wie du dich entscheidest.


    1. Ich finde das Spielen von Geschwistern genial. ABER: Da können sich ungesunde Muster ausbilden. So praktisch es auch ist, dass sie immer Gesellschaft und einen Spielpartner haben - ein Auge musst du eben drauf haben. Und wenn du weder Erfahrung noch souveränen erwachsenen Hund hast, musst du umso mehr ein Auge drauf haben.
    Bei mir gibt's zwei erwachsene Hunde, die die drei Zwerge in die Schranken weisen, an denen sich die Zwerge orientieren können. Dennoch hab ich da ein Auge drauf und greife regelmäßig ein.

    2. Erfahrung mit Hunden und deiner eigenen Belastungsgrenze. Mit entsprechender Erfahrung und einer hohen Belastungsgrenze kann das immer noch ausgesprochen anstrengend sein. ABER: Du hast dann wenigstens einen Erfahrungsschatz, kannst frühzeitig erkennen und eingreifen.

    3. Rasse und Übernahmezeitpunkt - meine sind kleine Begleithunde, die ich von Geburt an habe. Das macht es einfach. Die haben sich vom ersten Tag an den Alltag hier gewöhnen können. Wenn die mal an der Leine zerren, kann ich sie halten. Die mussten sich nicht umgewöhnen. Die sind gut verträglich mit anderen.

    4. Jeder muss alles alleine können - könnt ihr das leisten? Bei mir muss jeder tatsächlich einzeln alleinbleiben können. Alleine Auto fahren. Allein neue Reize kennenlernen. Das heißt unter anderem, dass ich an einem Tag dreimal ins Zoofachgeschäft fahre - damit wirklich jeder der Zwerge das kennenlernt. Dass ich dreimal am Tag mit einem Hund alleine im Auto sitze, separate Runden mache usw.

    5. Sie gucken sich Verhalten ab und sie verstärken sich. Das kann durchaus positiv sein. Aber auch richtig, richtig anstrengend und negativ.

    6. Kraft, Krankheiten und Kosten - Hat einer Giardien, Flöhe, Durchfall oder was auch immer, haben es ziemlich zuverlässig beide. Das ist nicht nur anstrengender, sondern auch kostspieliger. Außerdem ist es kräftemäßig ein heftiger Unterschied, ob dir halt ein OEB in der Leine hängt oder zwei.
    Kann natürlich auch bei Hunden mit Altersunterschied passieren. Aber hier gibt es zumindest de Chance, dass du durch Erziehung und Erfahrung anders handeln und managen kannst, wenn du erstmal nur mit einem Hund umgehen musst.

    Halsschmerzen? Mandelentzündung? Haare im Hals?......

    Aber so gehäuft hier im Gebiet und alle innerhalb von 24 Stunden? An was infektiöses hab ich auch schon gedacht aber zumindest bei meinen ist nix gerötet und das Allgemeinbefinden ist gut. Dazu hatten die meisten der Hubde nix miteinander zu tun in der letzten Woche. Da kommt es mir komisch vor, dass es alle zur gleichen Zeit haben.

    Bei uns war das ähnlich mit dem "Verwachsen" aber seit gestern haben das sowohl die jeweiligen Hunde in der Familie als auch in der Umgebung extrem gehäuft.
    Hunde, die das sonst vielleicht einmal im Jahr oder auch gar nicht mehr hatten, hatten in den letzten 24 Stunden teilweise aller paar Stunden einen Anfall.

    Eigentlich kommen da ja nur Wetter oder Pollen infrage, oder?

    Ach Mensch, Situationen die wirklich keiner braucht.... @iinas

    Vielleicht kannst du dir ja für dich einen "Schlachtplan" zusammenstellen? So zum Beispiel:

    1. Durchatmen. Je ruhiger du selbst bleibst, umso besser.
    2. Stehenbleiben. Anfragen: Könnten Sie mal ihre Hunde kurz festhalten? Wir müssen nur kurz zu dem Auto da drüben.
    Wenn dir das Rufen unangenehm ist, geh mal in die Pampa wo wirklich keiner ist und üb es. Klingt albern, kann aber wirklich helfen.
    3. Rufen hilft nicht? Wirf Leckerlie so viele und so weit du kannst.
    4. Nimm deinen Hund vielleicht lieber hinter dich als zwischen die Beine. Ich hätte meine Bande nicht gerne zwischen den Füßen, wenn ich andere Hunde blocken oder abwehren muss.
    Das würde mich in der Bewegung einschränken. Ich finde es besser, wenn sie hinter mir bleiben und dann auch mit meinen Bewegungen mitgehen. So bleibe ich immer als Schild zwischen ihnen und den Fremdhunden.

    Und üb es einfach mal mit dir und Hund - ohne Fremde in der Umgebung.

    Ist natürlich nicht immer alles 100 Prozent wirksam aber mir hat das ganz viel Sicherheit gegeben, dass ich mich vorbereiteter gefühlt habe. Zur Not hab ich auch noch ein Pfefferspray dabei. Hab ich noch nie verwendet aber selbst das gibt mir Sicherheit und ich bleibe dann in solchen Situationen ruhiger als früher.

    Wieso wird das automatisch von Dir infrage gestellt? Vll. sind sich die Zeugen einig, dass es eine gewesen ist (woraus auch immer resultierend).
    Diese Vorstellung, beim Spiel , finde ich wesentlich weiter hergeholt und wirklich, sehr, sehr subjektiv (und reine Spekulation):
    beim Spielen ein Ohr halb ab?

    Wie spielen denn KInd und Hund miteinander? Keiner meiner Hunde hat mir jemals einen Schaden am Ohr hinterlassen, öh, auch nicht im Spiel. Und davon habe ich auch noch niemals gehört. Nicht mal beim heftigen Spiel unter Hunden. Dass mal ein Ohr einen Ratscher erhält, ok, (jow, meistens bei Welpen, wenn die Beisshemmung noch nicht so ausgeprägt ist).

    Wie viele Spielohren musstest Du denn schon einsammeln?

    Wenn es dazu Zeugenaussagen gibt, dann gehört das als Beleg ebenfalls in die Mitteilung.

    Und genau aufgrund der fehlenden Angaben und Belege darf es eben nicht passieren, dass suggestive Formulierungen gewählt werden.

    Atme erstmal durch. Die Situation ist beschissen aber du hast noch Zeit und Handlungsspielraum.

    Informier dich einfach über Alizin. Hol dir weitere Meinungen von Tierärzten ein. Schreib eine Pro und Contra-Liste.

    Ich würde dir (und ich habe einen Ups-Wurf von Hunden, die nicht verwandt sind - den ich komplett behalten habe) zum Abbruch raten. Gefahren bei der Geburt, Milchstau, Mastitis, Sorgen um Mutter, Sorgen, dass es irgendwelche Behinderungen bei den Welpen gibt....

    Ich liebe die Nasen. Könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich trotzdem Alizin wählen.

    Du stellst infrage, dass es der Hund gewesen ist?

    Nein, ich stelle die Berichterstattung in Frage - wie aus jedem meiner letzten Beiträge hier hervorgeht.

    Fakt ist, das Kind hat eine Verletzung, musste operiert werden. Fakt ist auch, die Verletzung wurde durch den Hund hervorgerufen. Aber war es eine Attacke? Oder war es ein richtig blöder Unfall? Zum Beispiel beim Spielen.

    Das sollte geklärt sein, bevor von Angriff oder Attacke gesprochen wird. Und bevor das nicht geklärt ist, ist es keine sachliche, neutrale Wiedergabe der Fakten - sondern Stimmungsmache.

    Wenn es noch keine Erklärung gibt, muss es einfach so dabeistehen. Und zwar eben faktisch und neutral.

    "Attackiert" ist nicht neutral. Das ist eine Wertung, die aufgrund der bekannten Fakten noch gar nicht erfolgen kann.

    Um vom Autounfall wegzukommen, nehme ich mal ein anderes Beispiel:

    Mann wird mit blauen Flecken und blutenden Wunden aufgefunden. Vermeintlicher Verursacher ist eine Frau, die in unmittelbarer Nähe gefunden wird.

    Die reißerische Schlagzeile wäre jetzt: Frau attackiert Mann

    Neutral wäre: Verletzter Mann aufgefunden. In Tatortnähe Frau mit möglicher Tatwaffe zugegen. Tathergang bisher unklar. Ermittlungen laufen.

    Bei der reißerischen Variante entsteht doch ein ganz anderes Bild, als bei der neutralen. Da wird schon vorweg genommen, dass sie ihn absichtlich angegriffen und verletzt hat. Bei der neutralen Variante bleibt zurecht offen, ob es Angriff oder Notwehr war und ob sie überhaupt für die Verletzungen verantwortlich ist.