Beiträge von straalster

    In meinem Verständnis des Wortes Angriff hast du den dann schon angegriffen - zwar mit dem zweck das er seine Angriffe einstellt, aber als Angriff seh ich das schon. So unterschiedlich ist die Interpretation. Alles was zum Gegner hin geht ist ein Angriff, alles was stoppt oder ablenkt ist eine Abwehr. Wenn ich meinen Arm zum Maul eines Hundes bewege, damit der Hund nicht wieter vorkann ist das Abwehr, bewege ich meinen Arm zum Hundemaul um ihm die Zähne zu verbiegen ist das ein Angriff. So interpretier ich zumindest die beiden Worte.

    Also wäre das von mir Beschriebene ein Gegenangriff deiner Meinung nach? Obwohl ich nur mit dem zur Verfügung stehenden Mittel meine Haut retten will?
    Was würde dann bei dir als Notwehr oder Verteidigung gelten?

    Ist so ein bisschen wie mit HSH. Zum Beispiel:

    HSH tötet Wolf - neutral, Fakt. Da können die Leser jetzt Mitleid mit dem Wolf haben oder den HSH zum Held erklären. In jedem Fall ist es neutral und die Fakten werden wiedergegeben.


    HSH schützt Herde - auch neutral, er hat geschützt. Das ist seine angedachte Aufgabe. Wahrnehmung geht aber eher in Richtung Sympathie für den Hund.


    HSH attackiert Wolf - HSH ist aktiv auf den Wolf gegangen, HSH ist Täter, Wolf ist Opfer.


    Sprache gestaltet unser Denken. Davon kann sich keiner freisprechen. Deswegen sind Attacke und Angriff auch immer noch was anderes als Verteidigung und Notwehr.

    Wenn mich jemand überfällt und ich demjenigen einen Schlüssel durchs Gesicht ziehe oder ne Ladung Pfefferspray verpasse - dann habe ich den weder angegriffen noch attackiert. Ich habe mich verteidigt. Ich habe in Notwehr gehandelt. Ist das wirklich so schwer zu verstehen oder haben Hunde einfach nicht diese Unterscheidung verdient?

    Ernsthaft, jetzt??

    Ja, ganz ernsthaft.

    Wenn ich in meinem Job z.B. "hilft" statt "wird traditionell gegen Leiden xy eingesetzt" schreibe - dann läuft mein Kunde Gefahr, ne richtig heftige Geldstrafe zu erhalten. Zumindest, solange keine entsprechenden Beweise/Studien existieren und ich diese Beweise bzw. Studien nicht nachprüfbar anfüge.
    Schlicht und einfach weil dieses Wort "hilft" eine andere Wahrnehmung erzeugt als "wird traditionell eingesetzt/ wird in der Pflanzenheilkunde für xy verwendet".

    Und genauso verhält es sich bei allem anderen. "Hund greift an" ist was anderes als "Hund verteidigt sich". Mit "Hund verteidigt Besitzer" oder "Hund beißt Angreifer" wird der Vierbeiner zum Helden. Mit "Hund beißt Mensch" wird der Vierbeiner zum Täter.

    Und nein "Attacke" ist nicht das Gleiche wie Biss oder Verletzung. Attacke unterstellt eine aggressive Intention. Da wird unterstellt, dass der Hund aktiv und unprovoziert angreift. Wenn der Hund das gemacht hat, sollte das auch so dastehen. Hat er sich aber nur gewehrt, sich oder andere verteidigt, gehört das Wort da nicht hin.

    Der Hund wurde nach der Attacke in eine Tierheim gebracht. ...

    Auch da ist eben das suggestive Wort "Attacke". Ich finde jedoch, es ist nicht (nur) der Job der Polizei, darüber möglichst neutral zu berichten. Das ist der Job der Presse. Da sollte jeder wissen, welcher Begriff angebracht ist.

    Das liesse sich einrichten - also Mc`s treffen, ohne dass die Rinder an einen rankommen.Es ist recht normal, dass Menschen, die mit Rindern gearbeitet haben, fremden Rindern gegenüber vorsichtig sind. Rinder sind eher keine Kuscheltiere und "fremdeln" sehr.

    Also, wenns Euch mal nach Oberfranken ins Fichtelgebirge verschlagen sollte: Das Angebot steht, dann schreib mir beizeiten eine PN und ich schick Dir meine Telefonnummer zum Bekakeln.

    Und: Grüß Deine Oma unbekannterweise von mir.

    Das ist ganz lieb von dir und sollte es passen melde ich mich gerne. Außerdem soll ich dir ganz liebe Grüße zurück ausrichten.

    Nach Rücksprache:
    Bei meiner Oma ergeben sich durch körperliche Einschränkungen (sie wurde vor Kurzem operiert und ist eben nicht mehr die Jüngste) einfach Unsicherheiten, was ich vollkommen verstehen kann.
    Mit der unsicheren Haltung mag sie wiederum nicht in die Nähe der Rinder. Finde ich auch sinnvoll.
    Generell ist sie ein eher ängstlicher Mensch.

    Bemerkenswerte Sätze:

    "Wenn wir da mal hinfahren adoptierst du aber kein Kalb und ich komm auch nicht an die (Jung)Bullen."

    Da adoptiert mal einmal ein Kalb, weil die Mutter gestorben ist und schläft einmal auf der Weide und 30 Jahre später wird mir das immer noch vorgehalten...

    Abgesehen von den entsprechenden und möglichst umfassenden Untersuchungen hat sich meine Meinung bezüglich Hunden vom Züchter in den letzten Jahren extrem verändert.

    - mehrfach entwurmt: Hielt ich für ein Qualitätsmerkmal. Mittlerweile nicht mehr. Solange sie die Wurmkur nicht brauchen, warum eine oder sogar mehrere geben?

    - Anschluss an die Eltern, das Rudel und die Familie: Find ich nach wie vor wichtig. Mutter und Welpen sollten sich zurückziehen können. Aber wenn jemand die Mutter schon mal vorsorglich wegsperrt, damit die Welpen mit 8 Wochen "abgabebereit sind"... uff.
    Oder wenn die Welpen mit 8 Wochen "problemlos" einzeln alleine bleiben können. Das finde ich mittlerweile so gekünstelt und gedrängt...

    - Sie sollten draußen und drinnen sowie normalen Alltag kennen und wissen, dass man sich zurückziehen kann. Mehr erwarte ich gar nicht mehr. Und wenn ein Züchter sagt: "Der Welpe ist noch nicht so weit" wäre das für mich ein Qualitätsmerkmal.