Beiträge von straalster

    Eine Person, die auf übergriffige Fragen verzichten, ist nicht zwingend jemand, der mit „Geld auf dem Tisch“ zufrieden ist.

    An welcher Stelle steht denn, dass die kontaktierten Züchter alle diese Frage gestellt haben sollen? Vielleicht hat die TE das ja auch einfach selbst mitgeteilt?

    Und zum Bauchgefühl: Joah, macht man so lange, bis man ein verfilztes, verdrecktes, abgemagertes und krankes Tier zurückbekommt. Danach setzt jeder vernünftige Züchter den ich kenne, auf mehr als Bauchgefühl. Und Gedanken lesen kann keiner. Also muss man gegebenenfalls Fragen stellen und sich unterhalten.

    Ich finde die Frage auch übergriffig und würde bei einem solchen Züchter keinen Welpen kaufen.

    Die Frage ist nicht nur höchstpersönlich, sondern auch absolute Zukunftsmusik. Keiner weiß, ob’s klappt, ob nicht doch Zweifel kommen, kennt die Arbeitsverteilung, die Erfahrungen, das soziale Umfeld oder ggf. bestehende Krankheitsgeschichten. Und selbst wenn man all das durchkauen würde: Dann hat man einen Gefahrenbereich geräumt (falls man sowas überhaupt kann - im Freundeskreis hab ich erst mitbekommen, wie schnell ein Kinderwunsch auftauchen kann, der vorher nicht da war) und drölfzig weitere sind dann noch „offen“. Möchte man dann auch den Lebenslauf begutachten, um Prognosen für etwaige zukünftige Arbeitsplatzwechsel zu erstellen oder polizeiliche Führungszeugnisse und Gesundheitschecks einsehen?

    Ich kann ja verstehen, dass man sich als Züchter irgendwie vergewissern möchte. Aber man sollte auch einfach nicht vergessen, dass es keine absolute Sicherheit gibt.

    Gibt es nicht , richtig. Aber man kann hinweisen, man kann nachfragen (zum Wohle aller Parteien) und man kann damit zumindest das Risiko minimieren.

    Ein Züchter oder Vorbesitzer, der zufrieden mit Geld auf dem Tisch ist, wäre mir suspekt. Denn da geht es eben nur ums Geld.

    Wer wirklich verantwortungsvoll und liebevoll aufzieht, möchte dann auch ein entsprechend gutes Zuhause für die Hunde.

    Und gerade in der Corona-Situation könnten sich viele Züchter dumm und dusselig verdienen. Wer da sagt: Davon rate ich ab, da möchte ich keinen meiner Welpen hingeben - das spricht für mich für die Qualität und nicht dagegen.

    Eher ja, ausschliesslich nein.

    Dein Beitrag fand ich einfach respektlos Männern gegenüber die mindestens 50% beitragen.

    Stillen kann nicht jede Frau, abpumpen ist auch eine Möglichkeit usw.


    Und die TE ist nicht die Einzige die deine (in diesem Fall sogar spöttische) Beiträge liest und dementsprechend darauf antworten kann.


    Es freut mich, dass ihr euch verständigen konntet. Ändert aber nichts daran, dass ich deinem Beitrag nicht zustimme.

    Darum geht es doch hier aber in keinster Weise. Auch wenn sich der Vater zu 100 Prozent bei Kind und Hund einbringt:

    Es gibt dann Job, Haushalt, Säugling, Ersthund, Hundehaare, volle Windeln, Gassirunden, durchwachte Nächte, Durchfall, Spucken, noch mehr Hundehaare, weil es ein Goldi werden soll, dazu noch ältere Kinder, die ebenfalls nicht zu kurz kommen sollten ... Das ist auch für zwei Personen einfach verdammt viel auf einmal.

    Und wenn das bei euch angeblich so wunderbar läuft ist es doch super. Aber das ist eben nicht die Regel.

    Klar und jeder andere Züchter ist unseriös, da sie sich nicht in solche Themen einmischen und auch nicht meinen den anderen sagen zu müssen, was für diese stressig ist.

    Und du hast schon wie viele Tiere vermittelt, die dir im Bestfall in desolatem Zustand wieder zurückgegeben wurden?

    Ich erkenne in solchen Fragen Züchter, die sich einen Kopf um Hund und Halter machen. Und das gehört für mich zu seriösem Verhalten dazu. Denn werden diese Fragen nicht gestellt, geht es lediglich um Geldmacherei. Und in dem Fall kann ich nicht einmal davon ausgehen, dass derlei Fragen gestellt wurden, vielleicht hat die Threaderstellerin das auch von sich aus angegeben :ka:

    Hallo nochmal Saski05

    ich finde es sehr schön, dass ihr euch zuvor informiert. Das gleich vorab. Es gibt viel zu viele, die erst einmal ein Tier zum Üben anschaffen und dann wieder abschaffen, weil bei Ankunft des Babys alles zu viel wird. Da kommt es nicht zwangsläufig auf die Rasse an.

    Ich würde euch zum jetzigen Zeitpunkt auch keinen Hund geben. Nicht weil du nicht sympathisch wirkst oder uninteressiert. Ganz im Gegenteil, du informierst dich ja aktiv. Nur der Zeitpunkt ist halt ungünstig.

    Theorie und Praxis sind in der Regel zwei sehr verschiedene Paar Schuhe. Ich kenne bisher kein Paar, das Säuglinge einfach fand und nie auf dem Zahnfleisch ging. Eher im Gegenteil. Da glaubte man, man sei ach so gut vorbereitet und könne das problemlos ab. Man macht dann halt einfach dies und jenes... Joah, nee. Weil erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Keiner stellt sich das so anstrengend vor, wie es ist bzw. sein kann. Das Gleiche bei Ersthundehaltern. Wie viele sich hier anmelden, weil der Welpenblues einsetzt oder einfachste "Probleme" (die eigentlich keine sind, sondern normal, aber für den Menschen ungewohnt) zur extremen Belastung werden...

    Auch wenn dein Partner und du euch beide 50:50 reinteilen: Das ist kein gemeinsamer Sprung ins kalte Wasser, wenn man Erst-Welpen und Erst-Baby miteinander kombiniert. Das ist ein gegebenenfalls ein Klippensturz. Also nehmt euch lieber Zeit und macht eins nach dem anderen.

    Tierschutzhund ist nicht gleich Tierschutzhund. Die haben nicht alle Probleme oder sind auffällig. Halter verstorben, Halter geschieden, Halter krank, Halter umgezogen, Halter hat keine Ahnung gehabt - es gibt da durchaus Tiere, die einfach Pech hatten aber gediegen sind, bereits Grundkommandos kennen, mit Kindern vertraut sind usw.

    Ein Tipp wäre auch noch "Rasse in Not" Seiten. Also beispielsweise "Pudel in Not". Vorgeschichte des Hundes ist da in der Regel bekannt. Das wäre auch eine Anlaufstelle um zu sagen: Wir bieten das und das, möchten so und so einen Hund. Wenn ein passender aufgenommen wird, werdet ihr informiert.

    Beim seriösen Tierschutz hast du zudem den Vorteil, dass mal ein Spaziergang zur Probe möglich ist. Oder mal ein Wochenende, um zu testen, ob das passt.

    Also Baby und Welpe als auch wie Züchter darauf reagieren.

    Seriöse Züchter werden keinen Welpen an einen Ersthundehalter geben, der demnächstens vielleicht schwanger ist. Das kann natürlich immer der Fall sein aber bei euch ist es ja geplant. Hinzu kommt, dass ihr bisher real noch nicht wisst, welche Anstrengung auch ein extrem pflegeleichter Welpe und ein extrem pflegeleichtes Baby mit sich bringen - und das ist der seltene Glücksfall.

    An deiner Stelle würde ich alle, die das so ganz ehrlich sagen, auf eine Liste schreiben und sie mir merken: Denn diese Menschen sind offen mit dir und bewahren dich vor richtig viel Stress.

    Stell dir vor, dein Welpe oder Junghund zerpflückt mal gepflegt eine Packung Windeln, während dein Kind schreit und du einen Milchstau hast. Eigentlich alles für sich kein großes Problem. Aber in Kombination mit Hormonen, Schlafmangel und blanken Nerven... muss man sich nicht antun.

    Mach es lieber hintereinander. Dann kannst du sowohl Kind als auch Hund deutlich mehr Aufmerksamkeit widmen. Es ist entspannter für alle Beteiligten.