Beiträge von Beaglebine

    Da ich etwas ängstlich, schreckhaft und zaghaft bin, weiß ich aber nicht, ob sich ein Hund überhaupt für mich eignet, weil man ja eine laute, kräftige Stimme und Selbstvertrauen braucht, um einen Hund zu trainieren. Vielleicht könnte es aber auch helfen, mehr aus mir heraus zu kommen.
    Von Hunden aus dem Tierheim halte ich nichts, da sie sehr oft mental sehr geschädigt sind, weil ihr Vorbesitzer sie misshandelt hat, und daher einen neuen Halter suchen, der schon viel Erfahrung mit Hunden und Spezialfällen hat.Auch von reinen Rassenhunden möchte ich mich fernhalten, da sie meist mit Erbkrankheiten zu leiden haben.

    Da ich noch keine Erfahrung habe, würde ich mich freuen, wenn ihr mich etwas beraten könntet, was Pflege und Kosten angeht, und was man beachten muss, bevor man sich einen Hund holt / kauft und wo. Ich habe zwar kein Auto, würde mich für die Anschaffung aber auch außerhalb Berlins begeben, wenn möglich aber innerhalb Brandenburg.

    LG

    Hallo Vulture,

    1. Wozu solltest du eine laute Stimme brauchen, um einen Hund zu trainieren?
    Hunde hören so viel besser als wir, selbst leiseste Geräusche nehmen sie wahr...
    Laute Stimme brauchst du definitiv nicht, es gibt nix schöneres als leise-oder ganz ohne Stimme mit dem Hund zu kommunizieren/zu arbeiten.
    Körpersprache verstehen sie eh viel besser, da sie selbst viel mehr darüber "sprechen" als über Laute...

    Ich würde mir wünschen, dass du noch mal in dich gehst bzgl Tierheimhunden..
    Mitnichten sitzen dort nur "Psychos" die wg Aggressivität abgegeben worden oder
    "einen weg" haben! Oftmals sitzen dort Hunde, die unüberlegt angeschafft worden sind- und plötzlich hat dann keiner mehr Zeit oder Lust sich um den hund zu kümmern... Dass so ein Hund Arbeit macht, Geld und Zeit kostet, ein Lebewesen ist, dessen Leben man in den Händen hält, bedenken viele einfach nicht ausreichend! Im TH sitzen sehr viele Hunde, die 0,00% "Schuld" daran haben, dass sie dort sitzen - sie waren treue Hausgenossen, Freunde & CO - bis, ja bis sie irgendwem lästig wurden oder man sie nicht mehr halten konnte (Gesundheit/Finanzen des Halters viellleicht dahin)..

    Denke auch, 100-150 Euro solltest du im Monat erübrigen können...
    Futter & Pflege, Steuer, Versicherung, Hundeschule (würde ich dir zu raten), Tierarzt-Rücklage, Betreuung evtl.....

    Ich finde soo viel ganz toll an meinem Lupo, eigentlich den kompletten
    Kerl! :)

    -seine unheimlich liebe,geduldige Art
    -seine fast unerschütterliche Nervenstärke
    -seine Verträglichkeit mit allem was lebt und atmet
    -seine Fröhlichkeit und seine Clowmerei an manchen Tagen
    -seinen Geruch, wie er sich anfühlt
    -seinen tollen Halskragen, da kann man so schön drin rum kraulen
    -seine Flapp-Ohren, die immer für nen Lacher gut sind und die soo weich sind...
    -seine treuen, wunderschönen Augen, die so viel ausdrücken können..
    -seine Anhänglichkeit an mich, diese Zuneigung und Treue
    -sein Poser-Gen beim Fotografieren
    -seine Arbeitsfreude, egal was gemacht wird-Hauptsache dabei
    -seine Geräuschkulisse- wenn er mir was erzählt oder sich wohlfühlt..
    -seine riesen Lakritznase
    -sein Bellen & Heulen
    -sein Schnarchen
    -sein tiefes Vertrauen in mich

    Man sollte für jagdliche Zwecke dann schon auch an der richtigen Stelle suchenhttp://www.jagd-beagle.de/

    So "schade" das von vielen empfunden wird, ich denke bei so Rassen, deren Linien krass getrennt sind, haben die jeweiligen Zuchtausrichtungen keinen Einfluss aufeinander.

    Wenn ich einen Field Trial Setter will, kann ich sofort einen kriegen, gleiches beim Showsetter. Die Showsetter haben keinen Einfluss auf die Field Trial Linie, also isses wumpe, was hier und dort gezüchtet wird.

    ooops, sorry @Beaglebinem hab deinen Beitrag zu spät gelesen

    Im BCD ist es durchaus erlaubt, beide Linien zu kreuzen also Formwert mit jagdlicher Anlage. Da isses dann schon so, dass
    über die Jahre, die jagdliche Linie "verwässert" werden könnte.

    http://www.beagles-vom-wulbecktal.de/zuchtklassen

    Sagen wir mal so, mir ist es schon ganz recht (und angenehm ist es auch-als Nichtjäger) dass Lupo keinen riesen Jagdtrieb hat.
    Ich hätte ihn aber auch als Jagdsau genommen- und eben damit gearbeitet.

    Wir laufen ständig offline durch Feld & Wald, Kaninchen gibts hier ne Menge.. Er findet Spuren durchaus mal interessant, ich sehe es an seiner Haltung und kann ihn dann gut abrufen.
    Also Jagd muss nicht sein - aber sämtlichen Ersatz nimmt er sehr gern an, zeigt manchmal auch Spurlaut suf Fährte.

    Ich finde es auch traurig, dass viele Züchter inzwischen extra
    auf wenig Jagdtrieb selektieren-ja, es mag für den Großteil der Käufer passender sein-aber warum wählen die denn nicht eine andere Rasse?! wenn man so gar kein interesse an Nasenarbeit hat, gäbe es einige Rassen, die passender wären...

    Es gibt durchaus noch einige Beaglezuchten, die sich der jagdlichen Anlagenzucht verschrieben haben und nicht auf Formwertzucht gepolt sind. Dort wird auch gern der Nachwuchs in fördernde Hände abgegeben..

    Zb: Snoopy jokers
    Verein Jagdbeagle

    Für mich fängt das schon damit an, dass der Hund sehr aufmerksam sämtliche Bewegungen beobachtet, evtl fängt er dann noch das Hecheln an, angespannte Körperhaltung, Rute wedelt aufgeregt aber ziemlich steif...

    Meinem mussten die Kaninchen (andere Tiere) schon vor die Nase laufen, damit er sie mal wirklich beachtet, ansonsten lag er herum, döste, kaute seinen Knochen...

    Habt ihr sowas bei eurer Rasse auch schon mitbekommen? Ich denke da auch an die anderen Retriever oder an Schäferhunde und Border Collies. Wie geht ihr damit um? Ist es euch egal oder bemüht ihr euch dem Idealbild des xy-Halters gerecht zu werden?


    Seid ihr der Meinung, dass man als Halter einer bestimmten Rasse die Pflicht hat den Hund auch rassegerecht auszubilden oder ist das egal, solange man den Hund beschäftigt?

    Bin gespannt auf eure Antworten!

    Beim Beagle gehts eigentlich, der "Druck" ist da nicht so groß.


    Es gibt sehr viele, die gar nichts mit ihrem Beagle (einer Bracke!) machen, außer ihn an der Flexi um den Pudding zu führen und ihm ab und zu mal ein Bällchen zu werfen..
    Zudem ist der Beagle ein Laufhund und sollte mehr Bewegung bekommen als insgesamt vielleicht nur 1 Std am Tag..

    Für mich ist das so ein bisschen wie "Perlen vor die Säue".. Diese Rasse hat so tolle Fähigkeiten, diese sollten nicht komplett ungenutzt bleiben und verkümmern.. Ich sehe es nicht als "Pflicht" an, mit dem Beagle etwas in der Richtung zu tun - aber es wäre schön (für den Beagle) und ich würde es empfehlen!

    Die meisten Beagle sind sofort dabei, wenns an die Nasenarbeit geht, da sieht man richtig die Begeisterung.

    Ich bemühe mich, ihm oft eine Jagdersatzbeschäftigung in Sachen Fährte/Trail/Suche/Dummy anzubieten, einfach weil das "sein Ding" ist..
    Da mir die Zeit fehlt, das unter Anleitung oder zu regelmäßigen Zeiten (Wochenend/Schichtarbeit) in nem Verein zu machen, machen wir das eben allein. Viel Bewegung ist mir auch wichtig, wenn Zeit ist laufen wir gern auch mal 5 Std am Stück, 2-3 Std Bewegung bekommt er eigentlich täglich.

    Mmmh, hat ne kleine Katze zb wirklich ne Chance gegen einen Hund? Nein? Wie oft leben die zusammen?

    Generell gehe ich mit dir konform, das kein Tier zu 100% einzuschätzen ist (weshalb Kontakt bei mir immer nur beaufsichtigt stattfand) trotzdem gab es bei mir freien Kontakt zwischen Beagle & Kaninchen, Streifenhörnchen, Vögel.. Hätte er auch nur das geringste Anzeichen von deutlichem interesse gezeigt (Jagdtrieb), hätte ich das nicht getan.
    Bei Katzen finde ich es noch ne Spur riskanter-sie sind eben weniger erziehbar und noch näher am Raubtier als viele Hunde.

    Lupo liebt Umarmungen von mir, gehört zu unserem Begrüßungsritual und auch
    so zwischendurch lässt er sich immer gerne mal drücken und schmiegt sich dann richtig an.
    Bei anderen nimmt er das gelassen hin, aber Begeisterung würde ich ihm da nicht unterstellen :D Er sieht es aber durchaus als nette Geste und fühlt sich nicht
    bedroht oder bedrängt.