Ich glaube in der Tat, dass ein Punkt auch ist, wie viel Aufmerksamkeit man währenddessen dem Hund schenken muss, die dann vielleicht von anderem abgeht. Beispiel: Man trifft sich mit Freunden, will sich eigentlich unterhalten, muss aber währenddessen ständig darauf achten, dass Hund liegen bleibt, niemand anspringt, anbellt whatsoever. Das ist so ein bisschen wie mit einem Kleinkind, das - zumindest bei manchen Müttern - jegliche Aufmerksamkeit sofort auf sich zieht und eine Unterhaltung in mehr als zwei ganzen Sätzen unmöglich macht. Wenn mein Hund so wäre, würde ich ihn glaube ich auch viel öfter daheim lassen. Oder wenn ich merken würde, es ist nicht sein Tag.
Wobei ich es auch extrem wichtig finde, dass das Hundekind davor und danach die Möglichkeit hat, noch sein Ding zu machen, also eine größere Runde zu laufen, zu schnüffeln etc.
Und letztlich ist es - wie beim Menschen auch - sicher eine individuelle Charakterfrage.
Als ich Lupo bekam, war nicht daran zu denken, ihn in ein Cafe/Restaurant mitzunehmen. Er verlor ja schon zu Hause jede Beherrschung wenn´s um Futter ging und sang schönste Arien, von ruhig liegenbleiben keine Spur. Also habe ich das langsam gesteigert, nachdem er zu Hause ruhig blieb übte ich bei Familienfeiern. Dann ein kurzer Kaffee im Cafe usw. Heut ist er ruhig, oftmals unsichtbar und absolut nicht störend.
Er bleibt auch völlig relaxed zu Hause, es ist also kein Muss dass er mitkommt. Ihn lastet so ein kleiner Gang durch die Vorstadt oder ein Besuch im Obi schön aus, viel riechen, gucken, bisschen laufen, beobachten. Er kann ja nun keine 4 Std mehr laufen, halbe Stunde City und er ist zufrieden wie früher nach einer Wanderung.