Beiträge von Beaglebine

    Dauerhaft wird der Futterbeutel nur dann reichen, wenn er dauerhaft nur daraus gefüttert wird -was ich nicht ok fände. Aber selbst das simple Futterbeutel Apportieren kann man ja durchaus anspruchsvoll gestalten, mit Impulskontrolle, Gehorsam, Suche...
    Ich bin echt gespannt, ob die Besitzer vielleicht (für mich überraschend) Interesse an etwas ernsthafterer Auslastung entwickeln.

    Bei uns (Rand von Köln, Nähe Bergisch Gladbach) hatte ich mit meinem Beagle da nie Probleme.
    Er lief (ist nun taub) immer frei auf dem Weg, ich hab die Dummys in den Wald geworfen wo ich recht gut und weit sehen konnte.
    In einem Waldgebiet, welches wir häufig besuchten, trafen wir auch mal auf den Jäger mit seinem DD. Er sprach mich an, hatte uns vorher beobachtet beim Training. Lupo suchte da im 30-50m Umkreis verschiedene Dummys, die Fläche war gut zu überblicken, kein dichtes Gehölz. Er hatte lobende Worte, quatschte mit mir über Jagdhunde/Jagd allgemein, warnte mich vor einigen Bereichen (Schweineburg) und wünschte noch viel Spaß und Erfolg.

    Ich reihe mich hier mal ein mit meinem Beagle-Senior. :winken:
    Er ist 14,8 Jahre alt und wurde nicht jagdlich geführt, ich habe kein Interesse einen Jagdschein zu machen. Die Arbeit mit dem Hund finde ich dennoch faszinierend! :bindafür:
    Lupo hat relativ wenig Jagdtrieb, ging anfangs (5 jährig unerzogen übernommen) gern mal Katzen nach, einmal einem Reh. Spuren ging er auch öfter mal nach, schön die Nase auf den Boden gepresst, Rute fleißig in Arbeit.
    Ich habe recht bald angefangen, mich über alternative Beschäftigung schlau zu machen, einen eigenständig jagenden Beagle im Kölner Stadtgebiet wollt ich möglichst verhindern ;) Hat auch gut funktioniert, er war bis zu seiner Taubheit vor 6 Monaten, ein gehorsamer Dauerfreiläufer.
    Er liebt noch heute jede Art von Suchen & Apportieren, hin und wieder tropfe ich ihm eine Fährte oder lasse ihn Bekannte aufstöbern.

    Pascha (Shih-Tzu) hatte auch dauerhaft tränende Augen. Morgens musste sofort gewischt werden, hat man es mal vergessen, wars mittags ein schmieriges, braunes Gekrümel am Auge.
    Lupo hat schon immer leicht offene Unterlider gehabt, nun im Alter hängen sie vermehrt. Tränen tun seine Augen nicht, morgens den Schlaf rausholen, fertig.
    Er hat nun im Alter auch vermehrt Rückwärtsniesen, das eh etwas lange Gaumensegel ist nun schlaffer als früher.
    Hört sich gruselig an, nicht besser als ne röchelnde Kurzschnauze.

    Hier ist "Fährte" manchmal getrampelt - meist getropft oder geschleppt, Liegezeit unterschiedlich ( 2-24 Std), Gegenstände verweisen machen wir nicht. Ich trampel die wenn ich einkaufen gehe zwischendurch auf ne Wiese, oder nehme mir ein Beutelchen mit Duftstoff (Blut, Wurstwasser, Pansenlake) mit auf Arbeit und tropfe das auf dem Heimweg entlang.

    Mein Beagle hatte kurz nach der Übernahme (er war 5) nahezu null Benehmen und Erziehung im Gepäck. Er verlor absolut die Beherrschung wenn Fressbares in der Nähe war und schnappte es sich wenn möglich, ohne Rücksicht auf Verluste.
    Wir hatten zu dem Zeitpunkt 4 Kleinkinder in der Familie, bei Feiern kamen natürlich alle zusammen, nicht so praktisch.
    Nachdem er meine Nichte halb umgeschmissen hatte und ihr den Keks aus dem Mund klauen wollte, war damit ganz schnell Schluss.
    Ich hab ihn an mich gebunden, Leine um den Bauch, und hab geübt wie ich mir sein Verhalten vorstelle. Kind isst Keks, Lupo glotzt, geifert, fiept, heult, tanzt herum-
    das hab ich unterbunden (NA!) und die kurzzeitige Aufmerksamkeit zu mir belohnt. Das ging recht gut & schnell, wir konnten die Abstände verringern, seine Aufmerksamkeit blieb immer länger bei mir, er lernte sich zu beherrschen. Heut liegt er mit den mampfenden Kindern auf der Wiese und wartet einfach ab.

    Ich hätte ihn nun auch wegsperren können oder auf Abstand dauerhaft anleinen, wollt ich aber nicht. Ich wollte, dass er dabei ist, sich benimmt und ich ihm da vertrauen kann.

    Früher gab´s mehr Beschäftigung beim Gassi, nun als Opa (fast 15) wird mehr geschnüffelt & gebummelt als früher. Ein bisschen Entertainment nimmt Opa aber immer gern an, es wird nun halt kürzer gehalten, angepasst an seine Fitness/Laune, ich frag ihn, ob er was machen möchte.

    Da wir weder Hundeschule noch Sportverein besucht haben, fand die Auslastung eben beim Gassi statt. So wie wir lustig waren.
    Wir waren 2-3 Std an normalen Tagen unterwegs, der Großteil war einfach laufen, schnüffeln, Kontakte pflegen. Zwischendurch mal 10-20 min UO/Tricksen/ Dilettanten-Dummy-Spiele mit viel Suche und Impulskontrolle, mal ne Fährte, Wald-Stadt-"Agility". Das Programm wird/wurde immer mit der Freigabe "Lauf" beendet, dann darf er wieder seins machen.
    Ihn immer nur sein eigenes Ding machen lassen, war eher nicht angeraten. Das wären dann so Beschäftigungen wie: Müll und Kacke fressen, sich vorher drin wälzen, Wildspuren nachgehen und in fremde Häuser laufen um dort die Vorräte zu checken gewesen :pfeif: Ich fände es persönlich auch ziemlich öde, immer nur durch die Gegend zu latschen und meinen Hund von hinten zu sehen.