Ich hab erst einmal einen Zweithund integrieren müssen. Ich hatte wahnsinniges Glück und das lief echt problemlos, auch wenn sie nicht best Friends sind, aber sie sind nett und höflich zueinander. Heute würde ich da weniger naiv ran gehen und schon mal vorsorglich Kindergitter anbringen und die Hunde immer wieder von einander trennen. Ab und zu haben wir mal einen Gasthund da, da trenne ich sehr viel mit Gittern, weil es da nicht so reibungslos läuft, wie damals bei der Zusammenführung von meinen eigenen Hunden. Da sind deutlich mehr Spannungen da und ich habe mittlerweile auch einen viel bessern Blick dafür. Ich trenne sie nicht voneinander, weil ich glaube, dass sie sich kloppen, sondern damit jeder Mal seine Ruhe hat und sie durchatmen können und entspannen können. Vor allem wenn sie alleine sind.
Meine Hunde würden Welpen beide mega kacke finden, weswegen ich auch da viel mit Trennung arbeiten würde. Hier bekommt auch jeder Hund eine eigene Rückzugszone wo der jeweils andere Hund nichts drin zu suchen hat. Jeder Hund soll mal bildlich "die Tür hinter sich zu machen können", wenn er Ruhe braucht. Schließlich stecke ich sie in eine Zwangs-WG, wo sie kein Mitspracherecht haben.
Wenn es nicht gerade ein Welpe ist, würde ich den Hund aber schon so aussuchen, das zumindest die ersten Zusammentreffen halbwegs harmonisch ablaufen. Gibt es schon bei den ersten Zusammentreffen Auseinandersetzungen, würde der Hund hier nicht einziehen.
Inwieweit ich dann Konflikte innerhalb meines Haushaltes aushalten und dran arbeiten könnte, bevor ich entscheide, der Hund passt hier nicht rein, kann ich nicht sagen. Das weiß man vorher wohl nie so genau. Mich würde es schon sehr belasten, wenn längere Zeit Spannungen zwischen den Hunden wären und keiner sich mehr so richtig wohl und sicher fühlen könnte.