Solange es also dem Tier gut tut und nicht schadet, wird doch kaum einer sagen, er füttert trotzdem was anderes, einfach mal so aus Prinzip. Ich fände es eher bedenklich, wenn man dem Tier etwas aufzwingt, es etwas fressen muss was es nicht mag, nur um zu überleben.
Bei Getreide und Soja bin ich aber sehr skeptisch, und möchte das einfach nicht in größeren Mengen im Futter haben.
Ich weiß jetzt nicht genau, wie du den ersten Satz im Zitat meinst, aber doch ich habe die Ernährung meines Hundes geändert, obwohl die vorher fleischlastige Barf-Ernährung meinem Hund geschmeckt hat und es ihr gut dabei ging. Einfach aus ethischen Gründen (falls du das mit "aus Prinzip" meinst). Ich dachte anfänglich auch, mein Hund mag kein Gemüse, weil sie es beim Barfen nur durch schummeln und untermischen gefressen hat. Aber da ich bei den Pottkiekern gelernt habe, wie man Gemüse schmackhaft zubereitet, haut mein Hund bei pflanzlichen Menüs jetzt richtig rein. Ich bin auch nicht dafür, einen Hund was aufzuzwingen, was er nicht mag, aber es gibt sehr viele Möglichkeiten, einem Hund Dinge schmackhaft zu machen, die er vielleicht nur bei einer bestimmten Zubereitungsart nicht mag. So wie dein Hund rohes Fleisch nicht mag, gekochtes aber schon.
Mit meinen würzigen Tofuwürtschen bin ich der Held im Hundeverein, wogegen ich mit Tofu pur wohl zu Hause bleiben könnte 
Getreide hat ja teilweise zu unrecht einen sehr schlechten Ruf erlangt und Soja wird ja gerne mal als Teufel in Person dargestellt. Da ist es nicht verwunderlich, wenn man kein gutes Gefühl hat, sowas zu verfüttern. Aber selbst wenn man das nicht füttert, sind Pseudogetreide wie Hirse, Amaranth oder Hülsenfrüchte als Proteinlieferant eine gute Alternative.
Und abgesehen davon ist die Vorliebe meines Hundes auch nicht das allentscheidende Kriterium für die Essensauswahl. Der Hund darf so vieles in unserer Gesellschaft nicht nach seinen Vorlieben entscheiden, beim Essen eben auch nicht. Manche Hunde würden lieber Dosenfutter fressen und bekommen keins, weil es dem Halter zu teuer ist. Manche würden lieber frisch gekochtes fressen, kriegen es aber nicht, weil es dem Halter zu viel Aufwand ist. Viele Hunde würden am liebsten vom Teller des Halters mit essen, dürfen es aber nicht. Dann sucht man eben Kompromisse, die dem Hund trotzdem schmecken und die er veträgt, auch wenn es nicht sein bevorzugtes Essen ist. So sehe ich das auch mit einer mehr pflanzenbasierten Nahrung, auch wenn der Hund aber am liebsten den ganzen Tag nix anderes als Fleisch fressen will. Was ich von meinem Hund nicht behaupten kann, eine nach ihrem Geschmack gekochte überwiegend pflanzenbasierte Nahrung (mit verhältnismäßig wenig Fleisch) wird genauso gerne gegessen wie ein Stück rohes Fleisch. Wahrscheinlich würde sie sogar zuerst die Kochmahlzeit fressen, weil kauen in ihrer Welt überflüssige Energieverschwendung ist 