Beiträge von Lagurus

    Samiko, du bringst da was durcheinander, du wurdest nicht angegangen, weil du keine Auslandshund willst, sondern weil du den Auslandstierschutz als Teufel in Person dargestellt hast.

    Und ja klar, wir Auslandshundehalter sind völlig verblendet und sehen nicht, wie unsere Hunde hier leiden und was für soziale Wracks sie sind. Ich habe mir keinen Hund aus Mitleid beim Auslandstierschutz geholt, denn wie ich schon sagte, ist das die falsche Motivation. Für mich gab es im Auslandstierschutz die höchste Wahrscheinlichkeit einen zu mir passenden erwachsenen Hund zu bekommen. Klar gibt es hier auch Hundehalter, die arge Probleme mit ihren TS Hunden haben und denen es eventuell auch besser getan hätte gar nicht nach Deutschland ausgeführt zu werden, aber oft sind das Halter, die sich auf Bildern in den Hund 'verliebt' haben und den ungesehen zu sich holen. Von dieser Vorgehensweise wird hier ja auch gerade für Anfänger ganz klar abgeraten.

    Aber wenn ich Schlafmangel vor Sorgen bekomme, nichts mehr Essen kann und jede Minute vor dem Heulkrampf stehe, weil sich etwas in meinem Leben geändert hat, dann sollte, ich da schon tiefer hinterfragen.

    Du redest um den heißen Brei herum, ich "solle mir Sorgen machen" ich solle "da etwas tiefer hinterfragen". Also doch zum Psychiater weil ich einen an der Klatsche habe?

    Wenn ich von der Familie nicht so abgenervt wäre, hätte ich wohl eh kein Problem damit die Matte sauber zu machen.

    Daran wird's wohl liegen, ich glaub es geht dir nicht grundsätzlich drum, ob ihr die Matte sauber machen solltet oder nicht, sondern darum, dass sie sowas von euch verlangen, obwohl eure Nachbarn sich eigentlich überwiegend daneben benehmen und ihr das tolerieren müsst.

    Kann ich nicht beurteilen, ob die Entwicklung neu ist, dazu bin ich nicht lang genug Hundehalter.
    Also ich werde jetzt nicht zum Psychiater gehen, weil ich 3 Tage in meinem Leben einen Hundeblues hatte. Oder was sollte die Konsequenz sein? Helfen kann der mir sicher auch nicht, der Blues ist schneller wieder vorbei, als ich da einen Termin kriege. Und ich kann von mir behaupten, dass mich andere Probleme nicht unnormal schnell aus der Bahn werfen, nur weil ein Hund sowas ausgelöst hat. Wie gesagt, ich kannte solche Gefühle vorher nicht.

    Ich kann dieses regelrecht hysterische Hineinsteigern auch nicht mehr nachvollziehen und die Tatsache, dass es in der Zwischenzeit schon quasi als normal angesehen wird und der "Welpenblues" für viele schon fast dazu gehört, erschreckt mich doch gewaltig.

    Vielleicht traut man sich es heute einfach nur eher sowas zuzugeben? Vielen ist das ja sehr unangenehm und trauen sich auch nur hier im Internet offen darüber zu sprechen.

    s kann helfen, sich mit anderen Hundeleuten auszutauschen, um zu sehen, dass Hundehaltung "normal" durchgeführt werden kann. Dass es okay ist Fehler zu machen, dass es okay ist, mal auf den Hund sauer zu sein, dass Erziehung eben dauert und dass das nicht alles ein Hinweis darauf ist, dass man vielleicht doch nicht als Halter geeignet ist.

    Den Austausch sucht sie hier ja auch und ich halte das auch für sinnwoll. Der Blues, der bei mir aufgetreten ist, war auch bei einem völlig unkomplizierten Hund. Der Hund an sich war auch nicht das Problem, sondern einfach diese Veränderung im Leben, auf die man sich nie so richtig vorbereiten kann. So ein Gefühl hatte ich noch nie, konnte mir gar nicht erklären wo das herkam, es lag auch nicht daran, dass ich Angst hatte was falsch zu machen, da der Hund, wie gesagt, keine Probleme mit sich brachte. Aber auch wenn ihr das für erschreckend, unnormal oder psychisch krank haltet, ich hätte das nicht einfach so mit Arschbacken zusammenkneifen abstellen können. Ich weiß also nicht, was jetzt genau die Konsequenz sein soll. Als klar war, dass wir den Hund wieder zurück bringen (wie gesagt, aus anderen Gründen), ist so eine enorm riesige Last von meinem Herzen gefallen und ich konnte plötzlich total unbefangen mit dem Hund umgehen.

    Und ich glaube, dass häufig Menschen darunter leiden, die sich besonders intensiv einen Hund wünschen und sich schon ewig darauf vorbereiten. Menschen, die das ganze oft nicht so ernst nehmen, sind wahrscheinlich eher wneiger betroffen. Wo bitte jetzt nicht reininterpretiert werden soll, das Menschen ohne Bluues sich ihren Hund nicht intensiv gewünscht haben ;)

    Wovon ich dir nur dringend abraten kann, ist ein importierten Tierschutzhund zu nehmen. Sie haben zwar oft herzzerreißende Geschichten (zumindest wenn man den Orgas glaubt) und die dollsten Eigenschaften.
    Dahinter stehen oft schwierige Mischungen, die gerade Anfänger schnell überfordern. Viele sind auch gar nicht für deutsche Wohnungshaltung geeignet und leiden hier Stumm und missverstanden vor sich hin.
    Von Problemen wie mangelnder Sozialisation und Erziehung mal ganz abgesehen....
    Auslandstierschutz ist inzwischen nur noch Hundehandel, der sich die Gelder unter den Nagel reißt, die deutsche Tierheime so dringend brauchen (jedes 2. dt. Tierheim steht vor der Pleite). Ich kann jedem nur abraten das zu unterstützen!

    Es gibt immer schwarze Schafe unter dem Auslandstierschutz, so wie es das bei Züchtern und Tierheimen auch gibt, aber diese Verallgemeinerung stimmt einfach nicht.
    Es gibt genug seriöse Orgas, die Tierheime im Ausland und Tierschutz vor Ort unterstützen. Es stammen bei weitem nicht alle Hunde von der Straße, viele sind aus ganz normalen Haushalten und wurden einfach nur im Tierheim abgegeben und haben dort kaum Vermittlungschancen. Und was für Gelder reißt sich denn der Auslandstierschutz unter den Nagel? Das was ein Hund aus dem TS kostet, kann bei weitem nicht alle Kosten abdecken, die er verursacht (Kastration, Impfungen, ärztliche Behandlung, Transport nach Deutschland, Unterbringung und Verpflegung in Deutschland, etc). Es ist im Sinne einer seriösen Orga, dass nur Hunde nach Deutschland ausgeführt werden, die auch für ein Leben im Haus geeignet sind. Das das auch anders läuft ist klar, aber wie gesagt, schwarze Schafe gibt es überall, das betrifft aber nicht den kompletten Auslandstierschutz!

    ich muss sagen, dass ich diesen extremen Welpenblues nicht nachvollziehen kann. Man weiß vorher was ein Hund braucht.

    Man weiß was ein Hund braucht, kann sich aber als Anfänger nicht unbedingt vorstellen, wie es nun genau ist mit Hund zusammenzuleben. Und da Hunde so verschieden sind, machen sie einem das Leben auch unterschiedlich schwer oder leicht. Man weiß immer erst wie das Zusammenleben mit Hund sich nun genau anfühlt, wenn man einen hat. Ist mit Kindern genauso, nicht umsonst höre ich von vielen Eltern, dass sie sich das mit Kindern ganz anders vorgestellt haben ;)

    Und wenn ein extremer Welpenblues krankhafte Züge hat, dann sind hier im Forum wohl ziemlich viele psychisch krank ;) Und selbst wenn es so wäre, was ist die Schlussfolgerung daraus? Irgendwann geht er in der Regel doch eh vorbei.
    Diesen Blues gibt es ja nicht nur bei Welpen, den ersten erwachsenen Hund, den ich mir geholt habe, hat bei mir auch einen Blues ausgelöst, ich habe schon in 3 Tagen 2 kg abgenommen. Wir haben ihn aber wieder zurückgegeben, nicht wegen meinem Blues, das hatte andere Gründe. Beim zweiten Anlauf einen Hund anzuschaffen hatte ich das wiederum überhaupt nicht. Und ich halte mich für eine psychisch recht stabile Persönlichkeit ;)

    Ein Welpe ist aber doch eher dafür prädestiniert einen Blues auszulösen, da er das Leben deultich mehr umkrempelt und mehr einschränkt als ein erwachsener Hund. Meinen erwachsenen Hund empfinde ich auch nicht als einschränkend, im Gegenteil, mir kommt es oft gelegen Einladungen ausschlagen zu können oder früher von einer Feier zu gehen, weil der Hund ja nicht so lange alleine sein soll ;)

    Ich würde den Dreck auf jeden Fall weg machen. Das Sauberkeitsempfinden ist nun mal unterschiedlich, dich stören ein paar Haare nicht, andere schon. Ich würde das auch nicht toll finden, wenn Haare von fremden Hunden auf meiner Fußmatte liegen, wo ich selbst penibel dafür sorge, dass bei uns in der Wohnung kaum Hundehaare sichtbar sind.