Ich kann dieses regelrecht hysterische Hineinsteigern auch nicht mehr nachvollziehen und die Tatsache, dass es in der Zwischenzeit schon quasi als normal angesehen wird und der "Welpenblues" für viele schon fast dazu gehört, erschreckt mich doch gewaltig.
Vielleicht traut man sich es heute einfach nur eher sowas zuzugeben? Vielen ist das ja sehr unangenehm und trauen sich auch nur hier im Internet offen darüber zu sprechen.
s kann helfen, sich mit anderen Hundeleuten auszutauschen, um zu sehen, dass Hundehaltung "normal" durchgeführt werden kann. Dass es okay ist Fehler zu machen, dass es okay ist, mal auf den Hund sauer zu sein, dass Erziehung eben dauert und dass das nicht alles ein Hinweis darauf ist, dass man vielleicht doch nicht als Halter geeignet ist.
Den Austausch sucht sie hier ja auch und ich halte das auch für sinnwoll. Der Blues, der bei mir aufgetreten ist, war auch bei einem völlig unkomplizierten Hund. Der Hund an sich war auch nicht das Problem, sondern einfach diese Veränderung im Leben, auf die man sich nie so richtig vorbereiten kann. So ein Gefühl hatte ich noch nie, konnte mir gar nicht erklären wo das herkam, es lag auch nicht daran, dass ich Angst hatte was falsch zu machen, da der Hund, wie gesagt, keine Probleme mit sich brachte. Aber auch wenn ihr das für erschreckend, unnormal oder psychisch krank haltet, ich hätte das nicht einfach so mit Arschbacken zusammenkneifen abstellen können. Ich weiß also nicht, was jetzt genau die Konsequenz sein soll. Als klar war, dass wir den Hund wieder zurück bringen (wie gesagt, aus anderen Gründen), ist so eine enorm riesige Last von meinem Herzen gefallen und ich konnte plötzlich total unbefangen mit dem Hund umgehen.
Und ich glaube, dass häufig Menschen darunter leiden, die sich besonders intensiv einen Hund wünschen und sich schon ewig darauf vorbereiten. Menschen, die das ganze oft nicht so ernst nehmen, sind wahrscheinlich eher wneiger betroffen. Wo bitte jetzt nicht reininterpretiert werden soll, das Menschen ohne Bluues sich ihren Hund nicht intensiv gewünscht haben 