Beiträge von Lagurus

    Ich habe alles durchprobiert, was so in den Supermarktregalen steht: Reismilch, Sojamilch, Reis-Sojamilch, Mandelmilch......

    Im Supermarkt hat mich auch nichts umgehauen, ich bin eigentlich erst im Biohofladen auf Marken gestoßen, die mir besser schmecken. Pur trinkbar sind für mich eigentlich nur Haselnussmilch (die es zur Zeit leider nirgendswo gibt) und Cashewmilch. Im Müsli bin ich resistenter, da geht auch Reismilch oder die ein die ein oder andere Sojamilch. Aber die Problematik mit dem Kaffee kenne ich, da kann ich mich auch nur schwer mit Pflanzenmilch anfreunden.

    Und man liest davon, dass unsere Nutztiere mit Sjoa vollgestopft werden - macht es für mich nicht attraktiver diese Milch zu probieren.

    Den Zusammenhang verstehe ich gerade auch nicht ganz.

    Du musst ja nicht gleich Milchprodukte radikal streichen, es reicht ja erstmal den Konsum zu reduzieren. Bis ich bei überwiegend Veganer Ernährung angekommen bin, hat es locker 2 Jahre gedauert, bis ich nach und nach was aus dem Speiseplan gestrichen habe. Ich habe auch angefangen, die Milch im Müsli durch Pflanzenmilch zu ersetzen. Die erste Soja-Milch-Erfahrung war aber echt nicht lecker, aber ich kann dir nur den Tipp geben, dich durch verschiedene Marken und und Pflanzenmilch-Sorten durchzutesten. Am Anfang bin ich am Besten mit Mandelmilch und Haselnussmilch zurechtgekommen. Cashewmilch mag ich am liebsten, aber die ist sehr teuer und die leiste ich mir nur selten. Ansonsten habe ich jetzt auch eine Reismilchsorte gefunden, die ich mag (von DM). Ich habe dann auch angefangen Sahne beim Kochen durch Sojasahne zu ersetzen. Den Unterschied schmeckt man nicht, also viel das nicht schwer. Auch die Butter durch Alsan-Magarine zu ersetzen, war ein leichtes. So kann man sich erstmal Stück für Stück vorarbeiten, es muss nicht immer gleich alles oder nichts sein.

    Für Eis und Schokolade gibt es vegane Alternativen, die auch gut schmecken, aber die sind nicht überall erhältlich und leider oft auch sehr teuer. Weshalb Süßigkeiten und Eis bei mir immer noch eine der wenigen Dinge sind, wo ich öfter noch zu nicht-veganen Produkten greife. Aber gerade in Großstädten gibt es in den meisten Eisdielen mittlerweile auch vegane Eissorten.
    Mozarella kann man relativ gut aus Flohsamen immitieren, haben Freunde von mir schon gemacht, ich fand's ziemlich gut (nicht 100% wie Mozarella, aber näher dran, als ich es mir vorstellen konnte), macht aber eben leider etwas Arbeit und geht nicht einfach mit Kühlschrank auf Kühlschrank zu ;)

    Was macht denn dein Hund mit der Tür, dass das Gitter immer reißt? Haut der mit den Pfoten dagegen? Da würde es bei mir einen Anschiss geben und evtl. würde ich versuchen "anständiges" Türöffnen mit Clickertraining beizubringen. Aber wie sommerli schon sagte, gibt es auch Tier-Fliegengitter, was besonders unter Katzenhaltern bekannt ist. Das ist fester, dicker und stabiler, das kriegt Krallen nicht so schnell kaputt.

    Wir haben auch eine Fliegengittertür. Die wird mit der Nase aufgedrückt. Wir haben dann noch eine Katzenklappe in die Fliegengittertür eingebaut, sodass der Hund von außen auch wieder rein kann. Geht aber nur bei kleinen Hunden, leider gibt es diese Türen nicht ohne Spezialanfertigung für größere Hunde. Das durchgehen durch die Katzenklappe habe ich auch mit Clickertraining beigebracht. Ging aber ganz schnell.

    Eure Probleme sind hier echte Luxusprobleme. Geht mal in die reale Welt und schaut mal nach, wieviel Leute wirklich genug Geld haben um sich adäquat biologisch und ethisch konform zu ernähren. Ihr werdet merken, dass der Großteil derer, die da draussen rumlaufen, oft nicht wissen, was auf den Tisch kommt und dankbar für alles sind, was erschwinglich ist und was sie zu einer Mahlzeit verarbeiten können.

    Wir reden hier aber schon von Deutschland oder? Ein Großteil der Menschen weiß oft nicht, was auf den Tisch kommt? Das wage ich zu bezweifeln. Zumal ich weiß, wie es ist, von Hartz IV zu leben, aber an Lebensmitteln hat es uns nie gemangelt.
    Billigfleisch,-Wurst und -Milchprodukte landete auch in Hartz IV Zeiten jeden Tag auf unserem Teller. Mit weniger Fleisch und mehr Hülsenfrüchte hätten wir unseren Proteinbedarf sicher günstiger decken können.

    Na ja, Milch z. B. gibt eine einzige Kuh aber doch bereits reichlich? Unser drei Personen-Haushalt braucht die Woche ca. 5l Milch - mit Käse/Sahne/Zeugs vom Bäcker mögen es auch 8l oder gar 10l sein. Auf den Monat wären das dann 40l... eine heutige Kuh gibt doch bereits ca. 20l Milch täglich? Das kommt mir, im Verhältnis, jetzt nicht soo unmöglich viel vor?!

    Wie schon erwähnt wurde, produzieren dei Kühe nur so viel Milch, weil sie zu Hochleistungsmaschinen gezüchtet wurden und das bringt massive gesundheitliche Probleme bei den Kühen mit sich und sie haben schon nach wenigen Jahren "ausgedient", weil sie diese enorme Leistung nicht sehr lange bringen können.

    Und es ist auch wie selbstverständlich in extrem vielen Lebensmitteln Milchprodukte verarbeitet (und in den allermeisten eben "Billigmilch"). Abgehen von purer Milch, Käse, Sahne, Joghurt, Quark, Butter, ist ja auch in den meisten Süßigkeiten, Eis, Dressings, Backwaren, Waffeln, Kekse, Kuchen, Knäckebrot, Magarine, Instantsuppen, Chips, Brotaufstriche, etc Milchprodukte enthalten. Überleg dir mal, wieviele Mahlzeiten die komplett ohne Milchprodukte zu dir nimmst.

    Eine "anständige" Milchproduktion zu angemessenen Preisen könnte diesen Konsum sicher nicht decken.

    Nudel-Gemüse-"Hack"auflauf

    So sah es aus, bevor es in den Ofen ging:

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    Ich habe Tofu statt Sojaschnetzel genommen und den Auflauf mit Mais ergänzt. Aber ich finde der Auflauf braucht weder Tofu noch Sojaschnetzel und kommt gut ohne aus und ich werde es das nächste mal weglassen und stattdessen mehr Gemüse nehmen.

    Rezept gibt es hier: http://bummelleisstvegan.blogspot.de/2015/05/vegane…auflauf_14.html

    Ich finde es auch gut, dass solche Diskussionen um den Konsum tierischer Produkte immer und immer wieder auffachen. Das hat auch mich dazu gebracht umzudenken. Klar, ich wusste schon lange, dass mein Konsum von tierischen Produkten zu maßlos war, so wie es eben Standard in unserer Gesellschaft ist. Aber um was dran zu ändern, war ich lange zu egoistisch und faul und habe einfach, die Augen verschlossen, weil es unbequem ist. Und schließlich macht es ja jeder so. Auch wenn hier viele äußern, dass sie sich vegan, vegetarisch oder von Fleisch aus artgerechter Tierhaltung ernähren (was ich denjenigen auch glaube), so entspricht das aber nur einem minimalen Teil unserer Gesellschaft, da immerhin deutlich über 90 % des Fleisches aus konventioneller Tierhaltung stammt. Viele Supermarktfleischesser äußern sich hier einfach nicht, bzw. ist der Anteil an "bewussteren Essern" und engagierten Tierhaltern oft höher.
    Ich gebe zu, Fleisch aus WIRKLICH artgerechter Tierhaltung, also vom Demeter-Bio-Bauern neben an, wo ich direkten Blick auf die Haltung habe, ist mir zu teuer. Wenn das 1,5 kg Suppenhuhn knapp 20 € kostet, verzichtet ich lieber auf meine Hühnersuppe. Auch wenn ich ab und zu noch mal Eier von dem Hof kaufe, mache ich das nicht ganz ohne schlechtes Gewissen, da ich weiß, dass auch dort die männlichen Küken zum Abfallprodukt werden, Auch wenn am Projekt Bruderhahn teilgenommen wird, aber es rentiert sich auch nur einen kleinen Teil der Hähne aufzuziehen.

    Auch wenn sich hier Leute ständig äußern, dass sie es Leid sind solche Diskussionen zu führen und jeder doch essen soll, was er will, es manchmal unsachlich und respektlos wird und immer wieder die gleichen Totschlagargumente kommen um die Diskussion abzuwürgen, finde ich es richtig und notwendig, dass solche Diskussionen immer wieder auftauchen und mit großer Beteiligung von allen Seiten geführt wird. Nur so wird es nicht totgeschwiegen, nur so kann nicht ständig weggeguckt werden, indem immer wieder dran erinnert wird, dass es fatal ist (und auch gesundheitlich nicht empfehlenswert), dass in unserer Gesellschaft zu jeder Mahlzeit reichlich tierische Produkte verzehrt wird.