Beiträge von Lagurus

    Normalerweise sicherlich.
    Aber dieser Hund scheint sich an dem Maulkorb selber ja gar nicht zu stören, deswegen halte ich es (IN DIESEM FALL) eher für contraproduktiv, dem Hund immer wieder mit zu teilen, dass jetzt was gaaaanz wichtiges, schwieriges, übenswertes zu erlernen ist.

    Ich sag auch nicht das jeder Hund ein "richtiges" Training braucht ;)

    Aber ich glaub, hier sollten noch ganz andere Sachen trainiert werden, als nur der Maulkorb, wenn es schon zu Beißvorfällen kam :verzweifelt:

    Ich könnte mir vorstellen, daß der Schritt von "Leckerli durch die Stäbe lutschen" zu "umschnallen und gut" zu groß ist.

    Ja das ist es definitiv und so sollte man bei einem richtigen Training auch nicht vorgehen. In SanSus Video wird das schön erklärt.
    Er wenn es in meinem Post so klang, ich habe das auch nicht nach dem Prinzip Leckerli durch den Maulkorb stecken und anschließend umschnallen und gut, trainiert. Ich habe den Anfang nur ganz kurz geschlossen und immer wieder was durchgeschoben an Leckerlies und ihn dann wieder abgenommen. Dann bin ich mit ihr ein paar Schritte gelaufen, habe sie Übungen machen lassen, die ihr Spaß machen. Ich hab ihn draußen kurz aufgesetzt, sie absitzen lassen, freudig zu mir gerufen und den Mauli wieder abgenommen. Ich hab ihn ihr aufgesetzt, wenn sie entspannt im Körbchen lag und hab sie in den Schlaf gekrault und wieder abgenommen, usw. So lange wir "in Bewegung" waren, bzw. ich sie mit supi dupi tollen Sachen beschäftigt habe, war alles in Ordnung. Aber wir haben nie den Schritt geschafft, dass sie einfach mal ohne Dauerbespaßung entspannt mit dem Maulkorb läuft, geschafft. Wenn ich begann sie auch nur kurz zu ignorieren und wir einfach so vor uns hin getrabt sind oder gar nichts gemacht haben, ging es los mit dem Abstreifversuchen.

    Aber da Betty nicht sooo super empfindlich ist, was den Maulkorb angeht und ihre Abstreifversuche oft eher halbherzig und nicht mit vollem Einsatz waren, hab ich mir nach ca. 6 Wochen Training gedacht, dass sie da jetzt einfach durch muss. Bei uns war der Mauli ja eh nur dafür gedacht, ihn mal in wenige Ausnahmesituationen zu tragen, wo Maulkorbpflicht ist, von daher muss sie ihn auch nicht mega toll finden. Aber letztendlich lief sie dann doch irgendwann entspannt mit dem Mauli, auch wenn die erste Zeit nur ein hinterhertrotten mit angelegten Ohren war. Aber irgendwann hat sich das gelegt und sie ist wieder entspannt schnüffeln und rennen gegangen. Nur wenn sie beim Schnüffeln mit der Schnauze irgendwo dagegen gestoßen ist, dann hat sie sich wieder dran erinnert, dass da ein Mauli drauf war und sie hat noch halbherzig versucht sich auf dem Boden zu schubbern.

    Ich habe auch mit Maulkorbtraining begonnen und mir ging es ähnlich wie dir. Nase wurde fleißig reingesteckt, wenn auf der anderen Seite ein Leckerlie wartete, aber sobald ich ihn umgemacht habe und es keine Leckerlies mehr gab, versuchte sie sich den Mauli abzustreifen. Mir hat's irgendwann gereicht, ich habe den Maulkorb draußen einfach aufgesetzt und wir sind losgelaufen. Sie hat sich den erst ständig versucht abzustreifen, ist auch mit dem Maul übers Gras gerutscht, um den loszuwerden, aber nach 30 Minuten hat sie aufgegeben. Die Zeit des "Aufegebens" wurde irgendwann immer kürzer. Ich habe trotzdem immer wieder noch Leckerlie-Training am Maulkorb gemacht, damit sie zumindest freudig ankommt, wenn sie den Maulkorb sieht und nicht gleich beschwichtigend wegläuft. Deswegen war das eigentlich Training am Anfang auch gut, weil sie den Maulkorb erstmal nicht per se mit was unangehmen verbindet.

    Als ich den Maulkorb dann wirklich gebraucht habe (im Urlaub in der Bergbahn, war es kein großes Problem mehr und er wurde akzeptiert).

    Ich beneide ja alle , wo die Hunde das in ganzen Stücken fressen und nichts rauspobeln !

    Alles was bei uns nicht unters gewolfte gemischt wird, wird vom Teller verbannt .

    Was in ganzen Stücken fressen? Meinst du Gemüse? Es macht meist geschmacklich einen großen Unterschied, ob man rohes Fleisch mit rohem Gemüse gibt oder alles zusammen (Fleisch, KH und Gemüse mit Gewürzen) kocht. Beim Barf wird rohes Gemüse hier auch nicht unbedingt geliebt, aber beim kochen kein Problem.

    Das ist halt ziemlich widersprüchlich zu der Meinung, man soll nur alte abgetragene Sachen zum Gassi anziehen, werden ja eh dreckig

    Abgesehen davon, dass ich die Jacken von beispielsweise Goodboy nicht besonders schick finde, sondern eher Kartoffelsack-Look, denke ich nicht, dass es die gängige Meinung ist, man sollte rumlaufen wie ein Waldschrat beim Gassi gehen.
    Ich müsste erstmal bei den Outdoor-Jacken suchen um eine zu finden, die so viele Taschen hat, wie beispielsweise ein Goodboy-Jacke, ich bin nicht der Meinung, dass man die durch jede beliebige Outdoor- Jacke ersetzen kann, die hat schon einfach ihre Vorteile (auch wenn ich nicht bezweifle, dass es ähnliche Outdoor-Jacken gibt). Neben vielen Taschen, Karabiner zum einhaken von Leckerliebeutel, Schlaufen zum einhaken von Pfeifen, Schulterklappen zum befestigen der Leine, das sind schone nette Goodies, und wer sie meint zu brauchen wird mit so einer Jacke eben glücklicher als mit einer normalen Outdoor-Jacke.

    Darf ich mal fragen, wie Ihr bei Doggear bestellt? Das Shirt in M würde mir sehr gut gefallen.

    Wegen Größe M beim Softshell würde ich die aber vorher mal anschreiben, weil diese Größe ist im Shop nicht auswählbar. Du kannst auf Deutsch hinschreiben und bekommst dann in Englisch eine Antwort.

    Mh, ich finde dafür zum Beispiel Wellensteyn überteuert, wenn man beachtet, dass das alles synthetisches Material ist und keine Daune oder so.

    Gott sei Dank gibt es von denen auch synthetische Jacken, wenn man bedenkt unter was für unwürdigen Umständen Daunen häufig "produziert" werden. Und Daunenjacken bekommt man ja eh auch günstig von noname Herstellern, ich bezweifle, dass ein hochwertiges hochfunktioniales Synthetikmaterial da günstiger in der Herstellung ist. Meine Wellensteyn-Jacke ist ist jeden Cent wert, ich hatte noch nie so eine warme Jacke. Im Gegensatz dazu friert eine Freundin von mir beim Gassigehen im Winter in ihren fast doppelt so teuren North Face Daunenjacke |)

    Mir ziehen Gummistiefel nur die Socken aus, wenn sie gefüttert sind. Sobald die Fütterung aber einigermaßen platt getreten ist, geht es. Meist lege ich dann auch noch eine Thermosohle (auch synthetisch) rein, dann wird es besser.