Beiträge von Lagurus

    Ich lobe und belohne auch einfache Kommandos, die Betty schon lange kann. Sowas wie Sitz zum Beispiel, weil es sonst irgendwann keinen Grund mehr für sie gibt, es auszuführen, sie macht das ja nicht mir zu liebe. Dann müsste ich lauter und strenger werden und das Sitz wurde weniger freudig kommen. Das will ich nicht, vorallem, weil ich das ja auch für den Hundesport brauche und ich da kein zögerliches "Na gut, wenn es unbedingt sein muss"-Sitz haben will.

    Als ich klein war wurden all unsere Tiere routinemäßig mehr kritisiert als gelobt. Es hatte sehr bescheidene Erfolge aber leider habe ich damals nichts davon hinterfragt. Ich wünschte mir zwar etwas anderes, sah aber keinen Weg dahin.

    Ja leider scheint, das in uns Menschen so drin zu sein, dass man schneller tadelt als lobt, wenn man sich mit Hundelernverhalten nicht auseinandersetzt. Ich kenne persönlich keinen Hundehalter, wo ich das Gefühl habe, der lobt zu viel (ich rede jetzt nicht von Menschen, die falsches Timing haben oder Fehlverhalten loben), aber dafür viel mehr Menschen, die viel zu wenig loben. Das tut einem manchmal in der Seele weh, wenn ich denke "nu sag doch mal ein nettes Wort zu deinem Hund und hau nicht immer nur drauf, wenn er was falsch macht". Aber es entsteht oft aus Hilflosigkeit.

    Ich lobe viel mehr als ich tadel. Belohnung geschieht über Futter oder Stimmlage. Tadel über strenge Worte oder Körpersprache.

    Lob fällt mir leichter, macht mir mehr Spaß. Tadel brauche ich auch nur selten, weil ich alles, was möglich ist über postivie Verstärkung versuche zu lösen (geht aber natürlich nicht immer) und ansonsten ist mein Hund einfach auch überwiegend baustellenlos, bzw. ist unser Umgang so, dass sie weiß was sie zu tun hat und nicht in Situationen kommt, wo sie was "falsch" machen könnte. Mein Freund tadelt mehr als ich, erstens, weil er sich nicht anders zu helfen weiß und zweitens weil er gewisse Dinge nicht vorausschauend verhindert, sodass es gar nicht erst soweit kommen müsste.
    Beispielsweise darf der Hund hier nicht einfach in die Wohnung reinstürmen, wenn wir spazieren waren, weil sie erst sauber gemacht wird. In den allermeisten Fällen, wenn mein Freund mit ihr draußen war und sie wieder kommen, höre ich ihn an der Eingangstür laut werden und Betty ein "STOPP!!" hinterherbrüllen, weil sie reinrennen will und schon drin ist. Bei mir passiert das nie. Es gibt einfach keine Diskussion an der Haustür, weil ich ihr durch minimale Signale an der Haustür klar mache, dass ich zuerst rein gehe und wenn ich zuerst reingehe, wartet sie auf weiter Kommandos, was zu tun ist und stürmt nicht rein. Mein Freund hingegen lässt sie zuerst reingehen und da ist die Freude mich wieder zusehen so groß, dass sie das mit dem sauber machen schnell vergisst und sie dem Impuls folgen will zu mir rein in dei Wohnung zu rennen. Es ist JEDES Mal dasselbe an der Tür mit den beiden :roll: Ihm fällt Tadel aber auch leichter als mir und manchmal ist es auch ganz praktisch, dass er einfach mal richtig laut brüllt, ich kann das so schlecht. Wenn Betty z.B. Richtung Straße laufen will, um die Nachbarn zu begrüßen, da nützt ein lauter Brüller meines Freundes dann doch recht viel.

    Derr Hof ist nicht geschlossen, vor unserem Eingang ist noch ein Parkplatz für die Anwohner (das nenne ich immer "Hof"), aber dahinter folgt die Straße, eine kleine Nebenstraße in einer 30er Zone, wo nicht mal zwei Autos nebeneinander vorbeipassen, da fahren nur Anwohner lang. Und ich hab einfach so ein tolles Hundetier, das nicht abhaut, sondern nur heimkehrende Nachbarn begrüßt oder Postboten abfängt :D

    Ja gelegentlich machen wir die Wohnungstür auf, wenn es ganz schlimm ist :D Im Sommer ist die sogar dauerhaft offen, wenn ich in der Küche stehe, dann kann Hundi sich auf dem Hof sonnen und ich lasse Sonnenlicht rein. Ansonsten Fenster im Eingangsbereich öffnen und eins im Wohnzimmer, dann wird die Küche so halb mit gelüftet. Ich hätte mir deswegen damals zwar auch extra eine starke Dunstabzugshaube gekauft, aber die benutze ich selten, weil sie auf den hohen Stufen einfach zu laut ist. Es ist auch gar nicht so schlimm gedacht mit dem Gerüchen, ich habe s nicht das Gefühl, dass sie länger drin sind als in unsere alten Wohnung mit Küchenfenster. Seit es auch kein Fleisch mehr gibt, riecht es sowieso viel weniger, Fleisch anbraten war nach Frittieren eigentlich immer die schlimmsten Geruchserzeuger.

    Die "Kalorien-Gutschrift" für die Spaziergänge mit Hund bräuchte ich gar nicht.

    Die würde ich auch gar nicht mit einberechnen, da sind viele Apps doch verdammt großzügig und berechnen dir mal zu schnell viel zu viel verbrauchte Kalorien.

    Linsenbolognese hab ich schon so lange nicht mehr gekocht, dass ich da gar kein Rezept empfehlen kann.

    Das Curry kam sehr gut an

    Super, das freut mich. Ich find es immer ganz furchtbar, wenn es den Gästen nicht schmeckt. Dabei muss es ja noch nicht mal dran liegen, das es schlecht gekocht ist, sondern einfach nur daran, dass manche eben gewisse Sachen nicht mögen.

    Innenliegende Küche? Grausig.

    Es geht eigentlich. Mir wäre zwar eine große Fensterfront, wo man schön Küchenkräuter ziehen kann und man Tageslicht abbekommt auch lieber, aber dafür ist die Küche sehr groß. Kompromisse muss man ja immer irgendwie eingehen. Als ich die Bilder der Wohnung in der Anzeige gesehen habe, war ich erst hin und weg und dachte mir, dass nun nach 6 Monaten Suche und 13 Wohnungsbesichtigungen mit viel Schrott nun endlich alles ein Ende hat, weil die ist so gut wie perfekt auf den Bildern. Und dann wurde mir klar, dass auf den Küchenbildern keine Fenster zu sehen waren... Erst dachte ich, oh mein Gott, das wird K.O.-Kriterium, aber als wir dann drin waren, war es dann doch nicht mehr so schlimm, weil sie durch viele Spots an der Decke hell beleuchtet ist (die aber eben auch dafür sorgen, dass man beim Fotografieren von oben immer den Schatten des Handys auf dem Bild hat) und zumindest durch Flur und Eingangsbereich ein bisschen Tageslicht da ist, auch wenn es nie ohne Deckenlicht geht. Man steht bei uns halt direkt in der Küche, wenn man in die Wohnung kommt, da der Eingangsbereich direkt in die innenliegende Küche übergeht. Ungewöhnlich, aber hat was.