Beiträge von Lagurus

    Ja das Krallenschneiden komplett neu ganz kleinschrittig von vorne aufbauen über ein Kooperationssignal, wodurch er bestimmen kann, wenn es ihm zu viel wird und wann du weiter machen kannst. Erstmal wird nur der Anblick der Krallenzange geklickt, solange bis er sich wohlfühlt in Gegenwart der der Krallenzange. Ich habe meinen Hund dazu auch die Krallenzange mit der Nase anstupsen lassen oder mit der Pfote drauf tatschen lassen, also so kleine Tricks an denen sie Spaß hat. Als Kooperationssignal haben wir Pfötchen geben. Sie gibt mir das Pfötchen und ich darf schneiden. Das fängt man natürlich klein an, erstmal Pfötchen geben lassen und Krallenzange nur an die Pfote halten oder in die Nähe der Pfote, je nachdem, wie tief die Angst sitzt und clicken und belohnen. Irgendwann dann Zange zum schneiden ansetzen, aber noch nicht zudrücken und das belohnen und irgendwann kannst du dich zum schneiden vorarbeiten und jeder Schnitt wird geklickt und belohnt für jeden neuen Schnitt muss der Hund dir wieder die Pfote geben und entscheiden, ob er weiterhin mit macht. Entscheidet er sich zu gehen, beschwichtigt er oder zeigt Angst, bist zu schnell vorgegangen. Das kann viele Wochen oder Monate dauern, aber heute macht mein Hund freiwillig mit, auch wenn sie es noch immer nicht super toll findet, aber sie bleibt bei mir und darf selbst entscheiden, ob sie mit macht und wann sie eine Pause braucht.

    Das einzig sinnvolle, was du bis zu deinem Trainer-Termin machen kannst, ist keine direkten Hundebegegnungen mehr mit fremden Hunden zuzulassen. Du bittest andere Hundehalter ihre Hunde fern zu halten, läufts selbst große Bögen wenn möglich um den anderen Hund, wenn ein unangeleinter Hund trotzdem auf dich zu kommt, blockst du den fremden Hund ab. Deinen eigenen Hunde nimmst du bei passieren von fremden Hunden an der Leine immer auf die abgewandte Seite und lässt ihn so weit möglich neben oder hinter dir laufen (nicht vor dir). Zur Sicherheit kannst du deinen Hund auch mit Maulkorb sichern, wenn du fremde Hunde in Gefahr siehst.

    Es ist nicht ungewöhnlich, dass erwachsene Hunde fremde Hunde nicht mehr toll finden. Das liegt eigentlich auch nicht in ihrer Natur. Solange er Hundekumpels hat, mit denen er gut klar kommt, ist Kontakt zu fremden Hunden auch nicht notwendig. Du kannst natürich trotzdem trainieren, dass er ohne auszurasten an fremden Hunden angeleint vorbei gehen kann, da wird dir ein Trainer sicher helfen. Aber ein Dobermann ist nun auch nicht der typische Hundewiesen-Hund.

    Also mein Appetit verändert sich null durch die Hitze, das Wetter hatte da noch nie einen Einfluss drauf. Ich koche auch weiterhin jeden Tag. Ich find's momentan eher schwer mich zu zügeln, da zum normalen Essen dann ja immer noch Eis und kalte Smoothies oder sowas dazu kommt, also eigentlich esse ich eher mehr :tropf:

    @Aza1on danke für die Info.


    Das Video von Vegan ist ungesund hab ich mir auch vorhin angeschaut. Ich kann mir solche Filme bis zu einem gewissen Grad angucken, ich muss nicht bei jeder Schlachtszene weggucken, aber irgendwann hört es aber auf, da ist die Verzweiflung, das Unverständnis, die Wut, die Trauer, der Hass so groß, dass ich irre werde, wenn ich weiter gucke. Earthlings hab ich wie gesagt nicht geschafft und hatte auch kein Bedürfnis ihn irgendwann zu Ende zu gucken.

    Ich hatte 3 Wochen frei, als mein Tierschutzhund kam und ich hätte sie auch locker schon nach einer Woche allein lassen können. Es war auch bekannt von der Pflegestelle, dass sie allein bleiben kann. Ich würde da auch explizit nach einem Hund suchen, von dem man weiß, dass er es kann, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch recht hoch, dass er es bei euch nach Eingewöhnung recht schnell lernt. Gut ist es immer einen Plan B zu haben, falls dies nicht klappt, aber ehrlich gesagt hatte ich auch keinen Plan B und wäre ziemlich aufgeschmissen gewesen, wenn der Hund es nicht gekonnt hätte. Aber ich bin sau froh, dass mich dieses Risiko nicht von der Hundehaltung abgehalten hat. Aber wie gesagt, habe ich auch nach einem Hund gesucht, bei dem bekannt ist, dass er es grundsätzlich kann.