Beiträge von Lagurus

    Und jetzt würde ich gerne fragen, gibt es hier Nicht-Fleischesser, die genauso wie ich Fleischliches so gerne mögen (und zumindest es psychisch wirklich brauchen) und die es sich dennoch erfolgreich verkneifen dauerhaft?

    Jap, für mich war es ein langer und anfänglich harter Schritt auf Fleisch zu verzichten. Ich bin quasi mit Wurstbrot groß geworden, Schinken auf dem Frühstücksbrötchen, Mittags warm mit Fleisch, abends Schinken- oder Salami-Brot. Mein Freund war auch absoluter Fleischjunkie, McDonalds-Dauergänger und ein Essen ohne Fleisch gab es eigentlich nicht. Unsere besten zwei Freunde waren ähnlich, wir haben uns früher oft zum XXL-Schnitzel oder Haxe-Essen im Restaurant getroffen. Gegrillt haben wir im Sommer wie die Weltmeister mit Massen an Fleisch. Und wir Vier essen heute seit Jahren kein Fleisch mehr. Ob man gerne süß ist oder nicht, spielt dabei ja keine Rolle, man ersetzt ja Fleisch nicht mit Süßem.

    Heute vermisse ich Fleisch tatsächlich nicht mehr, weil ich mein jetziges Essen einfach super lecker und abwechslungsreich finde. Aber es hat eine Weile gedauert, bis ich meinen Weg gefunden habe, es ist schwer, alles abzulegen, was mein von Kindesbeinen an gewöhnt ist. Essen und kochen hat für mich einen hohen Stellenwert, aber mir gibt veganes Essen heute genauso Wohlbefinden.

    Aber witzig, ich habe früher in einem anderen Forum genau dieselbe Frage gestellt, da war ich noch Fleischesser und die Vegetarier haben eigentlich fast alle gesagt, dass sie Fleisch eh noch nie so mochten und ich dachte immer, ich liebe Fleisch so sehr, ich kann nicht davon weg kommen. Aber beschäftigt hat mich das Thema schon viele Jahre davor, ich habe es zwischenzeitlich nur immer wieder erfolgreich verdrängt.

    Nein, hier wird immer geschrieben, "die meisten Menschen" essen viel Fleisch und es ist nun mal die große Mehrheit. Ich behaupte mal, dass Menschen, die wenig Fleisch essen und konsequent auch außerhalb der eigenen 4 Wände darauf achten, wo die tierischen Produkte herkommen und sich im Zweifelsfall gegen den Verzehr entscheiden, wenn es nicht nachvollziehbar ist, in der Anzahl deutlich geringer sind, als Veganer es sind. Ich kenne zumindest keinen persönlich. Vielleicht ist es aber auch nur meiner Umgebung geschuldet. Das heißt aber nicht, dass sie nicht existieren.

    Ja es ist zeitsparende und kostengünstiger und ich schmeiße nichts weg.

    Ich finde es auch belastend und zeitraubend jeden Tag zu überlegen, was ich kochen will und wenn ich dann noch feststelle mir fehlt was und ich muss noch mal los, dann würde ich so richtig kotzen, die Zeit hab ich gar nicht bzw investiere sie lieber ins Kochen.

    Außerdem ist nur genau das an frischen Lebensmitteln da, was ich auch brauche und es wird nichts schlecht, weil ich es vergesse oder doch nicht benutze. Ich muss nur einmal die Woche einkaufen und nur einmal die Woche Gedanken dazu machen, was ich essen will. Einkaufen an sich mag ich auch nicht ist mir zu anstrengend :dead: