Ich fand ja die Hundedusche toll. Sieht aus wie mind. 1500 Euro. Weiß jemand was so ein Teil kostet?
Das wird ungefähr so ein Modell sein: https://grotec-shop.de/Hundebadewanne-Edelstahl-50107
Ich fand ja die Hundedusche toll. Sieht aus wie mind. 1500 Euro. Weiß jemand was so ein Teil kostet?
Das wird ungefähr so ein Modell sein: https://grotec-shop.de/Hundebadewanne-Edelstahl-50107
Das war ja aber nicht meine Frage. Ich wollte wissen ob das waschen wirklich, pauschal, nötig ist oder ob nicht bürsten reicht.
Je nach Fellart kann regelmäßiges Baden und entsprechenden Pflegeprodukten die Fellpflege enorm erleichtern, weil sie dann weniger schnell verfilzen und das Fell besser kämmbar ist. Mir rollen sich die Zehnägel hoch, wenn ich vom Rütter höre, die sollen die ganze Frisiererei sein lassen und den Hund Hund sein lassen. Das geht mit einem Langhaarhund schlicht und einfach nicht. Der erfordert eine gewisse Fellfplege, weil er sonst verfilzt.
Ableinen ist immer noch ein riesen Thema, weil er dann eigentlich nur schnell rennt, eher rast, hin und her und kommt gar nicht ins traben oder schnüffeln.
Ich habe das ganz viel an der Schleppleine trainiert, und zwar habe ich langsames laufen ganz oft gemarkert und belohnt und auch ein "langsam" und "warte" Kommando eingeführt. Luigi ist zwar auch noch nicht so super Freilauf tauglich alleine wegen seinem Jagtrieb, aber ich fördere an der Schlepp ganz viel das ruhige laufen und warten. Auch das von sich aus stehen bleiben und die Gegend angucken belohnen ich. Rennen würde ich bei ihm gar nicht zulassen.
Heute morgen haben wir eine Katze und einen flüchten den Hasen gesehen und Luigi hing nicht kreischend in der Leine
er hat zwar Zittern, angespannt und aufgeregt in der Leine gestanden, aber er konnte sich beherrschen und zu mir umorientieren![]()
Lese ich hier nur halb so viel wie andere? Warum wird hier massiver Stress unterstellt, wenn ein 5 Monate alter Hund noch nicht stubenrein ist? Ich finde Stubenunreinheit in dem Alter per se erstmal noch nicht dramatisch.
Wenn es das einzige Problem sein sollte, dass der Hund ins Wohnzimmer oder auf die Couch macht, dann einfach nicht mehr im Wohnzimmer unbeobachtet lassen. Allerdings liest sich das für mich eher danach, als wenn da noch mehr im Argen ist als nur die Stubenunreinheit bei deinem Freund.
Was die angesprochene "Vollzeitbetreuuug" angeht: Da gings nur darum, dass in der Zeit niemand arbeiten muss und immer jemand zu Hause wäre, falls umdekoriert wird oder Sachen angefressen werden etc. Wollte damit nicht ausdrücken, dass sie 24std am Tag bespaßt werden würde
Ja das haben wir schon verstanden, uns ging es aber konkret darum, dass der Hund nicht 4 Wochen lang 24 Stunden am Tag mit euch zusammen sein soll, sondern eben das alleine bleiben von Anfang an kennen lernt, nicht erst nach 2 oder 4 Wochen.
Leider helfen 10 Tage mehr nicht, sollte der Hund das Alleinsein garnicht richtig hinbekommen. Am besten gleich von Tag 1 an ganz normal in den Alltag integrieren und nicht erst 2 Wochen "schonen". Dann lernt sie garnicht erst, dass ihr 24/7 zur Verfügung steht.
Ja das würde ich auch empfehlen, macht nicht den Fehler dem Hund jetzt wirklich 4 Wochen Vollzeitbetreuung zu bieten, das alleine bleiben würde ich schon in den ersten Tagen starten, solange der Hund noch keine große Bindung zu euch hat.
Die zwei Möpse in meinem Freundeskreis können übrigens problemlos 10 km am Stück laufen und sind danach auch nicht am Ende. Wenn es schon so weit ist, dass der Hund nicht mal das kann und es "zu viel" für den Hund ist, dann kann ich mir echt nur an den Kopf fassen, wie man sowas noch guten Gewissens befürworten kann.
Danke fürs Thread eröffnen @Vakuole , ich hatte letztens schon einen Text im Hibbelthread verfasst und dann vor dem Abschicken doch wieder gelöscht, weil irgendwie sehe ich Luigi nicht als Hibbelhund.
Als Luigi vor 9 Monaten zu mir kam, war es der Horror mit ihm das Haus zu verlassen. Sobald wir draußen waren, war der Hund hoch gestresst, nicht mehr ansprechbar, nahm keine Leckerlies mehr, zog wie ein Irrer an der Leine, wenn ich stehen blieb, kreischte er, er zitterte am ganzen Körper, er markierte wie ein Geistesgestörter und nahezu zwanghaft, knurrte die Pipistellen von anderen Hunden an, ihm ging es einfach nur richtig schlecht draußen. Dabei war es völlig egal, wie reizarm die Gegend war, für ihn gab draußen keine reizarme stressfreie Umgegung. Begegneten wir einem fremden Hund, schrie un kreischte, überschlug sich teilweise an der Leine. Ich konnte froh sein, dass er nur 5 kg wiegt, sonst hätte ich ein echtes Problem gehabt. Sah er Katzen oder oder andere Jagdtobjekte hing er auch kreischend in der Leine.
Drinnen ist er ein absolut ausgeglichener ruhiger Hund, der absolut nicht stressanfällig ist. Er schläft 18 - 20 Stunden am Tag, kann drinnen Frust gut aushalten, hat eine gute Impulskontrolle, ist nie aufgedreht oder nervös. Hier können 20 Menschen zu Besuch sein, kein Problem. Auch in fremden Wohnung, kommt er super schnell zur Ruhe und legt sich hin und schläft. Auch unser Garten oder fremde Gärten bereiten ihm keinen Stress. Laute Geräusche, fremde Menschen oder kleine Kindern bereitem ihm keine Probleme.
Aber draußen... ein völlig anderes Gesicht.
Das waren am Anfang unsere Spaziergänge, er blendete mich absolut aus, er explodierte fast vor Anspannung, war hektisch, quietschte viel, knurrte beim markieren vor sich hin, ließ sich kaum ansprechen, war keine Sekunde konzentrationsfähig
Einfaches rumstehen und warten bereitete ihm immer Stress
Ich habe mich viel auf einsamen Wiesen irgendwo hingesetzt und gewartet und gewartet, bis er runter kam. Am Anfang quietschte und schrie er, dann zitterte er irgendwann einfach nur noch, aber von Entspannung, keine Spur, egal ob ich da 2 Stunden saß
Er war draußen eigentlich viel mit Stressgesicht unterwegs
Heute, 9 Monate nach seinem Einzug, ist das so so so viel besser, ich habe endlich das Gefühl, dass wir gemeinsam Spazieren gehen, er blendet mich nicht mehr aus, er reagiert auf Ansprache, er markiert viel weniger, er zieht nicht mehr wie ein Irrer an der Leine, mit genug Abstand kommen wir ohne Ausraster an anderen Hunden vorbei, kann es aushalten zu warten und man hat nicht mehr das Gefühl, dass draußen sein für ihn nur Horror ist. Er ist zwar immer noch kein tiefenentspannter Spaziergänger und scannt oft noch zitternd die Gegend, springt noch schnell auf Jagdreize an (wenn auch nicht mehr so heftig wie früher) und völlig fremde Umgebungen bringen ihn auch noch schnell aus dem Konzept. Aber es ist kein Vergleich mehr zu früher.
Wie haben wir das erreicht? Ich denke zum großen Teil hat seine Kastration dazu beigtragen, der Kastrationschip brachte schon Verbesserung und die richtige Kastration dann noch mal mehr Stress genommen. Ansonsten habe ich viel probiert und hab mich oft überfordert gefühlt. Ich bin die ersten Monate nur die immer selbe kurze Strecke gelaufen, aber viel gebracht hat das eigentlich nicht, er hat sich nicht an diese Strecke gewöhnt. Was ich viel mit ihm mache, ist irgendwo rumstehen, die Gegend angucken und jede kleinste abfallende Körperspannung zu belohnen, oder auch einfach nur das angucken der Gegend. Das ging aber erst später, als er nicht mehr ganz so hoch gestresst war, am Anfang hätte ich ewig warten können und er hätte auch jedes Leckerlie wieder ausgespuckt. Immer wenn ich merke, es wird stressiger für ihn, bleibe ich stehen und warte bis er etwas runter fährt. Da kam ich früher oft nicht weit beim Gassi gehen und meine Ersthündin musste viel zurückstecken.
Am Anfang dachte ich, ich müsse Blickkontakt zu mir fördern und belohnen, davon bin ich aber irgendwann abgekommen, ich habe mehr Wert auf Auseinandersetzung mit seiner Umwelt gelegt, als Blickontakt zu mir. Der Blickkontakt kam dann irgendwann mit weniger Stress von ganz alleine mehr. Als er dann so langsam draußen ansprechbar und belohnbar wurde, habe ich einfach auch viel ruhiges an der Leine gehen gemarkert. Ich habe Rückruf trainert und ein "raus da" Kommando, er darf die Wege nicht verlassen, er folgt sonst schnell mal seiner Nase und ist gedanklich weg. Übermäßiges reinsteigern ins markieren und Pipistellen anknurren habe ich abgebrochen. An Leinenführigkeit arbeite ich immer, aber erst seit er das auch leisten kann. In den ersten Monaten war das nicht möglich. Wenn er wieder übermäßig zieht an der Leine, weiß ich auch, dass er grad eine Pause braucht. Dann bleiben wir stehen, gucken uns die Gegend an, ich belohne runter kommen, er schüttelt den Stress ab und irgendwann gehts weiter.
So jetzt hab ich genug geschrieben. Vor uns liegt noch einiges an Training, aber wir haben schon so viel erreicht, dass ich echt stolz bin auf den kleinen Mann.
Ich nehme mir vor alle 2 Tage zu putzen, aber im Endeffekt mache ich es nur 2x pro Woche. Und dann noch 1-2 mal pro Woche das Hexocare drauf.
Ich zahle auch schon mein ganzes Arbeitsleben lang in eine Betriebsrente ein und sorge seitdem auch privat vor (nicht in irgendwelche blöden Versicherungen, sondern durch eigene Vermögensverwaltung). Auf die gesetzliche Rente würde ich mich so oder so nicht verlassen. Da ich auch gut verdiene, ist die Rente für mich kein Grund nicht auf Teilzeit zu gehen. Wer weiß, ob ich die Rente überhaupt noch erlebe oder ob ich in Rente gesundheitlich fit genug bin, in meine Freizeit auch noch großartig Geld auszugeben. Mit meinen Vorsorgungen werde ich nicht in Altersarmut landen, aber nun auch nicht die dicke Kohle haben um mir monatelanges Reisen im Jahr oder ähnliches zu ermöglichen. Ich gehe da den Kompromiss ein, dass ich in meinen jungen Jahren eben nicht so viel Lebenszeit mit der ungeliebten Arbeit verschwende, im Alter dafür eben etwas weniger Geld habe, aber ausreichend zum Leben.