Beiträge von Lagurus

    Ihr Löseort ist also gut 400m die Straße hoch auf dem Friedhof

    Gibt es keine Möglichkeit eine Lösestelle deutlich näher am Haus einzurichten? 400 m sind schon echt weit. Was mir noch einfällt, kennt sie sowas wie Futterbälle oder Kong Wobbler? Die Dinger machen ordentlich Krach, wenn sie gehen die Möbel dotzen, gerade der Wobbler. Das kann manchmal auch helfen, den Hund selbst Krach machen zu lassen um den Krach von außen weniger wahr zu nehmen. Aber geht natürlich nur, wenn der Hund noch in der Lage ist sowas auszuführen.

    Edit: Meine Trainerin hat tatsächlich auch mal mit einem Kunden erarbeitet, dass der Hund sich auf einer Unterlage im Haus löst. Weil der Hund rund um Silvester sonst tagelang eingehalten hat.

    Wenn der Hund so gut Kommandos ausführen kann, dass er mit Gehorsam in Hundebegegnungen abgelenkt werden kann, dann sollte es ja auch möglich sein, dass man ihm ein Signal fürs weiter gehen bei bringt. Dabei kann er sich ja auch weiterhin ab und zu umdrehen, mich würde das gar nicht stören, ich finde es völlig legetim, wenn der Hund die Gefahr im Auge behalten will. Ich versuche auch bewusst so zu laufen, dass er eben noch gut hingucken kann und belohne immer wieder das weiter gehen und abwenden.


    Hab gestern im Podcast "Drinking from the Toilet" ein Interview mit Leslie McDevitt gehört, die ja das "Look at that" bekannt gemacht hat, das amerikanische Equivalent zu unserem Click for Blick. Sie hat auch erklärt, dass sie gezielt damit arbeitet zu fördern, dass der Hund wieder in die Umwelt abtaucht, nachdem er hingucken und abwenden schafft. Wenn die Umwelt spannend ist, dann klappt das bei uns auch gut, wenn wir auf einer Wiese stehen schicke ich Luigi als Belohnung auch gerne gezielt ins Mäuse suchen, nachdem er sich vom Hund abwenden konnte. Oder zu irgendwelchen Büschen, wo ich weiß, da pinkeln andere Hunde dagegen und dann schicke ich ihn da hin, dann kann er Schnüffeln und selber markieren. Generell suche ich für ihn nach Hundebegnungen recht schnell eine Möglichkeit zum Markieren für ihn auf, weil Markieren seine Stressabbau Methode Nr 1 ist. Und wir haben Schütteln auf Signal gesetzt, sodass er sich danach auch Anspannung schneller abschütteln kann.

    Momo und Lotte Wie wäre es mir ein oder mehrere tiefgefrorener Schleckmatten mit Nassfutter, Leberwurscht oder sonst was leckeres? Da sind meine wirklich echt lang mit geschäftigt.

    Lösen sich deine Hunde auch im Garten (ihr habt doch einen Garten oder?), bzw. habt ihr eine Lösestelle, wo du einfach nur kurz hingehst, der Hund löst sich zügig und es geht wieder rein? Wenn nein, dann würde ich genau das üben.

    Wenn man an Silvester mit ängstlichen Hunden mit dem Auto durch die Gegend fährt, birgt das leider auch Risiken. Also wenn, sollte man möglichst zu Uhrzeiten fahren, wo knallen eher unwahrscheinlich ist. Meine Trainerin hatte mal eine Kundin, deren Hund so panisch an Silvester war, dass sie rund um Mitternacht immer auf der Autobahn mit den Hund auf und ab gefahren ist. In einem Jahr ist ihr von einer Autobahnbrücke ein Böller aufs Dach geschmissen worden, danach hatte der Hund noch zusätzlich panische Angst vorm Auto. Mit viel Training haben sie beides wieder in den Griff bekommen, aber es ist langwierig an schweren Ängsten zu trainieren.

    Ich mache mit Betty bei meiner Trainerin einen Silvester Online Kurs mit. Betty hat zwar keine extreme Angst, aber ich hab das Gefühl, sie fühlt sich von Jahr zu Jahr etwas unwohler bei der Knallerei und wir steuern auf eine echte Angst zu. Deswegen dachte ich, vorbeugen ist sinnvoll. Aber ich bin schon mal happy dass es dieses Jahr auch wieder deutlich weniger knallen wird.

    Lagurus, ich mache das zusätzlich auch verbal deutlich, einfach das Halter kleinerer Hunde merken, mich stört es auch wenn es noch nicht immer klappt. Aber ich zeige es geht so nicht. Die verbale Aktion ist also bei uns mitunter auch für andere.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass das fast keinem Großhundehalter egal ist, wenn der eigene Hund ausrastet. Es hilft mir da nicht, wenn der Hund verbal rund gemacht wird, um das noch mal zu unterstreichen. Im Gegenteil, es macht es uns noch schwieriger. Aber das können andere ja nicht wissen, von daher mache ich da niemandem einen Vorwurf.

    Ich versuche mich da nur so schnell wie möglich zu verziehen um es auch dem anderen Hund leichter zu machen und der Anschiss für ihn schneller vorüber ist.

    Hier wird der Hund auch mit Futter vollgestopft, wenn er ausrastet.

    Momentan laufen die Hundebegegnungen bei Luigi echt gut. Heute waren es 4 Hundebegegnungen, wovon eine Begegnung ein "Rudel" an 8 Kleinhunden war. Die waren noch recht weit weg, kamen seitlich auf uns zu, Luigi hat sie aber gesehen und ist stehen geblieben und hat in die Richtung gestarrt. Mit unserem üblichen Click For Blick und Belohnen vom Weitergehen auf Signal sind wir total gut dran vorbei gekommen. Viel schwerer war der Terrier heute morgen, bei dem er schon mehrfach ausgerastet ist, weil der Terrier eben auch mal ausrastet. Selbst an dem sind wir gut vorbei gekommen, wenn auch ein bisschen mit Stress Gequietsche, mit entsprechendem Abstand ging es aber und er musste auch nicht ewig hinterher gucken, sondern hat sich schnell wieder entspannt und ist mit mir mit gelaufen.

    Mir persönlich ist es übrigens egal, ob andere meinen Hund anstarren lassen oder nicht, auch wenn es für meinen Hund dadurch schwerer wird. Ich arbeite daran, dass mein Hund lernt das auszuhalten und entsprechende Strategien entwickelt damit umzugehen. Ich erwarte nur, dass andere in so weit Rücksicht nehmen, dass sie ihre Hunde nicht zu uns lassen, aber was die Hunde bei ihren Besitzern dann machen, ist mir eigentlich egal. Und ich lasse meinen Hund ja auch bewusst hingucken und das Click for Blick unterbricht ja bewusst den Blickontakt zum Fremdhund. Das Abwenden des Blicks ist ja eine deeskalierende Geste.

    Wünschen würde ich mir nur, dass andere Hundehalter ihre Hunde nicht laut zurecht weisen (zumal das bei den meisten eh nichts bringt), weil das eben auch meinen Hund stresst und es für ihn noch unangenehmer macht. Aber das kann ich ja anderen nun nicht vorschreiben und bin dann meinem Hund einfach noch großzügiger gegenüber und lasse noch mehr Futter regnen, wenn andere ihre Hunde ankacke.

    Das Fell von Cocker Spanieln sollte man nicht unterschätzen, das ist oft extrem dicht, sehr dick und bei vielen Exemplaren wirklich schwer zu pflegen. Als Laie sieht man das dme Hund oft gar nicht an. Ich als Hundefriseur mach nicht gerne Cocker es dauert ewig sie überhaupt richtig sauber zu baden und das irrsinnig dicke Fell zu föhnen. Und dann noch trimmen, da sitzt man wirklich ewig... Allein was den schon für irre dickes Fell aus den Pfoten wächst. Da wird in der Zucht halt mittlerweile echt übertrieben. Gibt aber auch noch welche mit echt schönem moderatem Fell, aber das sehe ich leider nicht mehr oft.

    Wow 4 Stunden am Tag draußen, das ist irre. Und dann latscht er dir zu Hause noch die ganze Zeit hinterher? Deswegen sag ich, ihr braucht einen Trainer, der sich euer Problem ganzheitlich anschaut, das Jagen wird nicht euer einziges Problem sein, bzw. wird das Jagen durch euren stressigen Alltag begünstigt.

    Du brauchst einen guten Trainer, der sich ganzheitlich dem Thema annimmt und das Jagen nicht nur als isoliertes Problem betrachtet. Ich tippe darauf, dass eine Menge Frust und Stress zu übersteigertem Jagdverhalten führt. Führt man einen jagdlich ambitionierten Hund nur noch an kurzer Leine bei Fuß, wird der Frust so enorm groß, dass er sich in noch mehr jagen entladen kann. Schleppleine kann man auch so händeln, dass der Hund nicht volle Kanne Anlauf nehmen kann.

    Aber du brauchst Unterstützung an deiner Seite, das ist nichts wo man die im Forum ein Patentrezept empfehlen kann.