Beiträge von gorgeous2000

    Ich könnte mir vorstellen, dass es durch die OP und die Hormonumstellung kommt.

    Andererseits habe ich auch schon Rüden erlebt, die vorher zwar weitestgehend verträglich waren, aber dadurch dass sie ständig auf der Lauer lagen, was gute Gerüche angeht und somit in ihrer eigenen Welt gelebt haben, andere Hunde gar nicht mehr richtig wahr genommen haben und nur nach "guter Geruch" und "nicht guter Geruch" unterschieden haben, sie alleine dadurch überhaupt niemals in einen Konflikt mit anderen Rüden geraten sind.
    Wenn ein Rüde so fokussiert ist und mit einer gewissen Erwartungshaltung an alle Hunde ran geht und nur nach Geruch sortiert, kann es sein, dass er normalerweise auch mal die ein oder andere Streitigkeit mit anderen Rüden (Rivalen) gehabt hätte, wie es für Jungrüden einfach auch normal ist, durch den Tunnelblick diese Entwicklung aber gar nicht stattgefunden hat.

    Und ja, auch durch eine Kastration können Hunde artgenossenaggressiv werden.

    Ich schätze, dass Du durch die Kastration die erzieherische Baustelle einfach nur woanders hin verschoben hast.

    Eigentlich ist es doch ganz einfach: hat Dein Hund keine Papiere, ist er auch offiziell nicht rein rassig.

    Die Eltern könnten ja theoretisch sogar VDH-Papiere haben. Meldet die "Züchterin" die Zucht aber nicht an mit medizinischen Untersuchungen, Zuchtzulassung und allem Drum und Dran, bekommen die Welpen halt auch keine offiziellen Papiere über den VDH.

    Die Züchterin könnte bestenfalls die Reinrassigkeit beider Elterntiere nachweisen, was aber nicht heißt, dass das auch die Eltern sind.

    Vermutlich is in den Ahnen einen Elterntieres mal was anderes beigemischt worden, was sich jetzt beim Welpen wieder zeigt.

    Trotz allem verstehe ich den Sinn des Post nichts. Wenn ich mir eine Rasse X kaufen will, gehe ich zum eingetragenen Verbandszüchter und kaufe mir Rasse X und Welpe bekommt Papiere. Und dann habe ich Rasse X.

    Sich jetzt im Nachgang darüber auszulassen, warum der Hund jetzt Stehohren hat und man nicht das bekommen hat, was man wollte, ist echt mehr als albern.

    Und ob ich jetzt die gute Freundin der Familie verklagen will.....das muss ja jeder selbst wissen.
    Nützen wird es weder Dir, noch dem Hund, noch sonstwem.

    Das kann man bei einem Hund, der die meiste Zeit des Tages im Zwinger hockt einfach nicht sagen.

    Zum einen wird er in seiner Situation sehr viel Stress haben und wird dann auf den wenigen Spaziergängen vielleicht derart reizüberflutet, dass er dieses Verhalten zeigt.

    Die neuen Besitzer sollten den Hund in Ruhe ankommen lassen, grunderziehen und dann einfach schauen, wie der Hund sich weiter verhält.

    Wenn da jetzt jemand kommt, der Hunde entsprechend führen kann, wird er das Problem vielleicht gar nicht mal haben oder recht schnell das Verhalten unterbrechen können.

    Und würde der Hund im neuen Zuhause entsprechend gut ausgelastet, kann es auch sein, dass er das Verhalten "nicht mehr nötig hat"

    Diese Entscheidung, ob Kastration oder nicht, hat aus meiner Sicht nicht das TH anhand einer Momentaufnahme oder der Aussage eines Gassigängers zu treffen.

    Ich habe bei meinem großen Hund (SH 70, 40 kg) zunächst das Futter vom Züchter weiter gefüttert, dann recht zeitnah umgestellt auf normales Adult-Trockenfutter und Barf.

    Ganz zu barfen habe ich mir als Anfänger auch nicht zugetraut.

    Der Hund ist normal in die Höhe gewachsen und hat sein Endgewicht erst sehr spät erreicht. Richtig ausgewachsen war er erst mit 4 Jahren.

    Zum Vergleich hatten einige seiner Geschwister das Endgewicht von 40 kg schon mit 6 Monaten. Die waren aber auch zu dick.

    Da die Rasse anfällig für HD ist, war mir wichtig, so einen großwüchsigen Hund eher "großhungern" zu lassen.

    Röntgenbild mit 18 Monaten war zufriedenstellend und auch jetzt mit fast 5 Jahren gibt es keine Probleme.

    Ich habe verschiedene Rassen, aber bis auf eine Ausnahme alles Jagdhunde (Spinone, Griffon Nivernais, 2 x KH-Dackel, Engl. Setter, Segugio und ein Mix).

    Früher fand ich kurzhaarige Vorsteher am Schönsten und wollte immer eine Gruppe mit mehreren kurzhaarigen Vorstehern (z.B. DK, Vizsla, Weimaraner).

    Mein erster Hund war ein DK. Nach wie vor finde ich die Rasse super, aber die passt momentan nicht in mein Leben und ich kann mir immer noch nicht vorstellen, wieder in das gleiche Gesicht zu gucken.

    Inzwischen bin ich eher festgelegt auf rauhhaarige Jagdhunde und gucke auch vermehrt im Tierschutz, was es da so gibt und was passt vom Alter, Geschlecht, Charakter.
    Da ich als PS ehrenamtlich tätig bin, sind einige meiner Hunde auch ehemalige Pflegehunde, von denen ich vorher schon wusste, dass es passt.

    Außer Jagdhunden kann ich mir kaum etwas anderes vorstellen, lerne da aber immer gerne auch neue Rassen kennen. Ist einfach spannend und man vergleicht nicht so, als wenn man immer wieder die gleiche Rasse hat.
    Grundsätzlich kann ich mir aber auch mehrere Vertreter einer Rasse vorstellen.

    Auf meiner "Haben-Wollen-Liste" stehen noch einige eher seltene Jagdhundrassen wie der Grand Bleu de Gascogne, der Griffon bleu, der Perdiguero de Burgos, Bracco Italiano.

    Trotz allem kann ich mir am meisten vorstellen, dass ich die nächsten Jahre eher bei den im weitesten Sinne "Griffonartigen" bleibe.

    Beim Spinone und beim KH-Dackel kann ich mir vorstellen, diese immer in der Gruppe zu haben.

    Ich behalte mir aber auch vor, dass mal ein ganz anderer Typ Hund hier "liegenbleibt". Entweder, weil Not am Mann ist oder ein Hund mir vom Charakter zusagt und das könnte dann wahrscheinlich am Ende auch jede Rasse oder Mix sein.

    Wenn ich es mir aussuchen kann, aber immer tendenziel Vorstehhunde, Laufhunde und in die Richtung.

    Wenn die ehemals über einen längeren Zeitraum dieses Verhalten gezeigt und vielleicht sogar ritualisiert hat, sind kleine Einbrüche sicher normal.

    Ich würde einfach so weiter machen, wie es bisher am erfolgreichsten war.

    Dass es mal wieder Rückschritte gibt und der Hund in altes Verhalten fällt, finde ich nicht weiter dramatisch. Und Du hattest ja schnelle Erfolge und das sogar über einen längeren Zeitraum.

    Ansonsten würde ich überlegen, ob irgendwas anders ist oder irgendwas den Hund stresst oder vorher gestresst hat.

    Ich habe es bei einem Baumann-Seminar mal live gesehen, aber noch nicht selbst gemacht.

    Eigentlich ist da nichts Besonderes dran aus meiner Sicht.

    Du kannst es doch einfach ausprobieren. Leg Dir ein Labyrinth auf den Boden und geh langsam mit Deinem Hund da durch.
    Die Langsamkeit fördert einfach die Konzentration und die Koordination des Hundes.

    Aversiv absichern hieße ja eigentlich nur, dass ein Nichtbefolgen eines Kommandos Konsequenzen für den Hund hat.

    Auf den Rückruf bezogen könnte das theoretisch ja vielerlei sein: drohend dem Hund entgegen gehen, Leine hinterher werfen, Brüllen usw. Je nach Hund und je nach Situation würde dann ggf. der Rückruf doch noch befolgt und ich hätte am Ende ein (belohnenswertes) Ergebnis.

    Abgesichert ist da aber noch lange nichts, weil zum einen jede Situation anders ist und es vielleicht auch mal nicht funktioniert und/oder sich o.g. Vorgehensweisen irgendwann auch abnutzen können. Abgesichert würde ja auch heißen, etwas bewusst beigebracht zu haben und auch bewusst einzusetzen.

    Richtig absichern könnte man eigentlich nur, wenn man parallel einen Strafreiz konditioniert und diesen dann anwendet.
    Das ginge über Disc-Scheiben zum Beispiel, wenn man vorher eine Konditionierung macht ähnlich wie beim Clicker.

    Das würde ich unter aversiver Absicherung verstehen, glaube aber auch nicht, dass da irgendein Fachwort ist, das inhaltlich irgendwas besonderes darstellt.
    Und klar kann man einen Hund so konditionieren, dass ich mit einem Mittel wie Disc-Scheiben Verhalten beeinflussen kann.

    Eigentlich ist das vom Aufbau her ähnlich wie die Konditionierung mit einem Clicker, nur dass ich einen unbestimmten Reiz (Geräusch der Disc) mit einem Meideverhalten verknüpfe und dann nur den Reiz brauche, um Meideverhalten auszulösen.

    Mit der Anwendung von positiver Strafe kann ich Kommandos wahrscheinlich im Ernstfall absichern, da auf der Gegenseite zum Belohnen ja nichts steht, heißt, der Hund bekommt für den befolgten Rückruf eine Belohnung.
    Kommt er aber nicht - was dann? Dann habe ich nichts mehr in der Hand.
    Ein Hund, der lernt, dass sein Verhalten auch Konsequenzen hat, hat dann die Wahl. Leckerchen und Lob einsacken oder Ärger riskieren.

    Aversiv absichern könnte für den Ernstfall ja durchaus sogar Sinn machen. Wenn ich mir vorstelle, ich rufe meinen Hund und neben ihm geht ein Hase hoch? Da kann der positiv verstärkte Rückruf ja noch so gut sein, in so einem Fall hält der sicherlich nicht mehr bei den meisten Hunden.
    Mit einer Disc-Scheibe, die ich nur in der Hand klappern lasse, weil der Hund darauf konditioniert wurde, stehen die Chancen in so einer Situation dann sicher deutlich besser, wenn ich schnell genug bin, den Reiz zu setzen.
    Damit wäre mein Rückruf im Ernstfall abgesichert.

    So würde ich das verstehen.

    Scheinbar seid ihr da schon in einer Spirale gefangen, in der der Hund immer höher und höher dreht.

    Der Hund hat ab Haustür schon eine zu hohe Erwartungshaltung. Je mehr sie quengelt, desto schneller werdet ihr.

    Genau da würde ich erst mal ansetzen, Ruhe in den Hund zu bringen bzw. den Hund die Lernerfahrung machen zu lassen, dass es mit Hektik und Gequäke nicht weiter geht. Nur ruhiges Verhalten wird bestätigt.

    Warum übt ihr "Sitz" und "Hopp", wenn die Baustellen ganz woanders sind?

    Geht doch erst mal an die Dinge, die ihr für den Alltag braucht. Den Namen, Leinenführigkeit, Frust aushalten lernen, etwas mal NICHT zu dürfen usw. Das könnt ihr alles prima zuhause auch üben.

    Ihr müsst auf jeden Fall erst mal diese Spirale durchbrechen bzw. diese von Anfang an verändern, damit der Hund nicht immer höher und höher schraubt.

    Wenn er noch so gar nichts kann, dann üb doch erst mal die Basissachen und diese natürlich nicht in der größtmöglichen Ablenkung. Meiner Meinung und Erfahrung nach kannst Du da nämlich momentan GAR NICHTS machen oder üben, weil die Basis ja noch gar nicht vorhanden ist.
    Also erst Grundschule, dann Abitur.

    Am besten Zuhause im ruhigen Umfeld, dann vielleicht im Garten (wenn Du hast) und dann erst unter geringer Ablenkung und dies langsam steigern.

    Grundvoraussetzung wäre ja erst mal eine gute Leinenführigkeit ohne Ablenkung. Vielleicht kannst Du Dir, wenn Du unbedingt das Quietscheding benutzen willst, ein Aufmerksamkeitssignal (guck mal oder so) aufbauen.

    Erst wenn die Basics klappen, kannst Du in die schwereren Situationen rein gehen Und in der Zeit, wo der Hund das noch nicht kann, ist es kein Thema, einfach mal gar nichts zu machen. Das ist am Ende nämlich besser als mit zuviel Kommentieren und Ausprobieren es am Ende vielleicht sogar schlimmer zu machen.
    Zügig dran vorbei gehen in großem Abstand geht doch meistens oder Hundeansammlungen erst mal weiträumig meiden und erst mal in einem Umfeld trainieren, wo Du weißt, dass das nicht alle 5 Minuten ein Hund vorbei kommt.

    Momentan hast Du ja noch nichts in der Hand, gegen die Ablenkung durch die anderen Hunde anzukommen. Mitte in diesem Konflikt das Training anzufangen, kann einfach nicht funktionieren. Und mit dem Quietscheteil hast Du unter Umständen auch die Aufmerksamkeit anderer Hunde, die dann zu Dir hingerannt kommen.

    Mir persönlich wäre es wichtig, dass mein Hund auf mich hört, meine Entscheidungen annimmt und nicht so wichtige Erziehungssachen von so einem Quietsche abhängen. Ablenken hilft meistens nicht langfristig, weil immer ein Reiz kommen kann, der wertiger als der Quietschie ist und spätestens dann hättest Du keine Handhabe mehr.

    DICH und DEINE Persönlichkeit hast Du ja immer dabei und damit sollte der Hund geführt werden.